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Fiat Panda Test

Ordentlich Ladevolumen zum kleinen Preis

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Leichtes Handling
  • Gute Übersicht
  • Niedriger Einstiegspreis
  • Kaum Assistenzsysteme
  • Schlechte Bremsleistung
  • Trinkfreudiger Zweizylinder

9.840 € - 15.940 € Preisklasse

4 - 5 Sitze

5,5 - 6 l/100km

Test

Der Panda, ein Klassiker in Fiats Modellprogramm („Die Kiste“), ist und bleibt die praktische und geräumige Alternative zum Fiat 500. Mit dem süßen Cinquecento teilt sich der eckigere Panda zwar die Plattform, die Technik und Motoren, aber er bietet mit fünf Türen und höherer Karosserie gegenüber dem dreitürigen 500 klare Vorteile:

Der Einstieg gelingt bequemer, genauso wie das Platz nehmen und das Verstauen der Koffer. Die Übersicht ist besser und natürlich auch der Preis, denn der Panda kann im 10.000-Euro-Segment mit günstigen Minis wie dem Opel Karl, Seat Mii oder Hyundai i10 konkurrieren.

Panda, die Kiste mit Entbehrung – das war einmal. Im Innenraum wirkt der vier- oder fünfsitzige Panda mit viel Kunststoff ums Cockpit zwar immer noch wie ein Kleinwagen, bei dem es vor allem darum geht, günstig von A nach B zu gelangen, aber der kleine Italiener präsentiert sich lange nicht mehr so karg wie damals.

Damals, 1980 ging es mit dem Panda los. Da war an Ausstattung wie Klimaautomatik, beheizbare Frontscheibe, Parksensoren und City-Notbremssystem nicht zu denken. Heute kann man den Panda damit ausrüsten.

Sein Hauptvorteil bleibt der alte: Die Parklücke muss nicht groß ausfallen. Der Fiat Panda ist nur 3,65 Meter lang und so übersichtlich, wie es die meisten Kleinwagen heute nicht mehr sind. Möglich machen dies die tiefen Seitenscheiben, Fensterluken in den hinteren Dachsäulen und das senkrecht abfallende Heck.

Das Handling ist ähnlich umkompliziert wie im Fiat 500. Wie im putzigen Cinquecento gibt es auch im Panda einen Motor der Vernunft, einen, der mit seinen zwei Zylindern an früher erinnert. Außerdem zwei besonders sparsame, umweltfreundliche und reichweitentaugliche Antriebsoptionen mit Gas im Tank.

Die 1,55 bis 1,64 Meter hohe Karosserie und die geraden Dachsäulen des Fiat Panda haben beim Einladen klare Vorteile. Wo der rundliche und flachere Fiat 500 schon auf schönen Rücken macht, kann im aufrechten Panda noch bequem und höher eingeladen werden.

Der Kofferraum ist mit einer Normgröße von 225 Liter einer der größten im Fahrzeugsegment. Der des Fiat 500 schluckt nur 185 Liter, der des Opel Karl 206 Liter. An das Kofferabteil eines Hyundai i10 (252 l) oder Seat Mii (251 l) reicht der Fiat Panda trotzdem nicht heran und auch wenn die Lehnen umgeklappt werden, gehört er mit maximal 870 Liter Ladevolumen nicht mehr zu den unangefochtenen Lademeistern.

Trotzdem steht der Panda für gut genutzten Raum, mit fünf Türen und fünf Sitzplätzen (ab Panda Lounge). Auf den Vordersitzen herrscht viel Kopffreiheit und auf der Rückbank mehr als im immer dreitürigen 500. Als großer Erwachsener fühlt man sich hier hinten aber nicht so richtig wohl, weil die Rückbank recht hoch baut. Als Kind aber schon.

Länge 3,65 Meter
Breite 1,64 Meter
Höhe 1,55 bis 1,64 Meter
Kofferraumvolumen 200 bis 870 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.051 bis 1.165 Kilogramm
Zuladung 365 bis 425 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.420 bis 1.585 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 400 Kilogramm/800 Kilogramm

Der Fiat Panda lenkt sehr leichtgängig und mit dem serienmäßigen City-Modus spielerisch leicht ein. Als Cross wird er mit mehr Bodenfreiheit und mehr Freiheiten bei Steigungen zum kleinen, schmalen und wendigen Kraxler. Da er nicht so viel wiegt wie ein schweres SUV, braucht es keine starken Motoren.

Die Benziner

Der Zweizylindermotor im Panda 0.9 TwinAir Turbo ist Italien, wie es singt und lacht: lebendig und laut. Der knorrige Zweizylinder leistet 85 PS oder 90 PS im Cross 4×4 und besitzt ein an der Ampel abschaltendes Start-Stopp-System.

Weil der Zweizylinderturbo, der wie alle Motoren mit einem gut schaltbaren Fünfganggetriebe kombiniert wird, so herzhaft klingt, liebt man ihn oder eben nicht. Dreht man ihn allerdings, was Laune bringt, verbraucht er aber einiges. Sechseinhalb Liter sind es im Test, acht Liter Super sind immer drin. Das bereitet mehr Freude als das Fahren nach Drehzahlempfehlung, denn dann schüttelt sich der Zweier unwillig im Motorraum.

Der brave 1,2-Liter-Vierzylinder im 1.2 8V ist auch im Panda ein Vorarbeiter mit solider Arbeitsmoral und gut akzeptablen Sitten. Weil der Saugmotor mit seinen maximal 102 Nm Drehmoment kaum zur sportlichen Fahrweise motiviert, arbeitet er zumeist laufruhig im Hintergrund. Vergleicht man den Vierzylinder mit dem Zweizylinder, bietet er den harmonischeren Leistungsaufbau und das entspannendere Fahren. Bei in der Praxis niedrigerem Grundverbrauch.

Die Benziner mit Gas im Tank

Da der im leichten Panda sparsame 1,3-Liter-Diesel mit 95 PS aus dem Motorenprogramm gestrichen wurde, bestehen nur noch zwei Möglichkeiten, mit dem Panda große Strecken ohne Zwischentanken zurückzulegen: Der Panda 0.9 8V TwinAir mit Erdgas und Benzin in den Tanks (Tabelle: Erdgasbetrieb in Klammern) und der Panda 1.2 8V LPG, der Autogas und Benzin tankt (Autogasbetrieb in Klammern).

1.2 16V Pop/ LPG 0.9 8V 4×4 Wild 0.9 8V Cross 4×4 0.9 8V TwinAir LPG Easy 1.2 8V LPG
Hubraum [ccm] 1.242 875 875 875 1.242
Leistung [PS] 69 85 90 85 (80) 69
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
14,2 (14,2) | 164 (164) 12,1 | 166 12,0 | 167 12,0 (12,8) | 170 (168) 13,3 | 160
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin Benzin Benzin

Sechs Ausstattungslinien und zahlreiche Ausstattungspakete stellt Fiat im Panda zur Wahl. Leider mangelt es aber an Assistenzsystemen, denn dafür wird der 2012 präsentierte und 2017 überarbeitete Panda schon zu lange gebaut.

Pop

So verlockend der niedrige Einstiegspreis auch ist und so viel Wichtiges der Panda Pop auch an Bord hat – eines fehlt: die Klimaanlage. Zur Serienausstattung zählen das ESP, vier Airbags (Frontairbags auf der Fahrer- und Beifahrerseite, durchgehende Kopfairbags vorn und hinten), das Reifendruckkontrollsystem, das höhenverstellbare Lenkrad und die elektrischen Fensterheber vorne.

Easy

Der Panda Easy hat das Wichtigste mit der manuellen Klimaanlage an Bord, aber nicht viel mehr außer der Zentralverriegelung samt Funkfernbedienung und dem Radio mit MP3-fähigem CD-Player und zwei Lautsprechern.

Lounge

Eine Lounge bedeutet Luxus. Im Panda bedeutet Lounge vor allem Mehrausstattung mit elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, der asymmetrisch umklappbaren Rücksitzbank, dem dritten Sitzplatz im Fond (nicht für 1.2 8V LPG) und dem Bluetooth-Radio mit Freisprecheinrichtung, Audiostreaming, USB-Port und Multifunktionstasten am Lenkrad.
Den optischen Unterschied machen die Türgriffe und Außenspiegel in Wagenfarbe, die Nebelscheinwerfer sowie die 15 Zoll statt 14 Zoll großen Räder.

City Cross

Ein bisschen City, ein bisschen Cross. Im Panda City Cross gehören einerseits Dinge wie die Klimaautomatik, das LED-Tagfahrlicht, die Seitenairbags, der höhenverstellbare Fahrersitz, die Smartphone-Halterung im Armaturenbrett und das Radiosystem mit vier Lautsprechern, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Audiostreaming und USB-Port zur Serienausstattung und andererseits das Cross Design Kit und die schwarze Dachreling.

4×4 Wild

Im Panda 4×4 Wild kann es mit dem Allradantrieb im Gelände tatsächlich wild zugehen. Zudem gehören auch eine elektronische Differenzialsperre (ELD) mit zum Lieferumfang und ein Radio mit MP3-fähigem CD-Player und zwei Lautsprechern.

Cross 4×4

Im Panda Cross 4×4 geht das Offroad-Konzept des kletterfreudigen Panda 4×4 mit dem Drive Mode Selector samt drei Modi für den Allradantrieb und den 15-Zoll-Rädern mit M+S Bereifung am besten auf. Der höhenverstellbare Fahrersitz und Seitenairbags gehören ebenso zum Lieferumfang.
Von außen erkennt man diese Variante am Cross Design Kit, der matt silbernen Dachreling, dem LED-Tagfahrlicht, den Nebelleuchten und dem verchromten Auspuffrohr.

Der Lieferumfang lässt sich noch weiter steigern mit Ausstattungsposten wie dem Winter-Paket (beheizbare Frontscheibe, Sitzheizung), City-Paket (Parksensoren hinten), City-Paket Plus (City-Notbremsassistent), Komfort-Paket (höhenverstellbarer Fahrersitz, Cargobox für den Kofferraum), Komfort-Kit (höhenverstellbare Sicherheitsgurte, Brillenfach), Style-Paket (getönte Scheiben hinten) und mit denen vor allem die Optik kerniger machenden Paketen 4×4 Style und Cross Style.

Die Sicherheitsphilosophie und die Bremsleistung des Fiat Panda hinken dem Ausstattungssegen allerdings hinterher. Seitenairbags kosten 250 Euro Aufpreis und der mit 190 Euro human ausgepreiste City-Notbremsassistent ist fürs Einstiegsmodell Pop, obwohl in Fahranfänger gerade dort gebrauchen könnten, gar nicht zu haben.

Im ADAC-Bremstest kam der Fiat Panda nach einer Vollbremsung aus 100 km/h erst nach 40,8 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit vier von fünf möglichen Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Der Fiat Panda ist der Fiat 500 für rational denkende. Mit mehr Höhe, mehr Platz, mehr Plätzen und leichterem Zustieg. Sein Alltagsnutzen ist mit den zusätzlichen Türen höher, aber der Preis ich Vergleich deutlich niedriger. Mit dem Allradantrieb, der den Panda 4×4 auch abseits der Straße durchkommen lässt, macht Fiat ein Angebot, das so bei der Konkurrenz nicht zu finden ist.

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