Hyundai i30 N

Kompaktwagen mit mächtig Dampf

9/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Starke Motoren
  • Direktes Handling
  • Attraktiver Preis
  • Etwas hohe Sitzposition
  • Hohe Ladekante
  • Höhere Verbrauchswerte

29.700 € - 32.200 € Preisklasse

5 Sitze

7 - 7,1 l/100km

Test

Für Hyundai ist der i30 N das erste echte Sportmodell in Großserie. Mit seinem Handling wandelt der in zwei Leistungsstufen ausgelieferte Koreaner auf den Pfaden des Ur-GTI, dem seit 1976 produzierten VW Golf GTI, und mit dem starken Turbomotor tritt er in der 4,30-Meter-Klasse gegen junge Wilde wie den Honda Civic Type R, Opel Astra OPC und Seat Leon Cupra 300 an.

All diesen Modellen gemeinsam ist, dass sich in ihnen Sportwagenfahrer und Familienväter mit Begeisterung die Hand geben können, denn den GTI-Auftrag „stark und praktisch“ erfüllten sie mit Bravour.

Wer den braven und geräumigen i30 kennt, bedient auch den i30 N ohne Probleme, steigt dank der vier Türen komfortabel ein und packt das Gepäck in einen überdurchschnittlich großen Kofferraum. Für den i30 N gibt es sogar eine Anhängerkupplung.

Der Auftritt ist dezent. Das N-Logo prangt auf dem Kühlergrill. Die mit einer schmalen roten Zierleiste garnierte Frontlippe ist ebenso in Schwarz gehalten wie die Seitenspiegel und die Schweller. Das Potential deuten hinter den Leichtmetallfelgen rot lackierte Bremssättel und im Innenraum Sportsitze an.

Ein Potential, das der Kompaktsportler auf einer kurvigen Landstraße unter Beweis stellt. Um dort richtig Spaß zu haben, hat der i30 N gute Karten mit dem adaptivem Sportfahrwerk, der Differenzialsperre und der Launch Control. Das dezente bis röhrige Begleitkonzert dazu bestreitet eine Klappenauspuffanlage.

Bei all dem bleibt der erste Hyundai, der von Herzen Sportler sein will, ein echter Hyundai. Mit langer Garantiezeit, guter Sicherheitsausstattung und einem von 275 PS nicht auf den Kopf gestellten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mit den fünf Türen und dem großen Kofferraum ist der Hyundai i30 N so vernünftig auf den Alltag eingestellt wie ein i30 von der Stange. Den entscheidenden Unterschied machen einige Tasten und das Sportabzeichen.

Das Interieur

Die Innenraumdimensionen im 4,34 Meter langen und 1,80 Meter breiten i30 N und die solide verarbeiteten und präzise eingepassten Teile wirken vertraut und wecken Vertrauen. Die Bedienung an den Schaltern und am fünf oder acht Zoll großen Touchscreen geht leicht von der Hand. Das Smartphone ist flott in den Multimediabetrieb eingebunden.

Metallisch schimmernde Zierteile und das Sportlenkrad lassen den Innenraum noch hochwertiger erscheinen. Der Dachhimmel ist sportiv in Schwarz gehalten. Und für was lassen sich die zwei extra Lenkradtasten nutzen? Mit denen werden die Fahrmodi eingestellt – dazu mehr im nächsten Kapitel.

Vorne ist das Raumgefühl gut. Die elektrisch verstellbaren, mit blauen Nähten umgarnten Sportsitze mit verstellbarer Oberschenkelauflage, die optional mit Leder und Alcantara bezogen sind, sind bequem. Die Sitzposition ist für große Fahrer aber etwas hoch und schmale Naturen erhalten um die Hüften zu wenig Flankenunterstützung von den Sitzwangen.

Der Einstieg in den Fond gestaltet sich dank der fünf Türen einfach. Kopf- und Beinfreiheit gehen in Ordnung. Lediglich für Langbeinige geht es um die Knie knapper zu.

Der Kofferraum

Für einen Sportler ist der i30 N fit im Kofferraum. An dem stört nur die hohe Ladekante. Mit 395 Liter bietet er mehr Volumen als der Gepäckraum des Golf GTI (380 Liter).

Wird die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbank umgeklappt, wächst das Laderaumvolumen auf stattliche 1.301 Liter. Wird noch mehr Transportkapazität benötigt, lässt sich eine Anhängerkupplung befestigen, an der bis zu 1,6 Tonnen schwere Hänger gezogen werden können.

Über die zwei extra Lenkradtasten wählt man die Fahrmodi, die über die Spontaneität der Gasannahme, die Lenkkräfte, die Dämpfung und den Motorsound richten. Über die eine die Fahrmodi Eco, Normal und Sport und über die mit der Zielflagge den N-Modus.

In dem bleibt, wenn man es positiv ausdrückt, Restkomfort übrig, denn die adaptiven Stoßdämpfer federn nun hart. Auf der Rennstrecke, auf welcher der große Bildschirm über die aktuellen G-Kräfte und die Rundenzeiten informiert, fühlt sich das am besten an, weil das Lenken direkter geschieht und die Seitenneigung gering ist.

Im Komfortmodus fällt die Dämpfung dagegen auch noch straff, aber bekömmlicher aus.

Die Rückmeldung der elektromechanischen Lenkung begeistert in ihrer sensiblen Direktheit. Das Heck lässt sich zum Mitlenken motivieren. Bei viel Gas aus engen Kurven sorgt die elektronisch geregelte Differenzialsperre dafür, dass sich möglichst viele der bis zu 275 PS über die Vorderreifen im Asphalt verkrallen.

Wenn die Launch Control aktiviert wurde, gelingt das auf der Geraden am effektivsten, denn bei voller Beschleunigung aus dem Stand unterbindet das System durchdrehende Räder.

Die Performance ist auch deshalb eindrucksvoll, weil bei der Entwicklung des i30 N Albert Biermann mitwirkte. Der war bis vor ein paar Jahren bei BMWs M GmbH für Fahrzeuge wie den BMW M3 zuständig – eine sehr gute Referenz.

Die Benziner

Den 250 oder 275 PS, die der 2,0-Liter-Turbomotor im i30 N und i30 N Performance leistet, stehen 1,5 Tonnen Fahrzeuggewicht gegenüber.

Bullige 353 Nm Drehmoment produziert der Vierzylinder im i30 N in einem breiten Bereich zwischen 1.450 und 4.500 Umdrehungen. Im Overboost sind es sogar 378 Nm. Die 250 PS versammeln sich bei 6.000 U/min an der Vorderachse.

Der i30 N Performance schaufelt das gleiche Drehmoment auf die Vorderräder und sprintet mit seinen 25 PS Mehrleistung in 6,1 statt 6,4 Sekunden aus dem Stand auf 100. Bei der Höchstgeschwindigkeit bleibt es: 250 km/h.

Gut klingt die Klappenauspuffanlage. Mal gesittet leise, mal knurrig und das andere Mal mit Zwischengasstößen und Fehlzündungen herzhaft kernig.

Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe glänzt mit Präzision, kurzen Wegen und guter Führung. Mit einer Automatik oder einem Doppelkupplungsgetriebe ist der i30 N nicht lieferbar, was aber kaum stört.

Am ursprünglichsten und gefühlechtesten fährt sich ein sportliches Fahrzeug traditionell mit einem konventionellen Schaltgetriebe. Und das einigermaßen sparsam mit den rund neuen Litern, und nicht sieben Litern Kraftstoff (Werksangabe), die alle 100 Kilometer aus dem 50 Liter großen Tank entweichen.

Die Sicherheits- und Assistenzsysteme entsprechen denen, die auch in den braveren i30-Modellen serienmäßig oder optional mit dabei sind.

Dazu gehören der Notbremsassistent, der Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, der Müdigkeitswarner, die Berganfahrhilfe, der Fernlichtassistent, sechs Airbags und der aktive Spurhalteassistent. Ebenso der Toter-Winkel-Assistent, der Querverkehrswarner und die Verkehrszeichenerkennung.

Damit verfügt der i30 N über eine moderne Sicherheitsausstattung, die von seinem gut über die Straßensituation informierenden Fahrwerk und der leistungsfähigeren Bremsanlage unterstützt wird.

Im ADAC-Bremstest kam schon der Hyundai i30 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 34,3 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Schon ein normaler i30 rollt zumeist mit einer guten bis sehr guten Ausstattung vom Händlerhof. Die Sportmodelle i30 N und i30 N Performance legen, was das Setup und den Luxus angeht, noch nach.

Der i30 N rollt auf 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Michelin Pilot Super Sport Bereifung und verfügt über ein Sportfahrwerk mit adaptiven Stoßdämpfern.

Ebenso umfasst das Ausstattungspaket die Rev Matching Zwischengasfunktion, die Launch Control und die vorderen Sportsitze und darüber hinaus die Einparkhilfe hinten, die Rückfahrkamera, die LED-Scheinwerfer, den digitalen Radioempfang (DAB), die Zweizonen-Klimaautomatik, die Sitzheizung vorne und die Lenkradheizung.

Der i30 N Performance stemmt sich mit 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Pirelli P Zero Bereifung gegen die Kurve und trumpft mit weiteren Features fahrdynamisch auf: mit dem N Corner Carving Differential, der N Performance Bremsanlage mit 345 statt 330 Millimeter großen vorderen Bremsscheiben samt rot lackierten Bremssätteln und N Logo sowie der Sportabgasanlage mit variabler Klappensteuerung.

Zudem gehören die vordere Einparkhilfe, das Smart Key Start-Stopp-System und die hinten abgedunkelten Scheiben mit zum Ausstattungspaket.

Egal, ob man sich für den i30 N oder i30 N Performance entscheidet, beide Varianten glänzen mit einem sauberen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zusammenfassung

Mit der im Vergleich zur Konkurrenz reichhaltigen Ausstattung, serienmäßigen fünf Türen und fünf Jahren Garantie zum fairen Preis ist der Hyundai i30 N ein Kompaktsportler, der zugleich emotional und vernünftig ist. Genau dies und die sportlich runde Abstimmung machen den Reiz des ersten Hyundai N-Modells aus.

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