Leasingrückläufer kaufen: Günstige Gebrauchtwagen-Alternative?

Leasingrückläufer sind gepflegt, preiswert und verfügen über eine qualitative Ausstattung. Das macht sie zu begehrten Gebrauchtwagen. Wir zeigen Ihnen Vor- und Nachteile von Leasingrückläufern, was diese kosten und welche möglichen Alternativen es gibt.

Der Kauf eines Neuwagens ist oftmals mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Aus diesem Grund stellt das Leasen eines Autos für viele eine preiswerte Alternative dar. Entscheidet der Leasingnehmer am Ende der Vertragslaufzeit das Fahrzeug an den Leasinggeber zurückzugeben, landet es früher oder später auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Eine günstige Alternative zum Neuwagen.

In der Regel handelt es sich bei Leasingrückläufern um Fahrzeuge aus Einzel- oder Flottenleasingverträgen. Darüber hinaus sind Leasingfahrzeuge vertraglich zu regelmäßigen Wartungen in Markenwerkstätten verpflichtet, sodass etwaige Mängel vermerkt oder bereits ausgebessert wurden. Eine zusätzliche Sicherheit für Sie beim Kauf.

⏰  Kurz zusammengefasst

Wir haben für Sie unsere top Jahreswagen-Deals zusammengestellt:

Top Jahreswagen-Modelle
Modell Angebote ab
Renault Twingo 9.899 € Angebote vergleichen
Opel Corsa 14.342 € Angebote vergleichen
VW Polo 15.990 € Angebote vergleichen
BMW i3 31.634 € Angebote vergleichen
VW Tiguan 24.890 € Angebote vergleichen

Was sind Leasingrückläufer?

Am Ende eines Leasingvertrags hat der Leasingnehmer zwei Möglichkeiten: Das Fahrzeug zu kaufen oder zurückzugeben. Entscheidet er sich für die Rückgabe, wird das Auto zum Leasingrückläufer und damit zum Gebrauchtwagen. Der Leasinggeber bestimmt nun, ob er das Auto erneut zum Leasen oder zum Verkauf anbietet. Letzteres erfolgt in Form einer Versteigerung oder durch den Verkauf an einen Gebrauchtwagenhändler.

Aufgrund des niedrigen Restwerts sind die Fahrzeuge meist zu günstigen Konditionen erhältlich. Für gewöhnlich sind diese zwischen zwei und vier Jahre alt. Leasingrückläufer sind gepflegt, regelmäßig gewartet und besitzen eine hochwertige Ausstattung, was sie zu begehrten Gebrauchtwagen-Alternativen macht.

Vorteile von Leasingrückläufern

Leasingrückläufer bringen vor allem in finanzieller Hinsicht einige Vorteile mit sich. Je nach Laufzeit handelt es sich um Modelle mit jungem Baujahr und überdurchschnittlich guter Ausstattung. Gerade ehemalige Firmenwagen besitzen neben einem Navigationssystem oftmals auch Automatik, Sitzheizung und Ledersitze. Vorhandene Schäden werden von Markenwerkstätten behoben, da Wartung und Pflege vertraglich festgelegt sind.

Die Fahrzeuge sind scheckheftgepflegt und haben für gewöhnlich nur einen Vorbesitzer. Ebenso ist der Wertverlust eines Neuwagens in den ersten Jahren der Zulassung besonders hoch und wird zum Großteil vom Leasingnehmer getragen. Folglich ist der Kaufpreis eines Leasingrückläufers zu vergleichbaren Fahrzeugen deutlich niedriger.

Nachteile von Leasingrückläufern

Leasingrückläufer machen äußerlich meist einen guten Eindruck, weisen jedoch einen hohen Kilometerstand auf. Das trifft in erster Linie auf Firmenfahrzeuge im Außendienst zu.

Die Wertschätzung gegenüber dem Fahrzeug ist oftmals geringer und entsprechend hoch ist der Verschleiß. Daher sollte das Auto vor dem Kauf einer gründlichen Prüfung unterzogen werden, um versteckte Mängel aufzudecken. Grundsätzlich empfiehlt es sich, nach Leasingfahrzeugen Ausschau zu halten, die privat genutzt wurden und eine niedrigere Laufleistung vorweisen.

Zu beachten ist: Beim Großteil der Rückläufer handelt es sich um Kombis mit Dieselmotoren – optimal geeignet als Firmenwagen. Kleinwagen hingegen sind eher selten anzutreffen.

Wo kann man Leasingrückläufer kaufen?

Vor Jahren wurden Leasingrückläufer ausschließlich für Gewerbe angeboten. Doch nahm das Interesse von Privatpersonen deutlich zu. Mittlerweile können Rückläufer bei Gebrauchtwagenhändlern, Zwischenhändlern, auf Online-Plattformen sowie in Markenwerkstätten erworben werden.

Auch Leasinggeber bieten die Fahrzeuge mittels Versteigerungen an. Der Vorteil: Wer direkt beim Leasinggeber kauft, spart die fällige Gewinnmarge an den Zwischenhändler ein.

Das sollten Sie bei Leasingrückläufern beachten

Sie suchen einen Gebrauchtwagen? Dann stellt ein Leasingrückläufer eine günstige Alternative dar. Besonders bei gängigen Modellen ist die Auswahl groß. Doch was gilt es beim Kauf zu beachten? Grundsätzlich sollten Sie das Fahrzeug auf versteckte Schäden und etwaige Mängel untersuchen. Auch wenn das Auto bei der Rückgabe von Gutachtern eingehend geprüft wird, lohnt es sich im Zweifelsfall eine Meinung von unabhängiger Stelle einzuholen.

Da Firmenwagen oftmals einen hohen Verschleiß mit sich bringen, sind Rückläufer mit eher niedrigerer Laufleistung empfehlenswert. Andernfalls können Folgekosten aufgrund von Reparaturen entstehen. Aus diesem Grund sind Leasingrückläufer aus dem privaten Gebrauch zu bevorzugen. Hierbei herrscht meist ein pfleglicher Umgang, da eine zu starke Abnutzung bei der Übergabe des Fahrzeugs zu Mehrkosten führt. Werfen Sie außerdem einen Blick in das Scheckheft sowie auf das gültige TÜV-Siegel.

Kaufkriterien im Überblick:

  • Möglichst niedriger Kilometerstand
  • Versteckte Schäden und Mängel überprüfen
  • Rückläufer aus privatem Gebrauch bevorzugen
  • Scheckheft einsehen
  • Gültiges TÜV-Siegel

Was kosten Leasingrückläufer?

Bei Leasingrückläufern handelt es sich meist um Premiumfahrzeuge zu günstigen Preisen. Für Sie eine gute Möglichkeit, sich Ihr Wunschfahrzeug zu finanzieren. Die attraktiven Konditionen gehen auf den anfänglich hohen Wertverlust zurück, für den der Leasingnehmer zum Großteil aufkommt.

Dieser liegt im ersten Jahr nach der Zulassung bei rund 25 Prozent und pendelt sich nach mehrjähriger Laufzeit bei 5 bis 6 Prozent ein. Das macht sich auch im Kaufpreis eines Leasingrückläufers bemerkbar, der im Unterschied zu vergleichbaren Fahrzeugen deutlich niedriger ausfällt. Je nach Fahrzeugmodell und -halter ist mit einem Preisnachlass von 60 Prozent auf den Neuwagenpreis zu rechnen. Rückläufer lassen sich sowohl bar bezahlen als auch über den Händler oder die Bank finanzieren.

Welche Alternativen gibt es?

Wer sich gegen den Kauf eines Leasingrückläufers entscheidet, hat die Möglichkeit auf einen Jahreswagen oder Neuwagen mit Tageszulassung. Bei Jahreswagen handelt es sich generell um Gebrauchtwagen aus erster Hand, die nach der Erstzulassung maximal 12 Monate gefahren wurden.

Ein Neuwagen, der für nur einen einzigen Tag zugelassen wird, hat den Vorteil eines größeren Verhandlungsspielraums seitens der Händler. Das Fahrzeug wird nicht bewegt und hat einen Kilometerstand von nahezu null. Gleichzeitig bieten sich attraktive Einkaufskonditionen sowohl für Käufer:innen als auch Verkäufer:innen.

Weitere Alternativen stellen sogenannte Fahrzeug-Miet-Konzepte dar wie beispielsweise die Kurz- und Langzeitmiete. Ersteres beinhaltet das Mieten eines Neuwagens von maximal einem Monat. Bei der Langzeitmiete richtet sich die Mietdauer nach dem individuellen Bedarf und ist frei wählbar. Die Mindestlaufzeit beträgt einen Monat. Bis auf den Kraftstoffverbrauch sind jegliche Kosten im Preis enthalten. Darüber hinaus spielen Wertminderung und Wartungskosten keine Rolle.