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Toyota Yaris Cross Testbericht

Mit dem Yaris Cross gelingt Toyota der Einstand in die Klasse der kleinen SUV. Besonders interessant dürfte für die Kundschaft sein: Der Toyota Yaris Cross hat als einziger einen Allradantrieb in dieser Klasse. Und ist besonders sparsam im Spritverbrauch.

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Was gut ist

  • Intuitives Bediensystem
  • Mit Allradantrieb erhältlich
  • Head-up Display erhältlich

Was nicht so gut ist

  • Maue Geländegimmicks
  • Geräuschdämmung innen
  • Optik: Knöpfe Sitzheizung

Toyota Yaris Cross: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Toyota Yaris Cross

Endlich ist er da, der Toyota Yaris Cross. Ursprünglich war die Premiere des Autos für 2020 geplant, aufgrund der Corona-Pandemie verschob Toyota die Veröffentlichung auf dem deutschen Markt allerdings auf 2021.

Der Zusatz Cross lässt es bereits vermuten, beim Yaris Cross handelt es sich um einen Kompakt-SUV. Größentechnisch ist der Wagen etwas kleiner als der Toyota CH-R. Mit dem neuen SUV breitet sich Toyota daher im Grunde in kompaktere Gefilde aus.

Schicker SUV für die Stadt

Obgleich der Zusatz Cross anderes vermuten lässt, ist der Yaris Cross kein bulliger Geländewagen für richtig intensive Offroadfahrten. Ganz im Gegenteil eignet sich der Wagen viel mehr als höhergelegtes Stadtauto mit kompakten Außenmaßen.

Hintergrund dieser Einordnung? Die ein oder anderen dürften es bereits ahnen, der Yaris Cross ist im Grunde schlicht ein höhergelegter Yaris, also ein Offroad-Stadtauto.

Der Toyota Yaris Cross überzeugt mit etwa 4,2 Metern Länge und 397 Litern Kofferraumvolumen. Dieses Verhältnis zeigt, hier wird der Platz optimal genutzt. Die überschaubaren Außenmaße erleichtern das Fahren in der Stadt, im Kofferraum finden auch größere Einkäufe Platz.

Wenn es um alltagstaugliche Geländewagen geht, war Toyota eigentlich ein Vorreiter. Der RAV4 ist schon lange ein Bestseller der Japaner, lange bevor andere Marken auf den Zug aufsprangen. Nur den Trend der Kleinwagen im SUV-Format hat der Hersteller komplett verschlafen. Hier überließ er bisher VW T-Cross, Skoda Kamiq und Nissan Juke das Feld. Das soll sich jetzt mit dem Toyota Yaris Cross ändern.

Wie es der Name bereits andeutet, basiert das SUV auf dem beliebten Kleinwagen. Die komplette Technik stammt vom Toyota Yaris. Optisch unterscheidet er sich aber. Da wären zunächst die Einsätze an Schwellern und Radläufen aus Kunststoff, die dem Yaris ein bisschen mehr Offroad-Charme verleihen sollen. Wenn wir ehrlich sind, sehen die aber eher ein wenig billig aus.

Fazit: einziger Vollhybrid seiner Klasse

Klein, praktisch, schick: Toyota ist mit dem Yaris Cross der Einstieg in die SUV-Kleinwagenklasse gelungen. Er bietet zwar nicht so viel Platz wie in der Kompaktklasse, dafür ist der Yaris Cross handlich und wendig, mit einem verhältnismäßig großen Kofferraum. Einzigartig sind der optionale Allradantrieb und der Vollhybrid - das bietet kein anderes SUV in dieser Klasse. Das dürfte viele ansprechen, die keine Wallbox zu Hause installieren können und deswegen nicht auf einen Plug-in Hybrid oder ein E-Auto umsteigen wollen. Das hat seinen Preis - der Toyota Yaris Cross ist nicht billig und beinahe 7.000 Euro teurer als der Kleinwagen - aber durchaus sein Geld wert.

Wie viel kostet der Toyota Yaris Cross?

Das Toyota Yaris Cross Modell hat eine UVP von 24.290 € bis 35.310 €. Mit carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 2.889 € sparen. Die Preise beginnen bei 22.165 € für Barzahlung. Die monatlichen Raten beginnen bei 232 €.

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Teurer als der Kleinwagen Yaris ist der Yaris Cross nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in den laufenden Kosten. Denn mit der Typklasse 18 wird das kleine SUV schon in der Haftpflichtversicherung deutlich höher eingestuft. Gleiches gilt für die Typklasse der Teilkasko mit 20 sowie die Vollkasko-Typklasse mit 22.

Leistung und Fahrkomfort

Wenn es um die Wahl des Motors geht, macht es Toyota der Kundschaft leicht: Es gibt nur einen. Für den Hersteller typisch ist es ein Hybrid, etwas was er der Konkurrenz voraus hat, die entweder Mildhybrid-Systeme oder Plug-in Hybride anbieten. Mit einem Vollhybrid ist Toyota aktuell allein auf dem Markt. Der Nachteil: Im Vergleich zu letzterem sind Vollhybride von der Förderung für Elektroautos ausgenommen. Was zu verschmerzen ist, da der Toyota Yaris Cross bereits in der Basis-Variante ab 22.690 Euro zu haben ist.

Der 1,5-Liter-Benziner leistet kombinierte 116 PS und ist nur mit einem stufenlosen Automatikgetriebe zu haben. Im Gegensatz zu vielen kleinen SUV gibt es den Yaris Cross auch mit Allrad ab der Ausstattungslinie “Team Deutschland” für 29.060 Euro. Um einen “echten” Allradantrieb handelt es sich aber nicht. An der Hinterachse sitzt ein weiterer Elektromotor, der zugeschaltet wird, wenn die Räder den Grip verlieren.

Für wirkliche Offroad-Strecken reicht das nicht, aber wer im unwegsamen Gelände oder bei Schnee einen Boost benötigt, um nicht stecken zu bleiben, wird diesen speziellen Allradantrieb zu schätzen wissen. Im Alltagsgebrauch ist der 4x4 nicht zu bemerken. Man sollte sich also genau überlegen, ob der Allradantrieb den Aufpreis von 3.000 Euro wert ist.

Auf der Autobahn heult der Motor auf

Die Schwächen dieser Motorisierung zeigen sich auf der Autobahn. Hier muss sich der Toyota Yaris Cross ordentlich anstrengen und das treibt den Verbrauch nach oben. Sechs Liter auf 100 Kilometer sind keine Seltenheit. Dazu trägt auch das stufenlose Getriebe bei, das Geduld bei Überholvorgängen erfordert. Dafür hat Toyota dem kleinen SUV das laute Aufheulen des Motors ausgetrieben, das Hybrid-Fahrende nur allzu gut kennen. Natürlich jagt ein beherzter Tritt aufs Gaspedal noch immer die Drehzahl nach oben, der Dreizylinder klingt aber nicht mehr so gequält wie in früheren Generationen. Außerdem wurde die Dämmung des Innenraums verbessert.

Ein Sportwagen ist der Toyota Yaris Cross mit seinen 116 PS sowieso nicht. Immerhin ist das SUV schwerer als der Kleinwagen und bei Tempo 170 ist Schluss. Dafür reagiert das Lenkrad direkt und lenkt auch agil in enge Kurven ein, die Bremsen sind mitunter zu hart dosiert. Auch das Fahrwerk ist für ein SUV erstaunlich hart abgestimmt und wirkt bei Fahrbahnunebenheiten ziemlich polternd.

Aktuell bietet Toyota den Yaris Cross in sieben Ausstattungsreihen an. Das Basismodell kostet 22.690 Euro und ist bereits gut ausgestattet. In dieser Variante des SUV ist eine Abblendautomatik enthalten, eine adaptive Cruise Control, die automatisch den richtigen Abstand zum Vordermann hält, ein Tempomat, der die Geschwindigkeit anpasst und ein weiteres System, das im Fall einer bevorstehenden Kollision mit Menschen zu Fuß oder Fahrrad Fahrenden eingreift. Gegen Aufpreis oder in den höheren Ausstattungsreihen bietet Toyota unter anderem eine Rückfahrkamera oder einen Aufmerksamkeitsassistenten an.

Platz und Praxistauglichkeit

Auch die Fahrzeugdimensionen sind andere. Der Toyota Yaris Cross ist im Vergleich zum Kleinwagen gewachsen. Mit 4,18 Meter Länge ist er 24 Zentimeter größer und mit einer Breite von 1,77 Meter auch breiter. Das SUV liegt höher über der Straße und natürlich auch insgesamt höher als der Yaris ohne SUV-Gene. Der Einstieg gelingt dadurch leichter. Genau deswegen sind die aufgebockten Kleinwagen so beliebt. Wirklich groß ist der Toyota Yaris Cross aber nicht. Der aktuelle VW Golf ist zehn Zentimeter länger. Das bringt aber Vorteile bei der Parkplatzsuche.

Die Nachteile zeigen sich im Inneren. Im Vergleich zum Yaris bietet der Yaris Cross kaum Platzvorteile. Fahrer und Beifahrer sitzen ziemlich eng beieinander, hinten ist die Beinfreiheit knapp. Dafür hat der Kofferraum im Vergleich zum Kleinwagen deutlich zugelegt. Mit doppeltem Ladeboden sind es bis zu 397 Liter. Die Rückbank lässt sich je nach Ausstattung zwei- oder dreiteilig umlegen und die Kofferraumabdeckung zusammenfalten. Das schafft noch einmal mehr Platz.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Der Innenraum wirkt erfrischend jung, die Verwandtschaft zum Yaris ist natürlich nicht zu verbergen. Wie dort ist das bis zu neun Zoll große Display (je nach Ausstattung) auf die Mittelkonsole aufgesetzt. Die Verarbeitung ist gut, der Kleinwagenklasse entsprechend gibt es im Innenraum viele Kunststoffe, aber diese sind makellos eingepasst. Im oberen Bereich sind da softe Materialien, weiter unten wird es grobschlächtiger. Für die Sitze stehen Stoff, Teil- oder Vollleder zur Auswahl.

Die Instrumente hinter dem Lenkrad lassen sich gut ablesen und sind nicht mit zu vielen überflüssigen Informationen überfrachtet. Der Touchscreen in der Mitte ist übersichtlich und nach ein wenig Eingewöhnung finden sich hier Mitfahrende gut zurecht. Gegen Aufpreis gibt es ein Head-up-Display, das klassenunüblich die wichtigsten Informationen direkt auf die Scheibe projiziert. Positiv ist, dass Toyota im Yaris Cross bei einer konventionellen Bedienung für die Klimaanlage geblieben ist. Die lässt sich wie gewohnt per analoger Tasten bedienen. Am Lenkrad hat es Toyota damit etwas übertrieben, das sind einfach zu viele Tasten. Ein Plus: Der Spurhalteassistent lässt sich direkt per Tastendruck ein- oder ausschalten.

Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Abgasnorm

Der Verbrauch des Yaris Cross ist auf jeden Fall erfreulich niedrig. 4,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer sind es im Frontantrieb, 4,7 Liter mit Allrad. Toyota selbst sagt, dass der effiziente Motor den Wirkungsgrad eines Diesels übertrifft.

Nun behaupten das viele Hersteller, der Unterschied beim Toyota Yaris Cross ist: Das ist wirklich zu erreichen. Wer sich an den Hybridantrieb gewöhnt hat, kann die Werte sogar noch unterbieten. Gerade Fahrten in der Stadt oder auf dem Land sind mit drei oder vier Liter Benzin möglich. Rein elektrisch kann der Toyota Yaris Cross dafür nur auf sehr kurzen Strecken unterwegs sein. Für mehr als vier Kilometer per Knopfdruck reichte es nicht in unserem Test. Gesetzt den Fall, das kleine SUV fährt nicht schneller als 50 km/h und der Gasfuß kommt nur ganz behutsam zum Einsatz.

Sicherheit und Schutz

In der Euro NCAP Sicherheitsbewertung, die 2021 für den Toyota Yaris Cross vorgenommen wurde, schlug sich das Mini-SUV sehr gut. Der Toyota erreicht insgesamt mit fünf Sternen die Höchstwertung und schnitt auch in den einzelnen Kategorien ordentlich ab.

Mit 86% und 84% wurde der Insassenschutz jeweils für Erwachsene und für Kinder gut bewertet. Beim Fußgängerschutz zeigten sich nur geringe Schwächen aufgrund der harten A-Säulen rund um die Windschutzscheibe. Hier schneiden größere SUV-Modelle häufig schlechter ab.

Positiv fiel auch das Fazit für die Sicherheitsunterstützung aus: Geschwindigkeitsassistenz, Müdigkeitswarner und Notbremssystem sind serienmäßig mit an Bord. Nur der Spurassistent erhielt lediglich eine durchschnittliche Punktzahl.

Zuverlässigkeit und Probleme

Der Toyota Yaris Cross kann auf die zuverlässige Basis des Kleinwagens zurückgreifen. Das geht bislang auf, denn Probleme sind für den Yaris Cross nicht bekannt. Insofern blieb das Modell auch von Rückrufen verschont.

Bei Toyota erhalten Sie außerdem drei Jahre oder bis zu einer Laufleistung von 100.000 Kilometer Garantie auf das gesamte Fahrzeug. Komponenten des Hybridantriebes bekommen sogar eine fünfjährige Garantie.

Hinzu kommen eine ebenfalls dreijährige Garantie auf den Lack sowie zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung.

Toyota Yaris Cross FAQs

Der Toyota Yaris Cross beginnt bei einem Listenpreis von 24.290 Euro.

Der Toyota Yaris Cross ist im Sommer 2021 auf den Markt gekommen und kann bestellt werden.

Der Toyota Yaris Cross ist aktuell das einzige SUV im Kleinwagen-Segment mit optionalem Allradantrieb.

Der Toyota Yaris Cross misst 4,18 x 1,77 x 1,60 Meter. Er ist damit 24 Zentimeter länger als der normale Yaris, zweieinhalb Zentimeter breiter und 14 Zentimeter höher.

Der Toyota Yaris Cross wird im Werk in Onnaing in Frankreich, nahe Valenciennes, gebaut.

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