KIA Sorento

Geräumiger SUV mit guter Verarbeitung

Wow-Wertung
8
/
10
Unsere Fachleute vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Großes Raumangebot
  • Angeboten als 5- oder 7-Sitzer
  • 7 Jahre Garantie
  • Hohes Gewicht
  • Höheres Preisniveau
  • Unübersichtlicher Heckbereich

42.490 € - 55.790 € Preisklasse

5 Sitze

5,4 - 5,7 l/100km

Das Kia-SUV “Sorento” tritt in der Klasse der 4,80-Meter-SUVs in der vierten Generation wieder mit viel Potential an. Wohin die Reise im geräumigeren und stark modernisierten Kia Sorento geht, erfahren Sie in diesem Test. 

Der Fortschritt ist gleich draußen und später noch mehr drinnen sichtbar. Der erste Sorento von 2002 war 4,59 Meter lang. Der vierte misst 4,81 Meter. Im Vergleich zur dritten Generation legte der Sorento jedoch nur um einen Zentimeter zu. Was er daraus macht, ist beeindruckend vom Design, das Präsenz hat, und von der Raumnutzung. 

Die neue N3-SUV-Plattform verlängert den Radstand um 3,5 Zentimeter. Damit wächst die Beinfreiheit vor allem in der zweiten Reihe, aber auch in der dritten Sitzreihe. Die besitzt der Kia Sorento wieder, wenn er zum fairen Aufpreis vom 5-Sitzer zum 7-Sitzer umgerüstet wird. 

Die Rückbank lässt sich weiterhin verschieben, aber in einem weiteren Bereich als im Vorgänger, um 31,5 statt 27 Zentimeter. Der Zustieg zu den Plätzen sechs und sieben, die von eigenen Klimadüsen und USB-Ladestellen flankiert werden, gelingt bequemer, da die Einstiegsluke um 19 Zentimeter verbreitert wurde. 

Der Kofferraum wuchs im Volumen um 45 Liter und nimmt es jetzt, je nachdem wo die praktische verschiebbare Rückbank steht, mit 705 bis 910 Liter Gepäck im Sorento Diesel und mit 697 bis 902 Liter im Sorento Hybrid auf. Und mit noch gewaltig mehr, wenn die im Verhältnis 60:40 umklappbare Rückbanklehne flach gelegt wird.

Mit dem im Test gefahrenen Sorento 2.2 CRDi kann, egal ob als 2WD oder 4WD, am meisten gezogen werden. Bis zu 2,5 Tonnen schwere Anhänger können mit der optionalen Anhängerkupplung, die über einen Schalter im Gepäckraum elektrisch ein- und ausgeklappt wird, an den Haken genommen werden. 

Das ist nur das Letzte, aber noch nicht das Beste. Vom vielfach elektrisch verstellbaren Fahrersitz blickt man auf das im Kia Sorento neue 12,3-Zoll-Digital-Cockpit und den zentralen 10,25-Zoll-Bildschirm. Ähnlich wie bei Mercedes’ MBUX-Infotainment, etwa im SUV GLB, verlaufen die beiden Bildschirme in einem Teil zusammen und bieten eine Fülle an Infos, von neuer Toter-Winkel-Warnung, die direkt in den Instrumenten ein Kamerabild einspielt, bis zur neuen Offroad-Frontkamera, die im Geländeeinsatz sehr hilfreich ist. 

Und auch sonst präsentiert sich der Kia Sorento modern wie nie zuvor. Mit der Fernbedienung lässt er sich ohne Mitfahrende in enge Garagen bugsieren. Mit den UVO Connect II Online-Diensten wechselt die Navigation nahtlos nach dem Abstellen des Fahrzeugs auf die Letzte-Meilen-Navigation, die einen über den Smartphone-Bildschirm auf dem Fußweg bis zum Ziel führt. 

Bis zu sieben USB-Anschlüsse finden sich im Sorento. Das Plus an Bedientiefe versinkt aber nicht in einem undurchschaubaren Sumpf von Menüs, sondern ist zumeist über die um den zentralen Bildschirm angeordneten Direkttasten zu regeln.

Im hochwertig verarbeiteten Cockpit dient erstmals ein Drehregler zur Bedienung der Automatik. Dahinter sitzt der Drehregler für die vier Fahrprogramme (Comfort, Eco, Sport und Smart), unter denen sich das Sportprogramm mit einer Direktheit in der Lenkung abhebt, die den Sorento vom Fahrgefühl kleiner macht, als er ist.

Die drei Offroad-Programme (Snow, Mud, Sand), die auf der rechten Seite des Fahrprogrammreglers angeordnet sind, sind ebenso neu und sorgen zusammen mit dem Allradantrieb dafür, dass man im großen Kia SUV auch anspruchsvolleres Gelände unter die Räder nehmen kann.

Vor dem Kauf gibt es einiges zu entscheiden. Die Wahl bei der Bestellung fällt im Kia Sorento zwischen dem Allradantrieb (4WD) und Frontantrieb (2WD), den drei Diesel-, Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Motoren und allerhand Ausstattung. Mehr darüber lesen Sie in diesem Test.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 4,81 Meter
Breite 1,90 Meter
Höhe 1,70 Meter
Kofferraumvolumen 697 bis 2.100 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.790 bis 2.032 Kilogramm
Zuladung 649 bis 720 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.510 bis 2.530 Kilogramm
Zulässige Anhängelast
ungebremst/gebremst
750 Kilogramm /
1.650 bis 2.500 Kilogramm

KIA Sorento Farben

Schneeweiß Uni
kostenlos
Auroraschwarz Metallic
Ab 720 €
Essencebraun Metallic
Ab 720 €
Graphite Metallic
Ab 720 €
Gravity Blau Metalic
Ab 720 €
Mineralblau Metalic
Ab 720 €
Runwayrot Metalic
Ab 720 €
Seidensilber Metallic
Ab 720 €
Stahlgrau Metallic
Ab 720 €
Snow White Perleffekt
Ab 920 €
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Von den drei Motoren, die für den Kia Sorento angeboten werden, sind zwei die Favoriten im Motorraum.

Die Benziner

Der Plug-in Hybrid ist der erste Favorit und als einziger Antrieb ausschließlich mit Allradantrieb bestellbar. Er kommt aber erst Anfang 2021 auf den Markt. Freund:innen des Benziners müssen sich bis dahin mit dem Hybrid 1.6 T-GDI ohne Steckerzugang begnügen.

Der Hybridantrieb kombiniert den 180 PS starken Benziner mit einem im Gehäuse des Sechs-Stufen-Automatikgetriebes integrierten, 60 PS starken Elektromotor und einer kleinen Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 1,49 kWh. Die Gesamtleistung liegt bei 230 PS und das maximale Drehmoment bei 350 Nm.

Die von Kia angegebenen 5,2 bis 5,6 Liter/100 km Verbrauch erscheinen auf der Straße schwer realisierbar und sind es nicht mehr, wenn das Geschwindigkeitspotential des Sorento Hybrid, er läuft 193 km/h, häufig genutzt wird. Dann kann es auch die im Vergleich zum vorangegangenen Modell aerodynamische Karosserie (Luftwiderstandsbeiwert: 0,32) nicht mehr richten. Deshalb kommt der Hybrid im Sorento eher selten vor.

Der Diesel

Knapp die Hälfte der Sorento-Kaufenden werden sich für den Plug-in-Hybrid und etwa die Hälfte für den bewährten Diesel entscheiden, denn bis heute gibt es im schweren SUV motorisch nichts Sinnvolleres für Langstreckenfahrende als einen Dieselmotor – wegen dem Verbrauch. 

Die für den Dieselmotor angegebenen 5,4 bis 6,0 Liter, die alle 100 Kilometer aus dem 67 Liter großen Tank abfließen, wirken da näher an der Realität als die Werksangaben des Hybrid. Deshalb ist der Diesel im Motorraum des Sorento der zweite Favorit und die erste Wahl vieler Kund:innen.

Der 2,2-Liter-Vierzylinder, der wegen des leichteren Alu-Motorblocks um 19,5 Kilogramm abgespeckt hat, ist eine gute Wahl. Der mit einem Start-Stopp-System und einem neuen, weich schaltenden 8-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstete Turbodiesel produziert 441 Nm Drehmoment, die schon zwischen 1.750 und 2.750 Umdrehungen zur Verfügung stehen. Die 202 PS Leistung sind bei 3.800 Umdrehungen produziert.

Damit hat man genug Kraft am Gasfuß, aber nicht so viel Leistung, dass der Verbrauch aus den Fugen gerät. Trotzdem ist der Kraftstoffkonsum in einem 1,8 bis 2,0 Tonnen schweren SUV immer etwas höher. Zwischen 6,5 und 8,5 Liter standen im ersten Test während der Fahrt auf dem Bordcomputerdisplay.

Im Eco-Modus spart der Diesel am meisten. Über die Schaltwippen am Lenkrad lassen sich die Schaltstufen auch am Lenkrad einlegen. Im Smart-Modus passt sich das System an die Fahrgewohnheiten der Fahrenden an.

1.6 T-GDI
Hybrid 2WD
1.6 T-GDI
Hybrid 4WD
2.2 CRDi 2WD 2.2 CRDi 4WD
Hubraum [ccm] 1.598 1.598 2.151 2.151
Leistung [PS] 230 230 202 202
Getriebe 6-Gang-Automatik 6-Gang-Automatik 8-Gang-Automatik 8-Gang-Automatik
0-100 km/h [s] |
Vmax [km/h]
8,6 | 193 9,0 | 193 9,0 | 202 9,2 | 202
Kraftstoff Benzin Benzin Diesel Diesel
CO2-Ausstoß [g/km] 118 bis 124  129 bis 141  142 bis 148 150 bis 158
Abgasnorm Euro 6d Euro 6d Euro 6d Euro 6d

Im Kia Sorento gibt es allerhand zu wählen. Zuerst fällt die Entscheidung zwischen dem 5-Sitzer oder dem 7-Sitzer, den 10 Außenfarben, den Motoren, dem 2WD- oder 4WD-Antrieb und 17, 18, 19 oder 20 Zoll großen Rädern. Manches entscheidet sich aber automatisch mit der Wahl der Ausstattungslinie.

Sorento Edition 7

Bereits die Basislinie Edition 7, die ausschließlich mit Frontantrieb angeboten wird und auf 17 Zoll antritt, verfügt über eine reiche Serienausstattung und zahlreiche Fahrassistenten.

Inklusive sind hier die LED-Leuchten in den Scheinwerfern, Nebelscheinwerfern und Rückleuchten, die Rückfahrkamera, der Dämmerungs- und Regensensor, die Parksensoren vorn und hinten und zahlreiche aktive Sicherheitshelfer.

Zu denen gehören Stauassistenz, der adaptive Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, die Frontkollisionswarnung mit Erkennung von zu Fuß Gehenden oder Radfahrenden, die Spurhalteassistenz mit Lenkeingriff, die Müdigkeitswarnung, die Fernlichtassistenz, die Multikollisionsbremse und der Notruf-Service eCall. 

Neu im Kia Sorento ist auch der Mittenairbag zwischen den Vordersitzen, der verhindern soll, dass Fahrer:in und Beifahrer:in bei einer Kollision mit den Köpfen aneinanderprallen. 

Fahrende blicken zufrieden auf das 12,3-Zoll-Digitalcockpit und den 8-Zoll-Bildschirm des Infotainments. Die Smartphone-Schnittstelle ist ebenso inklusive wie die 2-Zonen-Klimaautomatik, die Sitzheizung vorn, das beheizbare Lederlenkrad mit Schaltwippen und die beheizbaren und elektrisch anklappbaren, selbst abblendenden Außenspiegel. 

Sorento Vision

Den Vision, den man an den Voll-LED-Scheinwerfern und größeren Rädern erkennt (Diesel: 18 Zoll, Hybrid: 19 Zoll), bietet darüber hinaus einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz, ein Smart-Key mit Startknopf, ein 10,25-Zoll-Navigationssystem und die hilfreichen UVO Connect Online-Dienste. 

Den Komfort und die Sicherheit erhöhen im Vision der Autobahnassistent und die Navigationsbasierte Geschwindigkeitsregelanlage.

Sorento Spirit

Im Spirit, der nun auch als Diesel auf 19 Zoll steht, erhöhen die Sicherheit die Ausstiegsassistenz, die hintere Querverkehrwarnung mit Notbremsfunktion sowie die aktive Toter-Winkel-Assistenz mit Lenk- und Bremseingriff.

Zudem sind das Surround-Soundsystem der amerikanischen Marke Bose, die induktive Ladestation für das Smartphone (wenn dafür geeignet!), die Leder-Kunstleder-Sitze, der höhenverstellbare und elektrisch einstellbare Beifahrersitz und die Sitzheizung auf den hinteren äußeren Plätzen mit an Bord.

Im Innenraum sorgen die einstellbare Ambientebeleuchtung, die Sonnenschutzrollos in den hinteren Türen und die dunkel getönten hinteren Scheiben für eine gediegene Privatsphäre. Die Heckklappe öffnet sich sensorgesteuert und elektrisch. Mit der Niveauregulierung senkt sich die höher als im Kombi verlaufende Ladekante des Sorento ab.

Sorento Platinum

In der Topversion, die mit dem Dieselmotor auf eindrucksvollen 20-Zoll-Rädern steht, sitzt die Sorento-Besatzung auf mit schwarzem Nappaleder bezogenen Sitzen unter dem schwarzen Dachhimmel oder alternativ auf hellgrau-schwarzen Sitzen mit Leder-Kunstleder-Bezug unter einem grauen Dachhimmel. Die Vordersitze sind vielfältig elektrisch verstellbar und verfügen über eine Sitzkühlung. Die Pedale sind aus Alu gefertigt.

Die Sicherheit ist im Sorento Platinum maximal mit dem Kollisionsvermeidungsassistenten, dem genialen 360-Grad-Rundumsichtsystem, dem gut im Blick liegenden Head-up-Display, dem aktiven Toter-Winkel-Assistenten mit Monitoranzeige und dem Parkassistenten für fahrerloses Einparken per Fernbedienung (nur für den Diesel). 

Und die Optionen? Das Panoramaglasdach wird als Extra ab Spirit angeboten. Der 7-Sitzer kostet 990 Euro Aufpreis. Die einzige Farbe, die keinen Aufpreis kostet, ist Weiß. Und die Preis-Leistung? Der höhere Preis im Vergleich zum Vormodell ist voll gerechtfertigt, weil sich der Sorento in der vierten Auflage wieder einmal enorm weiterentwickelt hat.

Zusammenfassung

Selbstbewusst prangt auf der Heckklappe der vierten Generation das große „Sorento“-Typenschild. Dieses Selbstbewusstsein ist gerechtfertigt. Das Handling und der Komfort haben gewonnen. Die Sicherheits- und Infotainmentausstattung ist reich, macht einen aber nicht arm.

Obendrauf gibt es eine einwandfreie Verarbeitung, großzügige 7 Jahre Garantie und die vom Sorento bekannten luftigen Raumgefühle. Urteil nach dem Test: Der Kia Sorento der vierten Generation ist unter seinen Ahnen der Größte – auch im übertragenen Sinn.

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