Azubi-Leasing: Kann ich als Auszubildender ein Auto leasen?

28. August 2026 von

Eine Wohnung in der Stadt ist zu teuer, deshalb bleibt Studenten und Azubis oft nur das Pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ausfälle, schlechtes Wetter, Verspätungen und problematische Anbindungen sind stressig und sind auf Dauer schlecht für die Nerven. Ein Auto wäre praktisch – aber kaufen ist zu teuer. Leasing wäre ideal. Können Studenten und Auszubildende sich ein Auto leasen?

⏰  Kurz zusammengefasst

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Leasing-Studentin

Kann ich als Azubi ein Auto leasen?

Wer studiert oder eine Ausbildung macht, muss meist mobil sein – verdient aber kaum Geld. Eine schwierige Kombination, um ein Auto zu kaufen, zu leasen oder zu finanzieren, denn für ein Leasing muss man einige Voraussetzungen erfüllen. Dennoch ist ein Leasing für Studierende und Azubis durchaus möglich. Gerade Klein- und Kompaktwagen sind für eine geringe monatliche Rate zu haben. Um einfach nur individuell mobil zu sein, genügt ein Kleinwagen-Leasing allemal. Auch die Option eines Kurzzeitleasings besteht, hier bindet man sich nicht für viele Jahre, sondern kann das Leasing ausprobieren.

Ein Auto-Leasing ist im Vergleich zu einem Neuwagenkauf eine kostengünstigere und sichere Variante mobil zu sein, denn es wird wie bei jedem Privatleasing lediglich für die Nutzung gezahlt. Wer sich alle Optionen offen halten will, sollte sich für ein Vario-Leasing entscheiden. Es gibt allerdings für junge Leute in Ausbildung beim Thema Auto-Leasing ein paar Hürden zu überwinden.

Voraussetzungen für Azubi-Leasing

Damit du als Azubi ein Auto leasen kannst, sind einige Voraussetzungen notwendig, die wir hier erläutern.

Welche Unterlagen brauche ich?

Auch als Azubi ist Autoleasing grundsätzlich möglich, allerdings prüft die Leasinggesellschaft besonders genau, ob die monatlichen Raten zuverlässig bezahlt werden können. Dafür werden meist mehrere Unterlagen verlangt. Dazu gehören

  • der Ausbildungsvertrag als Nachweis eines laufenden Beschäftigungsverhältnisses,
  • ein Altersnachweis beziehungsweise ein gültiger Personalausweis und
  • aktuelle Einkommensnachweise, zum Beispiel die letzten Gehaltsabrechnungen.

Hinzu kommen häufig eine Selbstauskunft zu den persönlichen und finanziellen Verhältnissen sowie eine SCHUFA-Prüfung, mit der die Bonität bewertet wird. Je nach Anbieter können weitere Nachweise erforderlich sein. Wichtig ist vor allem, dass das Einkommen im Verhältnis zur Leasingrate ausreicht und keine problematischen negativen SCHUFA-Einträge vorliegen.

Was tun, wenn der Leasingantrag abgelehnt wird?

Eine finanzielle Sicherheit ist in den meisten Fällen vorzuweisen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man leistet eine Anzahlung, was den Vorteil hätte, dass sich die monatliche Leasingrate verringert. Aber auch ein Leasing ohne Anzahlung ist möglich.

Die zweite Möglichkeit ist, dass man einen Bürgen benennt. Verwandte, meist Eltern oder andere solvente Familienmitglieder, können eine Bürgschaft für den oder die Leasingnehmer:in übernehmen. Die Leasingbank bekommt so die nötige Sicherheit, denn solltest du als Student:in oder Auszubildende:r plötzlich nicht mehr über das nötige Geld verfügen, muss der Bürge einspringen.

Das Risiko für einen Bürgen ist je nach individueller Situation des oder der Studierenden unterschiedlich, und sollte vorab gründlich geklärt werden. Schließlich soll ein Auto-Leasing keinen Familienzwist hervorrufen. Wer an einem negativen SCHUFA-Eintrag zu knabbern hat, kann versuchen, ein Leasing ohne SCHUFA zu finden – hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn viele solche Angebote sind unseriös.

Kilometer realistisch planen: Worauf Azubis besonders achten sollten

Beim Leasing ist es wichtig, dass du schon vor Vertragsabschluss deine jährlichen Kilometer realistisch planst – wenn du zu wenig angibst, zahlst du am Ende für jeden zu viel gefahrenen Kilometer vergleichsweise viel Geld. Wenn du zu viel planst und am Ende doch deutlich weniger gefahren bist, hast du während der Leasingzeit die Mehrkilometer innerhalb deiner Monatsrate quasi umsonst gezahlt. Du bekommst zwar für zu wenig gefahrene Kilometer ein wenig Geld zurück, doch das ist ein eher geringer Betrag.

Versicherung für junge Fahrer: Was Azubis einplanen sollten

Als Azubi oder junger Fahrer solltest du bei den monatlichen Autokosten nicht nur Leasingrate, Sprit oder Strom einplanen, sondern auch die Versicherung. Gerade Fahranfänger zahlen häufig deutlich höhere Beiträge, weil sie noch keine oder nur wenige schadenfreie Jahre gesammelt haben.

Wie teuer die Versicherung ausfällt, hängt unter anderem vom Alter, dem Fahrzeugmodell, der Regionalklasse, der jährlichen Fahrleistung und dem gewünschten Versicherungsschutz ab. Bei Leasingfahrzeugen wird zudem häufig eine Vollkaskoversicherung verlangt, wodurch die Kosten zusätzlich steigen können. Vor Vertragsabschluss lohnt es sich deshalb, verschiedene Tarife zu vergleichen und die Versicherungsprämie fest in das monatliche Budget einzurechnen.

Vorteile eines Auto Leasings für Azubis

Wenn das Thema Sicherheiten geklärt ist, dann gibt es durchaus einige Vorteile für Auszubildende und Studierende, sich für ein Auto-Leasing zu entscheiden:

  • Individuelle Konfiguration
  • Individuelle Vertragsgestaltung
  • Keine hohe Anzahlung oder Schlussrate
  • Planbare Kosten
  • Volle Garantie, da Neuwagen
  • Spezielle Versicherungen für junge Leute

Wenn du dich für ein Leasing entscheidest, dann erhältst du einen Neuwagen. Das bedeutet, dass du dir das Auto frei konfigurieren kannst – ob Klimaanlage, spezielle Farbe oder ein Navigationssystem, du hast die Wahl. Dazu kommt auch, dass eine Neuwagengarantie besteht, in den meisten Fällen mindestens zwei Jahre. Sollte also ein Schaden entstehen, der durch die Garantie gedeckt wird, musst du keine Kosten fürchten.

Als Student:in und Azubi hat man ein genaues Budget für die Monatsrate, auch das ist meist kein Problem. Eventuell musst du auf manche Extras verzichten, aber ein Kleinwagen sollte in den meisten Fällen finanzierbar sein. Je nachdem für welche Laufzeit du dich entschieden hast, kannst du also monatlich genau planen, welche Kosten entstehen.

Viele Versicherungen bieten außerdem für junge Fahrer:innen spezielle Tarife an. Auch hier kann man also sparen. Wer ein Full-Service-Leasing wählt, muss sich auch um Wartung und Verschleiß keine Gedanken machen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Versicherung eine GAP-Deckung enthält.

Auto-Leasing für Studierende

Auch Studierende können ein Auto leasen, sofern sie die Voraussetzungen des Leasinganbieters erfüllen. Entscheidend ist vor allem eine ausreichende Bonität und ein regelmäßiges, nachweisbares Einkommen – und gerade das ist als Student ja oft schwierig. Im Grunde gelten aber die gleichen Voraussetzungen wie für Auszubildende.

Leasing_Student

Als Studierende:r lieber finanzieren statt leasen?

Auch bei einer Finanzierung ist der Knackpunkt das regelmäßige Einkommen. Selbst, wenn du Bafög erhältst, ein Ausbildungsgehalt nachweisen kannst oder von den Eltern regelmäßig Unterhalt bekommst, reicht das für die meisten Autobanken nicht aus. Oft wird für eine Autofinanzierung ein monatliches Einkommen von 1.000 bis 1.500 Euro gefordert.

Auch hier wäre es möglich, auf einen Bürgen zurückzugreifen. Oder du bittest eine dritte Person, zusätzlich als Kreditnehmer aufzutreten. Damit hätte die Bank ebenfalls eine zusätzliche Sicherheit.

Wenn du ein Fernstudium absolvierst, nebenbei studieren oder eine Werkstudententätigkeit mit hohem Einkommen nachweisen, dann ist eine Finanzierung und auch ein Leasing meist einfacher.

Ob du grundsätzlich lieber finanzieren anstatt leasen solltest, hängt davon ab, ob du das Fahrzeug behalten möchtest. Eine Neuwagenfinanzierung ist kostenintensiv, einen Gebrauchtwagen finanzieren kann günstiger sein, allerdings sollte der Wert des Autos auch nach der Finanzierung noch hoch genug sein. Überlege dir gut was du machen möchtest, denn sowohl eine Leasingübergabe als auch der Verkauf eines finanzierten Autos während der Laufzeit sind sehr schwierig.

Wer weiterhin lieber leasen möchte, kann auch ein Gebrauchtwagen Leasing in Betracht ziehen. Das ist noch nicht so weit verbreitet, wird aber immer häufiger angeboten. Leasingrückläufer gehen allerdings bei Neuwagen besser in den Wiederverkauf.

Leasing-Alternativen für Studenten und Azubis

Wenn du dich als Student oder Azubi nicht langfristig an einen Leasingvertrag binden möchtest, kann du auf flexiblere Alternativen wie Auto-Abo oder Carsharing ausweichen. Beim Auto-Abo sind viele laufende Kosten wie Versicherung, Wartung und Zulassung bereits in der monatlichen Rate enthalten, wodurch sich die Ausgaben besser planen lassen. Allerdings ist die Monatsrate häufig höher als beim klassischen Leasing.

Carsharing lohnt sich dagegen vor allem für alle, die nur gelegentlich ein Auto benötigen. Statt fixer monatlicher Kosten wird meist nach Nutzung abgerechnet – dafür steht das Fahrzeug nicht jederzeit direkt vor der eigenen Haustür zur Verfügung. Welche Variante besser passt, hängt daher vor allem davon ab, wie häufig und regelmäßig ein Auto gebraucht wird.

Häufig gestellte Fragen zum Azubi-Leasing

Wenn du noch mehr zum Thema Azubi-Leasing wissen willst, haben wir hier noch ein paar Antworten.

Wem gehört das Auto beim Leasing?

Beim Leasing bleibt das Auto Eigentum der Leasinggesellschaft. Du zahlst lediglich für die Nutzung des Fahrzeugs über einen festgelegten Zeitraum. Nach Ende des Vertrags gibst du das Auto in der Regel zurück, sofern keine andere Vereinbarung getroffen wurde.

Wie berechnet sich die monatliche Rate?

Die monatliche Leasingrate hängt unter anderem vom Fahrzeugpreis, der Laufzeit, der vereinbarten Kilometerleistung und einer möglichen Sonderzahlung ab. Auch der erwartete Wertverlust des Autos während der Vertragsdauer spielt eine wichtige Rolle. Je höher die Anzahlung, desto niedriger fällt meist die monatliche Rate aus.

Welche Unterlagen werden für Azubi-Leasing benötigt?

Für ein Leasing während der Ausbildung werden in der Regel ein Ausbildungsvertrag, ein gültiger Ausweis, Einkommensnachweise und eine Selbstauskunft verlangt. Zusätzlich prüft der Leasinganbieter meist die Bonität, beispielsweise über eine SCHUFA-Auskunft. Je nach Anbieter können weitere Nachweise oder Sicherheiten erforderlich sein.

Kann ich in der Probezeit meiner Ausbildung ein Auto leasen?

Grundsätzlich ist Leasing auch während der Probezeit möglich, allerdings kann die Zusage schwieriger sein. Da das Ausbildungsverhältnis in dieser Phase leichter beendet werden kann, bewerten Leasinggesellschaften das Einkommen häufig als weniger sicher. Eine höhere Anzahlung, ein Bürge oder ein zusätzlicher Einkommensnachweis können die Chancen auf eine Zusage verbessern.

Was passiert, wenn meine Ausbildung vorzeitig endet?

Endet die Ausbildung vorzeitig, läuft der Leasingvertrag in der Regel trotzdem weiter. Die vereinbarten Raten müssen also weiterhin bezahlt werden, auch wenn das Ausbildungsgehalt wegfällt. Eine vorzeitige Kündigung ist meist nur unter bestimmten Bedingungen möglich und kann zusätzliche Kosten verursachen. Deshalb sollte frühzeitig die Leasinggesellschaft kontaktiert werden, um mögliche Lösungen wie eine Vertragsübernahme oder andere individuelle Regelungen zu prüfen.