Blendend informiert: Was ist das Abblendlicht? Funktionen und Einstellungen

02. Juni 2022 von

Sind Sie schon einmal in einen Tunnel gefahren und haben bemerkt, dass an Ihrem Wagen ganz wie von Zauberhand ein Lichtlein aufgeht? Da hat wohl jemand die Funktion für automatisches Abblendlicht aktiviert! Von dieser Funktion macht aber sicherlich nicht jeder Gebrauch, manchmal fehlt sie sogar komplett. Wann sollten Sie also das Abblendlicht einschalten? Wie wird das Abblendlicht richtig eingestellt und was ist Abblendlicht überhaupt?

⏰ Kurz zusammengefasst

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Was ist das Abblendlicht?

Das Abblendlicht gehört zur Fahrzeugbeleuchtung wie Ketchup zu Pommes. Nach StVO ist das Abblendlicht ein verpflichtender Bestandteil der Frontbeleuchtung.

Es dient nicht nur der Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeuges, sondern auch der Ausleuchtung der Fahrbahn und zwar genau dann, wenn es die Lichtverhältnisse erfordern. Nach StVO dürfen nur weiß leuchtende Scheinwerfer zum Einsatz kommen.

Sollten Sie bereits verzweifelt nach dem Schalter für das Abblendlicht in Ihrem Wagen suchen, halten Sie einfach Ausschau nach dem Piktogramm, auf dem eine Art Scheinwerfer abgebildet ist, der zu seiner Linken von nach unten geneigten Strichen flankiert wird.

Meist befindet sich die Funktion zum Einschalten des Abblendlichts an einem der beiden Lenkstockschalter (sofern Ihr Auto noch über solche verfügt) oder an einem eigens dafür vorgesehenen Drehschalter.

Neben der Kontrollleuchte für das Abblendlicht existieren freilich noch viele Kontrollleuchten in Ihrem Wagen – und jedes hat seine eigene Bedeutung.

Wann muss ich das Abblendlicht einschalten?

Am einfachsten wäre es freilich, wenn man das Abblendlicht einfach die ganze Zeit eingeschaltet lassen würde – in einigen Ländern ist das sogar Pflicht. In Deutschland muss das Abblendlicht allerdings nicht immer aktiviert sein: In der StVO sind klare Situationen festgelegt, in denen Sie Ihre Scheinwerfer anschmeißen müssen:

  • Bei Dunkelheit
  • Während der Dämmerung
  • Wenn es die Sichtverhältnisse erfordern

Heißt konkret: Sofern die Witterungsbedingungen es erfordern, muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Am besten aktivieren Sie das Licht bei Nebel, Regen und Schnee, denn vereiste Scheiben machen die Sicht sicher nicht einfacher.

Generell gilt aber: Lieber einmal zu viel mit Abblendlicht gefahren als einmal zu wenig! Andere Verkehrsteilnehmer sollten Sie stets optimal wahrnehmen können und umgekehrt. Wenn Ihnen bei Dunkelheit scheinbar niemand entgegenkommt, steht es Ihnen ebenfalls frei, das Fernlicht zu verwenden.

Passen Sie aber auf: Sollte doch jemand aus der Ecke hervorschießen, ist die Gefahr des Blendens groß – schalten Sie in solchen Fällen Ihr Fernlicht für die Dauer des Aneinander-Vorbeifahrens aus oder (sofern Ihr Auto über diese Funktion verfügt) überlassen Sie Ihrem automatischen Fernlichtassistenten die Arbeit.

Wann muss ich auch am Tag mit Abblendlicht fahren?

Hierzulande fahren Sie auch tagsüber mit Abblendlicht, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern – also bei Regen, Schnee oder Nebel.

In einigen Ländern ist es Pflicht, das Abblendlicht ganzjährig auch tagsüber leuchten zu lassen. Wer sich vehement weigert, es einzuschalten, oder einfach nur vergesslich ist, muss teilweise mit hohen Bußgeldern und Strafen rechnen. Insbesondere im skandinavischen Raum und in Osteuropa wird Abblendlicht zu jeder Tages- und Nachtzeit verlangt.

Zu den Ländern, in denen Sie stets mit Abblendlicht unterwegs sein sollten gehören Dänemark, Norwegen, Schweden, Island, Finnland, Lettland, Litauen, Estland, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Russland, Polen, Italien und die Schweiz sowie – allerdings nur im Winter – Kroatien und Moldawien.

Wie stelle ich das Abblendlicht richtig ein?

Die Leuchtweite Ihres Abblendlichts sollte zwischen 50 und 75 Metern betragen. Damit ist eine gute Sicht auf die Straße gewährleistet. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Licht so eingestellt ist, dass es entgegenkommende Fahrer:innen nicht blendet – sollten sich andere Verkehrsteilnehmer trotzdem unangenehm geblendet fühlen, können diese durch Lichtzeichen darauf aufmerksam machen.

Wer über keine automatische Leuchtweitenregulierung verfügt, muss dann wohl oder übel im wahrsten Sinne des Wortes am Rad drehen, denn nur so können Sie die Einstellung regulieren. Ist das Fahrzeug entladen, stellen Sie den Drehschalter wieder auf Position 0.

Nice to know: Damit Sie Verkehrszeichen, Pylonen oder andere Dinge hoher Relevanz am rechten Fahrbahnrand früher erkennen, ist der Lichtkegel des rechten Scheinwerfers größer als der des linken. So ist eine gute Sicht auf die ganze Fahrbahn bei gleichzeitiger Minimierung der Blendung des Gegenverkehrs, und optimaler Ausleuchtung des Fahrbahnrandes rechts gewährleistet.

Wann kann mein Abblendlicht den Gegenverkehr blenden?

Auch wenn das Abblendlicht das Mittel der Wahl bei schwierigen Sichtverhältnissen ist, kann es dennoch manchmal störend sein. Es gilt: Egal, wie blendend Sie darauf achten, dass Abblendlicht einzuschalten, es sollte nicht blendend sein. Spaß beiseite – das Abblendlicht blendet meist, wenn es zu hoch eingestellt ist.

Daher sollten Sie stets auf die richtige Einstellung des Abblendlichts achten und – gerne einmal zu oft – die Leuchtweitenregulierung überprüfen.

Wie wechsle ich mein Abblendlicht?

Sind bei Ihnen etwa alle Sicherungen durchgebrannt? Nicht falsch verstehen – wir meinen natürlich bloß, ob Ihre Glühbirnen am Fahrzeug noch funktionieren oder schon den Geist aufgegeben haben. Leuchten Ihre Scheinwerfer oder auch die Nebelschlussleuchte nicht mehr sachgemäß, ist es wohl an der Zeit für einen Birnenwechsel.

Entweder Sie lassen den Wechsel in einer Werkstatt vornehmen oder Sie informieren sich in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeuges und wechseln die Birnen einfach selbst. Achten Sie beim Kauf der richtigen Glühbirnen darauf, ob Ihr Auto nur Halogen-Leuchten oder nur LED-Leuchten verträgt.

Warum können Krafträder trotz eingeschalteten Abblendlichtes übersehen werden?

Dem oder der ein oder anderen dürfte diese Frage verdächtig bekannt vorkommen. Es handelt sich um eine Frage, die Ihnen potentiell in der theoretischen Fahrprüfung begegnet ist.

Um Ihnen einen Freundschaftsdienst zu erweisen, nennen wir natürlich auch die korrekten Antworten: Zum einen sind Krafträder leichter übersehbar, weil sie schmaler als Pkws sind. Zudem nähern sie sich bei hoher Geschwindigkeit sehr schnell an, was in Kombination mit dem ersten Punkt ein schnelles Erkennen nicht leichter macht.

Zu guter Letzt ist zu beachten, dass die Kleidung der Besatzung häufig nicht markant genug ausfällt, und dass daher das komplette Gespann aus Kraftrad und Mensch einem leichter durch die Lappen geht, als wenn auffällige Kleidung gewählt wurde.