Wie gebe ich richtig Starthilfe?

11. Januar 2022 von

Wer an einem dunklen und nebelhaften Wintermorgen aus dem Haus geht, um das Auto zu starten, kann sich wirklich glücklich schätzen, wenn es anspringt. Denn im Winter ist eine leere Autobatterie Pannengrund Nummer eins. Sollte es wirklich soweit kommen, dass ihr Auto Starthilfe benötigt, müssen Sie wissen, wie das funktioniert. Erfahren Sie hier, wie Sie ihrem Auto richtig dabei helfen, wieder anzuspringen!

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Starthilfe geben: Kurzanleitung für den Notfall

Sollten Sie nicht mehr weiterkommen, weil das Auto nicht anspringt, dann gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Steht Ihr Fahrzeug auf einer befahrenen Straße, stellen Sie ordnungsgemäß das Warndreieck auf, und werfen Sie sich eine Warnweste über.
2. Öffnen Sie die Motorhaube des Fahrzeuges mit der leeren Batterie. Stellen Sie das Auto, welches den Strom spendet, so hin, dass dessen Motor dem des betroffenen Fahrzeuges gegenübersteht. Auch diese Motorhaube öffnen Sie.
3. Nehmen Sie die Starthilfekabel mit den großen Krokodilklemmen zur Hand, und befolgen Sie diese Verkabelungsschritte:

  • Rotes Starthilfekabel an den Pluspol der Spenderbatterie anschließen.
  • Das andere Ende des roten Kabels am Pluspol der entladenen Batterie anklemmen.
  • Schwarzes Kabel an den Massepol (Minuspol) der Strom gebenden Batterie anschließen.
  • Das andere Ende des schwarzen SKabels nicht an den Minuspol der entladenen Batterie anschließen, stattdessen an ein unlackiertes Metallteil im Motorraum oder direkt an den Motorblock klemmen.

4. Motor des Spenderautos starten, danach erst den Motor des Empfängerautos starten. Werfen Sie diverse Verbraucher im Empfängerauto wie zum Beispiel Licht, Gebläse oder Radio an, um Spannungsspitzen vorzubeugen. Warten Sie einige Minuten.
5. Ist das Auto gestartet, entfernen Sie die Kabel in umgekehrter Reihenfolge.

Worauf kommt es bei der richtigen Starthilfe an?

Sind Sie gerade im Begriff, das rote Kabel an die Spenderbatterie und die Empfängerbatterie zu klemmen? Achten Sie bei diesem Vorgang auf einen festen Sitz der Klemmen, sodass ein guter Kontakt zwischen Klemme und Pluspol hergestellt wird.

Wer gleich danach das schwarze Kabel zur Hand nimmt, ist auf dem richtigen Weg, sollte allerdings wissen, dass es zwar mit dem Minuspol (oder: Massepol) der Spenderbatterie, aber nicht mit dem entsprechenden Minuspol der Batterie im liegengebliebenen Auto verbunden wird. Schließen Sie das schwarze Kabel stattdessen an ein unlackiertes Metallteil im Motorraum oder an den Motorblock.

Großer Verwirrung bei der korrekten Auswahl des Plus- und Minuspols wird durch Markierungen an der Batterie vorgebeugt. Ist die Markierung jedoch beschädigt, verblichen oder abgekratzt und Sie wissen nicht, wie die Verteilung der Pole aussieht, verständigen Sie lieber einen Fachmann oder eine Fachfrau. Empfehlenswert ist der Kontakt zu Fachkundigen auch dann, wenn das Auto nach 4 bis 5 Versuchen nicht angeworfen werden konnte. Eventuell könnte den Startschwierigkeiten ein anderes Problem zugrunde liegen – in diesem Falle sollten Sie die Elektronik der beiden Autos nicht überstrapazieren. Auch ein Marderschaden könnte beispielsweise die Ursache sein.

Um Kurzschlüsse zu verhindern, empfiehlt es sich dringend, die oben geschilderte Reihenfolge beim Anschließen der Kabel zu befolgen. Außerdem sollten sich die Autos an keiner Stelle gegenseitig berühren. Die Bordelektronik wird es Ihnen darüber hinaus danken, wenn Sie nach erfolgter Stromabgabe, aber noch vor dem Abklemmen der Kabel, Verbraucher wie Gebläse, Licht, Radio oder ähnliches einschalten – auf diese Weise können Spannungsspitzen vermieden werden, die unnötige Schäden an der Elektronik hinterlassen können.

Schadet Starthilfe der Batterie oder sogar dem gesamten Auto?

Ganz einfach ausgedrückt: Solange Sie die obigen Schritte befolgen und auf die wichtigen Details achten, dürfte nichts schiefgehen. Wer schlampig oder fehlerhaft arbeitet, riskiert Schäden an der Bordelektronik und an der Autobatterie. Folgende Maßnahmen helfen, Schäden zu vermeiden:

  • Legen Sie Ihre Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck auf. So vermeiden Sie unnötige und unvorhergesehene Blech- oder Personenschäden.
  • Schließen Sie nicht gleichzeitig beide Kabel an.
  • Verbinden sie keine zwei Batterien mit unterschiedlichen Spannungen. Bei Autos beträgt die Batteriespannung in der Regel 12V, also sollte es damit keine Probleme geben.
  • Schließen Sie das schwarze Starthilfekabel nicht an den Minuspol der Batterie des Empfängerautos, sondern an ein Metallteil im Motorraum oder an den Motorblock selbst.

Welche Starthilfekabel sind die richtigen?

Je nach Kraftstoff sollten Sie andere Kabel verwenden. Bei Benzinmotoren empfehlen sich Kabel mit einem Kabelquerschnitt von mindestens 16 mm². Weist der Motor einen Hubraum auf, der größer als 2,5 Liter ist, greifen Sie ein Regal höher zu den Kabeln mit 25 mm² Leitungsdurchmesser.

Erfolgt die Starthilfe bei Dieselfahrzeugen, müssen Sie im Kopf behalten, dass diese in der Regel mehr Strom benötigen als Benziner – denn Dieselmotoren kommen meist mit mehr Hubraum. Am besten verwenden Sie für einen Dieselmotor stets ein Kabel mit 25 mm² Leitungsdurchmesser.

Kann ich auch einem Elektroauto Starthilfe geben?

Ist ein E-Auto liegengeblieben, können Sie bedenkenlos auch mit einem Benzin- oder Dieselfahrzeug Hilfe beim Starten geben. Umgekehrt sollten Sie aber tunlichst die Finger davon lassen: Helfen Sie lieber keinem Benziner oder Diesel Starthilfe mit einem Elektroauto.

In den meisten Stromern fehlt die Lichtmaschine, denn die Batterie wird in diesem Fall über einen D/C-Wandler versorgt. Bei dem Versuch, einem Verbrenner Strom durch ein E-Auto zu geben, wird die Sicherung, die für den D/C-Wandler verbaut ist, an ihre Grenzen gebracht – im Elektrowagen fließt nämlich ein ganz bestimmter Strom, der für die Ansprüche eines Verbrennermotors nicht genügen dürfte.