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Vertragswerkstatt und freie Werkstatt im Vergleich

06. Dezember 2023 von

Eine Inspektion steht an, das kann schon mal teuer werden. Und dann soll man auch noch in die teure Vertragswerkstatt fahren, damit man keine Probleme mit der Garantie bekommt? Ob das wirklich stimmt und wann sich eine freie Werkstatt lohnen kann, sagen wir dir in diesem Ratgeber.

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Freie Werkstatt und Vertragswerkstatt – Was ist der Unterschied?

Wenn du dein Auto zum Reparieren in eine Werkstatt bringst, dann kannst du davon ausgehen, dass die Mechaniker:innen ihr Handwerk verstehen – egal ob freie Werkstatt oder Vertragswerkstatt. Doch es gibt tatsächlich Unterschiede, die betreffen aber weniger das Können der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Freie Kfz-Werkstätten sind im Unterschied zu Vertragswerkstätten markenunabhängig. Egal welches Modell du fährst, eine freie Autowerkstatt repariert jedes Auto. Des Weiteren rechnet eine freie Werkstatt meist niedrigere Stundensätze ab. Vor allem außerhalb von Ballungsgebieten kommst du günstiger davon. Das liegt unter anderem auch daran, dass eine freie Werkstatt auch gebrauchte Ersatzteile verbauen darf. Diese sind natürlich günstiger als Originalteile oder neue Ersatzteile.

Wenn du beispielsweise einen Motorschaden hattest wirst du froh sein, wenn du keinen Originalmotor kaufen musst. Egal ob ein gerissener Zahnriemen, eine defekte Zylinderkopfdichtung oder ein anderer Schaden – häufig können die günstigeren Kosten in einer freien Kfz-Werkstatt das Auto noch vor dem Schrottplatz retten. Es lohnt sich also, nach einer freien Werkstatt in der Nähe zu suchen.

Vertragswerkstatt – Option für junge Fahrzeuge

Doch eine Vertragswerkstatt hat natürlich auch seine Daseinsberechtigung. Vor allem bei Neuwagen macht es Sinn – oftmals ist es sogar ein Muss, wenn man die Herstellergarantie nicht verlieren will. Gerade beim Privatleasing ist häufig eine Werkstattbindung bei einer Vertragswerkstatt teil des Leasingvertrags.

Vertragswerkstätten sind außerdem oftmals mit besseren Geräten ausgestattet und das Personal hat bei spezifischen Problemen meist mehr Erfahrung. Natürlich kann in einer Vertragswerkstatt auch ein Ölwechsel gemacht werden oder die Wartung der Klimaanlage. Es gibt aber Fälle, da macht es wirklich Sinn, eine Fachwerkstatt aufzusuchen:

  • Nachbesserungen sind nötig:
    Wenn eine Reparatur aufgrund von Sachmängelhaftung gemacht werden muss, dann ist die Vertragswerkstatt des Autohändlers die richtige Anlaufstelle. Wenn in deinem Vertrag die allgemeinen Verkaufsbedingungen für Neuwagen gelten, dann ist jede Vertragswerkstatt verpflichtet die Reparaturen im Rahmen einer Sachmängelhaftung kostenlos vorzunehmen.
  • Es gibt einen Garantiefall: 
    Wenn dein Auto noch Garantie hat, dann ist ebenfalls eine Vertragswerkstatt zuständig. Die Reparatur ist nicht generell kostenfrei, es kommt auf die Garantieleistungen an. Diese findest du in deinen Unterlagen.

Vorteile der Vertragswerkstatt

  • Ausgestattet mit markenspezifischen Diagnosegeräten
  • Zugriff auf Fehler-Datenbanken
  • Komplizierte Fehler einer Automarke sind schneller gefunden
  • Beratung über Spezialisten-Hotline möglich

Freie Werkstatt – meist preiswerter

Wenn du dein Auto nach Ablauf der Neuwagengarantie zur Inspektion geben willst oder wenn Standardarbeiten wie das Einstellen der Scheinwerfer oder Ausbessern von Kratzern im Lack fällig sind, dann ist die freie Kfz-Werkstatt eine gute Wahl. Auch wenn größere Arbeiten wie Bremsenwechsel oder Ähnliches anstehen, dann kann eine freie Werkstatt das ebenfalls erledigen.

Schwierig wird es meistens dann, wenn markenspezifische Probleme auftauchen oder wenn du mit einem Sportwagen kommst. Hierfür haben freie Werkstätten oft nicht das Werkzeug, zu wenig Erfahrung und kommen schwerer an Ersatzteile als eine Vertragswerkstatt.

Vorteile der freien Kfz-Werkstatt

Der größte Vorteil einer freien Werkstatt ist, dass die Kosten für Reparaturarbeiten deutlich günstiger ausfallen, als bei einer Vertragswerkstatt. Das liegt daran, dass meist ein geringerer Stundensatz verlangt wird und nicht unbedingt Original-Ersatzteile verbaut werden müssen.

Oftmals ist es auch möglich, nicht beschädigte Teile aus Unfallfahrzeugen wieder zu verwenden. Das macht am Ende einiges am Preis aus.

ABER: Keine Kulanz nach Reparaturen in freier Werkstatt

Es hält sich der Mythos, dass man bei einem Fahrzeug mit Neuwagengarantie Wartung oder Reparaturen nicht in einer freien Werkstatt durchführen lassen darf, weil die Garantie sonst erlischt – das ist falsch. Eine EU-Verordnung stellt Vertragswerkstätten und freie Werkstätten in dieser Hinsicht auf die gleiche Stufe.

Was allerdings sein kann ist, dass nach Ablauf der Garantie der Hersteller keine Kulanzleistungen erbringt, wenn Reparaturen in einer freien Werkstatt durchgeführt wurden. Eine Beteiligung an Reparaturkosten wäre dann eine freiwillige Leistung, dementsprechend kann der Hersteller verlangen, dass eine Vertragswerkstatt aufgesucht wird.