Autoleasing ohne Anzahlung: Was ist möglich und worauf muss ich achten?
27. August 2026 von Irene Wallner
Das sogenannte Null-Leasing bietet dir die Möglichkeit, ein Auto zu leasen, ohne vorab große Ausgaben zu tätigen. Du zahlst eine monatliche Rate und kannst im Gegenzug dein Wunschauto nutzen. Klingt gut, doch umsonst ist das Leasing nicht. Wie Null-Leasing funktioniert, welche Kosten dabei anfallen und ob es sich für dich lohnt, zeigen wir dir hier.
⏰ Kurz zusammengefasst
- Berechnung der Raten auf Basis des Listenpreises
- Kosten können, je nach Leasingangebot, variieren
- Vorgehensweise wie beim herkömmlichen Auto-Leasing
- Steuerliche Vorteile für Gewerbetreibende
Meistens bieten Hersteller ein Null-Leasing an, doch du solltest am besten vorab nachfragen. Wir haben für dich top Leasing-Deals zusammengestellt:
| Modell | Angebote ab | |
| Fiat Grande Panda Elektro | 59 € / mtl. | Leasing-Angebote vergleichen |
| Kia EV2 | 79 € / mtl. | Leasing-Angebote vergleichen |
| Volvo EX30 | 99 € / mtl. | Leasing-Angebote vergleichen |
| VW T-Roc | 179 € / mtl. | Leasing-Angebote vergleichen |
| Skoda Fabia | 131 € / mtl. | Leasing-Angebote vergleichen |

Was bedeutet Null-Leasing/Leasing ohne Anzahlung?
Beim Null-Leasing handelt es sich um einen Leasingvertrag ohne Anzahlung. Neben möglichen Übernahmekosten zahlt der Leasingnehmer lediglich eine monatliche Rate für die Nutzung des Autos. Diese fällt in der Regel etwas höher aus als mit Anzahlung. Als Grundlage für die Berechnung der monatlichen Leasingrate dient der Herstellerlistenpreis. Das bedeutet: Der Leasingnehmer hat keine Zusatzkosten zu erwarten, da er nicht mehr als den aktuellen Listenpreis zahlt.
Doch aufgepasst: Hinter den attraktiven Konditionen steckt oftmals ein Lockangebot. In der Regel gewähren die Händler einen Rabatt auf den Neuwagenpreis. Beim Null-Leasing ist das nicht der Fall, sodass es sich im Endeffekt als teurer gegenüber dem herkömmlichen Auto-Leasing erweisen kann. Es heißt also nicht unbedingt, dass du dir das Auto auch leisten kannst.
Null-Leasing und Null-Prozent-Leasing – was ist der Unterschied?
Bei Null-Leasing geht es eigentlich darum, dass du ein Auto least ohne eine Anzahlung zu leisten. Wenn man von Null-Prozent-Leasing spricht, dann ist gemeint, dass in der Leasingrate kein Zinsanteil enthalten ist.
Welche Kosten fallen trotz 0€ Anzahlung an?
Die Konditionen können sich beim Null-Leasing – je nach Angebot – deutlich unterscheiden. Sofern nicht anders vereinbart, fallen Kosten für die Zulassung, die Kfz-Steuer und die Überführung an. Des Weiteren kann der Händler die fehlende Anzahlung anhand erhöhter Monatsraten wieder ausgleichen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, das Angebot genau zu überprüfen.
Die Höhe der Leasingraten ist unter anderem vom Modell, der Vertragslaufzeit sowie von der vereinbarten Kilometerleistung abhängig. Der Kraftstoffverbrauch richtet sich nach den gefahrenen Kilometern und dem Fahrzeugtyp. Für regelmäßige Wartungen und Inspektionen ist der Leasingnehmer vertraglich verpflichtet. Ebenso kommt dieser für Verschleißteile auf.
Bereitstellungs- und Überführungskosten im Detail
Wenn du einen Neuwagen kaufst oder ein neues Auto least, fallen zusätzliche Kosten in Form von Bereitstellungs- und Überführungskosten an. Das bedeutet, dass du den entstehenden Aufwand für die Fahrzeugübergabe und den Transport vom Werk zum Händler bezahlen musst. Im Detail setzen sich diese Kosten meist folgendermaßen zusammen:
Überführung:
- Versicherung: Um den Transportweg für den Falle eines Unfalls abzusichern, muss eine Transportversicherung abgeschlossen werden, die am Ende auf dich umgelegt wird.
- Transport: Auch der Transport deines Autos kostet Geld. Je nachdem ob mittels Laster, Bahn oder Fahrer transportiert wird, variieren die Kosten.
Insgesamt fallen für die Überführung ungefähr 500 bis 1.000 Euro an.
Bereitstellung:
Im Zuge der Fahrzeugbereitstellung möchte der Händler dir das Fahrzeug ordentlich übergeben. Hier kommen folgende Punkte auf dich zu:
- Aufbereitung: Du als Kunde willst ein sauberes Auto übergeben bekommen – und für diese Reinigung bezahlst du auch.
- Papiere: Allgemeine Verwaltungskosten des Autohauses.
- Inspektion: Damit das Auto vor der Übergabe an dich nochmal technisch geprüft wurde, übernimmt das der Händler. Natürlich ist auch diese Leistung nicht umsonst.
Alles in allem werden hier nochmal einige hundert Euro fällig.
Wie funktioniert Leasing ohne Anzahlung? Schritt für Schritt
Null-Leasing unterscheidet sich kaum vom herkömmlichen Auto-Leasing, lediglich die Anzahlung entfällt. Der Prozess lässt sich in folgende Schritte unterteilen:
Kontaktaufnahme
Zunächst einmal suchst du dir das passende Angebot mit deinem Wunschfahrzeug aus. Anschließend erfolgt die Kontaktaufnahme zum Händler, der dir ein unverbindliches Angebot erstellt.
Bonitätsprüfung
Im Zuge der Angebotserstellung überprüft der Händler deine Bonität. Hierfür ist eine Selbstauskunft in Form eines Verdienstnachweises und einer SCHUFA-Auskunft vonnöten. Fällt die Bonität positiv aus, erhältst du ein Vertragsangebot, welches du unterschrieben an den Händler zurücksendest. Bei Leasing-Angeboten ohne SCHUFA ist allerdings ein wachsames Auge gefragt, denn einige Angebote sind unseriös.
Fahrzeugabholung
Sobald der Vertrag rechtswirksam ist, kannst du das Fahrzeug beim Händler vor Ort abholen oder es zu dir nach Hause liefern lassen.
Bonitätsprüfung: Was passiert bei einem negativen Schufa-Eintrag?
Bei einer Finanzierung oder einem Leasing prüft der Anbieter in der Regel die Bonität des Antragstellers – häufig mithilfe einer SCHUFA-Auskunft. Ein negativer SCHUFA-Eintrag bedeutet dabei nicht automatisch, dass der Vertrag abgelehnt wird. Entscheidend ist, wie schwerwiegend und wie aktuell der Eintrag ist und wie die finanzielle Gesamtsituation aussieht.
Bei einer schlechten Bonität kann der Anbieter jedoch zusätzliche Sicherheiten verlangen, etwa eine höhere Anzahlung oder einen Bürgen. Auch ungünstigere Konditionen sind möglich. In manchen Fällen wird aber der Leasingantrag komplett abgelehnt, wenn das Ausfallrisiko aus Sicht des Anbieters zu hoch ist.

Kilometerleasing oder Restwertleasing ohne Anzahlung?
Sowohl Kilometerleasing als auch Restwertleasing können grundsätzlich ohne Anzahlung angeboten werden. Beim Kilometerleasing richtet sich die Abrechnung vor allem nach der vereinbarten jährlichen Fahrleistung. Wer am Ende deutlich mehr Kilometer gefahren ist, muss in der Regel nachzahlen, bei weniger Kilometern kann es je nach Vertrag eine Erstattung geben.
Beim Restwertleasing spielt dagegen der geschätzte Fahrzeugwert am Ende der Laufzeit eine größere Rolle. Fällt dieser niedriger aus als kalkuliert, kann eine Nachzahlung drohen. Was ist nun besser: Kilometerleasing oder Restwertleasing? Gerade ohne Anzahlung ist deshalb das Kilometerleasing meist besser planbar, weil das Restwertrisiko in der Regel nicht beim Leasingnehmer liegt.
Vor- und Nachteile des Null-Leasings
Ein privates Null-Leasing hat einige Vorteile, auch maximale Planungssicherheit der Kosten. Die Liquidität wird geschont und die Monatsraten sind über die gesamte Laufzeit hinweg festgelegt. Zusätzlich musst du dir keine Gedanken um den Wert des Autos machen, denn du gibst den Wagen nach der Laufzeit einfach zurück. Nachteile machen sich insofern bemerkbar als die fehlende Anzahlung durch erhöhte Monatsraten ausgeglichen wird.
Darüber hinaus verlangen manche Leasinggeber beim Null-Leasing eine Vollkaskoversicherung und auch eine sogenannte GAP-Deckung wird oft gefordert. Hierfür muss der Leasingnehmer aufkommen, wodurch eine finanzielle Mehrbelastung entsteht. Daher empfiehlt es sich, die Konditionen eines Null-Leasing-Vertrags vorab detailliert zu überprüfen und ins Verhältnis zu einem realistischen Kaufpreis zu stellen.
Warum gibt es überhaupt Leasing-Angebote ohne Anzahlung?
Wenn du keine Anzahlung leisten musst, sparst du dir eine relativ große Summe, die du auf einmal aufwenden müsstest. Der Nachteil ist natürlich, dass ohne Anzahlung die monatlichen Leasingraten höher ausfallen. Für viele ist das aber besser planbar, als sofort einen großen Geldbetrag in die Hand nehmen zu müssen.
Häufige Fragen zum 0 Prozent Leasing
Wenn noch Fragen zum Null-Leasing offen sind, haben wir hier weitere Antworten.
Für wen passt Null-Leasing?
Null-Leasing stellt eine kostengünstige Alternative zum Kauf eines Autos dar. Du sparst dir die hohe Anzahlung und kannst das Geld für andere Investitionen nutzen. Gewerbetreibende profitieren vor allem von steuerlichen Vorteilen, denn die monatlichen Ausgaben verringern den Gewinn und die damit zu zahlenden Steuern.
Nichtsdestotrotz sind sowohl für Privatpersonen als auch für Gewerbetreibende bestimmte Voraussetzungen – wie ein regelmäßiges Einkommen, eine positive SCHUFA-Auskunft und einen Betriebsabschluss – nötig.
Gibt es versteckte Kosten trotz 0€ Anzahlung?
Versteckt sollten diese Kosten nicht sein, aber es gibt auch bei 0€ Anzahlung noch die Bereitstellungs- und Überführungskosten die anfallen. Eigentlich solltest du aber beim Händler sehr transparent darüber informiert werden.
Ist Leasing ohne Anzahlung auch mit negativer Schufa möglich?
Grundsätzlich wird bei negativer Schufa ein Leasingantrag nicht sofort abgelehnt – es kommt aber auf viele individuelle Faktoren wie Schwere der Einträge allgemeine Bonität usw. an.
Ist Null-Leasing für Gewerbe möglich?
Null-Leasing ist sowohl für Privatpersonen als auch für Gewerbetreibende möglich. Oftmals bieten Händler für Unternehmen und Selbständige günstigere Leasingangebote an. Außerdem profitieren Gewerbetreibende von weiteren Vorteilen: Zur Verfügung steht ein moderner Neuwagen. Die Leasingraten sind vertraglich festgelegt und unterliegen keinen Zinsänderungen.
Das Restwertrisiko wird von der Leasingfirma getragen. Die Anzahlung, Leasingraten sowie die Zulassungskosten sind steuerlich absetzbar. Vorausgesetzt das Fahrzeug wird nur für gewerbliche Zwecke genutzt. Private Fahrten können anteilig abgeschrieben werden.
Null-Leasing-Verträge für Neugründer sind meist an bestimmte Bedingungen geknüpft, da ein erhöhtes finanzielles Risiko besteht. So wirkt sich ein unregelmäßiges Einkommen sowie ein fehlender Jahresabschluss negativ auf die Bonität aus. Leasinggeber sichern sich insofern ab als der Leasingnehmer eine Kaution oder Sicherheiten hinterlegen muss. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, einen Bürgen mit entsprechender Bonität in den Leasingvertrag mit aufzunehmen. Hierbei fallen in der Regel zusätzliche Kosten an.
Was sind Alternativen zum Null-Leasing?
Wenn Null-Leasing für dich nicht in Frage kommt, gibt es auch noch weitere Möglichkeiten.
Interessant könnte beispielsweise ein Kurzzeitleasing sein, um mal in die Leasingwelt hineinzuschnuppern und nicht zu lange gebunden zu sein. Vielleicht willst du das Auto auch behalten, dann könnte eine 3-Wege-Finanzierung das Richtige sein. Am Ende ist auch noch ein Auto-Abo möglich, hier bist du noch flexibler, zahlst aber im Monat auch um einiges mehr.
Gibt es auch Null-Leasing Angebote für Gebrauchtwagen?
Ja, auch Gebrauchtwagenleasing ist ohne Anzahlung möglich. Beim Gebrauchtwagen Leasing sind sogar seltener Anzahlungen notwendig, da der Gesamtwert des Fahrzeugs von Anfang an geringer ist.
Kann ich einen Gebrauchtwagen ohne Anzahlung leasen?
Ja, das geht. Häufig wird von Händlern auch explizit mit einem Null-Leasing für bestimmte Modelle geworben.
Was passiert, wenn ich mehr Kilometer fahre als vereinbart?
Beim Vertragsabschluss für die Leasingdauer wird vereinbart, wie hoch die Kosten pro zu viel gefahrenem Kilometer sind. Das bedeutet, wenn du mehr fährst als vereinbart, wirst du am Ende nachzahlen müssen. Eine gewisse Toleranz ist zwar gegeben aber danach kann es schnell teuer werden.