VW ID. Buzz 2022: Preise, technische Daten & Verkaufsstart

Irene Wallner
11. September 2019

VW lässt mit dem ID. Buzz den legendären Bulli wieder aufleben. Marktstart soll 2022 sein, was der Elektro-Bulli kosten wird ist noch nicht klar.

Zur ID.-Familie wird auch der ID. Buzz gehören. VW lässt den Bulli in Form eines Elektroautos wieder aufleben. Die Studie zeigt, wie der Buzz aussehen könnte. Wir sagen Ihnen, was bisher bekannt ist. Der ID. Buzz ist zwar noch eine Studie, doch das er für die Serienproduktion weiterentwickelt wird ist sicher. Ein wenig müssen wir uns aber noch gedulden, bis der vollelektrische Bulli der neuen Generation zu haben ist. Klar ist aber, dass der Buzz ein Sympathieträger werden könnte, genau wie seine legendären Vorgänger aus früheren Jahren.

Preise und Verkaufsstart

Neben dem Buzz als Personenbeförderungsfahrzeug soll es auch einen Buzz Cargo geben, der dann ein Zeichen für emissionsfreien Lieferverkehr setzen soll. Im Jahr 2022 soll der erste I. D. Buzz auf die Straße kommen. Welchen Preis VW aufrufen wird, ist noch völlig unklar.

Motoren und Fahrverhalten

Die Reichweite des Buzz soll 600 Kilometer betragen, das Laden könnte induktiv geschehen oder klassisch per Ladesäule. Nach 30 Minuten sind 80 Prozent Kapazität wieder hergestellt, zumindest wenn man eine 150 kW-Schnellladestation verwendet. Der Buzz hat zwei Motoren, einer auf der Vorder- und einer auf der Hinterachse, was ihm Allradantrieb beschert. Die beiden Elektromotoren leisten jeweils 150 kW, die Systemleistung wird von VW mit 374 PS angegeben. Das wäre ein satter Wert, denn damit würde der Bus in knapp fünf Sekunden von Null auf 100 km/h sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit soll auf 160 km/h begrenzt sein.

Technische Daten und Außendesign

Statt Scheinwerfern blickt man beim Buzz in “LED-Augen”, die der Buzz beim Starten öffnet. Wenn man abbiegen will, blicken die Scheinwerfer in die jeweilige Richtung. Wenn Personen am Fahrbahnrand registriert werden, schaut er sie an. Insgesamt erinnert er stark an den ersten Bulli, nur das er etwas runder ist und mit allerlei neuester Technik ausgestattet wurde. Autonomes Fahren Level 3 soll ebenfalls möglich sein. Der Buzz ist in der Studienversion 4,94 Meter lang, 1,98 Meter breit und 1,96 Meter hoch. Man lehnt sich designtechnisch an die Ikone T1 an, nimmt aber auch Teile der Microbus-Studie auf. Hinten könnten praktische Schiebetüren kommen, die den langen Radstand von 3,30 Metern gut nutzen würden.

Innenraum und Kofferraum

Der Buzz ist ein Raumwunder mit bis zu acht Sitzen und zwei Kofferräumen. Das Lenkrad wurde völlig neu durchdacht, denn das Innere ist nicht mit Speichen und Tasten ausgestattet, sondern mit einer Art Touchpad und zugeordneten Feldern. Ein AR-Head-up-Display (Augmented Reality) soll ebenfalls vorhanden sein, dort könnten dann Informationen des Navis 7 bis 15 Meter vor den Wagen direkt auf die Fahrbahn projiziert werden. Der Einstieg ist recht hoch, wie man es bei einem Bus eben gewöhnt ist. An einem Lenkrad kann man sich beim Studien-Fahrzeug aber momentan nicht festhalten, denn es ist im Stand eingefahren. Erst, wenn man auf das beleuchtete VW-Logo am Armaturenbrett drückt, beginnt das Lenkrad sich auszufahren. Der Innenraum ist großzügig und sehr hell, da der Studien-Buzz ein großes Sonnendach bekommen hat und mit hellen Materialien ausgestattet wurde. Die Sitze sind weich, schmal und bieten keinen Seitenhalt, was den Charakter eines Wohnzimmers auf Rädern noch mehr unterstützt. Sportliches Fahren ist mit dem Buzz nicht möglich, dafür ist er aber auch nicht gedacht. Die Sitzbänke sind sehr flexibel, beispielsweise können die Vordersitze gedreht und flach umgeklappt werden. Aus der Mittelkonsole kann man ein Tablet klappen, über das man das Infotainment-System bedienen kann. Einen Innenspiegel gibt es in der Studienversion ebenfalls nicht mehr, hier blickt man in einen Bildschirm. Vor allem auf der Rückbank hat man den Eindruck in einer Lounge zu sitzen, denn der Raum ist multifunktional und variabel nutzbar. Zwei Kofferräume bietet der Buzz, unter der Fronthaube finden 200 Liter Platz, im Heck zwischn 660 und satten 4.600 Liter. Einiges wird wohl sicher nicht in die Serienversion übernommen werden können, so beispielsweise das große Glasdach und das elektrisch einfahrbare Lenkrad. Dafür könnten aber recycelte Materialien im Innenraum zum Einsatz kommen.