BMW X3 erste Fahreindrücke: Edler Premium-SUV oder doch nur billiges AliExpress-Niveau?

29. August 2025 von

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BMW X3 – teures Edel-SUV oder einfach nur AliExpress mit Niere? Wir haben uns angeschaut, ob die Kritik im Internet gerechtfertigt ist.

Der neue BMW X3 ist noch nicht lange auf dem Markt – und trotzdem kocht in Online-Foren schon die Kritik hoch. Von zu teuren Extras über fragwürdige Materialien bis hin zu nervigen Assistenzsystemen – ist das berechtigt? Wir haben die größten Kritikpunkte gesammelt, auf den Prüfstand gestellt – und geschaut, ob der X3 auch Lichtblicke bietet.

Kritikpunkt 1: Der verschwundene Modellschriftzug

Früher konnte man bei BMW auf Wunsch den Modellschriftzug ab Werk abbestellen. Beim neuen X3 ist das Geschichte. Wer die Typbezeichnung am Heck nicht mag, muss jetzt selbst Hand anlegen – oder eine Werkstatt beauftragen. BMW begründet den Schritt mit „sinkender Nachfrage“ und „Produktionsvereinfachung“. Für manch einen Fan ein klarer Rückschritt.

Kritikpunkt 2: Nachhaltigkeit zum Aufpreis

„Veganza“ nennt BMW seine Kunstleder-Sitzbezüge – und verlangt dafür rund 800 Euro. Auch eine Instrumententafel aus recycelten PET-Flaschen kostet extra. Klingt nach Greenwashing, finden viele. Echte Lederausstattung? Gibt es weiterhin – aber nur gegen happigen Aufpreis von über 3.000 Euro. Für ein Premium-SUV wirkt diese Preispolitik wenig charmant.

Kritikpunkt 3: Verarbeitung mit Billig-Touch

BMW-Kunden erwarten Premium – und stoßen auf Schalter, die an AliExpress erinnern. Die Türverkleidungen wirken billig, Einstiegsleisten fehlen ganz und ein Panorama-Schiebedach sucht man vergebens. An dieser Stelle ein Lob: BMW hat die Kritik wahrgenommen und bessert seit August bei Materialien und Haptik nach. Trotzdem ein bitterer Beigeschmack.

Kritikpunkt 4: Konkurrenz bietet mehr

Mercedes und Audi setzen beim GLC und Q5 auf Features wie Luftfederung, Massagesitze oder Akustikverglasung. All das fehlt beim X3. Besonders ärgerlich: Sitzbelüftung gibt es nur für wenige Varianten – und nur im teuren Komfortpaket. Für ein SUV, das als Premium gelten will, ist das dünn.

Kritikpunkt 5: Bedienung und Assistenz

Die Verkehrszeichenerkennung piept schon bei minimalem Tempoüberschuss – und nervt damit. Das ist bei anderen Herstellern aber nicht anders und immerhin lässt sich das Feature bei BMW kinderleicht übers Lenkrad deaktivieren. Die teils umständliche Bedienung über Touchflächen und das verschachtelte Menü bleiben ein Problem. Klassische Klimatasten? Fehlanzeige. Für Vielfahrer kann das lästig werden.

Wo der X3 punktet

Ganz ohne Stärken steht der BMW X3 nicht da – im Gegenteil. Schon die Sportsitze sind ein Highlight: serienmäßig, elektrisch verstellbar, mit Heizung und tollem Seitenhalt. Auch im Fond sitzt man überraschend komfortabel. Ein echtes Argument ist der Plug-in-Hybrid, der jetzt bis zu 88 Kilometer rein elektrisch schafft – ein klarer Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.

Der Fahrkomfort ist ebenfalls stark. Trotz sportlicher Gene federt der X3 angenehm und bleibt auf langen Strecken leise. Auch das Platzangebot überzeugt: Kofferraum und Rückbank sind alltagstauglich, selbst beim Plug-in. Und dann wäre da noch das Topmodell M50 mit 398 PS starkem 3,0-Liter-Reihensechszylinder und kernigem Sound – das ist Freude am Fahren pur.

Fazit

Der BMW X3 ist ein Auto voller Widersprüche. Premium-Preis trifft teils auf fragwürdige Materialien, nachhaltige Extras kosten Aufpreis, während der Motor über jeden Zweifel erhaben ist. Wer bereit ist, Abstriche bei Verarbeitung und Bedienung hinzunehmen, bekommt immer noch einen echten BMW mit starkem Antrieb.

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