Der letzte seiner Art: Bugatti Mistral Roadster feiert Premiere

19. August 2022 von

Das letzte Bugatti-Modell mit W16-Motor musste etwas Besonderes werden: Der Bugatti Mistral übertrifft die Erwartungen. Alle Infos zum 1.600 PS Roadster!

Ein letzter, spektakulärer Auftritt für den W16-Motor soll es sein. Er wird der letzte, und laut Bugatti auch der Beste sein. Herausgekommen ist ein leistungsstarker und exklusiver Roadster mit dem Namen Mistral. Wir haben Bilder und Infos.

  • Letzter W16-Motor im Bugatti Mistral
  • Name inspiriert vom mächtigen Wind
  • Designvorbild war der Bugatti Type 57 Roadster Grand Raid
  • 1.600 PS Leistung
  • 420 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Limitiert auf 99 Exemplare
  • Preis: 5 Millionen Euro

Bugatti Mistral: Preise und Verkaufsstart

Der Bugatti Mistral ist – egal in welcher Hinsicht – etwas ganz Besonderes. Lediglich 99 Exemplare wird es geben, und die gesamte Produktserie ist bereits ausverkauft. Bei einem Preis von 5 Millionen Euro pro Auto kann man da nur Staunen. Die Auslieferungen sollen 2024 beginnen.

Bugatti Mistral: Außendesign

Es war eine Herausforderung an das Designteam, denn beim letzten W16-Modell musste alles stimmen. Der Name zeigt, wo die Reise hingehen sollte: Mistral bezeichnet einen der stärksten Winde, der durch Südfrankreich bis zum Mittelmehr weht.

Dementsprechend sportlich und dynamisch musste das Design natürlich sein. Man hat nicht einfach den Chiron genommen, und oberhalb der A-Säulen das Dach abgeschnitten. Für den Mistral hat man die Silhouette überarbeitet und neu designed. Schließlich sollte die enorme Leistungsentfaltung nicht am offenen Dach scheitern. Dafür haben sich die Designer:innen die schönsten Roadster der Geschichte von Bugatti zum Vorbild genommen.

Der Bugatti Type 57 Roadster Grand Raid aus dem Jahr 1934 war eines der elegantesten Modelle. Die aerodynamischen Kopfstützen, die in die Karosserie übergehen und die V-förmige Windschutzscheibe waren wirkliche Designhighlights. Auch die Lackierung wird für den Mistral in Teilen übernommen. Man bekommt ihn in Schwarz mit einem Hauch von Trüffelbraun und gelben Akzenten.

Die Essenz der V-förmigen Windschutzscheibe fließt in den Mistral ein, sie ist geschwungen und wickelt sich augenscheinlich um die A-Säulen. Außerdem geht sie nahtlos in die Seitenfenster über, was den “Visier”-Effekt erzeugt. Schon hier wird die Leistung des Mistral angedeutet. Insgesamt kann die Windschutzscheibe als große Ingenieurskunst angesehen werden, denn sie ist nur so stark gewölbt, dass eine Abrundung wie bei einem Visier erzeugt wird, ohne das die Sicht beeinträchtigt wird.

Damit die Luftzufuhr zum W16 einwandfrei gewährleistet wird, hat man die seitlichen Ölkühlereinlässe absichtlich von den Motorlufteinlässen getrennt. Diese sind nun auf dem Dach, direkt hinter den Insass:innen. Auch das dient als Hommage an den Typ 57 Roadster Grand Raid, und den Veyron 16.4 Grand Sport.

Damit der Mistral dennoch eigenständig bleibt, wurde die Frontpartie völlig neu gestaltet. Vertikal angeordnete Scheinwerfer wurden maßgeschneidert und der Hufeisen-Kühlergrill ist etwas dreidimensionaler gestaltet worden. Das Heck war herausfordernd, denn man wollte markante und elegante Lichter in der Version des X-Theme-Motivs.

Die vorderen Scheinwerfer erhielten eine Vier-Licht-Signatur, was auf den Allradantrieb und die vier Turbolader des W16 anspielen soll.

Bugatti Mistral: Motor und Leistung

Das Herzstück des Fahrzeugs ist natürlich der Motor. Es handelt sich um einen W16-Motor, 8-Liter-Hubraum, mit 1.600 PS Leistung – kaum zu glauben diese Leistungsdaten. Der Motor kam erstmals im Chiron Super Sport 300+ zum Einsatz – und diese Leistung hatte zuvor kein anderes offenes Fahrzeug erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit lässt einen schwindelig werden. Unfassbare 420 km/h schnell soll der Mistral fahren.

Bugatti Mistral: Innenraum

Der Innenraum des Bugatti Mistral ist elegant, sportlich und einzigartig zugleich. Wo man hinsieht, sieht man Luxus. Nach dem Vorbild des Chiron hat man den Innenraum so gestaltet, dass alle Informationen auch bei 420 km/h noch gut sichtbar sind.

Die Materialien und die Qualität stehen für Bugatti. Moderne Materialien, leichtes Titan, weiches und makelloses Leder. Die Türverkleidungen wurden neu gestaltet und zeigen sich in aufwendig gewebtem Leder, dass nach den Bugatti-Qualitätsstandards hergestellt wurde.

Der aus einem Aluminiumblock gefräste Schalthebel bekommt eine bernsteinfarbene Holzeinlage, die die Figur des “tanzenden Elefanten” – die berühmte Skulptur von Rembrandt Bugatti – zeigt.

Hinter dem Kopf sieht man die beiden großen Lufteinlässe, die bei voll ausgeschöpfter Leistung sagenhafte 70.000 Liter Luft pro Minute durch den Motor drücken.

Auf Wunsch gibt es viel Karbon, satte, gelbe Sportsitze – ein rundum auf Rennsport optimiertes Inneres macht den Mistral zu einer Kampfmaschine.