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Peugeot Rifter Test

Praktischer Hochdachkombi mit markantem Design

6/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Riesieger Kofferraum
  • Praktische Schiebetüren
  • Bis zu 7 Sitze
  • Schmale hintere Einzelsitze (im Allure)
  • Etwas kurze Sitzkissen
  • Ausstattungspakete nicht für Access

20.740 € - 30.440 € Preisklasse

5 Sitze

4,2 - 5,5 l/100km

Test

Gibt es eine praktischere Form von Auto als einen Hochdachkombi? Ein trendiger SUV oder einer dieser Lifestyle-Kombis mögen schicker anmuten, aber der Rifter bietet definitiv mehr Raum. Das hat der Peugeot mit einem Citroen Berlingo, mit der er sich die Basis teilt, genauso gemein wie mit den anderen Hochdachkombis, welche wären: VW Caddy, Ford Tourneo, Mercedes Citan oder Opel Combo.

Mit bis zu sieben Sitzen und einem riesigen Kofferraum macht der Rifter in Peugeots Modellpalette in der 4,40-Meter-Klasse damit das ultimative Raum- und Variabilitätsangebot, und wer noch mehr Platz benötigt, bestellt ihn einfach in der 35 Zentimeter längeren Langversion. Ansehnlicher als der alte Peugeot Tepee wirkt er allemal. Mit dem neuen Peugeot Markengesicht wirkt er vorne bullig. Die schwarzen Kunststoffplanken an Radhäusern und Schwellern und der Unterbodenschutz lassen den Rifter kerniger auf der Straße stehen – und wenn er mit Allradantrieb bestellt wurde, auch mal abseits davon.

Im Interieur folgt der Peugeot Rifter, der 2018 auf den Markt kam, mit dem i-Cockpit den neuen Peugeot Modellen. Im Cockpit sitzt das kleine Lenkrad tief und darüber befinden sich die Instrumente. Diese ungewöhnliche Anordnung gibt den Blick auf die Straße voll frei, weil kein Lenkradkranz den Blick durchkreuzt. Tacho und Bordcomputerinfos liegen trotzdem optimal im Blick. Das Heck nicht, denn die mittleren Dachsäulen fallen ziemlich breit aus. Dass an ihnen breite Schiebetüren hängen – ein oder zwei, abhängig von der Ausstattungslinie – macht das Einsteigen in engen Parklücken leicht und schützt vor Parkschäden.

Praktisch sind auch die unzähligen Ablagen im Rifter. Und dann erst der Laderaum: 2.693 Liter Volumen. Damit eignet sich der Peugeot Rifter, der sich auch mit seinen bis zu 130 PS starken Motoren, seinem Komfort, seinem unkomplizierten Handling und seiner Fahrsicherheit im Alltag bewährt, für erhöhten Raumbedarf.

Der Peugeot Rifter ist einfach praktisch. Was den französischen Hochdachkombi noch praktischer und sicherer macht, darüber lesen Sie hier. Und über die Ausstattungslinien und Ausstattungspakete, die nicht für jede Linie zu bestellen sind, erzählen wir Ihnen auch noch einiges.

Mehr Kopffreiheit gibt es nur noch im Cabrio und so viel Kofferraum nur im Van. Das eine verdankt der Peugeot Rifter seiner mit 1,87 Meter Höhe hünenhaften Statur und das andere der Kastenform.

Beides sorgt dafür, dass Mensch und Gepäck genügend Raum haben. Vorne sitzt man bequem. Im Fond stehen im besten Fall drei Einzelsitze mit etwas kurzen Sitzauflagen zur Verfügung (Serie im Allure). Mit kleineren Kindern sind die von Vorteil, da sich drei Kindersitze nebeneinander installieren lassen. Werden die Kinder älter, kommen sie sich, Schulter an Schulter, aber ziemlich nah. Gut ist, dass sich die Sitze verschieben oder ausbauen lassen. Das gelingt auch mit den Plätzen sechs und sieben, für die im Siebensitzer (L2) mehr Raum zur Verfügung steht. Hier bietet der Peugeot Rifter statt der 2,70 Meter des Fünfsitzers (L1) 3,05 Meter Innenlänge. Mit 4,75 Meter fällt aber das Parkplatz finden in der Stadt etwas schwerer als mit 4,40 Meter Länge.

Als praktisch beim Verstauen von langen Gegenständen – Surf-/Holzbrett – erweisen sich der versenkbare Beifahrersitz und die niedrige Ladekante. Optional erhält man den Peugeot Rifter wie die Kombis von BMW mit einer separat von der Heckklappe zu öffnenden Heckscheibe. Außergewöhnlich viele Ablagen, die sich mit der Wahl der Ausstattungslinie verändern, stehen im Peugeot Rifter obendrein zur Verfügung. Die größte sitzt hinten.

Gemeint ist der Kofferraum: Hinter der großen Klappe ist ein Riesenreich fürs Gepäck. Im Fünfsitzer kommen 571 Liter unter und im Siebensitzer 775 Liter. Bei flach gelegten hinteren Sitzen sind es 2.693 Liter und im Siebensitzer bis zu 4.000 Liter. Im Vergleich: Ein VW Caddy schluckt 750 bis 3.030 Liter, ein Opel Combo 597 bis 2.693 Liter und ein Citroen Berlingo wie der Rifter 775 bis 4.000 Liter. Reicht das noch nicht, darf noch ein bis zu 1,5 Tonnen schwerer Anhänger an den Haken genommen werden.

Technische Daten

Länge 4,40(4,75) Meter
Breite 1,85 Meter
Höhe 187 bis 1,88 Meter
Kofferraumvolumen 571(775) bis 2.693(4.000) Liter
Türen 5
Leergewicht 1.505 bis 1.831 Kilogramm
Zuladung 375 bis 705 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.100 bis 2.340 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 750 Kilogramm / 1.050 bis 1.500 Kilogramm

Die Motoren sind nicht der Hauptgrund, warum man Rifter fährt. Sie erledigen ihren Job im ansprechend komfortablen Peugeot Rifter gut und sparsam. Zum Marktstart präsentierte Peugeot den Hochdachkombi mit zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren. Alle erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP und werden mit Schaltgetriebe oder Automatik kombiniert.

Die Benziner

Es ist egal, wie man sich zwischen den zwei Leistungsstufen entscheidet, den Antrieb bildet immer ein 1,2-Liter-Dreizylindermotor. Der PureTech 110 Stop&Start leistet 110 PS und wird in Verbindung mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe geliefert. Der 130 PS starke PureTech 130 Stop&Start ist in Kombination mit dem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe zu haben.

Die schwächere Variante, die beim Ausdrehen nach Dreizylinder klingt und beim normalen Fahren leise im Hintergrund arbeitet, entwickelt etwas weniger Dampf und auch der 130-PS-Benziner besitzt mangels Hubraum eine kurze Anfahrschwäche. Ab 1.500 Umdrehungen geht es munter voran, wenn man den 1,2er mit dem Gasfuß bei Laune hält. Der Verbrauch, der von Peugeot mit 5,5 bis 5,9 Liter/100 km angegeben wird, steigt dann um rund zwei Liter.

Die Diesel

Niedriger Verbrauch geht mit einem Diesel am leichtesten. Ein Selbstzünder spart beim CO2-Austoß und an der Tankstelle. Der 102 PS leistende 1,5-Liter-Basisdiesel BlueHDi 100, der als einziger Motor mit einem 5-Gang-Handschaltgetriebe geliefert wird, sorgt zwar nicht für berauschende Fahrleistungen, aber mit 4,2 bis 4,4 Liter/100 km Kraftstoff für den niedrigsten Verbrauch im Rifter (Werksangabe). Ähnlich wenig fließt aber auch im Rifter BlueHDi 130 aus dem 50 Liter großen Tank. Viel zu hören ist von den Dieseln dank der guten Geräuschdämmung nicht. Es sei denn, man quält sie mit hohen Drehzahlen.

1.2 PureTech 110L1/L2 1.5 PureTech BlueHDi 100L1 1.5 BlueHDi 130L1/L2 1.5 BlueHDi 130L1/L2
Hubraum [ccm] 1.199 1.499 1.499 1.499
Leistung [PS] 110 102 130  130
 Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 8-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
11,7| 175 12,5 | 175 10,4 | 186 10,8 | 184
Kraftstoff Benzin Diesel  Diesel  Diesel

Der Peugeot Rifter startet in der Basisausstattung und mit dem Einstiegsbenziner mit 110 PS zu einem Preis von knapp 21.000 Euro. Nachdem der Motor ausgewählt ist, stehen weitere Entscheidungen an. Als erstes sollte man sich überlegen, ob man den normalen Rifter (L1) oder die längere Version (L2), als 5- oder 7-Sitzer möchte. Dann hat man noch die Wahl zwischen den Ausstattungslinien, die sich noch um Extras und Ausstattungspakete ergänzen lassen.

Rifter Access

Die Sicherheitsausstattung ist im Rifter Basismodell mit dem ABS, dem ESP, den sechs Airbags, dem Notbremsassistenten, der Verkehrsschilderkennung, dem Tempomat und dem Geschwindigkeitsbegrenzer ordentlich.

Die Grundausstattung beinhaltet zudem elektrische Fensterheber vorn, die elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegel, den höhenverstellbaren Fahrersitz, das in Höhe und Tiefe verstellbare Lenkrad, den Bordcomputer, eine 12-Volt-Steckdose im Armaturenbrett und die manuelle Kindersicherung in den hinteren Türen. Der Rifter Access steht auf 16 Zoll-Rädern und verfügt über eine im Verhältnis 2/3 und 1/3 flachlegbare Rücksitzbank und zumindest schon über eine Schiebetür (die rechte) mit feststehendem Fenster.

Mit dem RD6-Radio-System mit Freisprecheinrichtung und Bluetooth, über welches das Smartphone eingebunden wird, steckt schon im Einstiegsmodell Musik drin. Aber man schwitzt im Sommer, denn die Klimaanlage fehlt.

Rifter Active

In der mittleren Ausstattungsvariante geht eine manuelle Klimaanlage mit an Bord. Der Bereich hinter den Vordersitzen und der Laderaum sind nun ausgeleuchtet und die Haltegriffe in Sitzreihe eins und zwei erleichtern den Ein- und Ausstieg. Den Unterschied machen ebenso das Multifunktions-Lederlenkrad, die Nebelscheinwerfer, andere Polster und die praktische Dachablage. Der für viele entscheidende Unterschied ist jedoch der: Als Active verfügt der Rifter über zwei Schiebetüren (rechts und links) mit aufklappbarem Seitenfenster und feststehendem Fenster in der dritten Sitzreihe.

Rifter Allure

Jetzt wird‘s praktisch. Im Topmodell finden sich ein Ablagefach unter dem Fahrersitz und eine Ablage im Boden in Sitzreihe zwei. Der Beifahrersitz ist wie die drei Einzelsitze dahinter umklappbar.

Der Komfort steigt mit der 2-Zonen-Klimaautomatik, der besseren Audioanlage RCC, den auch hinten elektrisch arbeitenden Fensterhebern, dem Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze und Armlehne, dem Getränkehalter, dem elektrisch abblendenden Innenspiegel, den Einparksensoren hinten und den von Kindern schnell geliebten Klapptischen. Die Feststellbremse arbeitet hier genauso elektrisch wie die Kindersicherung. Die beiden Schiebetüren verfügen über ein absenkbares Seitenfenster.

Im Innenraum erkennt man die höchste Linie an der dunkelblauen statt schwarzen Armaturentafel und den sich unterscheidenden Polstern und von draußen an den Außenspiegelkappen und Türgriffen in Wagenfarbe, dem Kühlergrill mit Chromumrandung, der Front- und Heckschürze in Alu-Grau, dem LED-Tagfahrlicht und den fescheren Radzierblenden auf den 16-Zöllern.

Zu den empfehlenswerten Extras im Peugeot Rifter zählen, abhängig vom Einsatzzweck, die separat zu öffnende Heckscheibe, die zwei Heckflügeltüren statt der Heckklappe (eher was für Handwerker), das Panorama-­Glasdach mit weiteren Ablagen am Dachhimmel, der DAB-Digitalradioempfang und das 3D-Navigationssystem mit 8,0-Zoll-Touchscreen, Spracherkennung und Verkehrsinfos in Echtzeit.

Dem Basismodell Access werden leider alle Ausstattungspakete (außer das serienmäßige Sicherheits-Paket), vorenthalten. Für den Rifter Active sind zumindest das Kinder-Paket mit dem Kinderspiegel und den Sonnenrollos an den mittleren Seitenfestern und das Grip-Control-Paket mit der Bergabfahrhilfe, dem Reserverad, dem Motorschutz und der M+S-Bereifung bestellbar. Für das Topmodell sind dagegen alle Ausstattungspakete zu bestellen – so läuft Marketing.

Die Pakete haben alle ihre Vorteile. Zum Sicherheits-Paket Plus gehören der Fernlichtassistent, der Müdigkeitswarner und die automatische Erkennung von Stopp- und Einbahnstraßenschildern. Im Drive-Assist-Paket zählt der auf Langstrecke bequeme automatische Abstandsregeltempomat (ACC) mit zur Serienausstattung. Das Easy-Paket beinhaltet die vorderen Einparksensoren und den Toter-Winkel-Assistenten und das Easy-Paket Plus zusätzlich die 180-Grad-Rundumsichtkamera und den Park Assist.

All das macht den Peugeot Rifter noch sicherer. Für die Maximalwertung im Euro NCAP-Crashtest reicht es trotzdem nicht. Das Crashverhalten und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden mit vier von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Gibt es eine praktischere Form von Auto in dieser Größe? Wenn maximaler Gepäckraum das Wichtigste ist, bietet ein Hochdachkombi das Maximum. Und im Peugeot Rifter kommen noch die Vielseitigkeit beim Packen und die zahlreichen Ablagen hinzu.

Da es weder an Sicherheitsassistenz, praktischen Schiebetüren und Sitzoptionen mangelt, kann man mit reinem Gewissen angesichts der fairen Kosten sein Fazit ziehen: Der Rifter ist für Familien genauso wie für Handwerker ohne große Einschränkungen zu empfehlen.

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