Schlechte Nachrichten: Leasingantrag abgelehnt – Gründe und Lösungen

08. Juli 2022 von

Es hätte alles perfekt sein können: Sie haben Ihren Traumwagen gefunden, und leasen kann man ihn auch noch. Doch dann der Schock – Leasingantrag abgelehnt. Warum es zur Ablehnung kam und was Sie jetzt tun können, erfahren Sie bei uns.

⏰  Kurz zusammengefasst

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Böse Überraschung: Wann wird ein Leasingantrag abgelehnt?

Wer relativ flexibel sein will, und keinen großen Geldbetrag auf einmal ausgeben will, der entscheidet sich immer häufiger für das Privatleasing. Das passende Auto zu finden, ist nicht einfach. Wenn man es dann hat, dann ist die Vorfreude groß – umso schlimmer ist es, wenn das Leasing abgelehnt wird.

Häufigster Grund ist negativer Schufa-Eintrag

Die allermeisten Ablehnungen kommen aufgrund eines negativen Schufa-Eintrags zustande. Der Leasinggeber wird immer eine Schufa-Auskunft einholen, bevor der Vertrag zustande kommt. Der sogenannte Schufa Score gibt dann Aufschluss darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie Ihre monatlichen Leasingraten bezahlen können.

Sobald Sie einmal mit Raten im Rückstand waren, kann das zu einem negativen Eintrag geführt haben. Dabei ist es egal, ob es sich um die monatliche Handyrechnung gehandelt hat, oder um eine ehemalige Autofinanzierung.

Zukünftige Finanzlage unklar?

Neben der Schufa-Auskunft wird auch die Bonität des zukünftigen Leasingnehmers geprüft. Wenn es absehbar ist, dass Sie während der Leasinglaufzeit Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen könnten, wird Ihr Antrag mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls abgelehnt.

Ein befristeter Arbeitsvertrag ist beispielsweise in den meisten Fällen nicht ausreichend, um Ihnen eine positive Aussicht auf die zukünftige Zahlungsfähigkeit zu bescheinigen. Das gleiche gilt, wenn der Vertrag zwar unbefristet ist, Sie sich aber noch in der Probezeit befinden. Das Risiko, dass Sie kurzfristig kündigen oder gekündigt werden, ist für einen Leasinggeber meist zu hoch. Auch ein Leasing für Student:innen und Azubis ist schwierig, aber nicht unmöglich.

Ebenfalls geprüft werden die monatlichen Fixkosten. Finanzieren Sie ein Haus, haben Sie noch Schulden beim Möbelhaus oder gibt es sonstige Belastungen, die monatlich ein großes Loch in Ihre Finanzen reißen? Der Leasinggeber wird sich solche fixen Kosten ansehen und entscheiden, ob die Leasingrate für Sie finanziell zusätzlich noch zu stemmen ist. Denn ist sie es nicht, wird irgendwann die Rate ausbleiben, was natürlich vermieden werden will.

Aber auch das Einkommen an sich ist ein Faktor, selbst wenn Sie ansonsten keine Kredite tilgen müssen. Schließlich muss dennoch genug Geld zum Leben übrig bleiben.

Auch Gründe auf Seiten Leasinggebers möglich

Doch es kann auch sein, dass die Ablehnungsgründe nicht durch Sie verursacht wurden. Manchmal spielt sich im Hintergrund mehr ab, als man vordergründig sieht. Vielleicht steht der Leasinggeber vor einer drohenden Insolvenz, oder er kann aufgrund von Lieferengpässen – wie aktuell durch Bestellstopps und den Ukraine-Krieg verursacht – den Leasingantrag nicht annehmen.

In den meisten Fällen ist es jedoch so, dass es am Leasingnehmer, also an Ihnen liegt, dass das Leasing abgelehnt wurde. Doch das ist auch positiv: Sie können selbst etwas daran ändern.

Rechtsform beim Gewerbeleasing beachten

Das ein Leasingantrag abgelehnt wird, kann aber auch Gewerbetreibenden passieren. Gerade wer als Existenzgründer ein Leasing beantragt, könnte Schwierigkeiten bekommen. Der Grund: Die Firma ist noch jung, und somit ist das Risiko einer Insolvenz noch zu groß. Die finanzielle Lage kann noch nicht realistisch eingeschätzt werden.

Dann geht es natürlich ebenfalls darum, wie es sich mit der Bonität verhält. Auch hier kann man sich als Leasinggeber entsprechende Auskünfte einholen. Eine unzureichende Bonität ist beim Gewerbeleasing der häufigste Grund für eine Ablehnung des Leasingantrags.

Was ebenfalls, aber eher selten vorkommt ist, dass manche Leasinggeber bestimmte Rechtsformen von einem Leasing ausschließen. Eine UG hat beispielsweise mehr Probleme einen Leasingvertrag zu bekommen, als eine GmbH.

Lösungen: Was Sie tun können, wenn Ihr Leasingantrag abgelehnt wurde

Nachdem der erste Schock verdaut wurde heißt es, nach Lösungen suchen. Ein abgelehnter Leasingantrag ist kein Weltuntergang, denn es gibt Möglichkeiten doch noch an ein Leasing zu kommen.

Doppelt prüfen bei Schufa

Lag es an einer negativen Schufa, sollten Sie selbst nochmal eine Auskunft einholen – denn es ist gar nicht mal so selten, dass alte Einträge noch nicht gelöscht wurden. Einmal jährlich ist eine Selbstauskunft bei der Schufa kostenlos. Wenn Sie fehlerhafte Einträge sehen, dann sollten Sie schnellstmöglich eine Löschung beantragen. Sobald dies vermerkt wurde, wird sich Ihr Schufa Score deutlich bessern, und Sie können eine erneute Leasinganfrage stellen.

Alternativen suchen

Wenn der Leasingvertrag aufgrund negativer Schufaeinträge allerdings zu Recht abgelehnt wurde, dann müssen Sie sich nach Alternativen umsehen. Folgende Möglichkeiten haben Sie:

  • Bei fehlender Bonität, kann eine Bürgschaft in Betracht gezogen werden
  • Suchen Sie nach günstigeren Leasingangeboten
  • Leisten Sie eine Anzahlung, um die monatliche Belastung zu reduzieren
  • Verringern Sie die monatlichen Haushaltskosten, wo möglich
  • Gebrauchtwagen-Leasing in Betracht ziehen

Eventuell ist ein Familienangehöriger bereit, für Sie als Bürge aufzutreten. Diese zusätzliche Sicherheit reicht oftmals aus, um den Leasingantrag bewilligt zu bekommen. Vielleicht können Sie sich auch ein bisschen Geld leihen und eine Anzahlung leisten, was die monatliche Rate verringert. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Bonität aus und hilft, leichter eine Bewilligung zu erhalten.

Was sicher nicht schadet ist, sich mal mit seinen Ausgaben zu beschäftigen. Haben Sie mehr als einen laufenden Handyvertrag? Wie ist es mit der Mitgliedschaft im Sportverein, oder mit Abos – nutzen Sie die Leistungen, oder sind das Kosten, die Sie sich sparen können? Wie werden sich wundern, wie viel Sie monatlich sparen können, wenn unnötige Ausgaben abgeschafft werden.

Leasing ohne Schufa – besser nicht!

Häufig wird mit Leasingverträgen geworben, die keine Bonitätsprüfung oder Schufa-Auskunft voraussetzen. Hier ist Vorsicht geboten, denn nicht selten handelt es sich dabei um unseriöse Unternehmen. Sollten Sie ein solches Angebot in Betracht ziehen, prüfen Sie es gründlich und am besten auch von einer außenstehenden Person. Haben Sie nur geringe Zweifel, sollten Sie die Finger davon lassen.