Hyundai Santa Fe

Geräumiger SUV mit imposantem Auftritt

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Sieben Sitze
  • Gute Ausstattung
  • Fünf Jahre Garantie
  • Hoher Verbrauch (Benziner)
  • Durchschnittliche Bremsen
  • Seitenhalt (hintere Sitze)

31.490 € - 49.840 € Preisklasse

5 - 7 Sitze

5,7 - 9,4 l/100km

Test

Der Tucson ist in der populären 4,50-Meter-Klasse der erfolgreichste SUV von Hyundai und der Santa Fe traditionell sein längeres und geräumigeres Pendant. Auf 4,70 Meter Länge, 1,88 Meter Breite und 1,68 Meter Höhe bietet der SUV auch in seiner dritten Generation viel Platz und Komfort.

Dabei setzt der Santa Fe seiner Konkurrenz die Option auf die Siebensitzigkeit und seine Reife entgegen. Der koreanische SUV kam im Jahr 2012 auf den Markt und wurde 2016 überarbeitet, was ihm neben den üblichen optischen Retuschen neue Sicherheitsassistenten und eine aufgewertete Ausstattung einbrachte.

Dank 2,70 Meter Radstand steht genug Bewegungsspielraum im Fond zur Verfügung, der sich mit Hilfe der praktischen, längsverstellbaren zweiten Sitzreihe im Fondbereich noch variieren lässt. Und auch der Kofferraum ist nicht von schlechten Eltern, denn bis zu 1.680 Liter passen hinein.

Wie es im Santa Fe um die Kraft steht, entscheiden die eigenen Vorlieben. Die Wahl des passenden Motors fällt auf eines von drei Triebwerken. Benziner oder Diesel. Die eine Motorgattung ist wegen des größeren Dursts in Deutschland im SUV-Bereich meist nur zu einer Nebenrolle verdammt.

Der Santa Fe bietet einen aufgeräumten Innenraum ohne große Schnörkel und am Ende einen geräumigen Kofferraum.

Das Interieur

Ergonomisch und funktional gibt es am Santa Fe wenig zu beklagen. Das bemerkt man schon beim Zustieg. Da die Türausschnitte die Schweller überragen, macht man sich nach einem schmutzigen Geländeausritt beim Ausstieg nicht die Hosenbeine schmutzig. Die Instrumente lassen sich einwandfrei ablesen und liegen gut im Blick. Die Tasten und Steller sitzen an der richtigen Stelle.

Dass es noch gewisse Unterschiede bei der Materialwahl und der Bedienung zwischen der SUV-Premiumfraktion und dem SUV aus Korea gibt, daran hat man sich im Santa Fe sehr schnell gewöhnt. Im Cockpit und auf den bequemen Sesseln fühlt man sich flott zuhause. Auch in der zweiten Reihe, deren drei Plätze lediglich etwas mehr Seitenhalt vertragen könnten.

Dafür lässt sich die Bank in Längsrichtung verschieben. So gewinnt man entweder bis zu 27 Zentimeter mehr Beinraum oder mehr Gepäckraum. Dahinter auf den Plätzen sechs und sieben geht es so oder so eng zu und auch der Weg dorthin gestaltet sich beschwerlich. Wer die hinteren zwei Mitfahrgelegenheiten nicht benötigt, kann den Santa Fe auch als Fünfsitzer bestellen.

Der Kofferraum

Klappt man die im Verhältnis 40:20:40 dreigeteilte Rücksitzlehne mit einem Hebelzug vom Kofferraum aus um, wächst das Ladevolumen von 534 auf 1.680 Liter. Reicht das nicht, dürfen noch bis zu 100 Kilogramm aufs Dach gepackt und bis zu 2,5 Tonnen hinten angehängt werden.

Sitzt man im Topmodell Santa Fe Premium gehört die sich berührungslos öffnende Heckklappe mit zur Serienausstattung. Sie ist praktisch, weil sie erkennt, wenn jemand mit dem Fahrzeugschlüssel für einige Sekunden hinter dem Fahrzeug steht. Dann öffnet sich die Klappe automatisch. Das erspart einem das Absetzen der Gepäckstücke oder Einkaufstüten vor dem Einladen.

Im Santa Fe greift die alte SUV-Regel: Gemütlich fährt es sich besser als dynamisch. Das ist kein Nachteil, sondern passt bestens zum Charakter des SUVs. Mit mehr Höhe neigt er zum Wanken. Deshalb fährt es sich zumeist angenehmer, wenn Kurven mit Gelassenheit angegangen werden.

Die Geraden dazwischen surft der Santa Fe, solange der Belag nicht allzu schlecht ist, weich und mit sanfter Fahrwerksabstimmung. Das macht den SUV zum bequemen Langstreckenfahrzeug, in dem man gerne eine lange Reise unter die Räder nimmt.

Für den gelegentlichen Geländeeinsatz oder häufige Winterfahrten in bergigen Regionen können die zwei Dieselvarianten des Santa Fe auch mit dem permanenten Allradantrieb Dynamax kombiniert werden. Der arbeitet normalerweise im Frontantriebsmodus, leitet aber, wenn die Vorderräder den Halt verlieren, bis zu 50 Prozent der Motorkraft an die Hinterachse weiter.

Der Santa Fe ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Sechsgang-Automatik zu bestellen und mit einem von drei Motoren mit Benzin und Diesel im Tank.

Die Benziner

Auch wenn innerstädtische Fahrverbote für ältere Diesel drohen, spielt der Benzinmotor in Deutschland in der Gattung SUV immer noch eine Nebenrolle. Das hat vor allem zwei Gründe. Der erste ist die zum SUV sehr gut passende Leistungscharakteristik des Dieselmotors mit früh zur Verfügung stehender Drehmomentkraft. Der zweite der im Vergleich zum Benziner weit niedrigere Verbrauch.

Beispiel gefällig? Beim 188 PS starken 2,4-Liter-Vierzylinder wird ein Verbrauch von 9,4 l/100 km angegeben. Der 200 PS starke 2.2 CRDi begnügt sich trotz mehr Drehmoment mit 5,9 l/100 km. Das sind 3,5 Liter, die der Benziner alle 100 Kilometer mehr verfeuert. Damit ist für die meisten Kunden schon die Entscheidung gefallen.

Die Diesel

Die Entscheidung fällt zwischen dem kleineren Selbstzünder, dem 150 PS starken 2.0 CRDi, der stets mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten wird oder dem großen 2,2-Vierzylinder-Turbodiesel, dem 200 PS starken 2.2 CRDi.

Letzterer mobilisiert schon bei 1.750 Umdrehungen, also bei sehr niedriger Drehzahl, seine volle Kraft von 440 Newtonmeter (2.0 CRDi: 400 Nm) und nippt dafür nach Herstellerangabe alle 100 Kilometer lediglich 5,9 Liter aus dem Tank. Der 2.0 CRDi kommt mit 5,8 Liter auf einen ähnlichen Verbrauch, der in der Realität um etwa zwei Liter höher liegt.

An den Start geht der Santa Fe in allen drei Ausstattungslinien mit sieben Airbags. Neben den Front-, Seiten- und Vorhangairbags bietet er für den Fahrer auch einen Knieairbag. Ebenso sind immer Isofix-Kindersitzbefestigungen für die drei Plätze im Fond, ESP, die Traktionskontrolle sowie die aktive Motorhaube, die Fußgängern bei einem Unfall bessere Überlebenschancen bietet, mit an Bord. Steile Passagen meistert der Santa Fe mit Hilfe des Berganfahr- und Bergabfahrassistenten.

Seit dem 2016er Facelift bietet Hyundai für den Santa Fe zudem eine erweiterte Auswahl von Assistenzsystemen an. Zu denen zählen das radargestützte Auffahrwarnsystem, der autonome Bremsassistent mit Fußgängererkennung, die Toter-Winkel-Überwachung, das Querverkehrswarnsystem und der adaptive Radartempomat, der die Fahrgeschwindigkeit abhängig vom vorausfahrenden Wagen regelt. Diese Systeme sind zum größten Teil im optionalen Sicherheits-Paket zusammengefasst, das für die Ausstattungslinien Style und Premium angeboten wird.

Das Park-Paket sichert, wie es der Name schon sagt, das Parken ab. Das Paket beinhaltet einen automatisch arbeitenden Einparkassistenten, der den Santa Fe in längs zur Fahrtrichtung liegende, ausreichend große Parklücken bugsiert. Nur Gas geben und bremsen muss der Fahrer noch selbst. Der Around-View-Monitor, der das Park-Paket ergänzt, schafft mit seiner 360-Grad-Rundumsicht zusätzliche Sicherheit.

Im ADAC-Bremstest kam der Hyundai Santa Fe nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach relativ durchschnittlichen 38 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest jedoch mit der maximalen Wertung von fünf Sternen belohnt.

Schon das Basismodell Trend ist gut ausgestattet. Hier gehören die Zweizonen-Klimaautomatik, das Audiosystem, die Bluetooth-Freisprechanlage, 17-Zoll-Leichtmetallräder, die Lichtautomatik sowie der Regensensor und die im SUV obligatorischen Dinge wie der Tempomat und die Rückfahrkamera mit zur Serienausstattung. Ebenfalls lässt sich schon im Einstiegsmodell die elektrische Servolenkung in den drei Modi Normal, Comfort und Sport variieren.

Der Santa Fe Style, der auf 18 Zoll vom Händlerhof rollt, präsentiert sich noch luxuriöser mit den Ledersitzen samt Sitzheizung vorne und hinten, dem elektrisch verstellbaren Fahrersitz, der Abblendautomatik des Innenspiegels, der elektrischen Parkbremse, der vorderen Einparkhilfe und den elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln.

Das Topmodell heißt Premium und ist am umfangreichsten ausgestattet mit dem Navigationssystem inklusive DAB+-Radio, dem hochwertigeren Soundsystem, der elektrischen Sitzverstellung auf der Beifahrerseite, dem Spurhaltewarnsystem, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, dem dynamischen Kurvenlicht und der berührungslos zu öffnenden Heckklappe.

Wem auch das noch nicht genügt, dem stehen mit Extras wie den kühlbaren Vordersitzen oder dem großen, elektrisch betätigten Panorama-Glas-Schiebedach noch weitere Aufrüstoptionen im Santa Fe zur Verfügung.

Zusammenfassung

Schon fünf Jahre Garantie auf das gesamte Fahrzeug ohne Kilometerbegrenzung sind ein gutes Kaufargument. Die Konkurrenz lässt es zumeist mit zwei Jahren bewenden. Allein die Hyundai Schwestermarke Kia gibt sieben Jahre auf ihre SUVs Sportage und Sorento. Der von Hyundai ist ein gemütlich abgestimmter mit bequemem Platzangebot, mit dem sich komfortabel mit der Familie reisen lässt. Und das mit einer Ausstattung, für die man bei der deutschen Premium-Konkurrenz einige Euro mehr anzulegen hat.

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