Volkswagen e-up! Test

Kompakter Elektroflitzer

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Praxistaugliche Reichweite
  • Gute Beschleunigung
  • Attraktiver Preis
  • Verkürzte Reichweite bei niedrigen Temperaturen
  • Einfache Kunststoffqualitäten
  • Nur zwei Jahre Garantie

21.975 € - 23.740 € Preisklasse

2 - 4 Sitze

- l/100km

Test

Kommen sie? Sie kommen, die Elektroautos. Gerade in der Klasse der Kleinwagen, wo sie mit dem geringen Gewicht und der Reichweite am meisten Sinn machen. Renault ist mit dem Zoe schon lange am Markt und mit dem Peugeot e-208, Opel Corsa-e, Skoda Citigo e iV und Seat Mii electric wird die Elektromobilität im Kompaktformat immer attraktiver.

Der VW e-up!, der sich vom Format und preislich unterhalb des VW ID.3 einordnet, ist das kleinste Elektroauto von VW und ein weiteres Beispiel dafür, wie man sich in Wolfsburg nach dem schmutzigen Dieselskandal der sauberen E-Mobilität widmet.

Auch deshalb präsentiert sich der e-up! mit dem 2020er Facelift attraktiver den je: mit einem Akku mit deutlich gewachsener Reichweite, einem Schnellladesystem und einem Preis, der VWs E-Mobil massentauglicher macht.

Von außen hat sich bis auf das neue VW-Logo nichts geändert und auch im Innenraum bleibt‘s, wie es war. Das Cockpit fällt zweckmäßig aus. Die Materialien sind einfach, die Anzeigen erscheinen schlicht, der Bildschirm für die Rückfahrkamera ist winzig und das Lenkrad lässt sich nur in der Höhe verstellen. Aber: Die Bedienung ist einfach, die Rundumsicht mit den großen Fensterflächen und kurzen Überhängen gut und das Raumgefühl nicht beengt.

Die Platzverhältnisse haben sich gegenüber den Kraftstoff betriebenen up!-Modellen nicht verändert, weil VW den Akku in den Unterboden packt. Die aufrecht-gerade Statur und der für die Klasse lange Radstand von 2,42 Meter schaffen Platz für die Insassen und das Gepäck (251 Liter). Auf den vorderen Sitzen sitzt man gut und dahinter, wo im Viersitzer e-up! nur zwei Personen Platz nehmen dürfen, enger.

Mit 3,56 Meter Länge und seinem unkomplizierten Handling mit gut akzeptablem Komfort ist der e-up! ein ideales Stadtauto und mit seinem 83 PS starken Elektromotor ist er dies mit seinem emissionsfreien und spurtfreudigen Antrieb noch mehr.

Manches bietet der e-up! heute noch nicht, Stichwort: wenig Fahrassistenten, aber nach der Überarbeitung hat er, obwohl der Preis deutlich niedriger ist, bei der Ausstattung noch zugelegt. Das macht ihn vom Preis, der Reichweite und der Alltagstauglichkeit interessanter, als er es bisher war, und endlich zum Bestseller unter den Elektroautos in der Kompaktklasse?

Technische Daten

Länge 3,56 Meter
Breite 1,65 Meter
Höhe 1,48 Meter
Kofferraumvolumen 251 bis 941 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.229 Kilogramm

Bisher war der e-up! mit seinem Verhältnis von Preis (hoch) zu Batteriekapazität (gering) kein attraktives Angebot. Das änderte sich mit der 2020er Modellpflege.

Der Elektromotor

Die Kapazität des Akkus wurde von 18,7 kWh auf 32,3 kWh vergrößert. Damit wächst die Reichweite von 160 auf 260 Kilometer. Und weil nun auch mit dem Schnelllader geladen werden kann, ist der Akku flotter wieder fit.

Ist die optionale Schnellladefunktion mit an Bord (CCS-Stecker), lässt sich der e-up! an der Schnellladesäule mit bis zu 40 kW innerhalb von einer Stunde – eine Mittagspause – zu 80 Prozent voll laden. An einer Wallbox mit 7,2 kW soll es etwas länger als vier Stunden dauern.

Wie schnell man wieder an die Ladesäule fahren muss, hängt vom eigenen Gasfuß, den angeschalteten Stromverbrauchern (vor allem: die Klimaanlage) und der Außentemperatur ab. Bei niedrigen Temperaturen sinkt die Reichweite. VW gibt für den e-up! einen 100-Kilometer-Verbrauch von 12,7 kWh an. Bei nicht zu hohem Tempo ist auch ein Verbrauch unter zehn Kilowattstunden machbar. Aber bei Höchstgeschwindigkeit reduziert sich die Reichweite schnell auf die Hälfte.

Die 130 km/h permanent zu nutzen, macht also viel weniger Sinn, als mit dem e-up! im Stadtverkehr zu fahren und Spaß zu haben. Die 11,9 Sekunden für den Standardsprint von 0 auf 100 km/h mögen auf den ersten Blick nicht eindrucksvoll wirken, aber die 212 Newtonmeter Drehmoment stehen schon ab der ersten Umdrehung zur Verfügung. Damit zeigt man einem 300-PS-Boliden beim Ampelstart auf den ersten Metern schon Mal das Heck.

Schade ist nur, dass sich der VW e-up! wie der BMW i3 und Nissan Leaf nicht allein mit dem Gaspedal fahren lässt. Er besitzt zwar vier Modi für die Rekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsen), aber selbst die stärkste Stufe reicht nicht, um den VW allein durch vom Gas gehen abzubremsen.

e-up!
Batteriekapazität [kWh] 32,3
Leistung [PS] 83
Getriebe stufenlose Automatik
0-100 km/h [s] | Höchstgeschwindigkeit [km/h] 11,9 | 130
Kraftstoff Strom

Der e-up! wird interessanter für viele, weil VW den Preis gesenkt hat und der kleine Wolfsburger Stromer nach Abzug der Elektroprämie von 4.000 Euro für 18.000 Euro zu haben ist.

Serienmäßig sind dafür die Klimaautomatik, der höhenverstellbare Fahrersitz und das Radiosystem Composition Phone mit an Bord. Damit steckt im e-up! mit sechs Lautsprechern, Bluetooth-Schnittstelle, DAB+, „maps + more dock“ und „We Connect“ schon Musik und Konnektivität drin. An der Garantie hat sich nichts geändert. Auf die Batterie gibt VW zwar acht Jahre, aber auf den e-up! nur zwei Jahre.

Als e-up! Style steht der E-VW mit schwarzer oder weißer Dachlackierung, mit schwarzen oder weißen Außenspiegeln, abgedunkelten hinteren Scheiben und 15 oder 16 Zoll großen Leichtmetallrädern noch schicker auf der Straße.

Mit den optionalen Ausstattungspaketen, dem Komfortpaket, Fahrerassistenzpaket und Winterpaket, kommen angenehme Dinge wie die beheizbaren Vordersitze, das mit Leder bezogene Multifunktionslenkrad, der Regensensor oder praktische Dinge wie die Rückfahrkamera und die beheizbare Frontscheibe hinzu.

Und die Sicherheit? Serie ist jetzt der aktive Spurhalteassistent. Dafür ist allerdings der City-Notbremsassistent weggefallen. Und auch andere moderne Fahrassistenten, die VW im Polo anbietet, stehen im e-up!, weil der auf einer alten Plattform aufbaut, nicht im Angebot.

Im ADAC-Bremstest stand der e-up! im Jahr 2018 (also vor dem Facelift) nach einer Vollbremsung aus 100 km/h erst nach 37,7 Metern. Das Crashverhalten der up!-Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest 2011 mit der Maximalwertung von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Mit fünf Türen und gutem Raumangebot bleibt der e-up! ein praktischer Kleinwagen, mit der größeren Batterie und der gewachsenen Reichweite wird er aber zu einem noch alltagstauglicheren, dem nur die modernen Fahrassistenten fehlen. Und das zu einem Preis, der ein Elektroauto für manchen Stadtbewohner oder Pendler deutlich kaufenswerter macht. Das macht den e-up! vielleicht in Zukunft zum Bestseller unter den kleinen Elektrikern, aber ganz sicher heute schon zum besseren Kauf.

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