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VW ID.5 vs. Skoda Enyaq iV: Idealist trifft auf Pragmat

11. Mai 2022 von

Elektro-SUVs gibt es in verschiedensten Ausführungen. Der Skoda Enyaq iV wählt einen klassischen Ansatz mit viel Platz. Der VW ID.5 verfolgt eine sportliche Linie als Coupé. Wir zeigen die Stärken und Schwächen beider Modelle im Vergleich auf.

Zu den beiden Modellen gesellen sich mit dem ID.4 und dem Skoda Enyaq iV Coupé sowie deren GTX- und RS-Versionen noch zahlreiche weitere Varianten. Dabei ist der Unterschied zwischen dem Skoda Enyaq iV und dem VW ID.5 am größten.

In folgenden Kategorien haben wir die beiden getestet und zeigen Ihnen, welches Auto sich jeweils besser schlägt:

  1. Eingängige Coupé-Optik beim VW
  2. Innovation mit Bedienschwächen bei ID.-Modellen
  3. Variabler Kofferraum im Enyaq
  4. Mehr Fahrspaß im ID.5
  5. Höhere Ladeleistung im neueren Modell
  6. Beide mit guter Straßenlage
  7. Leichter Aufpreis für Lifestyle

Obwohl ID.5 und Skoda Enyaq die gleiche Basis teilen, ist der Ansatz sehr verschieden. Die meisten Interessierten werden die Entscheidung zwischen den beiden Modellen vermutlich aus dem Bauch heraus fällen, doch es gibt auch gute Argumente für und gegen das jeweilige Konkurrenzmodell.

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1. Eingängige Coupé-Optik beim VW

Wie viel Differenz kann es bei den Außenabmessungen geben, wenn die Basis die gleiche ist? Schon rein optisch wirkt der ID.5 mit seiner coupéartigen Form etwas kompakter. Der Skoda Enyaq iV erinnert mit der langgezogenen Dachlinie beinahe an einen Kombi.

Das Datenblatt bestätigt diesen Eindruck: Der Skoda Enyaq überragt den ID.5 um einige Zentimeter vor allem in der Länge, aber auch minimal bei Höhe und Breite.

Radstand und Anhängelast deuten wiederum auf die Gemeinsamkeiten hin. Beim Leergewicht beginnt der Enyaq etwas leichter, weil es ihn in Kombination mit kleineren Batterievarianten gibt, die für den ID.5 entfallen. Beide Fahrzeuge wiegen mit der 77 kWh Batterie am Ende gleich viel.

VW ID.5 Skoda Enyaq iV
Länge [m] 4,60 4,65
Breite [m] 1,85 1,86
Höhe [m] 1,61 1,62
Radstand [m] 2,77 2,77
Gewicht [kg] 2.117 1.950 – 2.117
max. Anhänge-
last [kg]
1.000 1.000

Optisch ist der ID.5 im Gegensatz zum Skoda Enyaq ein braver Geselle. Ihn zieren vor allem runde, weiche Formen, die Eleganz vermitteln. Der Enyaq stellt dem Auge harte Sicken und Kanten entgegen. Die Kühlergrill-Attrappe des Enyaqs, die optional beleuchtet werden kann, verleiht ihm ein wuchtiges Auftreten mit aggressivem Blick der Scheinwerfer.

Der ID.5 hingegen grinst Betrachtenden freundlich entgegen. Andeutungen eines Kühlergrills gibt es hier nicht. Optionale Lichtspiele hat VW in Form des durchgängigen Leuchtenbandes vorn auf Lager.

Nicht nur die Dachlinie, sondern auch die Zweifarb-Lackierung lässt den ID.5 flacher und sportlicher wirken, während der Enyaq noch mehr von seinen Geländewagen-Genen durchscheinen lässt.

Am Heck unterscheiden sich beide Fahrzeuge deutlich. Der Skoda Enyaq fällt steil ab, was praktisch für das Beladen ist und einen großen Kofferraumdeckel zur Folge hat.

Der ID.5 sieht sportlich elegant aus, unterstreicht diesen Eindruck mit einem kleinen Heckspoiler und hat einen insgesamt aufgeräumteren Auftritt. Denn im Gegensatz zum Enyaq mit den zahlreichen Marken- und Modellschriftzügen sowie den einzelnen Rückleuchten gibt es beim ID.5 nur zentral und gleichfarbig das Markenlogo und den ID.5-Schriftzug.

Darüber verbindet das durchgängige Leuchtenband die beiden Rückstrahler, welche eine spielerische Lichtanimation als Begrüßungslicht abfeuern. Der ID.5 überzeugt rein optisch mit seiner hochwertigen Kombination aus Dynamik und Eleganz.

2. Innovation mit Bedienschwächen bei ID.-Modellen

Im Innenraum besinnt sich der Skoda Enyaq auf Altbewährtes und führt mit viel Feingefühl Modernisierungen ein. Die Innovation überlässt er dem ID.5, der es hier und da mit der Bedien-Revolution überreizt.

Die Bedienung gelingt daher im Enyaq intuitiver und einfacher, weil es noch mehr klassische Tasten und Schalter unterhalb des Infotainmentscreens und am Multifunktionslenkrad für die wichtigsten Funktionen gibt. Der Gangwahlschalter wurde zwar verkleinert, aber findet sich an der gewohnten Position auf der Mittelkonsole.

Im ID.5 wird dieser vom Lenkradkranz verdeckt, um den wir herumgreifen müssen. Die zahlreichen Touchelemente zur Einstellung der Klimatisierung sind umständlich in der Bedienung und anfällig für Fingerabdrücke oder Kratzer.

Dennoch kann der ID.5 mit den Einzelarmlehnen an den Sitzen punkten, die richtig gemütlich sind. Das hervorragende Head-up Display mit Augmented Reality ist gestochen scharf und hell. Die schicken Velours-Sitze und tierfreien Materialien lassen das Interieur des ID.5 hochwertiger erscheinen.

Das Platzangebot fällt hinten bei beiden gut aus. Der Kniewinkel ist aufgrund der Batterie im Fahrzeugboden etwas spitzer, die Beinfreiheit großzügig. In beiden Fahrzeugen sitzen Erwachsene etwa bis 1,85 Meter Körpergröße bequem.

Eine Pattsituation – wenn wir uns etwas wünschen dürften, wäre es vermutlich der elegante Innenraum des ID.5 mit dem konventionelleren Bedienkonzept des Enyaq.

3. Variabler Kofferraum im Enyaq

Beim Vergleich des Kofferraums erwarten wir einen klaren Sieger. Wie sollte ein SUV-Coupé wie der ID.5 auch mit dem Enyaq Schritt halten können?

Im Test zeigt sich jedoch anfangs ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit bis zu 549 Litern Kofferraumvolumen hat der ID.5 eine erstaunlich hohe Ladekapazität. Auf dem Papier sind es mit 585 Liter beim Enyaq etwas mehr, was in der Praxis kaum spürbar ist.

Wir nehmen den Kofferraum daher auseinander und testen Funktionalität und Variabilität. Dabei entpuppt sich der Enyaq als klarer Sieger. Bei ID.5 lassen sich die Rücksitze nicht – wie beim Enyaq – vom Kofferraum aus umklappen. Die schwere und steife Hutablage lässt sich nicht – wie beim Enyaq – unter dem Ladeboden verstauen. Denn Skoda setzt auf ein einrollbares Rollo.

Der Umbau des Kofferraums auf das maximale Ladevolumen von 1.710 Liter gelingt beim Enyaq nicht nur schneller, sondern auch einfach durch den Zugriff von hinten.

Beim ID.5 laufen wir mehrfach um das Auto herum, bis wir die Kapazität von maximal 1.561 Litern hergestellt haben und wissen am Ende immer noch nicht, wohin mit der Hutablage.

VW ID.5
Skoda Enyaq iV
Minimales
Ladevolumen [l]
549 585
Maximales
Ladevolumen [l]
1.561 1.710

4. Mehr Fahrspaß im ID.5

Bei den Motoren zeigt sich einmal die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Fahrzeuge. Der Skoda Enyaq bietet insgesamt mehr Auswahl an verschiedenen Leistungsvarianten und Batterieoptionen.

Der VW ID.5 steigt weiter oben ein: Die kleineren Akkuvarianten entfallen, das Leistungsspektrum reicht in stärkere Regionen und endet erst beim ID.5 GTX mit 299 PS.

Der ID.5 verfügt stets über den Akku mit 77 kWh Netto-Kapazität, den es auch beim Enyaq iV 80 und 80X gibt. Die Leistung des ID.5 Pro Performance entspricht den 204 PS des Enyaq iV 80. Entsprechend sind auch Verbrauch, Reichweite und Beschleunigung vergleichbar, wobei Volkswagens SUV-Coupé einen Hauch schneller ist.

Bei den Topversionen macht der ID.5 GTX das Rennen und hängt den mit 265 PS schwächer dimensionierten Enyaq iV 80X ab.

VW ID.5 Skoda Enyaq iV
Leistung [PS] 174 / 204 / 299 148 / 180 / 204 / 265
Batteriekapazität
[kWh]
77 77
Reichweite [km] 490 – 520 340 – 536
Vmax [km/h] 160 / 180 160
Beschleunigung
0–100 km/h [s]
10,4 / 8,4 / 6,3 11,4 / 8,9 / 8,5 / 6,9

5. Höhere Ladeleistung im neueren Modell

Bei der Ladeleistung hat der ID.5 höhere Werte zu bieten. Die Einstiegsvarianten des Skoda Enyaq laden mit maximal 100 kW. Erst ab dem Enyaq iV 80 gibt es höhere Spitzenleistungen bis zu 125 kW.

Der ID.5 wurde auch im internen Vergleich zum ID.4 mit einer besseren Ladeleistung ausgestattet. Mit bis zu 135 kW speist er an entsprechend starken Ladesäulen ein. Für den Pro und Pro Performance resultiert das in einer Ladezeit von 29 Minuten, um den Akku wieder von 5 auf 80 Prozent zu bringen. Allerdings braucht der Skoda Enyaq iV mit 33 Minuten nicht viel länger.

Vergleichen wir den Verbrauch der beiden Motorvarianten mit jeweils 204 PS, zeigt sich der Enyaq auf dem Papier etwas effizienter. Sein kombinierter Verbrauch liegt mit 16,7 kWh/100km knapp unterhalb der 16,9 kWh/100km des ID.5. In der Praxis macht sich dieser Unterschied nicht bemerkbar. Beide lassen sich je nach Fahrweise bei rund 18,0 kWh/100km Realverbrauch bewegen.

Wer Autobahn fährt, kalkuliert selbst bei Richtgeschwindigkeit lieber mit 25,0 kWh/100km.

6. Beide mit guter Straßenlage

In unserem Fahrtest zeigt sich der vermutlich größte Unterschied zwischen den beiden Fahrzeugen. Der Skoda Enyaq iV fährt sich jederzeit angenehm mit alltagstauglichem Durchzug und ordentlicher Straßenlage. Im Enyaq genießen wir das effiziente Segeln und gehen spielerisch mit der Einstellung der Rekuperationsstufen über die Schaltwippen am Lenkrad um.

In der stärksten Stufe bremst der Skoda stark ab, sobald wir den Fuß vom Gaspedal nehmen und lässt sich praktisch nur mit einem Pedal fahren. Allerdings kommt er nicht ganz zum Stehen, sondern kriecht mit Schrittgeschwindigkeit weiter.

Das ist auch beim ID.5 der Fall, der uns aber unabhängig von der Antriebsvariante – ob Pro, Pro Performance oder GTX – in unserem ersten Fahreindruck stets zu einem reißerischen Fahrstil verlocken möchte. Die Lenkung fällt direkter aus, gibt gute Rückmeldung über die Straßenverhältnisse und auch in schnellen Kurven bleibt der ID.5 wie ein Brett auf der Straße.

Die Einstellung der Fahrmodi spiegelt sich besonders in der Lenkunterstützung und dem Ansprechen des Gaspedal wieder und ist differenzierter als beim Enyaq. Doch selbst im Comfort- oder Eco-Modus bleibt der ID.5 fast schon zu sportlich abgestimmt.

Mehr Fahrspaß vermittelt daher der ID.5, während wir im Enyaq ganz von selbst ins entspannte Cruisen kommen. Das Einstellen von Rekuperationsstufen erübrigt sich im ID.-Modell, das insgesamt intelligenter fährt, weil es automatisch relevante Fahrinformationen der Abstandssensoren, Verkehrszeichenerkennung, Tempolimits oder Navidaten einbezieht. So passt sich der ID.5 jederzeit ideal der Situation an, segelt bei Bedarf ohne Geschwindigkeit zu verlieren weiter oder passt das Tempo den Gegebenheiten an, indem er effizient Bremsenergie zurückgewinnt.

Auch hier benötigen wir das Bremspedal nur in den seltensten Fällen und müssen dazu nicht einmal manuelle Einstellungen vornehmen.

7. Leichter Aufpreis für Lifestyle

So ähnlich die Basis zwischen ID.5 und Enyaq iV auch ist, so unterschiedlich präsentieren sich die beiden Elektro-SUVs in der Praxis. Der ID.5 wird der sportlichen Optik durchaus gerecht und überrascht uns trotzdem beim Platzangebot. Doch der Volkswagen verkünstelt sich auch kompliziert in der praktischen Handhabung von der Bedienung bis zum Kofferraum.

Das sind die großen Stärken des Skodas, der sich intuitiv und schnell im Raumangebot anpassen kann und in dem wir uns auch beim Umstieg von einem Verbrenner sofort zurechtfinden. Dabei kommt im Enyaq nicht so viel Fahrfreude auf wie im ID.5.

Am Ende ist der Skoda Enyaq iV vermutlich die vernünftigere Wahl, doch mehr Begeisterung und Elektroauto-Enthusiasmus ruft der Volkswagen ID.5 hervor.

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