Skoda Fabia Combi Test

Kombi mit modernem Design und reichlich Platz

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Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Gutes Raumangebot
  • Viele kluge Details
  • Preiswerte Extras
  • Schwacher Einstiegsmotor
  • Nur 2 Jahre Garantie
  • Sachliches Design

14.090 € - 22.890 € Preisklasse

5 Sitze

4,5 - 4,8 l/100km

Test

Gleich mal zum Anfang: Wenn Sie sich für diesen Kombi entscheiden, schlagen Sie den vernünftigen Weg ein. Im Vergleich zum Fabia mit Steilheck bietet der Combi erheblich mehr Raum und Variabilität. Mehr auch als ein Seat Ibiza oder VW Polo, Opel Corsa und Ford Fiesta, denn von denen befinden sich gar keine Kombivarianten im Angebot.

Einige pfiffige Lösungen überraschen im 4,26 Meter langen Kombi von Skoda und 530 Liter Kofferraumvolumen kommen gut, wenn ein Baumarktbesuch ansteht oder ein Kinderwagen verstaut werden muss.

Vernünftig ist, jetzt einzusteigen. Der Fabia ist ein ausgereifter Kombi und nach dem 2018er Facelift ein noch besserer. Das liegt weniger an den optischen Retuschen an Front und Heck (senkrechte Lamellen am Kühlergrill, neue Nebelscheinwerfer, modifizierte Front- und Heckstoßfänger, neue Felgendesigns) als an der aufgewerteten Sicherheits- und Infotainmentausstattung.

Der Fabia Combi, in dem jetzt auch der Toter-Winkel-Assistent, der Fernlichtassistent und eine Umfeldüberwachung zum Einsatz kommen, wird seit 2018 nur noch mit Benzinmotoren angeboten, die bis zu 110 PS leisten.

Jede der vier Ausstattungsvarianten hat so ihre Vorteile. Egal, für welche man sich entscheidet, für die Kombiversion zahlt man für den Raumgewinn von 27 Zentimetern gegenüber dem Fabia erstaunlich wenig.

Der Fabia misst 3,99 Meter, der Fabia Combi 4,26 Meter. Bei gleichem Radstand von 2,47 Metern verspricht das viel Platz im Gepäckraum.

Das Interieur

Für das Sitzen gibt es für den Fabia eine Empfehlung: Die Sportsitze statt der Seriensitze, die etwas wenig Seitenhalt zu bieten haben. Von der Einstellung der Vordersitze (weit vorne oder weit hinten) hängt es ab, typisch Kompaktwagen, wie man hinten sitzt. Trotzdem ist Beinfreiheit im Fabia Combi kein knappes Gut.

Der Combi wirkt im Innenraum, der 2018 mit neuen Dekorleisten und einem neuen Kombiinstrument aufgehübscht wurde, solide verarbeitet. Auch wenn der Anteil an Hartplastik immer noch hoch ist.

Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, die pfiffigen Details überzeugen: Der in der Tankklappe steckende Eiskratzer mit zusätzlicher Reifenprofil-Messskala genauso wie der beidseitig nutzbare Bodenbelag und die LED-Taschenlampe im Kofferraum.

Der Kofferraum

Die Frage „Limousine oder Combi?“ stellt sich für den nicht, der viel Kofferraum benötigt. Im Fabia lassen sich 330 bis 1.150 Liter verstauen. Das ist eine Menge, aber mit 530 bis 1395 Liter kann es der Fabia Combi mit deutlich mehr Gepäck aufnehmen.

Auch im Vergleich zum direkten Konkurrenten Seat Ibiza ST, in dem das Kofferraumvolumen bei 430 bis 1.164 Liter liegt. Auch wenn die Rückbanklehne im Einstiegsmodell nur gegen Zuzahlung geteilt umklappbar ist und der Combi mit maximal 1,1 Tonnen nicht viel an den Haken nehmen darf, in seiner Klasse gehört der Skoda Kombi zu den Raumriesen.

Beim Fahrwerk ist es grundsätzlich so: Ist das Fahrwerk straff abgestimmt, hilft das nicht dem Komfort. Das des Fabia Combi ist straff abgestimmt. Diese Abstimmung sorgt im Verbund mit der präzise arbeitenden Lenkung für eine gute Handlichkeit.

Trotzdem fährt sich der Kombi, der auf bis zu 18 Zoll großen Rädern rollt, straff, aber passend, nicht unkomfortabel. Und wenn der Skoda beim Ausloten der Fahrwerksgrenzen ins Untersteuern gerät, also ins Schieben über die Vorderräder in Richtung Kurvenaußenseite, geschieht es unter der Überwachung des ESP sicher.

Dank der guten Geräuschdämmung spricht auch nichts gegen eine lange Reise zu viert im geräumigen Kombi, obgleich im Motorraum seit Sommer 2018 nur noch kleine Dreizylindermotörchen ihre Kraft auf die Straße übertragen.

Drei 1,0-Liter-Dreizylinder stehen im Fabia Combi zur Wahl. Alle drei sind Benziner. Die zwei Dieselmotoren wurden aus dem Programm gestrichen – VWs Dieselkrise lässt auch im Skoda grüßen.

Die Benziner

Der Saugmotor im Fabia Combi 1.0 MPI leistet 75 PS und erfüllt damit seinen Zweck. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Viel Temperament darf man sich von dem Einstiegsmotor nicht erwarten, der im Gegensatz zum Fabia im Fabia Combi für alle vier Ausstattungslinien zu bestellen ist.

Mit maximal 95 Newtonmeter Drehmoment produziert der Motor wenig Durchzugskraft und auch bei den Fahrleistungen geht es eher beschaulich voran. Der Weg zur Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h ist lang. In beschaulichen 14,9 Sekunden beschleunigt der Fabia Combi 1.0 MPI mit dem Einstiegsmotor von 0 auf 100 km/h.

Der 1.0 TSI mit 95 oder 110 PS sorgt dank dem Turbolader für mehr Temperament. Mit dem 95-PS-Motor, der wie der Einstiegsmotor immer mit einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe ausgeliefert wird, fährt man bis zu 187 km/h schnell und erreicht in 10,8 Sekunden Tempo 100.

Mit dem Topbenziner, der neben dem Sechsgang-Schaltgetriebe auch mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) bestellbar ist, geschieht das Gleiche mit 199 km/h und in 9,6 Sekunden. Der Verbrauch aller Dreizylinder liegt im Werksmittel bei 4,3 bis 4,9 Liter/100 km und im realen Fahrbetrieb rund zwei Liter darüber.

Schon vor dem 2018er Facelift war der Fabia Combi eine sichere Partie. An einen Abstandsradar mit automatischer Notbremsfunktion war vor einem Jahrzehnt in dieser Klasse noch nicht zu denken.

Mit dem 2018er Facelift wurde die Assistenzausstattung noch erweitert. Neu sind im Skoda Fabia der Toter-Winkel-Assistent, der Fernlichtassistent und das Rear Traffic Alert System, das den Raum hinter dem Fahrzeug überwacht und den Fahrer vor einer drohenden Kollision schützt.

Im ADAC-Bremstest kam der Skoda Fabia Combi nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach guten 35,2 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie des Fabia und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Vier Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl: Active, Ambition, Style und Monte Carlo. Jede der Ausstattungslinien hat im Fabia Combi ihre gute Berechtigung.

Mit der Basisausstattung Active erhält man den Kombi ab Werk zwar nicht mit dem 110-PS-Benziner und ohne Klimaanlage (Option), jedoch mit über 2.000 Euro Preisvorteil gegenüber dem zweiten Ausstattungslevel Ambition. Damit hat diese Version, wenn der Kombi vor allem seinen Zweck erfüllen soll, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Im Skoda Fabia Ambition geht es komfortabler zu und man darf zwischen allen Motoren (auch dem 110-PS-Aggregat) und dem Schaltgetriebe oder dem Doppelkupplungsgetriebe wählen.

Beim Style ergeben sich Preisvorteile beim Infotainment. Zudem machen einige weitere Features wie das Multifunktionslenkrad oder die Nebelscheinwerfer den Unterschied.

Im Monte Carlo sitzt man im Topmodell und auf den schon zuvor empfohlenen Sportsitzen mit zweifarbigen Bezügen. Mit seinen Leichtmetallrädern, hinten abgetönten Scheiben und schwarzen Karosseriezierteilen steht der Monte Carlo proper auf der Straße. Mit dem serienmäßigen Panoramaglasdach genießt man im Fond tolle Ausblicke. Das hat allerdings seinen Preis – den höchsten unter allen Ausstattungsvarianten.

Zusammenfassung

Man hat oft das Gefühl, mehr Auto und mehr Kombi, als man mit dem geräumigen, soliden und zweckmäßigen Fabia Combi erhält, muss nicht sein. Die 27 Zentimeter Raumgewinn und das praktische Kombiheck kosten einen fairen Aufpreis: 600 Euro.

Damit bietet der Fabia Combi gegenüber dem Fabia ein nochmals überzeugenderes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das macht ihn so vernünftig.

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