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SEAT Ibiza Testbericht

Mit jeder Generation und jedem Facelift werden Autos besser, von innen sowie von außen. Sie werden auf ihre Anforderungen optimiert. Beim SEAT Ibiza heißt das konkret: schickes In- und Exterieur, geräumigerer Kofferraum und mehr Platz auf der Rückbank!

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Unsere Fachleute vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
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Was gut ist

  • Gelungenes Fahrwerk
  • Gute Platzverhältnisse
  • Großer Kofferraum

Was nicht so gut ist

  • Erhöhte Ladekante
  • Stufe im Ladeboden
  • Nicht viele Assistenzsysteme

SEAT Ibiza: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des SEAT Ibiza

SEAT fährt den Schwestermarken im Konzern nicht mehr nur hinterher. Nein, die Spanier eilen dem Rest sogar voraus, denn die fünfte Generation des seit 1984 über 5,3 Millionen Mal verkauften Ibiza baut als erstes Modell des VW-Konzerns auf der neuen MQB-A0-Plattform aus Wolfsburgs Modularem Querbaukasten auf. Noch vor dem VW Polo und dem Audi A1.

Das verschafft dem Ibiza trotz fast unveränderter Länge von 4,06 Meter mehr Platz im Innenraum und Kofferraum. Zudem führt das beträchtliche Plus an Breite im Vergleich mit dem Vorgänger zu einer noch überzeugenderen Straßenlage und der enorm gewachsene Radstand sorgt für einen verbesserten Fahrkomfort.

Alter vs. neuer Ibiza

Was der Kleinwagen jedoch an Größe gewinnt, verliert er an Derivaten. Den Ibiza gibt es künftig nur noch als Viertürer. Ein Kombi ist auch nicht vorgesehen und die traditionell sportlichste Version Cupra fällt in der neuen Generation ebenfalls weg.

Der nur 1.100 kg schwere Ibiza kam bereits im Juni 2017 zu den SEAT-Händlern, während sich der VW Polo einige Monate mehr Zeit nahm und der Audi A1 sogar erst 2018 kam.

Wer VWs neue Plattform zuvor auf die spanische Art genießen wollte, musste also den neuen Ibiza wählen, der gegenüber dem Vorgänger in vielerlei Hinsicht echten Fortschritt bedeutet.

Hoher Wiedererkennungswert

Von außen ist der Ibiza eins: ein typischer SEAT. Und das ist auch gut so. Die spitzen Lichter und der verhältnismäßig kleine Kühlergrill lassen den Wagen aus der Kleinwagen-Masse herausstechen. Genauso auch das Fließheck, dass bei diesem Modell besonders markant zur Geltung kommt.

In der Ausstattungslinie Style finden sich 15-Zoll-Leichtmetallräder, ein beleuchteter vorderer Fußraum, in Wagenfarbe lackierte Außenspiegelgehäuse und Türgriffe, Chromapplikationen im Innenraum, ein Dreispeichenlederlenkrad, ein edler Lederschaltknauf sowie LED-Tagfahrlicht samt LED-Heckleuchten.

Nah dran am großen Bruder

Auf den Spuren des Leon – beim Fahren fühlt sich der Ibiza in der fünften Generation oft wie der größere Leon an. Das liegt nicht nur an der Familienähnlichkeit und den Gemeinsamkeiten bei der Technik. Der neue Ibiza macht beim Platzangebot im Fond und im Kofferraum einen großen Schritt nach vorne.

Das leichtfüßige Handling bleibt, aber der Komfort legt merklich zu. Moderner präsentiert sich der Ibiza in der fünften Auflage auch in der Sicherheitsausstattung und im Infotainmentangebot. Insgesamt fühlt sich der Kleinwagen schon sehr nach dem SEAT Leon an.

Preislich liegt er jedoch deutlich unter ihm bei 12.205 Euro. Den VW Polo oder den Škoda Fabia bekommen Fahrer:innen mittlerweile aber für noch weniger Geld.

Wie viel kostet der SEAT Ibiza?

Das SEAT Ibiza Modell hat eine UVP von 16.590 € bis 30.105 €. Mit carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 3.111 € sparen. Die Preise beginnen bei 15.074 € für Barzahlung.

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Wer sich einen Kompakten wie den Ibiza holt, will auch bei der Versicherung keine Unsummen zahlen. Und das gelingt.

Mit der Typklasse 13 ist der Ibiza in der Haftpflichtversicherung günstig eingestuft. Teurer wird es in der Teilkasko, wo je nach Modell die Typklassen 19, 20 oder 21 angesetzt werden. In der Vollkasko braucht sich der Ibiza mit der Typklasse 16 bzw. 18 aber nicht verstecken.

Leistung und Fahrkomfort

Etwas straffer, etwas sportiver – diese Abstimmung war in der Vergangenheit typisch Ibiza. Mit mehr Breite, längerem Radstand und dem neuen Chassis, das eine um 30% steifere Karosserie trägt, verbesserte SEAT die Fahreigenschaften noch einmal: das Einlenken in die Kurve, das Handling, die Traktion, das Geräuschniveau und den Komfort, der nicht zu den Stärken des von 2008 bis 2017 gebauten Vorgängers zählte.

Der Ibiza rollt jetzt feiner ab und stört mit den niedrigen Abrollgeräuschen die Ruhe im Innenraum nur wenig. Die relativ direkt abgestimmte Lenkung gehört zu den Fahrfreude bereitenden Aktivposten. Sie arbeitet feinfühlig und präzise und gibt eine gute Rückmeldung vom Straßenbelag.

In schnell durchfahrenen Kurven neigt sich der Ibiza nur wenig zur Seite und beim kräftigen Anbremsen der Kurve taucht er auf der Vorderachse nicht unangenehm ein. Damit bringt der Spanier seine Kraft, ohne dass viel Antriebseinflüsse in der Lenkung zu spüren sind, sicher auf die Straße. Und auch wenn verzögert wird, überzeugt er mehr als der Vorgänger.

Überzeugen kann auch die neue Bremsanlage. Diese bietet eine sehr gute Dosierbarkeit und einwandfreies Ansprechen und ist damit der Bremsanlage des Vormodells überlegen.

Noch straffer abgestimmt ist der Kleinwagen in der FR-Ausstattung. Sie ist traditionell neben dem Cupra, den es allerdings nicht mehr gibt, die sportlichste Ibiza-Variante, aber beim neuen Modell auch mit dem Sportfahrwerk und den 18-Zoll-Rädern kein Zahnplombenlöser. Im Gegenteil, der Ibiza liegt satt auf der Straße, ohne auf schlechter Straße zu nerven, denn dann hilft ein Tastendruck an der Mittelkonsole, und es geht im Komfortmodus etwas kommoder voran.

Mit oder ohne Turbo

Der Ibiza fährt mit 80 bis 150 PS vor. Neu für die aktuelle Generation ist der Erdgasantrieb. Die Gänge werden, abhängig vom Motor, mit dem manuellen Fünfgang- oder Sechsgang-Schaltgetriebe oder von der Siebengang-Doppelkupplungsautomatik eingepflegt. Wer die volle Ladung von 150 PS möchte, muss jedoch zwangsweise Automatik wählen, eine Alternative gibt es hier nicht.

Der bekannte 1,0-Liter-Benziner mit 80 PS ist die Einstiegsvariante beim Ibiza und kann mit einem Start-Stopp-System ausgestattet bestellt werden. Diese 80 PS-Version hat keine Turboaufladung, während die 95 PS- und 115 PS-Varianten mit Turbo kommen. Schon der 95-PS-Benziner und noch mehr der mit 110 PS machen Spaß im 1.100 Kilogramm leichten Ibiza.

Der stärkste Dreizylinder dreht flott und leichtfüßig hoch und beschleunigt den Ibiza, der im Gegensatz zur 95-PS-Version mit einem Sechsganggetriebe ausgerüstet ist, in flotten 9,3 Sekunden auf 100 und weiter bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h. Der Verbrauch liegt nach den Angaben des Herstellers bei 4,8 l/100 km. Weil ein kleiner Dreizylinder aber drehen muss, um zu leisten, liegt der Verbrauch in der Regel um zwei Liter höher.

Flotter 150-PS-Vierzylinder

Dass ein Dreizylinder mit seiner ungeraden Zylinderzahl rauer läuft als ein Vierzylinder, sollte man auch beachten. Wer dies nicht schätzt, bestellt den Ibiza 1.5 TSI. Dieser neue Vierzylinder beschleunigt den Ibiza mit seinen 150 PS in 8,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 219 km/h. Nicht ganz so schnell –  aber umweltfreundlicher – läuft der 1.0 TGI mit seinen 90 PS, denn Erdgas verbrennt sauberer als Benzin.

Den Diesel gibt es mittlerweile nicht mehr im Ibiza-Repertoire. SEAT dankt diesem Antrieb ähnlich wie Škoda und VW langsam aber sicher ab. Der Trend geht in Richtung Erdgas und Elektro, besser für die Umwelt ist das wohl allemal!

Platz und Praxistauglichkeit

Im Vergleich zum Vorgänger haben sich die Länge und die Höhe nur geringfügig verändert, aber 8,7 Zentimeter mehr Breite und 9,5 Zentimeter mehr Radstand sorgen im Innen- und Kofferraum für deutlich verbesserte Platzverhältnisse.

Auf den verbreiterten Vordersitzen steht zweieinhalb Zentimeter mehr Kopffreiheit zur Verfügung und dahinter dreieinhalb Zentimeter mehr Beinfreiheit. Auf der Rückbank macht sich jedoch das Fließheck bemerkbar. Der Ibiza verliert hinten knapp 4 Zentimeter Kopfraum. Dennoch fahren auch größere Erwachsene recht gut auf der Rückbank mit und auch in der ersten Reihe fühlen sie sich pudelwohl.

Ein Plus von 63 Liter ist in dieser Klasse eine ganze Menge. Mit dem von 292 auf 355 Liter gewachsenen Kofferraum bietet der Ibiza nicht nur mehr Volumen als das Vormodell, sondern auch als die Konkurrenten VW Polo und Opel Corsa. In die beiden passen 75 und 70 Liter weniger in das Gepäckfach.

Die Ladekante steht dem Kofferheben in den Ibiza allerdings etwas im Wege, und wenn die Rückbank flachgelegt wird, ergibt sich daraus keine ganz ebene Ladefläche. Dafür wartet der neue Ibiza aber zum ersten Mal mit einem variablen Ladeboden auf.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Die Schalter befinden sich dort, wo man sie erwartet, und die Rundinstrumente lassen sich sehr gut ablesen. Der Look ist klar und schnörkellos und die Verarbeitung sehr gut, auch wenn manches Teil aus günstigerem Hartplastik gefertigt ist.

Einen echten Hingucker liefert der 8-Zoll-Bildschirm des Infotainmentsystems. Dieses gibt es allerdings erst ab der Ausstattungsline Xcellence, davor müssen Fahrer:innen mit 6,5 Zoll vorliebnehmen oder den Wagen ab Style geldaufwändig nachrüsten. Ein weiteres Display soll bald mit dem Digitalcockpit vom neuen VW Golf folgen.

Die neue MQB-Plattform des Ibiza bildet nicht nur die Grundlage für eine sichere Straßenlage, sondern auch für eine Reihe neuer moderner Assistenzsysteme. Diese hielten schon im neuen Leon und im Ateca Einzug und sind nun erstmals auch im Ibiza zu bestellen.

Zur Sicherheit tragen, serienmäßig oder optional, die Umfeldbeobachtung “Front Assist” inklusive City-Notbremsassistent, der im Stau automatisch den Abstand zum Vordermann haltende Radar-Tempomat, die neuen Parksensoren sowie eine verbesserte Rückfahrkamera bei.

In der Version FR lässt sich der Kleinwagen im Modus „Sport“ noch fahraktiver bewegen. Das gilt auch für die neue Bremsanlage des Ibiza. Diese bietet eine sehr gute Dosierbarkeit und einwandfreies Ansprechen und ist damit der Bremsanlage des Vormodells überlegen.

Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Abgasnorm

Der Verbrauch des SEAT Ibiza liegt kombiniert zwischen 4,7 und 5,0 Liter - mit Blick auf die Konkurrenz sind das recht ordentliche Werte. So liegen Škoda Fabia und der VW Polo bei 4,8 bis 5,0 Litern bzw. 4,6 bis 5,3 Litern. Die Nase vorn hat der Peugeot 208 mit 4,1 bis 4,5 Litern kombiniert.

Beim Erdgas-Modell müssen Sie mit ein wenig mehr Verbrauch rechnen: 5,2 Liter sind es auf 100 Kilometer. Doch immerhin bietet SEAT die Antriebsvariante überhaupt an. Bei den Mittbewerbern sieht es da schlecht aus. Fabia und Polo gibt es nur als Benziner, Peugeot 208 und Opel Corsa fahren auf Wunsch auch elektrisch vor.

Sicherheit und Schutz

Die Bestnote, also fünf Sterne, ergatterte der Ibiza beim NCAP-Crashtest 2017. Mit 95 Prozent der Gesamtpunktzahl gab es beim Insass:innenschutz so gut wie nichts auszusetzen.

77 Prozent holte das Modell beim Schutz von Kindern, die mitfahren. Hier gab es z. B. Punktabzüge beim Seitenaufprall, bei dem der 6-Jahre-Dummy einen schwachen Schutz der Brust aufwies.

Ein Prozent weniger, also 76 Prozent gab es für den Fußgänger:innenschutz. Lediglich 60 Prozent erreichte der Ibiza in der Kategorie Assistenzsysteme. Ein Grund dafür war der fehlende Spurhalteassistent. Dieser ist für das Modell aber mittlerweile erhältlich.

Zuverlässigkeit und Probleme

Bei der Zuverlässigkeit hatte der SEAT Ibiza über die Generationen hinweg immer wieder mit Schwachstellen zu kämpfen. Bei der aktuellen Generation wurde von Problemen beim Anfahren und übermäßigem Ruckeln berichtet. Auch ist von quietschenden Bremsen die Rede.

Doch der Ibiza ist reifer geworden - was auch den Langzeitqualitäten zugutekommt. Die bekannte Steuerketten-Problematik gehört mit der fünften Generation der Vergangenheit an, da man auf einen Zahnriemen wechselte. Der Vorgänger fiel außerdem durch Probleme bei den Auspuffanlagen, Federn und Dämpfern auf.

In puncto Rückrufe machten dem SEAT Ibiza zuletzt die Sicherheitsgurte Probleme. So kam es zu einer eingeschränkten Funktion der Gurtwarner - dies betraf in Deutschland aber nur wenige Fahrzeuge aus dem Baujahr 2021. Für einen Teil der Modelle aus 2020 gab es zudem einen Rückruf wegen des Doppelgurtschlosses, das getauscht wurde.

Bei einem Teil der Baujahre 2018 bis 2020 mussten die Kraftstoff-Einspritzventile ausgewechselt werden. Bei den Baujahren 2019 bis 2020 konnte es außerdem zu Ölverunreinigungen des Bremskraftverstärkers und in der Folge zu Beeinträchtigungen der Bremskraftverstärkung kommen. Infolge des Rückrufs wurde die Unterdruckleitung getauscht.

SEAT Ibiza FAQs

Nein. Wer ein größeres Auto von SEAT möchte, muss auf den langen Leon Sportstourer oder den geländewagenähnlichen Arona zurückgreifen.

Gute Frage, doch eine konkrete Antwort gibt es nicht. Gerade bei Kleinwagen sind die Unterschiede nicht wirklich gravierend, der Kauf hängt daher mehr von Preis, Sympathie und Optik ab. Der SEAT Ibiza beginnt von diesen dreien am höchsten, bei 12.205 Euro.

Der SEAT Ibiza wird in Spanien, Barcelona, gefertigt. Trotz seiner Zugehörigkeit zu VW sollten die spanischen Vibes daher im Wagen zu spüren sein.

Im Gegensatz zum Peugeot 208 und dem Opel Corsa gibt es den SEAT Ibiza nicht mit Elektroantrieb. Dafür können Kund:innen zwischen Benzin und Erdgas wählen.

Der SEAT Ibiza hat einen Kofferraum von 355 bis 1.165 Liter. Damit stellt er Konkurrenten wie den Peugeot 208, den Škoda Fabia und den Opel Corsa in den Schatten.

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