Skoda Scala Test

Kompaktmodell mit vielen Qualitäten und markantem Design

8/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Viel Platz
  • Gelungenes Fahrwerk
  • Viele clevere Details
  • Unübersichtliches Heck
  • Viele Extras nicht für Active
  • Keine Ausstattungspakete im Active

21.450 € - 28.150 € Preisklasse

5 Sitze

4,1 - 4,9 l/100km

Test

“Scala“ steht im Italienischen für „Treppe“. Die will der neue Skoda Scala höher hinauf. Angeboten wird der Nachfolger des Skoda Rapid nur noch als Spaceback. Das ist ein kluger Zug. Erstens, weil Kombiartige und Kombis in dieser Klasse, in der sich Kia Ceed, Hyundai i30 und Opel Astra tummeln, beliebter als Limousinen sind, und zweitens, weil der in drei Jahren entwickelte Skoda Scala mit dem praktischen Ende optisch gefällig ist.

Kurzer Überhang, steiler Grill und schmale Scheinwerfer –  das fängt ja schon mal gut an. Und es hört harmonisch auf mit der weit herunter gezogenen Heckscheibe, die erstmals wie die elektrische Heckklappe optional im Angebot steht. Dank mehr Radstand bietet der Skoda Scala, der sich die Plattform mit VW Polo, Seat Ibiza und Audi A1 teilt, mehr Platz als das Vormodell im Innen- und stattlichen Kofferraum.

Gleichzeitig eröffnet die neue Plattform dem 4,36 Meter langen Scala den Zugang zum modernen VW-Infotainment mit dem 10,2-Zoll-Digitalcockpit, dem großen Touchscreen und einem Arsenal von Assistenten, vom serienmäßigen Spurhalteassistenten bis zum optionalen Radartempomat.

Skoda-Fans freut, dass alles moderner und hochwertiger geworden ist und sich die vielen kleinen Skoda-Pfiffigkeiten auch im Scala wieder finden: der Halter für das Parkticket an der vorderen Dachsäule, das Fach für den Regenschirm in den vorderen Türen, der Eiskratzer im Tankdeckel, der portable Mülleimer in der Tür und der erstmals im Motorraum installierte Trichterdeckel des Wischwasserbehälters.

Die Motoren, die alle die Abgasnorm Euro 6d-TEMP erfüllen, decken ein Leistungsspektrum von 90 bis 150 PS und vom Benziner bis zum Erdgasantrieb ab.

Mit den Motoren, dem verbesserten Fahrwerk, der umfangreicheren Sicherheitsausstattung und dem aufgewerteten Infotainment, mit dem es flott online geht, wurde der Scala gegenüber dem Rapid verbessert. Hat der Scala, mit dem Skoda die Treppe höher hinauf will, damit eine neue Stufe an Attraktivität und Alltagsnutzen erreicht? Eingestiegen!

Die neue Plattform, auf welcher der Skoda Scala steht, sorgt für mehr Länge, für mehr Radstand und damit für mehr Platz. Mit 4,36 Meter Länge überragt der Skoda Scala den 4,26 Meter messenden VW Golf um zehn Zentimeter. Die 2,65 Meter zwischen den Achsen sorgen dafür, dass man auf der Rückbank, was Bein-, Schulter- und Kopffreiheit angeht, so bequem wie im Skoda Octavia sitzt.

Vom vorderen Sitz ist die Aussicht nach hinten zwar nicht prächtig, dafür überzeugt das Kofferraumvolumen um so mehr. Das Gepäckabteil nimmt 467 Liter auf. Das ist richtig viel. Der Kofferraum des Golf schluckt 380 Liter.

Und wenn die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbanklehne flach gelegt wird, erhöht sich das Gepäckraumvolumen auf 1.410 Liter und auch lange Gegenstände kommen unter, da die Lehne des Beifahrersitzes umklappbar ist. Dies ist genauso eine empfehlenswerte Option wie der doppelte Ladeboden und die tief nach unten gezogene Heckscheibe. Erstmals öffnet sich die Heckklappe in Skodas Scala-Rapid-Klasse nach Zuzahlung auch elektrisch. Wer noch mehr zu transportieren hat, kann den Scala ab Werk mit einer fest installierten, über eine Taste im Kofferraum elektrisch entriegelbaren Anhängerkupplung bestellen.

Und mit der neuen Plattform punktet Skodas Scala auch bei der Sicherheit, denn dadurch stehen mehr Sicherheitssysteme zur Verfügung. Zur Serienausstattung gehören neun Airbags, der Spurhalteassistent, die LED-Scheinwerfer und das Frontradarsystem mit Stadt-Notbremsfunktion. Als Sicherheitsoptionen empfehlen sich der Side Assist, der das Fahrzeugumfeld in Bereich von 70 Metern überwacht und gegebenenfalls warnt, der auf Langstrecke superbequeme adaptive Abstandshaltetempomat (ACC), der Parklenkassistent und die Rückfahrkamera.

Technische Daten

Länge 4,36 Meter
Breite 1,79 Meter
Höhe 1,46 bis 1,50 Meter
Kofferraumvolumen 467 bis 1.410 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.240 bis 1.503 Kilogramm
Zuladung 271 bis 550 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.668 bis 1.878 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 620 bis 660 Kilogramm/1.200 bis 1.250 Kilogramm

Der Skoda Scala liegt straff aber trotzdem angenehm komfortabel auf der Straße und überzeugt mit seinem spielerischen Handling und einem Motor ganz besonders.

Die Benziner

Der 1.0 TSI mit 115 PS ist im Vergleich zur 95 PS-Variante des Dreizylinders, die statt mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe nur über fünf Gänge verfügt, der Favorit im Motorraum. Die drehfreudigen 115 PS hauchen dem Scala ordentlich Leben ein. Der Turbomotor dreht flott und leichtfüßig hoch und hält den Scala mit seinen 200 Newtonmeter Drehmoment ordentlich in Schwung. Bei einem Verbrauch von rund fünf Liter Super in der Werksangabe und rund zwei Liter mehr im realen Leben.

Der mit der 7-Gang-Doppelkupplungs-Automatik liierte 1.5 TSI verbraucht trotz 35 PS Mehrleistung exakt genauso viel wie der 1.0 TSI, und wenn häufig beschleunigt wird, wahrscheinlich sogar weniger. Das liegt daran, dass der Vierzylinderturbo über mehr Hubraum verfügt und dadurch souveräner und weniger angestrengt arbeitet. Das macht den 1.5 TSI trotz seiner manchmal die Gänge zu lange haltenden Automatik zur guten Wahl bei häufig höherem Tempo auf der Autobahn und für Langstreckenfahrer, für die ab Ende 2019 auch die Erdgasvariante 1.0 G-TEC interessant sein könnte.

Die Diesel

Echte Langstreckenfahrer entscheiden sich im Skoda Scala trotz der Dieseldiskussion zumeist für den 1.6 TDI im Motorraum. Der produziert wie der 1.5 TSI 250 Newtonmeter Drehmoment und 115 PS, aber er schlürft alle 100 Kilometer nur knapp über vier Liter aus dem 50-Liter-Tank. Wenn man statt der 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik (Werte in der Tabelle in Klammern) das manuelle 6-Gang-Schaltgetriebe ordert, spart man so viel, wie man mit Treibstoff kaum einsparen kann: 1.800 Euro schon bei der Anschaffung.

1.0 TSI 1.5 TSI DSG 1.6 TDI / DSG
Hubraum [ccm] 999 1.498 1.499
Leistung [PS] 115 150 115
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 7-Gang-Automatik 6-Gang-Schaltgetriebe/7-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
9,8 | 201 8,2| 219 10,1(10,3)| 201(200)
Kraftstoff Benzin Benzin  Diesel

Drei Ausstattungslinien, vier Ausstattungspakete und empfehlenswerte Extras stehen zum Marktstart des Skoda Scala bereit.

Scala Active

Diese Linie, die auf 16-Zoll-Rädern steht, beschränkt sich mit dem höhenverstellbaren Fahrersitz, dem Bordcomputer, dem Infotainment mit 6,5-Zoll-Touchscreen, zwei USB-C-Anschlüssen und SD-Karten-Slot, dem Coming-Home-Licht, den elektrischen Fensterhebern vorne und der Gepäckraumabdeckung auf das Nötigste. Die Rückbanklehne ist im Verhältnis 60:40 teilbar und es finden sich Verzurrösen im Kofferraum und der Eiskratzer im Tankdeckel.

Nicht positiv: Das Gepäcktrennnetz, das erst im Ambition und Style als Extra bestellt werden kann, ist fürs Einstiegsmodell nicht zu haben. Positiv: die fehlende Klimaanlage schon.

Scala Ambition

Hier zählt die Klimaanlage genauso zur Serienausstattung wie der Tempomat, das Multifunktionslenkrad, die hinteren Fensterheber und Parksensoren und die Nebelscheinwerfer. Im Infotainment kommt die Bluetooth-Freisprecheinrichtung hinzu.

In den Vordersitzen befindet sich eine Lendenwirbelstütze und dazwischen eine Mittelarmlehne mit Ablagefach. Obendrein besitzt der Ambition ein Ablagefach am Dachhimmel, eine Netztasche an den Vordersitzen, ein Regenschirmfach in der Tür und eine 12-Volt-Steckdose im Kofferraum. Erst ab diesem Ausstattungsgrad sind der Fahrer-Knieairbag, die Seitenairbags hinten, der Berganfahr- und Fernlichtassistent und die Müdigkeitserkennung extra zu bestellen.

Scala Style

Der Style hat mehr Style mit den Luftausströmerrahmen in Chrom, der Mittelkonsole in Pianolack und Fußmatten. Per Startknopf wird gestartet und zusätzlich sind im Style, dem Skoda ab Werk 17-Zoll-Räder montiert, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, Voll-LED-Heckleuchten, die Lichtautomatik, die Klimaautomatik und die beheizbaren Vordersitze mit dabei.

Das Infotainment beinhaltet den 8,0-Zoll-Touchscreen und das in den unteren Linien aufpreispflichtige SmartLink-System, über welches das Smartphone via Apple CarPlay, Android Auto oder MirrorLink eingebunden wird.

Die Ausstattungspakete, von denen das Emotion-Paket die verlängerte Heckscheibe beinhaltet, sind nicht fürs Einstiegsmodell bestellbar. Das gilt leider auch für das in fünf Modi verstellbare, spektakuläre 10,2-Zoll-Digitalcockpit, das Navigationssystem mit 9,2-Zoll-Screen, das neue Sportfahrwerk mit 1,5 Zentimeter Tieferlegung und Fahrprofilwahl (Normal und Sport), die elektrische Heckklappe und die im Winter auch im Scala angenehme Lenkradheizung. Als weitere Extras empfehlen sich der ebene Ladeboden, die Kofferraummatte mit stoffbezogener und abwaschbarer Seite oder auch das riesige Panoramaglasdach.

Zusammenfassung

Wieder so ein praktischer Skoda. Der Skoda Scala steht seinen Alltag mit vielen durchdachten Detaillösungen, die so typisch für Skoda sind, und seinem Sorglos-Fahrwerk, den sparsamen VW-Motoren und dem Platzplus im Fond und Kofferraum. Und das zum fairen Preis. Mit dem Scala möchte Skoda höher hinaus. Auf der Treppe ist man mit dem Scala nicht nur eine Stufe höher gekommen.

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