Audi A8 Test

Luxus-Limousine mit umfangreicher Ausstattung

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Souveräner Antrieb
  • Hoher Komfort
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hoher Preis
  • Hohe Bedientiefe
  • Nur zwei Jahre Garantie

91.900 € - 95.400 € Preisklasse

5 Sitze

5,6 l/100km

Test

Audi erhebt mit der Neuauflage des A8 den Führungsanspruch in der Oberklasse. Mit seiner Technik- und Assistenz-Offensive zielt der neue Audi A8 auf die Mercedes S-Klasse. Mit dem neuen intelligenten und sich extrem schnell auf die Fahrbahnverhältnisse einstellenden Adaptivfahrwerk versucht der A8 mehr Freude am Fahren zu bereiten als der BMW 7er.

Mit 5,17 Meter Länge besitzt Audis Flaggschiff eine stattliche Statur, die in der 5,30 Meter Langversion A8 L noch repräsentativer ausfällt. In der Länge wuchs die vierte Generation des Audi A8 (Serie D5) gegenüber dem Vormodell (D4) um 3,7 Zentimeter. In der Breite und Höhe änderte sich die Limousine nur wenig, aber im Innenraum fast alles.

Im Cockpit kommt der neue A8 fast ohne klassische Tasten aus. Die Bedienung ist viel mehr Revolution als Evolution. Der MMI-Dreh-Drücksteller des Vorgängers wurde in die Rente geschickt. Die Bedienung erfolgt über zwei Touchscreen-Displays.

Audis begeisterndes Virtual Cockpit gehört im Topmodell, das mit 286 bis 585 PS starken Sechs-, Acht- und Zwölfzylindern zu bestellen ist, so selbstverständlich zur Serienausstattung wie die Luftfederung und der Allradantrieb Quattro.

Die Liste an Optionsausstattungen ist im A8, der teilautonom durch den Stau fährt und fahrerlos einparkt, so lang wie eindrucksvoll. Bis zu 41 Fahrassistenten dienen im A8 dem Komfort und der Sicherheit. Die Allradlenkung macht den A8 so handlich wie einen viel kompakteren A4. Im Fond bietet der A8 L mit den Liegesitzen nicht nur Business-Klasse, sondern einen Komfort, der erste Klasse ist.

Weniger als erste Klasse ist auch nicht der Anspruch. Wie sich dieser in der vierten Auflage des Audi A8 erfüllt, lesen Sie hier.

Aus dem Generationswechsel in Audis Oberklasse resultieren fürstliche Raumverhältnisse. Auch dank drei Meter Radstand im A8 und 3,13 Meter im A8 L.

Das Interieur

Schon der Einstieg im A8 gestaltet sich nobel. Nach einem leichten Zug am Türgriff kommt einem die Tür ein Stück entgegen. Die auf 1,47 Meter gewachsene Höhe und der verbreiterte Einstiegsbereich der hinteren Türen erleichtert den Einstieg. Der Innenraum, schon zuvor ein Ort von nobler Weite, fällt mit zusätzlichen 32 Millimeter Länge, noch geräumiger und luftiger aus.

Im 5,17 Meter langen A8 fallen die Platzverhältnisse im Fond fürstlich aus und in der 5,30 Meter messenden Langversion nochmals weitläufiger. Höchster Komfort beim Sitzen auf der mit Leder bezogenen Sitzbank ist das Ergebnis.

Auf den äußeren Plätzen lassen sich die Sitzflächen längs und die Lehnen in der Neigung elektrisch verstellen. Mit dem Ruhesitz-Paket ist sogar eine Liegeposition im Chefsessel hinten rechts möglich, in dem sich der Rücken nicht nur wärmen und massieren lässt, sondern auch eine Fußmassage und Fußheizung verbaut wird – wenn man sich den Luxus leistet.

Großes Kino liefert der Audi A8 auch im Cockpit. Das neue Virtual Cockpit mit Full-HD-Auflösung präsentiert sich brillant und scharf. Das neue, unter dem 10,1-Zoll-Hauptbildschirm platzierte Bediensystem MMI touch response, das den MMI-Drück-Drehsteller ersetzt, klickt bei Berührung wie ein klassischer Schalter, reagiert aber auf Berührung und Wischen wie ein Smartphone.

Handschrifteingabe und Sprachsteuerung sind ebenfalls möglich. Dabei kommt das A8 Cockpit weitgehend ohne Tasten aus. Bei mancher Funktion wäre ein simpler Drehregler die bessere Lösung, etwa beim Einstellen der Klimaanlage oder dem Aufzoomen der Navikarte.

Die sich elektrisch öffnenden und schließenden Belüftungsblenden – Jaguar lässt grüßen – gehören im mit hochwertigem Holz, Aluminium und Leder ausstaffierten Cockpit zur Serienausstattung.

Der Kofferraum

Die Geschichte vom Kofferraum ist im A8 schnell erzählt. Das Ladevolumen des Gepäckabteils liegt sowohl beim A8 als auch beim A8 L bei 505 Liter.

Das Fahrwerk denkt mit und der A8 lenkt sich so wendig wie ein Audi A4 – Wen das nicht begeistert, der ist den Audi A8 einfach noch nicht gefahren.

Den Komfortauftrag in der Ingolstädter Oberklasse erfüllt schon die serienmäßige, in vier Niveaus regulierbare adaptive Luftfederung. Das neue Aktiv-Fahrwerk sorgt dank des 48-Volt-Bordnetzes mit Elektrostellmotoren dafür, dass fast alle Straßenverwerfungen wie auch Nick- und Wankbewegungen ausgebügelt werden. Damit fährt sich der A8 so kommod wie im Sportmodus dynamisch.

Außerdem erlaubt das System, das Fahrzeug schneller als mit einer Luftfederung um fünf Zentimeter anzuheben, was den Ein- und Ausstieg erleichtert. Das passiert auch bei einem drohenden Seitencrash binnen 0,5 Sekunden, sodass möglichst nicht die Fahrzeugflanke, sondern der stabilere Wagenboden getroffen wird, was die Unfallfolgen mildert.

Optional ist im Audi A8, der auf 17 bis 21 Zoll großen Rädern rollt, auch die Dynamik-Allradlenkung eingebaut. Die bei langsamer Fahrt gegenläufig mitlenkenden Hinterräder machen schon im großen Audi Q7 schwer Eindruck und auch hier sorgen sie für ein Handling, das eine 5,30-Meter-Limousine in Fahrt um einen Meter kürzer erscheinen lässt. Schon deshalb sollte man sie im A8 bestellen.

Ebenso Vorteile beim Handling und der Laufruhe bringt der innovative Materialmix des steifen Karosserieaufbaus (Alu, Stahl, Magnesium, Karbon). Die Motoren sind exzellent gedämmt. Mit der optionalen Doppelverglasung hört man noch weniger von den Betriebs- und Außengeräuschen.

Die Souveränität im Antrieb geht den minimal 286 PS und maximal 585 PS leistenden Motoren nie ab, denn die Kraft gelangt in jedem A8 mit der hervorragenden Achtgang-Automatik und dem die Traktion sichernden Quattro-Antrieb auf die Straße.

Die Benziner

Schon der Einstiegsmotor unter den Benzinern produziert im A8 55 TFSI mit drei Litern Hubraum 340 PS. Das V6-Aggregat hängt fein am Gas und sorgt für kraftvollen Schub. Nur bei voller Leistungsanforderung, mit dieser der große Audi in 5,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt, arbeitet die Maschine lauter.

Der Verbrauch soll bei 7,7 bis 8,0 l/100 km liegen (Werksangabe), was auch mit dem bei allen A8-Motoren verbauten Mild-Hybrid-System zu tun hat: Mit dem 48-Volt-Bordnetz ist es möglich im Geschwindigkeitsbereich von 55 bis 160 km/h bis zu 40 Sekunden lang mit komplett ausgeschaltetem Motor zu „segeln“. Ohne Emission und mit null Verbrauch.

Beim Ausrollen rekuperiert der Antrieb und erkennt mit Hilfe der Kamera und Navigationsdaten früher die Stopp-Phasen. Dadurch schaltet sich der Motor früher und länger ab, was den Verbrauch um bis zu 0,7 Liter pro 100 Kilometer senken soll.

Das obere Ende im Benzinerprogramm bilden der Achtzylinder und der Zwölfzylinder, die mit einem aktiven Geräuschunterdrückungssystem ausgerüstet sind (Active Noise Cancellation). Der 60 TFSI mobilisiert aus vier Litern Hubraum 460 PS und der A8 W12 aus sechs Litern 585 PS.

Der A8 L soll künftig auch als Hybrid mit 449 PS Systemleistung und bis zu 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite im Angebot stehen.

Die Diesel

Da der Audi A8 Übergewicht hat und zumeist auf Langstrecken eingesetzt wird, passt ein Diesel mit seiner Sparsamkeit und Kraft immer noch bestens zum Charakter der Ingolstädter Oberklasse.

Der 3,0-Liter-Diesel im A8 50 TDI begnügt sich trotz seiner 286 PS Leistung und 600 Newtonmeter maximalem Drehmoment, welche die 2.050 Kilo in 5,9 Sekunden auf Tempo 100 wuchten, mit 5,6 bis 5,8 Litern Diesel alle 100 Kilometer (Werksangabe).

Mit dem 4.0-TDI-Achtzylinder steigt die Leistung mit 435 PS merklich, aber auch hier hält sich der Verbrauch im Vergleich zu den Benzinern in engeren Grenzen.

Im neuen A8 ist ab 2019 auf Knopfdruck autonomes Fahren nach Level 3 möglich. Auf Autobahnen übernimmt der Audi AI Staupilot im zähfließenden Verkehr bis 60 km/h dann das Fahren, indem er anfährt, beschleunigt, lenkt und bremst.

Hat der Fahrer den Staupiloten mit der AI-Taste auf der Mittelkonsole aktiviert, kann er den Fuß vom Gaspedal und die Hände dauerhaft vom Lenkrad nehmen.

Zu den neuen Audi AI-Systemen gehören auch der Parkpilot und der Garagenpilot, die den A8 selbsttätig in Längs- oder Querparklücken oder in die Garage lenken oder wieder heraus steuern. Der Fahrer überwacht die Manöver, muss dabei jedoch nicht im Auto sitzen, sondern alles nur mit dem Smartphone starten.

Das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät, eine weitere Innovation des A8, bündelt in einem etwa Tablet-großen Gerät alle Daten der Radarsensoren, der Frontkamera, der Ultraschallsensoren und des neuen Laserscanners. Davon profitieren die bis zu 41 Assistenten. Zu denen zählt auch der neue Kreuzungsassistent, der querende Fahrzeuge erkennt.

Audi fasst die Sicherheitsassistenten in den Paketen Tour, Parken und Stadt zusammen, wobei das Tour-Paket in Deutschland Serie ist. Wählt man das Audi AI Assistenzpaket plus, erhält man alle drei Pakete und zusätzlich den Garagenpilot.

Im ADAC-Bremstest und im Euro NCAP-Crashtest wurde der neue Audi A8 noch nicht getestet. Mit der maximalen Wertung von fünf Sternen ist aber schon heute zu rechnen.

Die Sonderausstattungsliste des A8 ist lang. Das wundert niemanden, denn anders ist es auch bei einem A4 oder A6 nicht. In der Luxusklasse wird der ganze Highend an Assistenz-und Komfortausstattung zumeist als erstes präsentiert.

Im Innenraum fällt die Wahl zwischen acht Ausstattungspaketen, draußen unter zwölf Lackfarben, bei den Extras unter dem Panoramadach, dem Bang&Olufsen-Soundsystem (1.920 Watt Leistung, 23 Lautsprecher), dem Head-up-Display … die Preisliste des A8 zählt 72 Seiten …

Der nobelste Platz im A8 L liegt fraglos hinten rechts. Der optionale Ruhesitz mit seinen vielen verschiedenen Einstellmöglichkeiten, der Fußablage, der mehrstufigen Fußheizung und Fußmassage gehört fraglos zu den zurzeit auf dem Markt bequemsten Mitfahrgelegenheiten.

Optional gibt es den Internetzugang, den WLAN-Hotspot und Audis zahlreiche connect-Dienste. Mit dem Audi connect-Schlüssel öffnen bis zu fünf Nutzer die A8 Limousine per Smartphone.

Und die Preis-Leistung? Die Leistung ist hoch, der Preis auch. Der Preis eines A8 liegt, auch wegen des serienmäßigen Digitalcockpits und des Allradantriebs, über dem eines BMW 7er und einer Mercedes S-Klasse.

Zusammenfassung

Der Audi A8 ist im Vergleich mit den Oberklassemodellen von BMW und Mercedes die kostspieligste Limousine. Das zeugt von Selbstbewusstsein, das man mit dem neuen Audi A8 in Ingolstadt auch haben darf.

Der A8 fährt sich so hervorragend wie keiner zuvor und das Topmodell wartet mit so vielen Innovationen auf wie keine andere Limousine in der Oberklasse. Das beeindruckt nicht nur, sondern hat seinen Preis. Einen gerechtfertigten für so viel Führungsqualität.

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