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Leasingrate berechnen: So setzt sich die monatliche Rate zusammen

11. März 2022 von

Wenn Sie vor der Frage stehen ob Sie ein Fahrzeug leasen oder kaufen möchten, ist auch die höhe der monatlichen Leasingrate ein Faktor, der am Ende die Entscheidung beeinflusst. Wir sagen Ihnen, wie sich die Rate zusammensetzt, wie sie berechnet wird und beantworten noch weitere Fragen, rund um das Thema Leasingrechner.

⏰  Kurz zusammengefasst

Wenn Sie sich schon mal über das Leasings eines Neuwagens Gedanken machen und nach dem passenden Fahrzeug umschauen möchten, haben wir hier unsere top Leasing-Angebote für Sie:

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Höhe der Leasingrate: Die Faktoren

Um die Leasingrate zu berechnen beziehen das Autohaus und die Leasingbank verschiedene Faktoren in die Berechnung mit ein. Neben den unten aufgeführten Faktoren gibt es auch noch die Möglichkeit eines sogenannten Full-Service-Leasings. Wer sich für diese Möglichkeit entscheidet wird natürlich eine weitaus höhere Rate haben, denn es handelt sich quasi um ein Rundum-Sorglos-Paket. Sollten Sie Leasing erstmal ausprobieren wollen, und sich nicht sicher sein, ob Sie die monatlichen Raten auf Dauer zahlen können, dann ist ein Kurzzeitleasing vielleicht die richtige Idee für Sie.

Für ein klassisches Leasing sind aber folgende Kriterien ausschlaggebend für die Höhe der Leasingrate:

1. Anzahlung und Sonderzahlung

Eine Anzahlung kann verlangt werden, doch nicht jeder Anbieter besteht darauf. Der Vorteil einer Anzahlung – auch Sonderzahlung genannt – ist, dass sich der Fahrzeugpreis des Leasingfahrzeugs verringert und dadurch auch die monatliche Rate geringer ausfällt. Wenn Sie ein Altfahrzeug verkaufen möchten, dann können Sie auch beim Autohaus anfragen, ob das Auto angekauft und der Preis als Anzahlung für das Leasing verwendet werden kann.

Beim Leasing ohne Anzahlung sparen Sie sich natürlich Geld, das Sie anderweitig verwenden können, haben aber auch eine höhere monatliche Rate.

2. Gewähltes Fahrzeugmodell und Preis

Am wichtigsten ist eigentlich Ihr Wunschfahrzeug, denn je teurer das Fahrzeug desto höher ist auch die Leasingrate. Ein Kleinwagen wird deshalb sicher weniger kosten als ein Luxusschlitten. Zusätzlich kommt es noch darauf an, welche Basisausstattung das Fahrzeug mitbringt, denn wenn diese besonders hochwertig und exklusiv ist, fließt das ebenfalls mit in die Rate ein.

3. Vertragslaufzeit

Wie lang Sie ihr Fahrzeug leasen wollen, hängt natürlich von Ihnen ab – doch der Leasinggeber hat meist schon bestimmte Laufzeiten vorgegeben, zwischen welchen Sie sich entscheiden müssen. Wer ein Neufahrzeug least, sollte nicht zu kurze Leasingzeiten wählen, denn der Wertverlust im ersten Jahr ist hoch und wer nur kurz least, zahlt am Ende drauf. Zu lange leasen ist aber ebenfalls nicht sinnvoll. Least man länger, wird die Monatsrate geringer, doch das könnte einem einen falschen Wertverlust vorgaukeln.

4. Zinssatz

Wie hoch der Zinssatz ausfällt, entscheidet der Leasinggeber. Wie sich dieser Zins zusammensetzt, erfährt man in der Regel nicht. Mit eingerechnet sind aber meist einen Gewinnanteil, Verwaltungskosten und einen Zuschlag für das Risiko, das Leasingfahrzeug am Ende der Laufzeit nicht verkaufen zu können. Es gibt allerdings auch manchmal begrenzte Angebote, die ein Leasing ohne Zinsen bewerben, das sogenannte 0%-Leasing.

5. Sonderausstattungen

Überlegen Sie sich genau, welche Sonderausstattung Sie in Ihr Fahrzeug verbauen lassen möchten, denn wenn es sich um besonders teure oder ungewöhnliche Ausstattungen für diesen Fahrzeugtyp handelt, zahlen Sie schon für die Ausstattung selbst einen hohen Preis und auch die Leasingrate wird entsprechend höher. Außerdem berechnet der Leasinggeber einen höheren Zins, wenn er davon ausgeht, dass das Auto mit dieser Ausstattung später schwer wieder zu verkaufen sein wird.

Berechnung der Leasingrate

Komplett bis auf den letzten Cent können Sie die Leasingrate selbst nicht berechnen, doch eine Formel für die Leasing-Berechnung gibt Ihnen auf jeden Fall eine gute Richtung, in welcher Höhe sich die monatliche Rate befindet. Die Formel zur Berechnung der Leasingrate ist folgende:

(Kaufpreis – Restwert) / Laufzeit + [(Kaufpreis + Restwert) /12] x monatl. Zinssatz

Das hört sich erstmal kompliziert an, doch wir gehen Schritt für Schritt mit Ihnen durch die Formel.

Im ersten Teil der Rechnung geht es um die durchschnittliche Abschreibung über die gesamte Laufzeit hinweg. Ihren Kaufpreis kennen Sie ja und der Restwert wird am Anfang des Leasingvertrags festgelegt. Hier werden alle möglichen Risiken abgeschätzt und danach ein realistischer Wert ermittelt, den das Fahrzeug nach Ablauf der Leasingzeit noch wert ist.

Im zweiten Teil der Rechnung geht es um die Zinsen. Diese werden wie beschrieben ermittelt und zeigen an, welche Zinsen im Laufe der Leasingzeit anfallen werden. Durch 12 geteilt erhalten Sie die monatliche Belastung. Die gesamte Formel gibt also an, wie hoch die durchschnittliche Abschreibung ist und wie hoch die Zinsen. Diese beiden Werte zusammen ergeben Ihre Leasingrate.

Wenn Sie im Zusammenhang mit Leasingangeboten auch schon mal über das Wort Leasingfaktor gestolpert sind, müssen Sie nicht verwirrt sein. Der Leasingfaktor dient als Vergleichsfaktor für Leasingangebote und kann eine Entscheidungshilfe darstellen.

Beispielrechnung:

Damit die Rechnung nicht so abstrakt bleibt, zeigen wir Ihnen anhand eines Beispiels wie die Leasingrate berechnet werden kann. Die Bedingungen sind folgende:

  • Anschaffungspreis: 30.000 Euro
  • Laufzeit: 48 Monate
  • Keine Anzahlung
  • Zinssatz: 3 %
  • Restwert: 40 % vom Anschaffungspreis, also 12.000 Euro

Dementsprechend lautet die Rechnung in diesem konkreten Beispiel

(30.000 € – 12.000 €) / 48 + [(30.000 € + 12.000 €) x 0,03/12

Abschreibung: (30.000 € – 12.000 €) / 48 = 375 €

Zinsen: (30.000 € + 12.000 €) x 0,003/12 = 105 €

Gesamtkosten: 375 € + 105 € = 480 €

Für unser hier gewähltes Beispielauto mit den oben genannten Konditionen wäre also eine monatliche Leasingrate von 480 Euro zu zahlen.

Was bedeutet Restwert beim Leasing?

Der Restwert wird beim sogenannten Restwertleasing individuell berechnet. Hierbei spielen das Modell, die gewählte Ausstattung, die Laufzeit und die Höhe des Risikos, das Auto am Ende gut verkaufen zu können, eine Rolle. Aus diesen Faktoren wird schon zu Beginn des Leasings im Vertrag ein Restwert festgelegt, der am Ende der Laufzeit gelten soll.

Wie hoch sollte die Leasingrate sein?

Das lässt sich pauschal nicht sagen, denn das müssen Sie individuell auf Ihre Bedürfnisse und Ihren Geldbeutel abstimmen. Wenn Sie viel Platz brauchen, also ein großes Auto benötigen, aber nicht so viel Geld ausgeben können, ist eine genaue Abwägung sinnvoll. Vielleicht ist ein Kombi günstiger als der SUV, den Sie sich ausgesucht hätten? Lassen Sie sich nicht von zu günstigen Leasingraten locken, denn es kann sein, dass entweder ist eine hohe Anzahlung eingerechnet wurde oder am Ende ein großer Restwert entsteht.

Ist Auto Leasing für privat sinnvoll?

Mittlerweile werden viele Leasingverträge mit Privatpersonen geschlossen. Ein häufiger Grund ist, dass ein Neuwagen nur über eine bestimmte Zeit hinweg gefahren werden will. Um den Verkauf muss man sich nicht kümmern, denn die Rückgabe wurde ja bereits vereinbart. Ob Privatleasing Sinn macht, muss jeder für sich selbst entscheiden, denn es stellt natürlich eine monatliche Belastung über einen längeren Zeitraum dar.

Wie lange sollte man leasen?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, denn natürlich ist es Ihre Entscheidung, wie lange Sie ein Fahrzeug behalten möchten. Sinnvoll ist es aus wirtschaftlicher Sicht nicht, ein Leasing nur für 12 Monate abzuschließen, denn der Wertverlust im ersten Jahr ist am höchsten. Meist werden Leasingverträge für 36 oder 48 Monate abgeschlossen. Längere Zeiträume sind oftmals auch nicht sinnvoll, weil das Fahrzeug dann eventuell nicht mehr den Wert hat, für den man die Rate bezahlt – das Verhältnis stimmt nicht mehr.