Citroen C1 Test

Kleiner Flitzer mit pfiffigem Design

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Idealer Stadtflitzer
  • Guter Komfort
  • Optional mit elektrischem Faltdach
  • Lauter Motor
  • Viel günstiger Kunststoff
  • Wenig Platz auf der Rückbank

9.940 € - 15.000 € Preisklasse

4 Sitze

3,7 - 4,5 l/100km

Test

Sie suchen einen Kleinwagen für fast jede Parklücke zum günstigen Preis? Dann ist der Citroën C1 vielleicht der richtige für Sie. Mit 3,47 Meter Länge ist er noch kompakter und zumeist auch günstiger als seine Konkurrenten, zu denen der Fiat Panda, Kia Picanto, Renault Twingo, Opel Karl, Seat Mii, Skoda Citigo oder VW up! zählen.

Mit dem Peugeot 108 und dem Toyota Aygo, die wie der Citroën ebenfalls in Tschechien gebaut werden, teilt sich der C1 die Plattform, aber nicht die Optik: Der C1 ist im superkompakten Dreiergestirn der Verspielte, der Aygo der Moderne und der 108 der Elegante.

Die Originalität des Citroën C1 zeigt sich auf den ersten Blick, bei dem große Glupschaugen und Tagfahrlichter wie Augenbrauen auf die Straße gaffen. Das Cockpit des Citroën C1, das bei der Bedienung nicht vor Rätsel stellt, präsentiert sich mit einfachen, zweckmäßigen Kunststoffen, aber ordentlich verarbeitet.

Eine seltene Option kann schon darüber entscheiden, dass man sich unter den zahlreichen Kleinwagen für den Citroën C1 (oder sein Schwestermodell Peugeot 108, für den das Extra auch bestellbar ist) entscheidet.

Die Rede ist vom großen Stofffaltdach, das im C1 Airscape Feel und Shine zur Serienausstattung gehört. Hier kommen Cabriogefühle auf und es ist daher eine Empfehlung wert. Für welche der drei Varianten des 72-PS-Motors man sich entscheidet, bleibt schlussendlich eine Frage der Fahrgewohnheiten und -vorlieben – aber auch hierzu gibt es eine Empfehlung.

Der Komfort ist für das Format gut. Und der Sitzkomfort fällt so aus, wie man es heute erwarten darf. Da unterscheidet sich der Citroën C1 kaum von anderen Kleinwagen im 3,50-Meter-Format. Im Preis aber schon. Der ist nicht so hoch wie bei einem Mini One oder Fiat 500, sondern so, wie sich das mancher bei einem Kleinwagen auch heute noch wünscht.

Mit 3,47 Meter geht einiges. Mit dem C1 wuselt man gelenk durch die Stadt, und wenn es ans Parkplatz suchen geht, wird man schneller fündig als die ganzen Mamas in den großen SUVs. Und die Schweißtropfen bei der Einfahrt in ein enges City-Parkhaus entfallen im schmalen Citroën C1 ebenso.

Dadurch, dass er schmal und kurz ist, ist er auch übersichtlich. Das und das spielerische Einlenken gepaart mit einfacher Bedienung machen Citroëns Kleinen zum sehr unkomplizierten Typ. Nur mit dem fürs Format großen Wendekreis (10 Meter mit den 15-Zoll-Rädern) steht sich der kleine Franzose manchmal selbst auf den Füßen. Ansonsten? Die optionale Rückfahrkamera kann man mitbestellen, um noch mehr Gewissheit beim Rangieren zu haben, man muss es aber nicht.

Die zwei statt vier Türen sind dagegen ein guter Tipp, denn die Viertürigkeit kostet nur 450 Euro Aufpreis. Allerdings sollte man sich nicht allzu viel vom C1 Viertürer versprechen. Die hinteren Türen fallen – kürzebedingt –  ziemlich schmal aus und ihr Öffnungswinkel ist ganz schön eng.

Seine Erwartungen sollte man auch nach dem freudigen Blick auf die vier Kopfstützen etwas zurückschrauben, denn auf dreieinhalb Metern gehen einem spätestens hinten die Zentimeter aus. Auf den Vordersitzen kommt man gut, auf der Rückbank, wenn man nicht Kind ist, weniger gut unter. Den Teil „Freiheit“ im Wort Beinfreiheit sollte man als Langbeiniger nicht für voll nehmen. Um die Knie wird es hinten eng.

Auf Kurzstrecke geht das in Ordnung. Für die ist der C1 wie gemacht. Das zeigt sich auch im Kofferraum. In manchen Konkurrenten geht mehr hinein. Im Kofferraum des Hyundai i10 sind es 252 Liter, im Seat Mii 251 Liter und auch in einem Fiat Panda mit 225 Liter noch ein bisschen mehr.

Zu zweit klappt es im C1 schon viel besser mit dem Reisegepäck oder dem Baumarktbesuch. Nachdem die 50:50 teilbare Rückbanklehne (ab Feel) flachgelegt ist, liegt das Kofferraumvolumen bei 780 Liter.

Technische Daten

Länge 3,47 Meter
Breite 1,62 Meter
Höhe 1,46 Meter
Kofferraumvolumen 196 bis 780 Liter
Türen 3/5
Leergewicht 915 bis 990 Kilogramm
Zuladung 325 bis 400 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.240 Kilogramm

Der Dreizylindermotor hat es im Citroën C1 leicht: Der kompakte Franzose wiegt als Basismodell knapp über 900 Kilogramm und bleibt auch in seiner schwersten Variante unter einer Tonne Gewicht.

Die Benziner

Bei der Auswahl des Motors hat es der Interessent auch leicht, denn die Wahl fällt nur zwischen einem Motor mit oder ohne Start-Stopp-System oder Schaltgetriebe oder Automatik. Start-Stopp und Automatik sind allerdings erst in den höheren Ausstattungslinien bestellbar. Mit dem Start-Stopp-System spart man ein paar Zehntelchen Kraftstoff – Verbrauch in der Werksangabe: 3,8 statt 4,1 Liter/100 km – aber man legt beim Kauf 350 Euro drauf. Die Automatik kostet deutlich mehr und den C1 das Temperament. Vom „Sprint“ zu schreiben, fällt schwer, denn die Automatikversion beschleunigt in archaischen 17,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Man kann den 72-PS-Motor daher – Empfehlung! –  „ohne alles!“ bestellen. Der Verbrauch bleibt mit dem 1,0-Liter-Motor so oder so niedrig. Das kann man vom Geräuschpegel, wenn Leistung gefordert wird, nicht mehr sagen. Die helle Geräuschkulisse des Dreizylinders ist, weil er mäßig gedämmt ist, oft präsent. Und bei hohem Tempo – naa „hoch“ – wird es mit dem Gegenwind sowieso lauter.

1.0 VTi 72 1.0 VTi 72 Start & Stop 1.0 VTi 72 ETG5
Hubraum [ccm] 998 998 998
Leistung [PS] 72 72 72
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
14,3 | 160 14,3 | 160 17,1| 160
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin

Der Citroën C1 ist kurz, aber die Ausstattung kommt wie beim Brüderchen Peugeot 108 nicht zu kurz. Wer auf Frischluft im Auto steht, bestellt ihn mit dem Faltdach. Im günstigen Einstiegsmodell ist der C1 eher karg ausgestattet.

C1 Start und C1 Live

Von der Sicherheitsausstattung ist der C1 ein Kleinwagen vom alten Schlag. Deshalb macht man mit den Einstiegsmodellen nichts falsch, die über sechs Airbags, das ESP, das ABS, den Berganfahrassistenten, das Reifendruckkontrollsystem und die Antriebsschlupfregelung ASR verfügen. In den höheren Ausstattungslinien kommen keine modernen Fahrassistenten hinzu – auch nicht gegen Aufpreis.

Wichtigster Unterschied zwischen dem C1 Start und C1 Live: Die hinteren Türen sind nur für den Live bestellbar und der besitzt zusätzlich eine Servolenkung und das höhenverstellbare Lenkrad sowie die Möglichkeit, die Klimaanlage, das Radio, die Zentralverriegelung und die elektrischen Fensterheber mitzubestellen. Aber auch für den Live lassen sich bis auf das Elektro-Paket keine Ausstattungspakete bestellen.

Die Basisausstattung beider Linien beschränkt sich ansonsten auf die Kopfstützen hinten, das Reifenreparatur-Kit mit Pannenspray und die Rücksitzbank mit umklappbarer Lehne. Das Wort „Infotainment“ traut man sich bei einer Ausstattung mit Bordcomputer und Radiovorbereitung kaum in den Mund zu nehmen.

C1 Feel

Hier klappt das mit dem Infotainment schon viel besser. Ein System mit vier Lautsprechern, USB-Buchse, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkradfernbedienung ist nun mit an Bord. Ebenso gehören zur Serienausstattung die elektrischen Fensterheber vorn, der höhenverstellbare Fahrersitz und der Geschwindigkeitsbegrenzer. Die Rückbank lässt sich nicht nur „am Stück“, sondern im Verhältnis 50:50 umklappen.

Und auch optisch schaut und fühlt sich der C1 Feel, der an den in Wagenfarbe lackierten Außenspiegeln und Türgriffen zu erkennen ist, besser an mit den fescheren Stoffbezügen.

C1 Airscape Feel

Der Airscape Feel gibt sich am elektrischen Faltschiebedach, den Außenspiegelgehäusen in Dachfarbe, schwarzen Dekors und den 14 statt 15 Zoll großen Felgen zu erkennen.

C1 Shine

Hier hat das Infotainment mehr zu bieten mit dem 7-Zoll-Touchscreen und der Mirror Screen Funktion für die Spiegelung des Smartphone auf dem Bildschirm. Nun sind auch die im Sommer wichtige Klimaanlage und der Drehzahlmesser mit dabei und die Außenspiegel lassen sich elektrisch einstellen und beheizen. Nicht auf den ersten, aber auf den zweiten Blick erkennt man den C1 Shine an Lederlenkrad und -Schaltknauf.

C1 Airscape Shine

Hier sind die äußeren Unterscheidungsmerkmale ähnlich wie am Airscape Feel, aber am Dach besitzt diese Faltdachvariante noch eine kurze Antenne.

Und die Sicherheit im C1? Am Fehlen von Fahrassistenten und dem Notbremssystem bemerkt man, dass der Citroën C1 schon einige Jahre lang gebaut wird und an der Bremsleistung, dass man in einem Kleinwagen sitzt.

Im ADAC-Bremstest kam der Citroën C1 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach mäßigen 37,2 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit vier von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Der Citroën C1 ist auch im positiven Sinn ein Kleinwagen wie früher. Nicht nur mit dem tollen elektrischen Faltdach und vom Komfort, sondern auch vom Preis. Der liegt beim Einstiegsmodell auf einem Niveau, das ein, zwei tausend Euro unter dem anderer Kleinwagen liegt, die aber oft auch nicht mehr Platz und Alltagstauglichkeit zu bieten haben als der C1. Sie suchen einen Kleinwagen für fast jede Parklücke zum fairen Preis? Dann könnte Ihre Suche hier schon ein gutes Ende haben.

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