Skoda Karoq Sportline Test

Die sportliche Variante des Kompakt-SUVs

N/A
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Sportliches Design
  • Gute Serienausstattung
  • Solide Verarbeitung
  • Überschaubare Fahrdynamik
  • Relativ hoher Verbrauch
  • Teils günstiger Kunststoff

31.300 € - 40.638 € Preisklasse

5 Sitze

4,6 - 6,6 l/100km

Test

Der Karoq tritt in die Fußstapfen seines Vorgängers Yeti und führt Skodas bekanntestes Markenzeichen der Praktikabilität fort. Mit der Sportline Variante zeigt sich der tschechische Kompakt-SUV von seiner sportlichsten Seite und macht sich dadurch umso begehrenswerter.

Ebenfalls wie der SEAT Ateca fußt der Karoq Sportline auf derselben Plattform und besitzt deshalb die gleichen Maße, Ausstattungen und technischen Daten wie sein Konzernbruder. Mit 4,38 Metern Außenlänge verfügt er für einen Kompakt-SUV über praktische Maße, die sich besonders beim Parken in der Stadt bemerkbar machen.

Die Konkurrenz um Audi Q2, BMW X1, Nissan QashqaiOpel Grandland X, VW T-Roc und eben SEAT Ateca macht es Skoda jedenfalls nicht leicht, wenngleich der Tscheche klare Vorzüge besitzt.

Das Interieur kommt serienmäßig mit Sportsitzen inklusive silbernen Kontrastnähten, einem Multifunktions-Sportlenkrad aus perforiertem Leder und einer Ambientebeleuchtung. Daneben bietet das Cockpit ein logisch angeordnetes Infotainmentsystem sowie die neuesten Assistenzsysteme. Auf Wunsch lässt sich das Cockpit auf ein virtuelles Cockpit mit einer zusätzlichen fünften Display-Ansicht erweitern.

Im Fond werden weitere Qualitäten des Sportline offenbar: Auch hier genießt man einen guten Sitzkomfort aufgrund der ergonomisch durchdachten Sitzflächen. Dazu gehört ebenfalls eine großzügige Kopf- und Beinfreiheit – insgesamt jedoch sitzt es sich wegen der erhöhten Bodenfreiheit und Sitzposition sehr komfortabel im Sportline.

Wie für Skoda typisch verfügt der Sportline über praktische Funktionen und Ablagefächer im Innenraum. So sind etwa Parktickethalter in Griffnähe, Befestigungen für ein Tablet an den Kopfstützen und der Mittelkonsole, eine Stoff-Gummi-Matte für schmutzige Utensilien, ein Eiskratzer im Tankdeckel und sogar ein Regenschirm unter dem Beifahrersitz serienmäßig an Bord.

Der Kofferraum, in dem sich eine abnehmbare LED-Akku-Taschenlampe befindet, führt die Praktikabilität fort und fasst 521 bis 1.630 Liter Volumen. Optional kann er mit einer elektrischen Heckklappenöffnung ausgestattet werden.

Hinsichtlich der Fahreigenschaften deutet der Karoq Sportline das “Sport” im Namen durchaus an, bleibt aber nicht konsequent darin. So verfügt der Kompakt-SUV zwar grundsätzlich über ein komfortabel abgestimmtes Fahrwerk mit optionalem Allradantrieb, gelangt jedoch gerade bei sportlicher Fahrweise schnell an seine Grenzen. Ein wenig Abhilfe schafft da der aus insgesamt drei Fahrmodi (Eco, Normal und Sport) auf Knopfdruck auswählbare Sportmodus, womit die Seitenneigung in den Kurven leicht reduziert wird – für die Bezeichnung als “Sportler” reicht das dann allerdings noch nicht. Dafür sorgt auch die fehlende Spontanität beim Ansprechverhalten des Gaspedals, das gefühlt um eine Sekunde zu spät greift.

Welche Motoren, Assistenzsysteme und sonstige Ausstattungen für den Sportline angeboten werden, erfahren Sie in diesem Testbericht.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 4,38 Meter
Breite 1,84 Meter
Höhe 1,60 bis 1,62 Meter
Kofferraumvolumen 521 bis 1.630 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.380 bis 1.839 Kilogramm
Zuladung 300 bis 658 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.881 bis 2.258 Kilogramm
Zulässige Anhängelast
ungebremst / gebremst
690 bis 750 Kilogramm / 1.500 bis 2.100 Kilogramm

Skoda bietet für seinen Karoq Sportline insgesamt vier Motoren an, die allesamt auf der Basis eines beständigen Vierzylinders gründen. Die überschaubare Kraftspanne von 150 bis 190 PS ist zwar solide, aber auch nicht mehr. Der Tankinhalt der Motoren mit Frontantrieb fasst ein Volumen von 50 Litern und bei Allradantrieb ein Volumen von 55 Litern. Beim Motorengeräusch findet sich zudem eine Besonderheit: Dieser klingt durchaus einprägsam kernig, wird jedoch künstlich durch eine kleine Box unterhalb der Windschutzscheibe erzeugt und ist somit außerhalb der Fahrgastzelle nicht wahrnehmbar.

Die Benziner

Den Einstieg bei den Benzinern macht ein 1,5-Liter-TSI mit 150 PS und 250 Nm Drehmoment. Dieser kommt wahlweise als manuelles oder vollautomatisches Schaltgetriebe, womit sich eine Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h und eine Beschleunigung von 8,9 Sekunden (0-100 km/h) erzielen lässt. Der Durchschnittsverbrauch beträgt hier um die 6 Liter.

Ein stärkerer Benziner, der zugleich die stärkste Motorvariante beim Sportline darstellt, findet sich in dem 2,0-Liter-TSI mit 190 PS und 320 Nm Drehmoment. Die Spitzenwerte bei der Geschwindigkeit und der Beschleunigung (0-100 km/h) lauten hier 213 km/h bzw. 7,3 Sekunden. Der Verbrauch steigt dann allerdings auch auf durchschnittlich 8 Liter pro 100 Kilometer.

Die Diesel

… stehen jeweils als 2,0-Liter-TDI, wahlweise mit 150 oder 190 PS, zur Verfügung. Bei der schwächeren Version kann man zwischen einem manuellen oder automatischen Schaltgetriebe mit Allrad wählen. Die starke Variante kommt hingegen nur als Automatikgetriebe mit Allrad.

Die Höchstgeschwindigkeit erreicht die 150 PS Motorversion bei 203 km/h, während der 190 PS Motor bis zu 211 km/h schnell fährt. Die Beschleunigungswerte sind auch ähnlich wie beim Benziner: Der 2,0-Liter-TDI mit 150 PS beschleunigt den Tschechen von 0-100 km/h in 8,8 Sekunden und der 2,0-Liter-TDI mit 190 PS schafft den Standardsprint in nur 7,4 Sekunden.

Der durchschnittliche Verbrauch beläuft sich indessen auf etwa 7 Liter pro 100 Kilometer.

1.5 TSI (DSG) 2.0 TSI 4×4 DSG 2.0 TDI (4×4 DSG) 2.0 TDI 4×4 DSG
Hubraum [ccm] 1.498 1.984 1.968 1.968
Leistung [PS] 150 190 150 190
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe (7-Gang-Automatik) 7-Gang-Automatik 6-Gang-Schaltgetriebe (7-Gang-Automatik) 7-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Vmax [km/h]
8,9 (9,0) | 204 7,3 | 213 9,0 (8,8) | 203 (195) 7,4 | 211
Kraftstoff Benzin Benzin Diesel Diesel

Die Auswahl der Ausstattungslinie fällt beim Karoq Sportline nicht schwer, denn es gibt nur die “Sportline-Version”. Mit ihr befinden sich bereits die wichtigsten Gegenstände an Bord und sorgen für einen angenehmen Fahrkomfort. Weitere Extras können bei Bedarf über Zusatzpakete als Sonderausstattung hinzugebucht werden.

Karoq Sportline

Serienmäßig wartet der Sportline mit beheizbaren Sportvorder- und äußeren Rücksitzen, einem Multifunktions-Sportlenkrad aus perforiertem Leder, einer Pedalerie in Edelstahloptik, SPORTLINE Dekoreinlagen, einer Ambientebeleuchtung, einem digitalen Radioempfang (DAB+), einem Musiksystem Swing mit 6,5-Zoll-Farbdisplay, einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung, einer 2-Zonen-Klimaautomatik, Parksensoren hinten, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, einem adaptiven Fahrwerk (bei Allradversion), adaptiven LED-Front- und Rückscheinwerfern inklusive LED-Tagfahrlicht und 18-Zoll-Leichtmetallrädern auf.

Wichtige Assistenzsysteme sind ebenfalls serienmäßig dabei: Der Tempomat, der hydraulische Bremsassistent, die Reifendrucküberwachung, der Berganfahrassistent, der Frontradarassistent inklusive City-Notbremsfunktion mit Personenerkennung, der Regensensor und der Fahrlichtassistent.

Weiteren Luxus und noch mehr Praktikabilität kann man mit zusätzlichen Paketen und optionalen Ausstattungen für einen kleinen Aufpreis erwerben. Empfehlenswert erscheint da z.B. das Infotainmentsystem Bolero, mit dem sich u.a. das Smartphone via Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink auf den Bordbildschirm projizieren lässt und die Anschaffung eines Navigationssystems überflüssig macht. Des Weiteren lohnt es sich einen Blick auf den adaptiven Abstandsassistenten sowie Spurhalte-, Spurwechsel- und Ausparkassistenten zu werfen, worin ebenfalls der Notfall- und Stauassistent enthalten sind. Damit geht bzw. “fährt” man im Sportline auf Nummer sicher.

Im ADAC-Bremstest überzeugte der Skoda Karoq Sportline mit 34,3 Metern Bremsweg nach einer Vollbremsung aus 100 km/h. Auch beim Euro NCAP-Crashtest blieb der Sportline solide und konnte die maximale Wertung von fünf Sternen erreichen.

Zusammenfassung

Mit dem Sportline kommt wohl das sportlichste Karoq-Modell von Skoda auf die Straße. Trotz der vielfach im Design angedeuteten sportlichen Ambitionen jedoch, erreicht der Karoq mit maximal 190 PS schnell seine Grenzen. Bei dieser bescheidenen Fahrdynamik erscheint dann der Tscheche gar nicht mehr so günstig, gerade im Hinblick auf die Konkurrenz um Audi Q2, BMW X1 und VW T-Roc.

Wem jedoch diese verhaltene Sportlichkeit nicht besonders stört, erhält mit dem Sportline bereits ab Serie eine rundum vernünftige Ausstattung inklusive der praktischen Skoda-Gegenständen wie dem Eiskratzer im Tankdeckel oder dem Regenschirm unter dem Beifahrersitz.

Und falls das noch nicht ausreicht, lässt sich der Sportline gegen einen fairen Aufpreis mit zusätzlichen Assistenzsystemen frei nach den individuellen Bedürfnissen auffrischen, womit er noch sicherer und praktischer wird.

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