Tesla Model S vs. Audi e-tron GT im Vergleich – welche Elektro-Limousine ist besser?

Wer es gerne luxuriös und lang hat, hat meistens zwei grundlegende Probleme: Nämlich erstens die Qual der Wahl sowie zweitens einen nach dem Kauf meist dünner gewordenen Geldbeutel. Damit sich der Kauf auch wirklich lohnt, stellen wir Ihnen in diesem Artikel zwei leistungsstarke und elegante Elektro-Limousinen vor, nämlich das Tesla Model S sowie den Audi e-tron GT.

Vergleich der zwei Elektro-Limousinen

Elektro ist nicht nur Trend, sondern das Fahren damit macht Spaß und ist dazu auch noch lokal emissionsfrei. Im Folgenden wollen wir uns die jeweiligen Designs, die Innenräume, die angebotenen Motoren und Varianten sowie die Preise der Wagen anschauen.

Außenabmessungen und Design

Lang und luxuriös – eigentlich fassen diese beiden Worte aus der Einleitung kurz und knackig zusammen, was uns bei diesen Oberklasse-Wagen erwartet. Ein bisschen mehr Details sind wir Ihnen allerdings schuldig, denn eine Kaufentscheidung sollte nicht zu einer Fahrt ins Blaue werden.

Am Tesla Model S führt für beim Interesse an E-Autos eigentlich nichts vorbei. Nicht grundlos – neben hervorstechenden technischen Daten besticht die Elektro-Limousine durch ein schlichtes, elegantes Aussehen. Im Gegensatz zu seinen werkseitigen Mitstreitern aus dem Hause Tesla ziert die Frontschürze des Model S ein schmaler Lufteinlass um das Logo des Herstellers herum. Das nimmt dem ganzen Design etwas futuristischen Wind aus den Segeln und wirkt erstaunlich herkömmlich – fügt sich aber trotzdem äußerst harmonisch in das moderne Gesamtbild ein.

Mit stattlichen 4,97 Metern Länge fährt das Model S vor, außerdem ist es 1,96 Meter breit und 1,44 Meter hoch – die Maße in allen drei Dimensionen zeigen, dass es sich hier um ein Auto mit Flaggschiffambitionen handelt. Auf den fast 5 Metern Länge kann das Model S mit leichten Schwingungen und mattschwarz gehaltenen Türgriffen überzeugen, die sich allesamt mit allen angebotenen Lackierungen hervorragend vertragen.

Beim Audi e-tron GT geht es da schon weitaus zackiger her: Beim Anblick dürften mehr oder weniger direkt die farblichen Absetzungen in der Frontschürze sowie der Knick in der Motorhaube auffallen. Wer die Dachlinie des e-tron GT verfolgt, dem wird schnell auffallen, dass diese etwas coupéartiger abfällt als die des Model S – damit wäre Audis Werbeversprechen, es handele sich um ein Oberklasse-Coupé, bestätigt.

Wer es als Konkurrent mit dem Tesla Model S aufnehmen möchte, muss seine Vorzüge zum Vorschein bringen. Der e-tron GT scheint das sehr ernst zu nehmen und hat zumindest schonmal in Sachen Außenmaße die Nase vorne: Mit 4,99 Metern länge schlägt er das Model S um knappe 2 Zentimeter. In der Breite nehmen sich die zwei Konkurrenten nichts, denn der Audi e-tron GT kommt ebenfalls mit 1,96 Metern von ganz links bis ganz rechts. 1,43 Meter hoch ist der Elektrowagen des Ingolstädter Autobauers. Den e-tron GT gibt es übrigens auch in einer noch sportlicheren Ausführung namens RS.

Innenraum und Fahrkomfort

Was wäre ein futuristisches Elektroauto ohne die ganzen digitalen Spielereien im Innenraum? Richtig, ein weniger futuristisches Elektroauto!

Aus diesem Grunde gibt es sowohl bei Tesla als auch bei Audi das volle Programm in Sachen Touchscreens und Digitalisierung. Den Anfang macht hier das Tesla Model S: Was außen begonnen hat, wird innen gnadenlos fortgesetzt – puristischer Oberklasse-Flair eben. Zu sehen ist das unter anderem an dem sehr speziellen Lenkrad, das ein wenig so aussieht, als wäre es extra für das Model S aus einem Flugzeug entwendet worden. Es ist klein und ungewöhnlich, fügt sich aber in das cleane Gesamtbild des Wagens ein – und offenbart einen uneingeschränkten Blick auf das riesige volldigitale Kombiinstrument.

Bei Tesla wird quasi der ganze Wagen (bis auf die Bedienung des Gaspedals, der Bremse und des Lenkrads) über den zentralen Bildschirm mit riesigen 17 Zoll in der Mitte bedient. Wem das noch nicht genug Touchscreen ist, der kann sich an dem kleinen Display in der Mittelkonsole erfreuen, der auch den hinten Mitreisenden gutes Entertainment verspricht.

Natürlich kann auch der Audi e-tron GT mit seinem Innenraum überzeugen, der vor allem durch seine penible Verarbeitung besticht. Da Audi auf Leder als Bezugsmaterial im e-tron GT verzichten möchte, erwartet die Kundschaft bei der Auswahl der Konfigurationen extra das Designpaket “lederfrei, schwarz”. Dann erhält man den Elektrowagen in ressourcenschonenden Materialien. Wählt man den RS, gibt es schicke rote Ziernähte dazu.

Fortschritt ist auch beim e-tron GT Programm – sowohl das Kombiinstrument als auch der Hauptbildschirm sind voll digital. Das leicht zu Fahrer:innen geneigte Display in der Mitte ist nicht gerade klein, dafür aber elegant in die jeweils gewählten Materialien im Innenraum eingelassen. Hier heißt es natürlich auch: Knopffrei ist Trumpf, denn je weniger Tasten und Knöpfchen das Auge auf einmal sieht, umso cleaner wirkt gleich das gesamte Konzept.

Kofferraum

Mit 793 Litern ist das Kofferraumvolumen des Tesla Model S schon ohne die umgeklappten Rücksitze wirklich üppig bemessen. Klappt man die hinteren Sitzgelegenheiten dann doch noch um, kommen so 1.645 Liter zustande. Solch ein Kofferraumvolumen schaffen sogar einige Kombis nicht – aber nicht vergessen: Das Model S ist ein langer Lurch! Wem das jetzt immer noch nicht reicht, dem stehen noch 102 Liter Platz für Allerlei unter der Motorhaube zur Verfügung.

Auch im e-tron GT von Audi können sich Kund:innen über ein doppeltes Kofferraumvergnügen freuen. Unter der Motorhaube finden bis zu 85 Liter Gepäck Platz, der Kofferraum schluckt 405 Liter. Trotzdem: Klarer Sieg für das Model S!

Motoren, Batterien und Reichweite

Beim Tesla Model S können Kund:innen wählen, ob sie die Limousine lieber in der Variante Plaid oder in der Ausführung Maximale Reichweite geliefert bekommen möchten. Der Unterschied: Maximale Reichweite hat beinahe halb so viel PS, aber immerhin 24 Kilometer mehr Reichweite zu bieten. Das Model S Plaid wirkt mit seinen 1.020 PS gar brachial und braucht sensationelle 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Eine richtige Rennsemmel! Wer Maximale Reichweite bestellt, bekommt 670 PS und eine leistungsstarke Batterie, die für bis zu 652 Kilometer Reichweite genügt.

Angebote vergleichen Modellvarianten des Tesla Model S
Variante: Maximale Reichweite Plaid
Leistung: 670 PS 1.020 PS
Batteriekapazität: 100 kWh 130 kWh
Reichweite: 652 km 628 km
Max. Geschwindigkeit: 250 km/h 322 km/h
0–100 km/h: 3,2 s 2,1 s
Antriebsart: Allrad mit Dual-Motor Allrad mit Tri-Motor

Da fällt die Wahl beim Audi e-tron GT vielleicht einfacher, denn die einzige Motorenvariante, die Audi hier anbietet, ist eine mit Allradantrieb gekoppelte Batterie mit einer immer noch rennstreckentauglichen Beschleunigung von 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Eine Batterieladung genügt für etwa 475 Kilometer pures elektrisches Fahrvergnügen.

Angebote vergleichen Modellvarianten des Audi e-tron GT
Variante: Standard
Leistung: 476 PS
Batteriekapazität: 93 kWh
Reichweite: 475 km
Max. Geschwindigkeit: 245 km/h
0–100 km/h: 4,1 s
Antriebsart: Allrad

Lademöglichkeiten

Tesla bietet seiner Kundschaft ein täglich um sechs Ladestationen wachsendes Netz an Superchargern, die Besitzenden eines Model S noch nicht einmal zusätzlich Kosten verursacht. In etwa 30 Minuten sind an einer solchen Ladestation etwa 80% Ladung wieder aufgefüllt. Zuhause dauert das Laden natürlich entsprechend länger – ganze 24 Stunden für eine volle Ladung können aber sicher nur die wenigsten abwarten. Mit einer Wallbox geht das schneller, aber immer noch nicht ganz so fix wie an einem Supercharger.

Mit dem e-tron Charging Netzwerk erhalten Kund:innen von Audi Zugang zu einem europaweiten Netzwerk an Ladestationen. Außerdem liefert Audi ein Kabel mit, das sogenannte modulare e-tron Ladesystem, mit dem der Wagen mit bis zu 11 kW Leistung an der Steckdose daheim geladen werden kann. Wer mehr Power will, kauft das e-tron Ladesystem connect, welches das Laden mit 22 kW ermöglicht.

Preise

Jetzt geht es ans Eingemachte: Dass Elektroautos nicht gerade wenig kosten, dürfte bekannt sein. Tesla verlangt für sein Model S in der Variante Maximale Reichweite 86.990 Euro. Wer mehr Pferdchen will, muss gleichzeitig mehr Kohle hinlegen und wird so bei der Wahl des Model S Plaid 126.990 Euro los.

Den Audi e-tron GT gibt es ab 99.800 Euro. Soll noch mehr Geld ausgegeben werden, ist das bei Audi natürlich möglich: Nimmt man noch allerlei Ausstattungsfeatures hinzu, knackt man beim e-tron GT auch mal schnell die 130.000 Euro.

Fazit

Ob sich das Geschäft mit den Elektroautos lohnt, hängt von vielen Faktoren ab. Steuerbefreiung und günstige Ladekosten gehören genauso wie der Umweltgedanke dazu, aber natürlich spielen auch Reichweite, Batterie und Ladedauer eine Rolle.

Das Tesla Model S ist im direkten Vergleich mit dem Audi e-tron GT der Elektrowagen, der mehr Reichweite zu bieten hat und über ein komplett hauseigenes Ladesystem an öffentlichen Straßen verfügt. Die Limousine aus dem Hause Audi kann hingegen mit einer dennoch ordentlichen Reichweite und einer hochwertigen Verarbeitung innen wie außen überzeugen.

Tesla Model S – ab 86.990 €
✅  Elegantes Äußeres ✅  Elektro-Limousine
✅  Futuristisches Lenkrad ✅  Sehr gutes Infotainmentsystem
✅  793 Liter Kofferraumvolumen ✅  Hervorragende Reichweite
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Welches Auto besser zu Ihnen passt, können nur Sie selbst entscheiden. Wie viel maximale Reichweite benötigen Sie, um über die Runden zu kommen? Mögen Sie die eine Marke vielleicht lieber als die andere? Nur eines steht fest: Preislich spielen beide grundsätzlich in der gleichen Liga, hier kommt es auf ein paar tausend Euro auch nicht mehr an.

Audi e-tron GT – ab 99.800 €
✅  Coupéartige Dachlinie ✅  Elektro-Limousine
✅  Allradantrieb ✅  Hochwertige Verarbeitung
✅  Genug Kofferraumvolumen ✅  Sehr gute Reichweite
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