Aktuelle Tesla News: Von Model Y und Roadster bis zu Bitcoin und Gigafactory

Irene Wallner
22. Februar 2021

News rund um Elon Musk und Tesla gibt es so gut wie jeden Tag. Damit Sie immer auf dem Laufenden sind, finden Sie hier die wichtigsten News zu Tesla laufend aktualisiert. Lesen Sie, was es Neues gibt!

Tesla-Chef Elon Musk sorgt für Aufsehen, weil er große Mengen Bitcoins kauf, die aktualisierten Versionen des Model S und Model X sollen ein Lenkrad wie aus einem Flugzeug bekommen und wieso der neue Roadster schweben könnte. Alle News finden Sie hier.

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Aktuelle News: Basisversion des Model Y nicht mehr verfügbar | 22.02.2021

Im Januar kam überraschend die Ansage von Tesla, dass man für das Model Y in den USA eine Basisversion einführen will, obwohl der Hersteller dies noch im Sommer 2020 ausgeschlossen hatte. Der Grund dafür war, dass die Reichweite zu gering ausfallen würde. Doch dann tauchte das Model Y in kleinster Ausführung mit Heckantrieb plötzlich doch im Konfigurator auf und senkte vor kurzem sogar noch den Preis.

Seit ein paar Tagen ist die Basisversion des Model Y aber wieder von der Bestellseite verschwunden. Zu den Gründen hat sich Tesla bisher noch nicht geäußert. Entweder waren die Vorbestellungen zu hoch und gingen zu Lasten der teureren Modelle, oder es waren zu wenig Vorbestellungen vorhanden, sodass sich die Produktion nicht lohnen würde.

Deutsche Kund:innen muss das Hin und Her nicht stören, denn für das Model Y werden hierzulande sowieso nur die Version mit der maximalsten Reichweite und die Performance-Version angeboten.

Aktuelle News: Weitere Verzögerungen bei der Gigafactory in Grünheide? | 17.02.2021

Über die deutsche Gigafactory in Grünheide wird seit Monaten berichtet, die Produktion sollte bereits Anfang 2021 beginnen, doch es kommt immer wieder zur Verzögerungen. Nun ist Juli 2021 anvisiert für den Start der Produktion des Model Y.  Allerdings sind noch nicht alle Hürden genommen, denn sowohl Gebäudeteile als auch Maschinen scheinen noch zu fehlen.

Außerdem scheint es immer wieder zu Problemen bei Vorabzahlungen zu kommen. Erst im Januar hatte Tesla eine ausstehende Sicherheitsleistung von 100 Millionen Euro ganz knapp vor dem Ende einer sowieso schon verlängerten Frist hinterlegt. Wenn die Zahlung nicht eingegangen wäre, hätte das einen Baustopp bedeutet. Diese Sicherheitsleistung ist deshalb nötig, weil bisher eine offizielle, umweltrechtliche Genehmigung noch aussteht. Der Bau der Fabrik läuft aktuell über vorzeitige Zulassungen. Mit der Zahlung der 100 Millionen Euro soll sichergestellt werden, dass im Falle einer ausbleibenden Genehmigung genug Geld für den Rückbau zur Verfügung steht.

Mit dem Bau der Fabrik ist es nicht getan, denn auch die Infrastruktur muss gegeben sein. Deshalb wird eine Abfahrt von der Autobahn A10 zum Tesla-Werksgelände geplant, die erstmal provisorisch sein wird. Die Kosten von rund 1 Millionen Euro übernimmt Tesla komplett allein. In den nächsten fünf bis acht Jahren soll dann eine permanente Ab- und Zufahrt eingerichtet werden.

Auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gigafactory müssen irgendwie ins Werk kommen, deshalb ist eine Verlegung des Bahnhofes rund 1,5 Kilometer näher an das Tesla-Werk geplant. Dieses Vorhaben soll rund 50 Millionen Euro kosten. Der Bau soll mindestens fünf Jahre dauern, was für Tesla natürlich zu lange dauert. Deshalb plant der Hersteller einen eigenen schienengebundenen Shuttleservice für seine Beschäftigten, hier gibt es noch Abstimmungen mit der Deutschen Bahn.

Aktuelle News: Tesla investiert 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin | 15.02.2021

Es kam unerwartet, doch das ist ja bei Elon Musk nichts Neues – Tesla investiert 1,5 Milliarden US-Dollar in die Kryptowährung Bitcoin. Doch das ist noch nicht alles, auch Zahlungen mit der digitalen Währung sind nun bei Tesla möglich. Diese Nachricht verschaffte dem Preis für Bitcoins ein neues Rekordhoch. Wie üblich stößt diese Handlung nicht nur auf Freude, Kritik muss sich der Tesla-Chef vor allem wegen des Umweltaspekts gefallen lassen.

Die Herstellung der digitalen Münze benötigt enorm viel Energie und das will so gar nicht mit Teslas Anspruch, umweltfreundliche Autos herzustellen, zusammenpassen. Das sogenannte Mining, so wird die Herstellung der Bitcoins in großen Rechenzentren genannt, verbraucht nach Berechnungen der Cambridge University 124 Terrawattstunden pro Jahr. Wenn man diesen absurd hohen Wert mit dem Energieverbrauch verschiedener Länder vergleicht, hat man ein besseres Verständnis dafür, wie viel Energie hier tatsächlich verbraucht wird. Das gesamte Land Norwegen verbraucht im Jahr 124,1 Terrawattstunden Energie, was nur geringfügig mehr ist, als die Herstellung von Bitcoins.

Und der Energiebedarf wird weiter steigen, je höher der Kurs für Bitcoins steigt. Denn je höher der Kurs ist, desto komplizierter muss man einen Bitcoin verschlüsseln und das braucht dann wieder mehr Rechenkapazität und natürlich mehr Energie.

Doch warum geht Tesla dieses Risiko ein und riskiert, dass sich treue Fans vom Hersteller abwenden? Die Gründe sind vielfältig, allen voran ist es eine kostenlose Werbung, denn seit Teslas Invest ist der Elektroautobauer wieder in aller Munde. Zweitens geht es um die zukünftige Käuferschicht. Die jungen Menschen von heute sind die zukünftigen Käufer von morgen und diese interessieren sich immer weniger für Autos, dafür aber für Technik und auch für die Kryptowährung. Musk versucht sich also seine Kundschaft zu “erkaufen” – wir werden sehen, ob ihm das langfristig gelingt.

Aktuelle News: Neuer Tesla Roadster | 12.02.2021

Tesla-Chef Elon Musk hat angedeutet, dass ein optionales SpaceX-Paket (benannt nach der Luft- und Raumfahrttechnikfirma, die er auch besitzt) den kommenden Tesla Roadster zum Schweben bringen könnte.

Musk verriet die aufregenden Details während eines Podcasts mit Joe Rogan und erwähnte, dass eine der größten Hürden, die er dafür überwinden muss, darin besteht, “herauszufinden, wie man dieses Ding zum Schweben bringt, ohne, Sie wissen schon, Menschen zu töten”.

Eine Höhenbegrenzung für die Schwebefunktion des neuen Autos wäre eine Möglichkeit, die Allgemeinheit vor dem fliegenden Roadster zu schützen. Er rechnete damit, dass eine Obergrenze von ca. 1,80 Meter ausreichen würde, um schlimmere Verletzungen zu vermeiden, “so dass man beim Sturz zwar die Aufhängung durchschlägt, aber nicht stirbt.”

In Anbetracht der strengen Vorschriften die ein Neuwagen erfüllen muss, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass ein solches Feature je in Europa in einem Tesla auf den Markt kommen würde. Aber Musk sagte weiter: “Ich bin zuversichtlich, dass wir zumindest ein Triebwerk einbauen könnten, bei dem das Nummernschild im James-Bond-Stil heruntergeklappt wird und dahinter ein Raketentriebwerk ist, das drei Tonnen Schub liefert.”

Unabhängig davon, ob das neue Auto mit Space-Thruster-Technik kommt, werden die ersten Modelle wohl frühestens 2022 ausgeliefert. Als der Elektro-Supersportwagen 2017 erstmals vorgestellt wurde, deutete Musk an, dass die ersten Kund:innen ihre Autos 2020 erhalten sollen. Diesen Zeitplan konnte Tesla nicht einhalten, deshalb ist es unwahrscheinlich, dass wir mit dem Roadster vor 2022 rechnen können.

Er wird allerdings noch vor Ende 2021 auf dem Nürburgring getestet werden, wie ein Tweet von Tesla-Chef Elon Musk bestätigt. Dieser Cabrio-Sportwagen soll das am schnellsten beschleunigende Auto sein, das Tesla je gebaut hat – und das will etwas heißen.

Der Nürburgring ist ein beliebtes Testgelände für viele Autohersteller. Wenn Tesla hier einen Rundenrekord aufstellt, wäre das auf jeden Fall eine beeindruckende Leistung.

Aktuelle News: Rückruf für Model S und Model X Modelle bis Baujahr 2018 | 03.02.2021

Tesla ruft fast 135.000 Model S- und Model X-Fahrzeuge zurück, die vor 2018 gebaut wurden. In Deutschland sind 7.500 Fahrzeuge betroffen. Grund dafür ist ein fehlerhafter Elektronikchip, der eine Fehlfunktion des Infotainmentsystems verursachen kann. Neuwagen sind von diesem Problem nicht betroffen – nur einige Model S, mit einem Produktionsdatum zwischen 2012 und 2018, und einige Model X, die zwischen 2016 und 2018 gebaut wurden.

Das spezifische Problem, auf das sich der bevorstehende Rückruf bezieht, betrifft einen Speicherchip innerhalb des Infotainment-Systems. Für das System ist nur eine bestimmte Anzahl an Zugriffen möglich, sobald diese Anzahl erreicht ist, reagiert der Touchscreen nicht mehr. Das ist ein Problem, denn der Touchscreen in einem Tesla steuert mehr Funktionen des Fahrzeugs als in den meisten herkömmlichen Autos.

Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway and Traffic Safety Administration) äußerte die Befürchtung, dass ein defekter Touchscreen dazu führen könnte, dass Fahrende nicht mehr in der Lage sind, die Rückfahrkamera oder die Klimasteuerung zu benutzen.

Tesla hat erklärt, dass Kund:innen entschädigen werden, die bereits für den Austausch des fehlerhaften Elektronikchips in ihren Autos bezahlt haben.

Aktuelle News: Plaid-Versionen für Model S und X vorgestellt | 28.01.2021

Das Tesla Model S und X wurden beide mit überarbeiteten Innenräumen, neuen Infotainment-Systemen und einer radikalen neuen “Plaid”-Version mit extremer Leistung aufgewertet. Die neue Version hat eine größere Reichweite und eine weltmeisterliche Beschleunigung. In unseren News zum Model S und Model X erfahren Sie die Details.

Beide Autos erhalten einen 17-Zoll-Touchscreen, der dem zentralen Display des Model 3 ähnelt, und ein neues Lenkrad, das aussieht, als wäre es aus einem Flugzeug geklaut worden.

Die neuen Autos sind beide in der “Plaid”-Version erhältlich, bei der ein dritter Elektromotor hinzugefügt wird. Dies erhöht die Leistung auf 1.020 PS, was bedeutet, dass Model S und X in 2,1 bzw. 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können.

Das Model S Plaid+ geht dank seiner Leistung von 1.100 PS noch einen Schritt weiter. Tesla behauptet, dass dieses Auto von 0 auf 100 km/h in weniger als 2 Sekunden beschleunigt und unglaubliche 837 Kilometer zwischen den Ladungen fahren kann.