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Für gute Sicht: Scheinwerfer einstellen – Anleitung und Kosten

03. August 2023 von

Nur wer mit richtig justierten Scheinwerfern unterwegs ist, stellt sicher, dass er oder sie selbst genug sieht – und andere nicht geblendet werden. Sind Scheinwerfer falsch eingestellt, kann das ein Risiko darstellen, sogar Strafen sind möglich. Doch wann ist das Einstellen nötig, und kann man das selbst machen?

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Wann müssen Scheinwerfer neu eingestellt werden?

Die Kontrolle der Scheinwerfereinstellung sollte immer mal wieder vorgenommen werden. Man bemerkt falsch eingestellte Scheinwerfer meist dann, wenn man häufig von entgegenkommenden Autos angeblinkt wird. Wenn die Einstellung nicht stimmt, stimmt auch der Neigungswinkel nicht. Damit kann die Straße durch das Licht nicht ausreichend ausgeleuchtet werden.

Der Neigungswinkel ist also das entscheidende Kriterium. Bei den meisten Fahrzeugen liegt der Neigungswinkel des Abblendlichts zwischen 1 und 1,2 Grad, der des Fernlichts zwischen 2 und 2,5 Grad.

In welchen Fällen müssen Scheinwerfer neu eingestellt werden?

Es gibt ein paar Situationen, in denen eine Neujustierung der Scheinwerfer nötig wird.

1. Fahren mit Anhänger oder voll beladen

Wenn ein Umbau ansteht und Sie jede Menge Material aus dem Baumarkt transportieren müssen, dann sollten Sie die Scheinwerfer nicht vergessen. Bei erhöhter Beladung oder beim Anhängerbetrieb senkt sich das Fahrzeug hinten ab und die Scheinwerfer scheinen höher als sonst. Dementsprechend kann es dann sein, dass sie zu hoch eingestellt sind.

Wenn Sie ein Auto selbst abschleppen, müssen die Scheinwerfer auf jeden Fall funktionsfähig sein. Ob die Einstellung stimmt, spielt aber in diesem Fall keine Rolle.

2. Reparatur/neue Scheinwerfer

Wenn Sie einen Schaden an der Fahrzeugfront hatten oder neue Scheinwerfer eingebaut wurden, dann ist es nötig die Einstellung überprüfen zu lassen. Ein neuer Scheinwerfer passt natürlich nicht sofort, und je nachdem was repariert wurde, kann es sein, dass sich die Neigung ebenfalls verändert hat.

3. Schlechte Sicht

Der eindeutigste Hinweis auf falsch eingestellte (oder kaputte) Scheinwerfer ist, wenn Sie nicht ausreichend sehen können. Wenn die Straße schlecht ausgeleuchtet wird, dann ist entweder der Scheinwerfer kaputt, oder der Neigungswinkel stimmt nicht. Zu Ihrer eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer:innen sollte schnellstmöglich eine Neujustierung vorgenommen werden.

4. Blenden des Gegenverkehrs

Ein falscher Neigungswinkel der Scheinwerfer kann auch dazu führen, dass der Gegenverkehr durch Sie geblendet wird. Wenn das geschieht, wird man Sie sicher durch Aufblinken darauf aufmerksam machen. Das kann gefährlich werden, denn wer geblendet wird, sieht für kurze Zeit nichts. Vor allem zur Zeit des Wildwechsels zählt jede Sekunde.

Woran merkt man, ob die Scheinwerfer korrekt eingestellt sind?

Wenn Sie bei normaler Beladung einen ausreichend großen Lichtkegel haben, der die Straße gut ausleuchtet, dann scheinen die Scheinwerfer nicht zu niedrig eingestellt zu sein. Wer bei Nacht keine Probleme mit dem Gegenverkehr bekommt, scheint andere nicht zu blenden. Das ist ebenfalls ein gutes Indiz dafür, dass die Scheinwerfer in diesem Fall nicht zu hoch eingestellt sind.

Wie stellt man Scheinwerfer richtig ein?

Je nachdem welche Scheinwerfer in Ihrem Fahrzeug verbaut sind – LED, Halogen oder Xenon – ist es nicht immer möglich, die Scheinwerfer selbst einzustellen. Häufig müssen Sie in die Werkstatt fahren, um das Abblendlicht wieder voll funktionsfähig machen zu lassen. Wenn Ihr Scheinwerfer kaputt oder ermattet ist, dann sollten Sie ebenfalls einen Abstecher in die Werkstatt machen.

Scheinwerfer selber einstellen: Anleitung

Um Scheinwerfer richtig einzustellen ist Zeit und Geduld nötig – vor allem, wenn Sie nicht über das nötige Equipment verfügen. Bei herkömmlichen Halogen-Leuchten können Sie selbst versuchen die Scheinwerfer einzustellen. Sind LED- oder Xenon-Lampen verbaut, kann man nur die Grundjustierung einstellen. Der Rest wird über die Elektronik gesteuert. Scheint die Lampe dann immer noch falsch, ist der Weg zur Werkstatt unvermeidlich.

Wenn Sie es selbst versuchen möchten, dann ist folgendes vorzubereiten:

  • Klebestreifen
  • Metermaßstab
  • weiße bzw. helle Wand

Dann kann es losgehen – gehen Sie in folgender Reihenfolge vor:

  1. Tank mindestens zur Hälfte füllen, Reifendruck richtig einstellen, Fahrersitz mit Gewichten entsprechend Ihres Körpergewichts belasten, richtige Daten / Neigungswinkel der Scheinwerfer herausfinden
  2. Auto idealerweise 10 Meter von der weißen Wand entfernt aufstellen und richtig ausrichten
  3. Klebestreifen als horizontale Hilfslinie an der Wand anbringen. Dafür die Höhe der Scheinwerfermitte verwenden. Als vertikale Hilfslinien einmal den Abstand zwischen beiden Scheinwerfern und je die Mitte der beiden Scheinwerfer markieren.
  4. Korrekturlinie anbringen: Dafür wird eine weitere horizontale Linie geklebt. Ist der Neigungswinkel des Scheinwerfers 1,2 Grad und steht das Auto 10 Meter von der Wand entfernt, wird die Markierung 12 Zentimeter unter der ersten Linie angebracht.
  5. Nun schalten Sie die Scheinwerfer ein. Wenn der Mittelpunkt des Lichtkegels auf die Korrekturlinie trifft, dann ist die Einstellung richtig. Ist das nicht der Fall, müssen Sie an der oberhalb des Scheinwerfers angebrachten Schraube solange drehen, bis der Winkel stimmt. Drehen Sie im Uhrzeigersinn, hebt sich der Neigungswinkel, entgegen senkt er sich.

Scheinwerfer in der Werkstatt einstellen lassen

Wenn Ihnen der Aufwand zu groß ist, dann können Sie Ihre Scheinwerfer auch in der Fachwerkstatt einstellen lassen. Wie bereits angesprochen, ist das Einstellen von neuen Hightech-Lichtsystemen wie Matrix-LED Scheinwerfern selbst sowieso nicht möglich. Sie besitzen eine automatische Leuchtweitenregulierung, die nur ein Fachmann oder eine Fachfrau verändern kann.

Bei der E-Auto Wartung oder der klassischen Inspektion wird die richtige Einstellung der Scheinwerfer kontrolliert. Häufig wird im Herbst ein Lichttest angeboten, bei dem Werkstätten Scheinwerfer für wenig Geld oder sogar kostenlos überprüfen. Bei manchen Bordcomputern ist auch das komfortable Einstellen über das Fahrzeugmenü möglich.

Der Lichttest in der Werkstatt wird mit einem speziellen Scheinwerfereinstellgerät (SEG) vorgenommen und dauert nur ein paar Minuten. Wenn sich herausstellt, dass einer oder sogar beide Scheinwerfer neu justiert werden müssen, dauert es ein wenig länger.

Scheinwerfer einstellen: Kosten

Angst vor hohen Kosten müssen Sie beim Lichttest nicht haben. Werden die Scheinwerfer im Rahmen einer Inspektion geprüft, sind die Kosten dort inklusive. Der Lichttest im Herbst kostet meist gar nichts und wenn Sie außerhalb dieser Termine eine Prüfung wünschen, fallen meist zwischen 10 und 40 Euro an – je nachdem wie aufwändig das Einstellen ist.

Licht falsch eingestellt: Anzeichen und Probleme

Doch wie bemerkt man, dass die Scheinwerfer falsch eingestellt sind? Wenn Sie sich wundern, warum Sie nur wenig sehen, dann ist es möglich, dass Ihre Scheinwerfer zu niedrig eingestellt sind. Der Lichtkegel ist zu klein und leuchtet die Straße nur schlecht aus.

Bei zu hoch eingestellten Scheinwerfern werden Sie in der Regel von anderen Verkehrsteilnehmenden durch Lichthupe darauf aufmerksam gemacht – entweder Sie haben die Nebelscheinwerfer an, oder sie werden von den falsch eingestellten Scheinwerfern geblendet.

Ein falsch eingestellter Scheinwerfer kann zum Verkehrsrisiko werden, denn

  • er kann andere Autofahrer:innen blenden.
  • das Unfallrisiko “blinder” Fahrer:innen erhöht sich.
  • Hindernisse werden zu spät erkannt.

Strafen für falsch eingestelltes Licht?

Wie Scheinwerfer eingestellt werden müssen, ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Wenn die Einstellung nicht stimmt, kann bei einer Verkehrskontrolle ein Verwarngeld erhoben werden. Dieses kann zwischen 15 und 35 Euro betragen.

Wegen einem nicht eingeschalteten Tagfahrlicht können Sie in Deutschland übrigens keine Strafe bekommen.