KIA Sorento Test

Geräumiger SUV mit guter Verarbeitung

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Auch als 7-Sitzer
  • Viel Platz
  • 7 Jahre Garantie
  • Hohes Gewicht
  • Hoher Verbrauch
  • Träges Handling

35.750 € - 52.950 € Preisklasse

5 Sitze

5,9 - 6,1 l/100km

Test

Bigger is better? Größe bringt´s? Was einen Kia Sorento von einem Skoda Kodiaq oder VW Tiguan unterscheidet, ist für jedermann sichtbar. Der Kia Sorento überragt die Konkurrenten mit einer Länge von 4,80 Meter deutlich. Damit fühlt er sich von den Dimensionen eine halbe SUV-Klasse höher an.

Auch beim Einstieg. Wer im Sorento Platz genommen hat, fühlt die Üppigkeit an Raum und die Luftigkeit im Raum, der auch für eine Großfamilie ausreicht, da Kias großes SUV sowohl als Fünfsitzer als auch als Siebensitzer zu bestellen ist.

Die verschiebbare Rücksitzbank sorgt für eine variable Beinfreiheit im Fond und im Cockpit sitzt man in erhöhter Sitzposition. Das Armaturenbrett, das sich in einem eleganten Bogen bis in die Türverkleidungen zieht, ist mit hochwertigen Soft-Touch-Oberflächen versehen und die Verarbeitungsqualität kann sich sehen lassen.

Komfortabel liegt der Ellbogen auf den weich gepolsterten Armlehnen und auch das wiegende Fahrwerk lässt einen, bis auf Ausreißer über schlechtem Belag, komfortabel dahin gleiten. Dazu trägt auch das niedrige Geräuschniveau und der einzig lieferbare Motor, ein durchzugsstarker Diesel, mit entspanntem Drehzahlniveau bei. All das macht den Sorento zum gepflegten Cruiser und idealen Reisewagen.

Und das zum fairen Preis angesichts des Raum- und Platzangebots und der guten bis üppigen Ausstattung. Die wurde mit dem 2018er Facelift, das dem Sorento auch eine neue 8-Stufen-Automatik bescherte, noch reichhaltiger.

Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die sieben Jahre Garantie, die der koreanische Hersteller selbstbewusst auf seine Modelle gibt, runden das Angebot ab.

Schon die Zahlen versprechen Platz und Kias großer SUV hält sich an das große Raumversprechen.

Im Innenraum stellt die dritte Generation jedes Sorento Vormodell in den Schatten. Von der Anmutung, vom Raumeindruck und überhaupt. Ein VW Tiguan Allspace, der unter den Alltags-SUVs schon zu den Großen zählt, kommt da nicht ganz heran.

Auf den Vordersitzen sitzt man im Sorento erhaben. Hier und dahinter ist Kopf- und Schulterfreiheit kein Thema, und die Beinfreiheit lässt sich im Fond mit der praktischen, weil verschiebbaren Rückbank noch variieren.

Im Siebensitzer sitzt man allerdings in der dritten Reihe auf den ausklappbaren Plätzen sechs und sieben ziemlich beengt. Und auch in den Kofferraum passt dann nur noch wenig hinein.

Die Heckklappe öffnet sich automatisch, sobald man mit dem Smart-Key in ihrer unmittelbaren Nähe steht. Im Fünfsitzer tut sich dann eine 1,17 Meter lange Ladefläche auf. Legt man die Rückbanklehne in die Ebene – zwei Hebelzüge an der Seite des Gepäckabteils – misst sie 2,00 Meter. Das entspricht der Länge einer Bettmatratze.

In Litern bemisst sich das Kofferraumvolumen auf 660 bis 1.732 Liter. Im Tiguan Allspace gelingt mit 760 bis 1.920 Liter noch mehr. Und wenn sieben Passagiere im Kia Sorento reisen, dann hat man nur noch maximal 142 Liter Gepäckvolumen zur Verfügung– weniger als in einem Fiat 500 (185 Liter).

Länge 4,80 Meter
Breite 1,89 Meter
Höhe 1,69 Meter
Kofferraumvolumen 142 bis 1.732 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.870 bis 2.139 Kilogramm
Zuladung 429 bis 640 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.510 bis 2.620 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 750/2.000 bis 2.500 Kilogramm

Das 2018er Facelift hat grundsätzlich nichts am Charakter des Kia Sorento geändert, aber die moderne 8-Stufen-Automatik ist mit ihren weichen Schaltwechseln ein echter Fortschritt. Das andere bleibt: die sichere Traktion des immer serienmäßigen Allradantriebs, das hohe Gewicht, das nicht zum Kurvenräubern animiert und der kräftige Dieselmotor.

Der Diesel

Der bewährte 2,2-Liter-Turbodiesel mit angekoppeltem Start-Stopp-System ist nicht nur eine gute Wahl, sondern die einzig mögliche in Deutschland, da der 2,4-Liter-Benziner hier nicht angeboten wird. Der Vierzylinder-Selbstzünder produziert 200 PS und 441 Nm, die schon zwischen 1.750 und 2.750 Umdrehungen an den vier Antriebsrädern zur Verfügung stehen. Damit hat man genug Kraft am Gasfuß, aber nicht zu viel Leistung, sodass der Verbrauch aus den Fugen gerät.

Trotzdem ist der Diesel-Konsum in einem schweren SUV wie dem Sorento immer hoch. Rund acht Liter waren es im Test. Ein, zwei Liter mehr sind es bei schneller Fahrt.

2.2 CRDi 2WD 2.2 CRDi 4WD 2.2 CRDi 2WD 2.2 CRDi 4WD
Hubraum [ccm] 2.199 2.199 2.199 2.199
Leistung [PS] 200 200 200 200
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 8-Stufen-Automatik 8-Stufen-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
8,7 | 205 9,0 | 205 9,4 | 205 9,4 | 205
Kraftstoff Diesel Diesel  Diesel  Diesel

Für welchen Sorento soll man sich entscheiden? Gleich fünf Ausstattungslinien stehen zur Wahl: Edition 7, Vision, Spirit, GT Line und Platinum Edition.

Sorento Edition 7

Der Einstiegspreis ist attraktiv und karg sieht wahrlich anders aus. Zur Serienausstattung des Einstiegsmodells zählen der Tempomat, die manuelle Klimaanlage, das beheizbare Multifunktions-Lederlenkrad, die Sitzheizung vorn und hinten, die Nebelscheinwerfer und das 7-Zoll-Touchscreen-MP3-Radio mit Bluetooth-Freisprechfunktion und Smartphone-Einbindung via Android Auto oder Apple CarPlay.

Für Sicherheit sorgen neben dem ESP und den Airbags das Reifendruckkontrollsystem, die hinteren Parksensoren, die Rückfahrkamera und im Hängerbetrieb der Gespannstabilisierungsassistent.

Sorento Vision

Der Vision besitzt ein 8-Zoll-Navigationssystem mit Digitalradio DAB+, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, eine USB-Ladebuchse hinten und Parksensoren vorne. Man schaltet am Lederknauf und der Beifahrersitz ist höhenverstellbar. Von außen erkennt man die Version Vision am Chrom und Silber von Kühlergrill, Türgriffen und Unterfahrschutz.

Sorento Spirit

Der Spirit rollt auf 18- statt 17-Zoll-Rädern, besitzt das adaptive Kurvenlicht, das Aktiv-Matrix-Display (Instrument mit 7-Zoll-TFT-Bildschirm), den 8-fach elektrisch einstellbaren Fahrersitz mit elektrischer Lendenwirbelstütze und die sensorgesteuerte elektrische Heckklappe.

Die Ambientebeleuchtung, der Antibeschlagsensor der Klimaautomatik, das schlüssellose Zugangssystem Smart-Key und die hinten abgedunkelten Scheiben runden das Angebot ab. Für einen Zugewinn an Fahrsicherheit sorgen die Voll-LED-Frontscheinwerfer sowie die Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung.

Sorento GT Line

Die GT Line steht auf mächtigen 19-Zoll-Rädern und legt bei der Ausstattung noch eine Schippe nach mit dem 8-fach elektrisch verstellbaren Beifahrersitz, dem 10-fach verstellbaren Fahrersitz mit Sitzventilation, der GT Line-Lederausstattung und dem Harman/Kardon Soundsystem mit externer Endstufe, neun Lautsprechern und Subwoofer.

Von außen erkennt man die GT Line an den rot lackierten Bremszangen, den Seitentrittbrettern und am Doppelrohrauspuff. Außerdem verfügt der GT Line-Sorento über die größeren Sicherheitsreserven mit dem adaptiven Tempomat samt Frontkollisionswarner, dem autonomen Notbremsassistenten, dem Spurwechselassistenten mit Toter-Winkel-Warner und dem Fernlichtassistenten.

Sorento Platinum Edition

Wählt man die Platinum Edition, bekommt man Vollausstattung mit dem Head-up-Display, der sandfarbenen oder schwarzen Lederausstattung und dem Panoramadach mit elektrischem Glasschiebedach.

Und auch die Sicherheit ist top mit dem Parkassistenten zum Parallel- und Quereinparken sowie zum Parallelausparken, dem Querverkehrwarner und der genialen Around View Rundumsichtkamera.

Im ADAC-Bremstest kam der Kia Sorento nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach akzeptablen 36,3 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der Maximalwertung von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Der Kia Sorento ist ein Raumschiff zum fairen Preis. Zum gepflegten Cruisen mit kräftigem Antrieb, sicherer Traktion und mit dem, was andere Hersteller in dieser SUV-Kategorie nicht zu bieten haben: Sieben Sitze mangels Länge manchmal nicht und großzügige sieben Jahre Garantie garantiert nicht.

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