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E-Auto Ladekabel: Überblick der Steckertypen

Man kennt das von der Urlaubsreise: man will das Smartphone zum Laden anstecken und sieht sich einer Steckdose gegenüber, die nicht mit dem eigenen Ladekabel kompatibel ist. Bei E-Autos gibt es ebenfalls verschiedene Stecker- und Ladekabeltypen. Wir haben die verschiedenen Stecker und Ladekabel für Sie zusammengefasst und sagen Ihnen, wann Sie welche brauchen.

⏰  Kurz zusammengefasst

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Je nachdem, welche Stecker und Ladekabel im Herkunftsland des E-Auto Herstellers Standard sind, werden eben auch diese Modelle für das Elektroauto benötigt. Manche sind allerdings häufiger anzutreffen als andere und haben sich als Standard weitestgehend durchgesetzt.

Welche Steckertypen und Ladekabel für E-Autos gibt es?

Wir geben Ihnen einen Überblick, welche Steckertypen und Ladekabel es gibt und für welchen Einsatz diese zu verwenden sind:

Elektroauto Steckertypen

Typ-1:

  • Verbreitung: Asien und USA
  • Stromart: Wechselstrom
  • Schnellladefunktion: Nein
  • Bis zu 7,4 kW Ladeleistung, einphasiger Stecker
  • Keine Verriegelung des Ladekabels möglich

Dieser Steckertyp wird vor allem von asiatischen und amerikanischen E-Auto Herstellern verbaut und findet sich dementsprechend in Modellen dieser Herkunft. Da die meisten Ladesäulen in Deutschland aber für Typ-2 Stecker ausgelegt sind, liegen diesen Modellen, wenn Sie in Deutschland verkauft werden, oftmals zwei Ladekabel mit zwei Anschlüssen bei.

Typ-2:

  • Verbreitung: Europa (Standardstecker)
  • Stromart: Wechselstrom
  • Schnellladefunktion: Nein
  • Bis zu 43 kW Ladeleistung, dreiphasiger Stecker
  • Verriegelung des Ladekabels möglich

Der Typ-2 Stecker hat sich in Europa und in Deutschland als der Standardsstecker etabliert und ist seit 2013 europäische Norm. Deshalb verfügen öffentliche Ladestationen meist über den Typ-2 Anschluss. Außerdem kann ein CCS-Stecker zum Schnellladen ergänzt werden.

CCS:

  • Verbreitung: Europa und USA
  • Stromart: Wechselstrom und Gleichstrom
  • Schnellladefunktion: Ja
  • Erweiterung des Typ-2 Steckers bis zu 170 kW Ladeleistung möglich

Der CCS-Stecker hat sich ebenfalls als Standardstecker etabliert, allerdings im Bereich der Schnellladung. Er wird auch Combo-Stecker genannt und ist keine alternative Steckerart, sondern er fungiert als Ergänzung zum Typ-2 Stecker. Wer den CCS-Stecker verwendet, kann sein E-Auto an eine Schnellladestation mit Gleichstrom anschließen. Die Ladeleistung ist meist 50 kW, neuere Schnellladestationen unterstützen aber auch eine höhere Leistung.

CHAdeMO:

  • Verbreitung: Europa und USA
  • Stromart: Wechselstrom und Gleichstrom
  • Schnellladefunktion: Ja
  • Bidirektionales Laden wird unterstützt
  • Wenig verbreitet in Europa

Der CHAdeMO-Stecker (Abkürzung für: “Charge de Move”), ist der japanische Standardstecker für eine Gleichstrom-Schnellladung und erreicht in der Regel 50 kW Ladeleistung. Je nach Ladestation sind aber auch hier höhere Ladeleistungen möglich. Er wird vor allem von den Herstellern Nissan, Kia und Mitsubishi verwendet.

Tesla Supercharger:

  • Verbreitung: Asien, Europa, USA
  • Stromart: Wechselstrom und Gleichstrom
  • Schnellladefunktion: Ja
  • Nur für Tesla-Modelle nutzbar
  • Ladeleistung 120 bis 135 kW

Der Tesla Supercharger ist ein Schnellladesystem für Tesla-Modelle. Bei diesem Stecker handelt es sich um einen modifizierten Typ-2 Stecker mit einer Ladeleistung von bis zu 120 kW. Die ausschließlich für Tesla-Modelle nutzbaren Supercharger ; der Tesla Supercharger sind seltener als herkömmliche Ladestationen zu finden, deshalb kann man alternativ auch an einer Ladestation mit Typ-2 Anschluss “tanken”.

Eine Ausnahme bildet der sogenannte Schuko-Stecker, das ist die normale Haushaltssteckdose mit 230 Volt. Dieser Stecker ist eigentlich nur als Notlösung zum Laden von E-Autos gedacht, soll der Vollständigkeit halber aber auch aufgelistet werden.

Schuko:

  • Verbreitung: Verschiedene Verbreitungsgebiete
  • Stromart: Wechselstrom
  • Schnellladefunktion: Nein
  • Ladeleistung bis 3,7 kW (ohne Überprüfung nur 2,3 kW)

Die verschiedenen Ladekabel für E-Autos

Wie Sie sich bestimmt schon dachten, gibt es nicht nur verschiedene Steckertypen, sondern auch verschiedene Ladekabel. Wer in Deutschland ein Elektroauto kauft, sollte in den allermeisten Fällen ein Mode-2 Ladekabel mitgeliefert bekommen. Wer aber das E-Auto häufig nutzt, sollte sich ein Mode-3 Kabel besorgen. Was die einzelnen Ladekabel für Vorteile haben und was das Besondere ist, sagen wir Ihnen jetzt:

Mode-2-Ladekabel:

Das Mode-2-Ladekabel ist das Standardkabel, dass meist auch beim E-Autokauf mitgeliefert wird. Es ist für ein- bis dreiphasige Ladevorgänge ausgelegt und mit diesem Kabel könnte zur Not auch an einer Haushaltssteckdose geladen werden. Das sollte allerdings wirklich nur eine Notlösung sein, denn die Steckdose ist für eine derartige Dauerbelastung nicht ausgelegt und außerdem dauert der Ladevorgang sehr lange. Im schlimmsten Fall besteht die Möglichkeit eines Kabelbrandes.

Aus diesem Grund ist eine Wallbox für das Laden zu Hause sehr empfehlenswert. Aktuell werden Wallboxen vom Staat gefördert, was die Anschaffung zusätzlich attraktiv macht.

Mode-3-Ladekabel:

Wer eine öffentliche Ladestation nutzen will, braucht ein Mode-3-Ladekabel, als Verbindung zwischen Ladesäule und E-Auto. Mit diesem Kabel ist keine zusätzliche Kontrollbox nötig, wie das mit dem Mode-2-Kabel der Fall ist. Die Kommunikation erfolgt direkt zwischen Fahrzeug und Ladepunkt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Mode-3-Kabel sich für eine Ladeleistung bis 43 kW eignen, was eine Schnellladung zulässt.

Mode-3-Ladekabel existieren allerdings verschiedene, denn sie haben verschiedene Steckertypen. Je nachdem, welches Fahrzeug Sie haben, brauchen Sie ein Kabel von Typ-2 auf Typ-2 oder von Typ-2 auf Typ-1. Auch verschiedene Längen werden von Mode-3-Ladekabeln in der Regel angeboten.

Mode-4-Ladekabel: 

Ladekabel des Typs 4 sind immer an der Ladesäule direkt verbaut und sind für hohe Ladeleistungen zwischen 50 und 150 kW ausgelegt. Unter anderem an Tesla Supercharger Ladesäulen findet man solche Ladekabel.

Welche Steckertypen sind in Deutschland am verbreitetsten?

Die Problematik, warum es diese Menge an verschiedenen Steckertypen gibt, hängt damit zusammen, dass man in verschiedenen Teilen der Welt zeitgleich an Elektroautos gearbeitet hat. Jeder verwendet natürlich den Steckertyp, der in seinem Land am gängigsten ist und deshalb hat man vor allem drei verschiedene Stecker, die in Europa, Asien und der USA entwickelt wurden.

In Deutschland ist der Typ-2 Stecker am verbreitetsten, denn er wurde in ganz Europa vor einigen Jahren als Standardstecker zum Laden von Elektroautos etabliert.

Augen auf beim E-Auto Kauf!

Wer sich für einen deutschen oder europäischen Hersteller entscheidet, bekommt standardmäßig ein Mode-2-Ladekabel mitgeliefert. Wenn es ein asiatischer oder amerikanischer Hersteller ist, wird man sich ein entsprechendes Kabel zusätzlich kaufen müssen, denn der verbaute Stecker ist nicht die Norm bei deutschen Ladesäulen.

Das ist im Prinzip nicht schlimm, aber man sollte es wissen, denn ein Ladekabel schlägt nochmal mit ein paar hundert Euro zusätzlich zu Buche.