Fiat Panda Testbericht

Der Fiat Panda ist der Fiat 500 für rational Denkende. Mit mehr Höhe, mehr Platz, mehr Plätzen und leichterem Zustieg. Sein Alltagsnutzen ist mit den zusätzlichen Türen höher, aber der Preis ich Vergleich deutlich niedriger.

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Wow-Wertung
7/10
Bewertet von Timon Werner nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Was gut ist

  • Leichtes Handling
  • Gute Übersicht
  • Niedriger Einstiegspreis

Was nicht so gut ist

  • Kaum Assistenzsysteme
  • Schlechte Bremsleistung
  • Trinkfreudiger Zweizylinder

Fiat Panda: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Fiat Panda

Der Panda, ein Klassiker in Fiats Modellprogramm („Die Kiste“), ist und bleibt die praktische und geräumige Alternative zum Fiat 500. Mit dem süßen Cinquecento teilt sich der eckigere Panda zwar die Plattform, die Technik und Motoren, aber er bietet mit fünf Türen und höherer Karosserie gegenüber dem dreitürigen 500 klare Vorteile:

Der Einstieg gelingt bequemer, genauso wie das Platz nehmen und das Verstauen der Koffer. Die Übersicht ist besser und natürlich auch der Preis, denn der Panda kann im 10.000-Euro-Segment mit günstigen Minis wie dem Opel Karl, Seat Mii oder Hyundai i10 konkurrieren.

Panda, die Kiste mit Entbehrung – das war einmal. Im Innenraum wirkt der vier- oder fünfsitzige Panda mit viel Kunststoff ums Cockpit zwar immer noch wie ein Kleinwagen, bei dem es vor allem darum geht, günstig von A nach B zu gelangen, aber der kleine Italiener präsentiert sich lange nicht mehr so karg wie damals.

Damals, 1980 ging es mit dem Panda los. Da war an Ausstattung wie Klimaautomatik, beheizbare Frontscheibe, Parksensoren und City-Notbremssystem nicht zu denken. Heute kann man den Panda damit ausrüsten.

Das Handling ist ähnlich unkompliziert wie im Fiat 500. Wie im putzigen Cinquecento gibt es auch im Panda einen Motor der Vernunft, einen, der mit seinen zwei Zylindern an früher erinnert. Außerdem zwei besonders sparsame, umweltfreundliche und reichweitentaugliche Antriebsoptionen mit Gas im Tank.

Mit dem Allradantrieb, der den Panda 4×4 auch abseits der Straße durchkommen lässt, macht Fiat ein Angebot, das so bei der Konkurrenz nicht zu finden ist.

Wie viel kostet der Fiat Panda?

Das Fiat Panda Modell hat eine UVP von 14.990 € bis 17.990 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 3.050 € sparen. Die Preise beginnen bei 13.216 € für Barzahlung. Die monatlichen Raten beginnen bei 116 €.

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Leistung, Verbrauch und CO2-Ausstoß

Der Fiat Panda lenkt sehr leichtgängig und mit dem serienmäßigen City-Modus spielerisch leicht ein. Als Cross wird er mit mehr Bodenfreiheit und mehr Freiheiten bei Steigungen zum kleinen, schmalen und wendigen Kraxler. Da er nicht so viel wiegt wie ein schweres SUV, braucht es keine starken Motoren.

Die Benziner

Der Zweizylindermotor im Panda 0.9 TwinAir Turbo ist Italien, wie es singt und lacht: lebendig und laut. Der knorrige Zweizylinder leistet 85 PS oder 90 PS im Cross 4×4 und besitzt ein an der Ampel abschaltendes Start-Stopp-System.

Weil der Zweizylinderturbo, der wie alle Motoren mit einem gut schaltbaren Fünfganggetriebe kombiniert wird, so herzhaft klingt, liebt man ihn oder eben nicht. Dreht man ihn allerdings, was Laune bringt, verbraucht er aber einiges. Sechseinhalb Liter sind es im Test, acht Liter Super sind immer drin. Das bereitet mehr Freude als das Fahren nach Drehzahlempfehlung, denn dann schüttelt sich der Zweier unwillig im Motorraum.

Der brave 1,2-Liter-Vierzylinder im 1.2 8V ist auch im Panda ein Vorarbeiter mit solider Arbeitsmoral und gut akzeptablen Sitten. Weil der Saugmotor mit seinen maximal 102 Nm Drehmoment kaum zur sportlichen Fahrweise motiviert, arbeitet er zumeist laufruhig im Hintergrund. Vergleicht man den Vierzylinder mit dem Zweizylinder, bietet er den harmonischeren Leistungsaufbau und das entspannendere Fahren. Bei in der Praxis niedrigerem Grundverbrauch.

Die Benziner mit Gas im Tank

Da der im leichten Panda sparsame 1,3-Liter-Diesel mit 95 PS aus dem Motorenprogramm gestrichen wurde, bestehen nur noch zwei Möglichkeiten, mit dem Panda große Strecken ohne Zwischentanken zurückzulegen: Der Panda 0.9 8V TwinAir mit Erdgas und Benzin in den Tanks (Tabelle: Erdgasbetrieb in Klammern) und der Panda 1.2 8V LPG, der Autogas und Benzin tankt (Autogasbetrieb in Klammern).

Platz und Praxistauglichkeit

Die 1,55 bis 1,64 Meter hohe Karosserie und die geraden Dachsäulen des Fiat Panda haben beim Einladen klare Vorteile. Wo der rundliche und flachere Fiat 500 schon auf schönen Rücken macht, kann im aufrechten Panda noch bequem und höher eingeladen werden.

Sein Hauptvorteil bleibt der alte: Die Parklücke muss nicht groß ausfallen. Der Fiat Panda ist nur 3,65 Meter lang und so übersichtlich, wie es die meisten Kleinwagen heute nicht mehr sind. Möglich machen dies die tiefen Seitenscheiben, Fensterluken in den hinteren Dachsäulen und das senkrecht abfallende Heck.

Der Kofferraum ist mit einer Normgröße von 225 Liter einer der größten im Fahrzeugsegment. Der des Fiat 500 schluckt nur 185 Liter, der des Opel Karl 206 Liter. An das Kofferabteil eines Hyundai i10 (252 l) oder Seat Mii (251 l) reicht der Fiat Panda trotzdem nicht heran und auch wenn die Lehnen umgeklappt werden, gehört er mit maximal 870 Liter Ladevolumen nicht mehr zu den unangefochtenen Lademeistern.

Trotzdem steht der Panda für gut genutzten Raum, mit fünf Türen und fünf Sitzplätzen (ab Panda Lounge). Auf den Vordersitzen herrscht viel Kopffreiheit und auf der Rückbank mehr als im immer dreitürigen 500. Als großer Erwachsener fühlt man sich hier hinten aber nicht so richtig wohl, weil die Rückbank recht hoch baut. Als Kind aber schon.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Sechs Ausstattungslinien und zahlreiche Ausstattungspakete stellt Fiat im Panda zur Wahl. Leider mangelt es aber an Assistenzsystemen, denn dafür wird der 2012 präsentierte und 2017 überarbeitete Panda schon zu lange gebaut.

Standardausstattung

Serienmäßig kommt der Panda mit 14-Zoll Stahlfelgen, Start-Stopp Automatik und Klimaanlage.

City Life

Die City Life Version enthält 15-Zoll Stahlfelgen, eine schwarze Dachreling und 4 Lautsprecher.

Sport

Der Panda Sport kommt mit einem 7-Zoll Touchscreen, Sport-Logo und 16-Zoll Leichtmetallfelgen.

City Cross

Der City Cross kommt mit Klimaautomatik, 7-Zoll Touchscreen und Nebelscheinwerfern.

Cross

Der Panda Cross überzeugt mit dem Cross Design Kit, Parksensoren für hinten und einem höhenverstellbaren Sitz für die Fahrerin.

Der Lieferumfang lässt sich noch weiter steigern mit Ausstattungsposten wie dem Winter-Paket (beheizbare Frontscheibe, Sitzheizung), City-Paket (Parksensoren hinten), City-Paket Plus (City-Notbremsassistent), Komfort-Paket (höhenverstellbarer Fahrersitz, Cargobox für den Kofferraum), Komfort-Kit (höhenverstellbare Sicherheitsgurte, Brillenfach), Style-Paket (getönte Scheiben hinten) und mit denen vor allem die Optik kerniger machenden Paketen 4×4 Style und Cross Style.

Sicherheit und Schutz

Die Sicherheitsphilosophie und die Bremsleistung des Fiat Panda hinken dem Ausstattungssegen allerdings hinterher. Seitenairbags kosten 250 Euro Aufpreis und der mit 190 Euro human ausgepreiste City-Notbremsassistent ist fürs Einstiegsmodell Pop, obwohl ihn Fahranfänger:innen gerade dort gebrauchen könnten, gar nicht zu haben.

Im ADAC-Bremstest kam der Fiat Panda nach einer Vollbremsung aus 100 km/h erst nach 40,8 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit vier von fünf möglichen Sternen bewertet.

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