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Auf in die Zukunft: Selbstfahrende Autos – gibt es das wirklich?

06. Dezember 2022 von

Man ist sich einig: Die Zukunft der Mobilität liegt nicht nur im Elektroauto, sondern auch im autonomen Fahren. Selbstfahrende Autos befinden sich nicht mehr nur in der Entwicklung – schon heute rollen sie über die Straßen der Welt.

⏰ Kurz zusammengefasst

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Gibt es selbstfahrende Autos?

Wer glaubt, selbstfahrende Autos seien eine aufregende Erfindung der Science-Fiction-Industrie, der irrt gewaltig: Schon heute kurven in bestimmten Gebieten autonom fahrende Wagen umher, ohne dass es menschlichen Eingreifens bedürfte. Das ist praktisch, vor allem wenn man an das parallel Parken denkt. Aber fangen wir erstmal von vorne an:

Schon in den 80er Jahren tüftelte man an einer Privatuniversität in den Vereinigten Staaten und parallel an der Münchener Universität der Bundeswehr an führerlosen Fahrzeugen. Wie weit die Entwicklung bis dato vorangeschritten ist, erkennt man alleine schon an der Vielzahl von Forschungsverbänden und Herstellerkooperationen. So streben Mercedes, Volvo, BMW gemeinsam mit den Firmen Intel und Mobileye, Nissan, Honda, Tesla und viele mehr nach dem Krönchen für die beste künstliche Fahrintelligenz unter den Autobauern.

Wie weit ist die Technologie des autonomen Fahrens?

Dass sich viele Mythen um selbstfahrende Autos ranken, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dabei sind autonome Fahrzeuge weit weniger Zukunftsmusik, als man annehmen könnte. Unterschieden werden zur Zeit sechs Autonomiegrade, die sich wie folgt definieren:

  • Level 0: Fahrer:innen haben die volle Kontrolle über das Fahrzeug und fahren selbst.
  • Level 1: Assistierter Modus. Fahrer:innen fahren immer noch selbst, erhalten aber Unterstützung durch Systeme wie einen Abstandsregler.
  • Level 2: Teilautomatisierung, aber immer noch in assistiertem Modus. Fahrer:innen überwachen konstant das Geschehen, das Auto kann aber automatisch die Spur halten, bremsen, beschleunigen oder auch einparken.
  • Level 3: Automatisierter Modus. Das Auto wechselt eigenständig die Spur, blinkt und hält die Fahrspur auf eigene Faust. Fahrer:innen können sich teilweise anderen Beschäftigungen zuwenden, werden durch das Auto aber in Fällen, in denen ein Eingreifen notwendig ist, zur Übernahme der Kontrolle aufgefordert.
  • Level 4: Hochautomatisierung, autonomer Modus. Das Auto regelt alle Fahraktivitäten selbst. Fahrer:innen greifen ein, sobald das System die Aufgaben nicht mehr bewältigen kann.
  • Level 5: Vollautomatisierung, autonomer Modus. Keine Pedale, kein Lenkrad – ein Fahrzeug kommt völlig ohne Fahrer aus und benötigt menschliche Impulse nur, wenn Start und Ziel der Fahrt festgelegt werden müssen.

Bei Level 5 steigen bei Ihnen mit Sicherheit schon Bilder von Smart Cities mit fliegenden Transportmitteln, fast wie in Science-Fiction-Filmen vor das innere Auge. Davon ist die Technologie allerdings noch weit entfernt.

Salonfähig ist unterdessen das Level 3 geworden: Der Gesetzgeber arbeitet daran, Autos mit Automatisierungsgrad Level 3 zu fördern und zuzulassen. 2021 wurde über ein entsprechendes Gesetz abgestimmt, dass die Teilnahme fahrerloser Autos am Straßenverkehr grundsätzlich erlaubt.

Aktuell findet die Autonomie-Technologie in Deutschland Anwendung im Mercedes EQS sowie in der Mercedes S-Klasse. Unter dem Tarnnamen “Drive Pilot” versteckt sich die Option auf einen automatisierten Modus, der keine ständige Überwachung durch Fahrer:innen benötigt – aber nur, wenn es die äußeren Bedingungen wie die Temperatur oder auch Fahrbahntrockenheit zulassen.

Als am weitesten fortgeschritten in der Entwicklung selbstfahrender Autos gilt derweil nicht etwa Mercedes oder der US-Hersteller Tesla, der jüngst mit einem Unfall im autonomen Fahrmodus negative Schlagzeilen machte – nein, der Vorreiter in Sachen autonomes Fahren heißt Waymo und betreibt eine Kolonne an Robotertaxis in einem Vorort von Phoenix, Arizona. Zum Teil verkehren die Autos gänzlich ohne Sicherheitsfahrer:innen oder anderweitiges Personal.

Zahlreiche Sensoren und Messgeräte lassen das Auto beinahe wie eine unheimliche, umherfahrende Kamera wirken – prüfen de facto aber nur konstant die Umgebung und erkennen andere Autos, deren Bewegung, Fußgänger, Kreuzungen und vieles mehr. Das hört sich doch stark nach Level-5-Automatisierung an, oder?

Ab wann gibt es selbstfahrende Autos auf den Straßen?

Dass selbstfahrende Autos schon längst Realität sind, wissen wir aus dem vorigen Kapitel. Die Frage ist immer: Wie hoch fällt der Grad der Automatisierung aus? Wenn wir von Assistenzsystemen sprechen, die Fahrer:innen beim Halten und Wechseln der Fahrspur die Arbeit abnehmen, so könnte schon innerhalb eines Jahrzehnts ein Großteil der Autos hierzulande über solche Features verfügen.

Streben wir aber mit der Definition autonomen Fahrens nach Größerem, so muss sich die Welt noch eine Weile gedulden. Vieles spricht dafür, dass selbstfahrende Autos weit nach 2040 erst allmählich ins Rollen kommen – zu diesem Ergebnis kommt die Forschungsorganisation Prognos im Rahmen einer Studie.

Um 2050 soll der Anteil der Autos, die ein gänzliches Abwenden des Fahrers oder der Fahrerin vom Straßengeschehen ermöglichen, auf etwa 70 Prozent angestiegen sein. Vollautomatisierte Autos kommen demnach erst ab 2040 in höheren Stückzahlen auf den Markt.

Was sind die Vorteile und Nachteile selbstfahrender Autos?

Eine der wichtigsten Fragen rund um das Thema autonomes Fahren lautet: Überwiegen die Vorteile oder die Nachteile selbstfahrender Autos? Die RAND Corporation aus den USA ist jedenfalls der Meinung, dass der Nutzen im Vergleich zu den Risiken deutlich größer ist. Warum das so ist? Berechnungen zufolge sind etwa 90 Prozent aller Autounfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen. Durch eigenständig denkende und lenkende Fahrzeuge, so einige Expert:innen, könne man die Zahl der Verkehrstoten auf bis zu 0 reduzieren.

Andere Vorteile betreffen beispielsweise die Einbindung älterer oder persönlich eingeschränkter Menschen oder auch die Reduzierung des Autobestands weltweit. Autofahren im Alter kann schwierig sein, doch so kann jeder trotzdem persönlichen Interessen nachgehen, die nicht ausschließlich zuhause stattfinden. Sollten sich selbstfahrende Autos als Taxis etablieren, bräuchte man Schätzungen zufolge nur noch 20 Prozent der heute fahrenden Autos.

Bedenken an der Technologie sollten aber natürlich nicht unter den Tisch gekehrt werden: Angst vor Hacker:innen oder vor Unzuverlässigkeit der Technik ist ein großer Faktor, wenn Menschen an selbstfahrende Autos denken.

Ebenfalls bedenklich im Bezug auf die Künstliche Intelligenz (KI), die hinter den Berechnungen und Handlungen autonomen Fahrens steckt, sind ethisch-moralische Fragen. Im Falle einer brenzligen Situation muss festgelegt sein, nach welchen ethischen Maximen das Auto handelt und ob es zwischen echter und vorgetäuschter Gefahr unterscheiden kann.

Da jedoch generell davon ausgegangen wird, dass die Zahl der Verkehrstoten im Zeitalter autonom fahrender Autos zurückgeht, stellt sich die Technologie in ein zunehmend positives Licht. Die Frage, die es dann zu klären gilt ist:

Sind wir bereit, weniger Verkehrstote durch andere Umstände, die dann auf autonom handelnde Technologien und nicht auf direktes menschliches Handeln zurückzuführen wären, hinzunehmen? Ist ein Algorithmus, der eigenständig Entscheidungen trifft, nicht auch menschgemacht und damit genauso aus menschlichem Handeln gespeist? Wer trägt die Schuld, wenn es zu einem Unfall kommt? Niemand? Das Auto? Der Algorithmus? Der Fahrer? Oder der Hersteller der KI? Dies sind alles philosophische Fragen, die in diesem Zusammenhang diskutiert werden müssen.