Hyundai i30 Kombi Test

Durchdachter Kombi mit großem Kofferraum

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Großer Kofferraum
  • Sehr gute Bremsleistung
  • Fünf Jahre Garantie
  • Schwacher Einstiegsmotor
  • Relativ hoher Verbrauch (1.4)
  • Packsystem nur im Premium

18.450 € - 32.680 € Preisklasse

5 Sitze

3,8 - 6,2 l/100km

Test

Wenn in der unteren Mittelklasse die Alternative zwischen Kombi und Schrägheck besteht, entscheiden sich viele für die Version mit der vielseitiger nutzbaren Ladefläche und die Möglichkeit hinten unkompliziert einladen zu können. Bislang war der Kombianteil beim Hyundai i30 jedoch geringer als der Schrägheckanteil.

Mit der Neuauflage des i30 Kombi, die im Sommer 2017 auf den Markt kam und gegen Konkurrenten wie den Opel Astra Sports Tourer, Ford Focus Turnier oder VW Golf Variant antritt, wird sich das wohl ändern.

Erster Grund: Die attraktivere Kombi-Karosserie im Vergleich zum Vormodell. Von der Front bis zur C-Säule gleichen sich der Kombi und das i30 Schrägheck. Den Unterschied macht das sportive und harmonisch gezeichnete Heck.

Zweiter Grund: In das Kombi-Heck lassen sich mehr Koffer oder der gesamte Einkauf leichter verstauen. Im 25 Zentimeter längeren i30 Kombi kann man mit 602 Liter Volumen nicht nur deutlich mehr einpacken als im Schrägheck (395 l), sondern bei maximaler Bepackung sogar etwas mehr als im Platzhirsch VW Golf Variant.

Dritter Grund: Der Preis. Die gute Verarbeitung des i30 Kombi und die Ausstattung, die großzügiger ausfällt als bei der deutschen Konkurrenz, gleicht der Schrägheckvariante. Das Gleiche gilt für das gelungen abgestimmte Fahrwerk, die moderne Sicherheitsausstattung und die bis zu 140 PS starken Motoren. Der Preisaufschlag gegenüber dem Schrägheck fällt mit 1.000 Euro somit fair aus.

Im sauber verarbeiteten Innenraum ähneln sich Kombi und Fließheck. Den Unterschied macht der Laderaum, der im i30 Kombi mit allerhand guten Packlösungen aufwartet.

Das Interieur

Im Innenraum des Kombi fällt nicht nur auf, dass das Cockpit übersichtlich gestaltet ist, sondern auch, dass die Verarbeitungsqualität bei Hyundai ein hohes Niveau erreicht hat. Die Bedienung geht leichter von der Hand als im Vormodell, da die Zahl der Schalter reduziert wurde. Der Achtzoll-Touchscreen gibt keine Rätsel auf und das Smartphone ist flott in den Multimediabetrieb eingebunden.

Vorne ist das Raumgefühl gut. Die Sitze, die sich nicht nur mit der Sitzheizung erwärmen, sondern auch kühlen lassen, sind bequem. Dahinter geht es etwas enger zu, aber der Platz reicht auch Erwachsenen. Der Einstieg gestaltet sich im 1,47 Meter hohen Kombi bequem. Kopf- und Beinfreiheit gehen in Ordnung. Wird die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbank umgeklappt, liefert der i30 im Laderaum viel mehr ab als nur Durchschnitt.

Der Kofferraum

Wird die Rückbanklehne umgeklappt, ist der Laderaumboden zwar nicht ganz eben, aber stattliche 602 bis 1.650 Liter passen hinein. Deutlich mehr als im i30 mit Schrägheck, in dem 395 bis 1.301 Liter unterkommen, und bei Maximalbeladung sogar mehr als im Bestseller VW Golf Variant (605 – 1.620 Liter).

Dass etwas mehr Gewicht im Golf Variant zugeladen werden kann als im i30 Kombi (bis zu 525 kg und nochmals bis zu 1.500 kg Anhängelast) macht im Alltag meist keinen Unterschied. Die niedrige Ladekante und die weit nach oben öffnende große Heckklappe sind beim Hyundai klar von Vorteil.

Das Gleiche gilt für die vielen cleveren Packlösungen: die serienmäßige Durchreiche sowie die optionalen Befestigungsschienen und Abtrennungen fallen hier zum Beispiel ein. Im Kofferraumbodenfach lässt sich etwas verstauen. Sogar die Gepäckraumabdeckung, wenn sie im Weg ist, weil viel eingeladen werden muss. Nicht verständlich ist, dass das verschiebbare Schienensystem („Gepäckordnungssystem“) nur in der höchsten Ausstattungslinie Premium zu bestellen ist.

Für sein Fahrverhalten verdient der i30 Kombi Lob. Man spürt, dass sein Fahrwerk im europäischen Design- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim konstruiert wurde. Er ist durchaus straff abgestimmt, aber nicht zu hart. Die Servolenkung arbeitet präzise und mit guter Rückmeldung.

Die im Vergleich zum Schrägheck größere Baulänge tut dem Fahrverhalten ebenso gut. Der Komfort geht im i30 Kombi auch deshalb in Ordnung, weil er gut gedämmt ist und im Innenraum nicht viel von den Fahrgeräuschen zu vernehmen ist.

Fünf Motoren mit 100 bis 140 PS Leistung stehen für den i30 Kombi zur Wahl. Entweder werden die Gänge mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gewechselt.

Die Benziner

Der Einstiegsmotor im i30 Kombi 1.4 MPI, der 1,4-Liter-Vierzylinder mit 100 PS, ist an das manuelle Sechsganggetriebe gebunden und muss, soll es flott vorangehen, mit viel Schalten bei Laune gehalten werden, denn der Saugmotor produziert erst bei späten 4.000 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von dünnen 134 Newtonmeter. Immerhin reicht das, um 181 km/h schnell zu sein.

Etwas flotter und dank der Turboaufladung kraftvoller geht es mit dem moderneren 1,0-Liter-Dreizylindermotor zur Sache. Der quirlige Dreier (120 PS, 171 Nm) beschleunigt in 11,4 statt 12,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und läuft 188 km/h. Der Verbrauch liegt trotz größerer Antrittsstärke niedriger mit 4,9 statt 5,6 l/100 km (Werksangabe).

Der stärkste Benziner produziert 140 PS und schiebt schon bei 1.500 Touren mit 242 Newtonmetern an. Damit steht in 9,2 Sekunden die 100 auf dem Tacho. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 208 km/h. Im Verbrauch unterbietet der stärkste Motor mit 5,5 l/100 km sogar den Einstiegsmotor. Zudem ist er der einzige Benzinmotor, der auf Wunsch auch mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe geliefert wird.

Die Diesel

Den bauartbedingt rauer und brummiger als die Benziner laufenden 1,6-Liter-Diesel gibt es in zwei Leistungsstufen. Entweder mit 110 PS oder 136 PS. Der schwächere Diesel mit 95 PS, der in der Schrägheckvariante angeboten wird, kommt im schweren i30 Kombi nicht zum Einsatz.

Beide Selbstzünder ziehen kraftvoll durch. Der schwächere 1.6 CRDi liefert bei 1.500 Umdrehungen ein maximales Drehmoment von 280 Newtonmeter an die Vorderräder. Der stärkere 300 Newtonmeter. Er läuft mit 198 statt 188 km/h etwas flotter und beschleunigt in 10,5 statt 11,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Der Verbrauch der beiden Diesel fällt mit 3,7 bis 4,3 Liter im Werksverbrauch und in der Praxis fast gleich aus. Beide Dieselmotoren sind optional mit dem Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet.

Bereits im Einstiegsmodell Pure sind der City-Notbremsassistent, der Aufmerksamkeitsassistent, die Berganfahrhilfe, der Fernlichtassistent, sechs Airbags und der aktive Spurhalteassistent serienmäßig mit an Bord. Je nach Ausstattungslinie gehören darüber hinaus der autonome Notbremsassistent und der Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung zum Lieferumfang.

In der Topausstattung Premium sichern der Totwinkelassistent und der Querverkehrswarner die Fahrt. Die Verkehrszeichenerkennung ist in Kombination mit dem Navigationspaket inklusive und der adaptive Tempomat in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe.

Im ADAC-Bremstest kam der Hyundai i30 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 34,3 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Die vom i30 bekannten fünf Ausstattungslinien Pure, Select, Trend, Style und Premium stehen auch im Kombi zur Wahl.

Im Basismodell stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Pure ist gar nicht puristisch, sondern im Vergleich zu vielen Konkurrenten umfassend ausgestattet, denn hier sind neben dem guten Sicherheitspaket auch die Klimaanlage, der Tempomat, das Multifunktionslenkrad, die Zentralverriegelung und der Lichtsensor inklusive. Ebenso die elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegel, die elektrischen Fensterheber vorne, der Bordcomputer und ein Radio. Der Pure rollt auf 15-Zoll-Rädern.

In der Version Select zählen zum Lieferumfang darüber hinaus das LED-Tagfahrlicht, das Abbiegelicht, die Nebelscheinwerfer, weitere Anschlüsse (AUX, USB), die Bluetooth-Freisprechanlage und bei Fahrzeugen mit dem Doppelkupplungsgetriebe die Schaltwippen am Lenkrad sowie ein Drive-Mode-Schalter.

Der Ausstattungsumfang wird im Trend noch ergänzt um die Dachreling, elektrisch anklappbaren Außenspiegel, die Parksensoren hinten, das beheizbare Lederlenkrad, die elektrischen Fensterheber hinten, das Gepäcktrennnetz, die Sitzheizung vorne und die Mittelarmlehne vorne und hinten sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Den Style erkennt man an den LED-Rückleuchten, dem Chrom am Kühlergrill und den dunkel getönten Fenstern sowie an den 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Ausstattung lässt hier nicht mehr viel zu wünschen übrig mit der Rückfahrkamera, der elektrischen Parkbremse, der Zwei-Zonen-Klimaautomatik, der Smartphone-Ablage mit kabelloser Ladefunktion und dem DAB-Radio.

Das Topmodell Premium ist quasi ein Rundum-Sorglos-Paket, denn da ist nicht nur die Sicherheitsausstattung nahezu komplett (autonomer Notbremsassistent, Fahrer-Knieairbag, Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, adaptiver Tempomat, Totwinkelassistent, Querverkehrswarner hinten, Einparkhilfe vorne), sondern auch das Equipment im Innen- und Kofferraum.

Nur hier bekommt man das Gepäckraumordnungssystem im i30 Kombi mitgeliefert. Man sitzt auf Stoff-Leder-Bezügen und der Fahrersitz lässt sich elektrisch verstellen. Von außen erkennt man die Topausstattung an den Türgriffen mit Chromauflage.

Zusammenfassung

Der i30 Kombi bietet, was nicht nur jungen Familien gefällt. Viel Platz im Kofferraum, reichlich Ausstattung und Sicherheit und das zu einem fairen Preis. Über die Langzeitqualität des Hyundai muss man sich keine Sorgen machen, denn der Hersteller gibt selbstbewusste fünf Jahre Garantie. Mehr gibt es mit sieben Jahren zurzeit nur bei Hyundais Schwestermarke Kia. Viel mehr als bei der deutschen Konkurrenz.

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