Dacia Dokker Test

Transportmobil für Familien

6/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Viel Auto fürs Geld
  • Reichlich Platz
  • Einfache Bedienung
  • Günstige Kunststoffe
  • Reizarmer Einstiegsmotor
  • Mäßige Bremsleistung

8.990 € - 13.700 € Preisklasse

5 Sitze

4,2 - 9,1 l/100km

Test

Geiz ist nicht geil, aber ein günstiger Autopreis für manchen schon. Das erklärt den Erfolg von Renaults rumänischer Günstigmarke. Bei Dacia stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch. Wenn man sich anstatt für den VW Caddy, Peugeot Partner oder Renault Kangoo für den Dacia Dokker entscheidet, bleiben einige Euro in der Familienkasse oder Firmenkasse.

4,40 Meter Auto und 3.000 Liter Gepäckraumvolumen für 9.000 Euro? Im Vergleich zu einem Caddy lässt sich schnell ein hoher vierstelliger Betrag einsparen. Dafür erhält man zwar das rumänische Sparprogramm aus Frankreich, aber erprobte Renault Motoren mit bis zu 130 PS Leistung. Gepaart mit einem grundsoliden Platzangebot, das sich aus der Form des Dokker ergibt.

Nach dem Einstieg über die Schiebetüren spürt man im Dokker, dass ein Auto aus Blech gefertigt und zweckmäßig ausgerüstet ist: viel nacktes Blech, archaische Fensterkurbeln und ein Zündschlüssel statt dem ganzen modernen Kram, den man tatsächlich nicht unbedingt braucht.

Der Dacia Dokker ist in vielerlei Hinsicht das, was Autos mal waren: Fortbewegungsmittel, aber mit ausreichend Sicherheit, selbst wenn es an Fahrassistenten fehlt, die Bremse nicht zu den besten zählt und es um die Übersicht nicht so gut gestellt ist.

An ein 360-Grad-Rundumsichtsystem darf man im Sparauto Dokker nicht mal denken, aber wer einige Euro zusätzlich investiert, fährt schon das Topmodell Dokker Stepway. Das verfügt über praktische Sachen wie Parksensoren und über hilfreiche Dinge wie einen Tempomat und ein Navigationssystem. Aber lesen Sie mehr, was der Dokker zum Kampfpreis noch zu bieten hat – Eingestiegen!

4,39 x 1,77 x 1,85 – Bei diesen Maßen sind die Voraussetzungen gut für Platz, Verstauen und Laden. Die Fahrzeugüberhänge sind kurz und der Radstand ist mit 2,81 Meter lang. Im hohen Laderaum (1,85 Meter mit Dachreling) ist auch gut einpacken mit Möbeln und über die 70 Zentimeter breite Öffnung der Schiebetüren (rechte Fahrzeugseite im Einstiegsmodell, links und rechts ab Essential) gestaltet sich der Einstieg bequem.

Das Platzangebot hat was zu bieten. Die Kopffreiheit beträgt vorne 1,04 Meter und hinten 1,06 Meter. Und wird mehr Platz für die Ladung benötigt, verfügt die Sitzbank in der zweiten Reihe im Basismodell über eine komplett umklappbare Rückenlehne. Ab dem zweiten Ausstattungsgrad ist die Rückbank im Verhältnis 1/3 zu 2/3 getrennt umlegbar. Zusätzlich kann bei allen Versionen die Rückbank senkrecht gegen die Vordersitze geklappt werden.

Eine verschiebbare Rückbank hat der Dokker zwar nie mit an Bord, aber im Innenraum finden sich genug Ablagen. Je nach Ausstattung stehen bis zu 46,3 Liter für Kleinteile, Trinkflaschen und Papiere zur Verfügung. Im Kofferraum ist viel Platz. Die Kofferraumbreite zwischen den Radkästen beträgt 1,13 Meter. Dies erlaubt bei umgelegter Rücksitzbank sogar den Transport von Europaletten in Längsrichtung. Die Ladekante liegt mit 57 Zentimeter niedrig und das Ladevolumen auf der 1,16  bis 1,57 Meter langen Ladefläche zählt zu den größten in der 4,40-Meter-Klasse.

Technische Daten

Länge 4,36 bis 4,39 Meter
Breite 1,75 bis 1,77 Meter
Höhe 1,80 bis 1,85 Meter
Kofferraumvolumen 800 bis 3.000 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.224 bis 1.382 Kilogramm
Zuladung 525 bis 570 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.794 bis 1.907 Kilogramm
Zulässige Anhängelast ungebremst / gebremst 610 bi 690 Kilogramm/1.200 Kilogramm

Der vom Fahrwerk sicher abgestimmte Dokker steht mit zwei Benzinmotoren, zwei Dieselmotoren und einer LPG-Variante mit Flüssiggas im Gas im Angebot. Alle Motoren sind mit einem Start-Stopp-System ausgestattet.

Die Benziner
Mit dem schwächsten Benziner ist man ungefähr so flott unterwegs wie mit dem stärksten Dieselmotor. Also unflott. Der 1,6-Liter-Saugmotor im SCe 100, der mit 150 Nm an den Vorderrädern zieht, sorgt im Dokker (Stepway: Werte in der Tabelle in Klammern) für eher beschauliche Fortbewegung.

Die Performance verbessert sich mit dem agileren und 240 Nm Drehmoment mobilisierenden TCe 130, ohne dass der Verbrauch darunter leidet. Er fällt in der Werksangabe mit 6,0 Liter statt 6,8 Liter/100 km sogar noch niedriger aus.

Wer noch günstiger tanken möchte, bestellt für lediglich 1.000 Euro Preisdifferenz (allerdings erst ab Access) den 1,6-Liter-Vierzylinder mit dem bivalenten Antrieb, mit dem man 50 Liter Super und 33,6 Liter Flüssiggas tanken kann. Durch die zwei Tanks erhöht sich die Reichweite und durch den Gasbetrieb reduziert sich der Schadstoffausstoß.

Die Diesel
Der Schadstoffausstoß ist das, was manche am Diesel stört, obwohl der CO2-Ausstoß mit 112 und 113 g CO2/km niedrig ist. Wie das Temperament. Der Dokker Blue dCi 75 beschleunigt lahm und die Höchstgeschwindigkeit liegt gerade mal bei 154 km/h. Rasen geht anders. Damit ist der größere Diesel, der 95 PS und 220 Nm produziert, die bessere Wahl. Auch, weil der Verbrauch mit 4,3 bis 4,4 Liter dem des Einstiegsdiesels fast gleicht.

SCe 100/SCe 110 LPG TCe 130 Blue dCi 75 Blue dCi 95
Hubraum [ccm] 1.598 1.332 1.461 1.461
Leistung [PS] 102/109 131 75 95
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
12,3(12,7) | 170(164) 8,9(9,1)| 189 15,1| 154 12,5(12,6)| 168
Kraftstoff Benzin Benzin  Diesel  Diesel

Viel Geld ausgeben geht im Dokker nicht. Der Preis beginnt im Einstiegsmodell Access bei 8.990 Euro. Der höchste Preis liegt mit dem Dokker Stepway bei 12.500 Euro.

Dokker Access

Im Access fällt der Ausstattungsumfang ziemlich dünn aus mit den zwei Hecktüren mit Heckscheibenwischer und -heizung, der einen Schiebetür rechts mit Ausstellfenster, der Außentemperaturanzeige und den Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer (Beifahrerairbag deaktivierbar), dem ESP, dem ABS, der Berganfahrhilfe und dem Bremsassistenten.

Dokker Essential

Im Essential stellen den essentiellen Vorteil die zwei Schiebetüren rechts und links dar. Außerdem verfügt diese Ausstattungslinie über eine Dachreling, elektrische Fensterheber vorne, Nebelscheinwerfer, das Multifunktionslenkrad und das CD-MP3-Radio mit USB- und AUX-In-Schnittstelle sowie Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Die Rücksitzbanklehnen sind hier asymmetrisch umklappbar.

Dokker Comfort

Der Comfort bietet mehr Komfort mit der manuellen Klimaanlage und dem Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Die Außenspiegel sind elektrisch einstell- und beheizbar und der Fahrersitz und das Lenkrad höhenverstellbar.

Dokker Stepway

Das Topmodell der Dokker-Baureihe heißt Stepway und mit ihm geht es nicht nur einen Schritt voran. Der Stepway steht auf 16-Zoll-Rädern und unterscheidet sich von den anderen Versionen durch die Front- und Heckschürze im SUV-Look sowie die Seitenschweller und Radlaufverbreiterungen in Schwarz. Die Einparkhilfe hinten sorgt für sicheres Einparken und die Multimedia mit Navigationssystem und 7-Zoll-Touchscreen für bessere Laune beim Navigieren.

Beste Laune machte die Bremsleistung im ADAC-Bremstest nicht. Im Test kam der Dacia Dokker nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach unterdurchschnittlichen 37,6 Metern zum Stehen.

Zusammenfassung

Geiz ist nicht geil, aber der Dokker bietet viel Platz und Auto fürs Geld. Groß und praktisch ist der Rumäne, der auf die Technik von Renault setzt. Mit der Anmutung im Innenraum, der schlechten Übersichtlichkeit und der mäßigen Bremsleistung hat der Dokker seine Schwächen, aber zu diesem Preis bietet kaum einer mehr – was man schon geil finden kann.

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