Skoda Kodiaq Sportline Testbericht

Ein echter Skoda – der Kodiaq glänzt mit vielen praktischen Details, die man bei der Konkurrenz meist vermisst und einem fülligen Raumangebot, das den Skoda-SUV beim Platz nehmen und Beladen richtig gut aussehen lässt.

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Wow-Wertung
9/10
Bewertet von Timon Werner nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Was gut ist

  • Viel Platz
  • Sportliches Fahrverhalten
  • Hoher Fahrkomfort

Was nicht so gut ist

  • Hohes Gewicht
  • Viele Assistenzsysteme optional
  • Nicht ganz günstig
Die wichtigsten Daten
Modell
Kodiaq Sportline
Fahrzeugtyp
SUV
Kraftstoffart
Benzin, Diesel
Beschleunigung (0-100 km/h)
7.6 - 9.7 s
Anzahl der Sitze
5
Kofferraumvolumen, Rücksitzbank aufrecht
835 Liter - 5 Koffers
Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe)
4.699mm x 1.882mm x 1.688mm
CO₂-Ausstoß (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) das Fahrzeug pro gefahrenem Kilometer im WLTP-Zyklus (kombiniert) ausstößt. Je niedriger der Wert, desto umweltfreundlicher ist das Auto.
144 - 183 g/km
Verbrauch (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kraftstoff das Auto im genormten WLTP-Zyklus (kombiniert) pro 100 Kilometer verbraucht. Je niedriger der Wert, desto sparsamer ist das Auto.
5.5 - 8.0 l/100km

Skoda Kodiaq Sportline: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Skoda Kodiaq Sportline

Doch das reicht noch nicht, denn der Skoda Sportline ist auch noch, wie schon der Name sagt, ein sportlich ausgelegter SUV. Da macht das Fahren noch ein wenig mehr Spaß.

Bei den Fahreigenschaften schlägt der Skoda den komfortablen Weg ein. Trotz des hohen Gewichts fährt sich der Kodiaq handlich. Mit bis zu 190 PS starken Benzin- und Dieselmotoren aus dem VW-Baukasten ist der SUV solide motorisiert. Neben den Motoren repräsentiert auch die Sicherheitsausstattung den aktuellen Stand der Technik. Zumindest wenn man dafür bezahlt, denn die meisten Sicherheitsassistenten kosten extra.

Die Summe seiner guten Eigenschaften macht den Skoda Kodiaq Sportline zum SUV-Musterknaben mit sportlicher Ausrichtung. Seine Verarbeitung und Qualität folgen den Volkswagen-Standards. All das macht den Kodiaq zum attraktiven Familiengefährt und auch für diejenigen interessant, die mit einem Octavia Combi geliebäugelt haben. Dessen Qualitäten als echter Skoda offenbaren sich auch im Kodiaq.

Günstig ist der Skoda Kodiaq in der Ausführung Sportline nicht, aber preiswert. Im Vergleich zum Schwestermodell VW Tiguan kostet der Skoda weniger, bietet dafür aber erheblich mehr Raum und Platz. Das macht den Kodiaq, der auch in Sachen Fahrwerk, Komfort und Alltagsnutzen zum Testsieger taugt, zu einem sehr attraktiven Angebot für alle, die Platz oder sieben Sitze benötigen. Und zusätzlich kommt hier der sportliche Aspekt nicht zu kurz – kurz gesagt: Es gibt wenig auszusetzen.

Wie viel kostet der Skoda Kodiaq Sportline?

Die monatlichen Raten beginnen bei 390 €.

Leistung, Verbrauch und CO2-Ausstoß

Der Komfort wird auch von den Motoren bestimmt. Die Vierzylinder, die alle über eine Direkteinspritzung und Turboaufladung verfügen, arbeiten leise und treten auf der Autobahn fast völlig hinter den Wind- und Abrollgeräuschen zurück.

Die Benziner

Die Benziner leisten 150 oder 190 PS. Den Einstieg macht der 1,5-Liter-TSI mit 150 PS. Der 190-PS-Benziner mit 2,0 Liter Hubraum dürfte unter den Ottomotoren der am meisten nachgefragte werden. Den angegebenen Verbrauch von 7,4 l/100 km wird allerdings auch dieser Motor in der Praxis nicht erreichen können.

Allerdings macht der kultiviert laufende Turbomotor dem Kodiaq mit 320 Newtonmetern Drehmoment kräftig Beine. So motorisiert sprintet der SUV in noch nicht mal acht Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Die Diesel

Die Dieselmotoren bewegen die minimal 1,7 bis maximal 2,0 Tonnen Gewicht (abhängig von Motor und Ausstattung) im direkten Vergleich mit den Benzinmotoren immer mit einem niedrigeren Verbrauch.

Deshalb werden sich, Dieseldiskussion hin, Mogel-TDI her, die meisten Kunden im Kodiaq Sportline für einen Selbstzünder entscheiden. Darunter wird der 150-PS-TDI wohl das beliebteste Aggregat sein, denn dieser Motor steht sowohl mit Front- oder Allradantrieb als auch mit dem Sechsgang-Handschaltgetriebe oder dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe im Angebot.

Der Verbrauch liegt nach Werksangabe mit dem Frontantrieb bei 5,0 und mit Allradantrieb bei 5,4 l/100 km. Damit hält ein 60-Liter-Tank eine ganze Weile. Der 190 PS starke Top-TDI macht den Kodiaq 210 km/h schnell, hat aber auch nicht mehr Durst. Der Verbrauch ist mit 5,7 Liter ähnlich niedrig, der Preis aber der höchste bei den Kodiaq Motoren – ein guter Grund, sich für den 150-PS-TDI zu entscheiden.

Platz und Praxistauglichkeit

Mit seiner Länge überragt der Skoda Kodiaq nicht nur einen VW Tiguan und Seat Ateca um rund 20 und 30 Zentimeter, mit dem Gardemaß von 4,70 Meter kommt er sogar dem Touareg recht nahe. Zu VWs Flaggschiff fehlen dem großen Skoda-SUV lediglich 10 Zentimeter.

Damit fällt der Tscheche aus Mlada Boleslav geräumiger aus als die Angebote der Konkurrenz, zu der im weiteren Kreis der Audi Q3, der Kia Sportage, der Hyundai Tucson und der Range Rover Evoque zählen. Zudem bietet der Kodiaq einen weiteren, möglicherweise Kauf entscheidenden Vorteil: die Option auf sieben Sitze und im Fall des Sportline außerdem sportliche Designelemente.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Die Wahl der Ausstattungslinie können Sie sich sparen, denn der Sportline ist schon eine Entscheidung und bringt einige Ausstattungshighlights mit:

Wer sich für die sportliche Variante des Kodiaq entschieden hat bekommt unter anderem Deokoreinlagen “SportLine”, LED-Heckleuchten und -Scheinwerfer, Pedale im SportLine-Design, Sport-Komfortsitze vorne, eine 2-Zonen-Klimaautomatik und ein 8-Zoll-Colour-Multitouch Radio.

Auch für die Sicherheit ist im Kodiaq Sportline gesorgt, denn Müdigkeitserkennung, Reifendruckkontrolle, ASR, Airbags Bremsassistent und automatische Distanzregelung sind serienmäßig enthalten.

Das Infotainment des Kodiaq ist modern und permanent online. Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink gehören im Kodiaq Sportline mit SmartLink+ zum Standardrepertoire. Das Infotainmentsystem Columbus kostet extra. Mit ihm stehen Navigationsdaten und Informationen in Echtzeit zur Verfügung. Informationen zu Tankstellen, Kraftstoffpreisen, Parkplätzen sowie zum Wetter.

Google liefert die Infos, Google Street View die richtige Straße. Im Notfall setzt das System mit den Care Connect-Diensten nach einem Unfall einen Notruf ab, sendet vor einem Wartungstermin alle notwendigen Daten an die Werkstatt oder alarmiert das Smartphone des Besitzers, wenn sein Kodiaq von einem Dritten auf eine Weise bewegt wird, die er nicht gestattet hat – etwa zu schnell oder außerhalb einer definierten Zone.

Weitere Extras wie das 575-Watt-Soundsystem von Canton mit zehn Lautsprechern inklusive Subwoofer oder die Tablet-Halter, die sich an den Kopfstützen der Vordersitze einklinken lassen, steigern den Luxus beim Kodiaq-Fahren.

Für pfiffige Ausstattungsdetails hat man allerdings schon mit dem Basispreis bezahlt. Der Eiskratzer in der Tankklappe gehört genauso dazu wie der klug ausgedachte Türkantenschutz am Kodiaq: Wenn man die Tür öffnet, fährt an der Türkante automatisch eine Plastikschiene aus. Dadurch wird in engen Parklücken der Lack vor Kratzern geschützt.

Auch solche Details sorgen dafür, dass sich der Kodiaq wie ein echter Skoda anfühlt.

Sicherheit und Schutz

Im ADAC-Bremstest konnte der Kodiaq überzeugen. Der Skoda-SUV kommt bei einer Vollbremsung aus 100 km/h nach 33,7 Metern zum Stehen. Sehr gut für einen 1,9 Tonner. Auch beim Euro NCAP-Crashtest zeigt der Kodiaq keine Blöße und streicht die volle Punktzahl von fünf Sternen ein.

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