Die zehn besten Autos für Fahranfänger

Endlich hält man den Führerschein in der Hand, schon steht die nächste Herausforderung vor der Tür: Welches Auto ist das richtige Anfängerauto? Pauschal lässt sich das natürlich nicht beantworten, doch es gibt einige Kriterien, die das erste eigene Auto erfüllen sollte. Wir geben einen Überblick über die zehn besten Autos für Fahranfänger und weitere Infos zum Neuwagenkauf für Führerscheinneulinge.

Ja, Sie haben richtig gehört, einen Neuwagen sollte man auch als frisch gebackener Führerscheinbesitzer in Betracht ziehen. Natürlich spielt das liebe Geld eine große Rolle bei der Wahl des ersten Autos, doch ein Neuwagen muss kein Vermögen kosten und bringt außerdem eine ganze Menge Vorteile mit, die ein Gebrauchter nicht bieten kann.

Das wären unter anderem moderne Sicherheitsstandards, auf die man in vielen Gebrauchtwagen verzichten muss. Dann profitiert man bei Mängeln in den ersten Jahren von der Herstellergarantie und auch danach ist im Normalfall erstmal mit keiner Reparatur zu rechnen. Auch die laufenden Kosten sind beim Neuwagen meist günstiger, weil Verbrauch und Ausstoß geringer sind und eine Wartung erstmal nicht nötig ist.

Wir haben hinsichtlich Kaufpreis, Zuverlässigkeit und Sicherheit zehn Fahrzeuge ausgewählt, die wir für die besten Anfängerautos halten. Sollten Sie hier nicht fündig werden, können Sie sich auch unsere Top 10 Kleinwagen ansehen.

1. Toyota Yaris

Der Toyota Yaris kommt gut an, denn er ist trotz seiner kompakten Maße innen geräumig und bietet einen vergleichsweise großen Kofferraum. Da Fahranfänger natürlich aufs Geld schauen müssen, ist es interessant zu wissen, dass der Yaris auch als sparsamer Hybrid angeboten wird. Dieser ist mit 100 PS ausreichend und für den Anfang nicht zu hoch motorisiert, kostet aber doch eine ganze Stange mehr als der kleinste Benziner.

Doch auch dieser verbraucht in der Basisversion mit knapp 5 Litern Super nicht allzu viel. Was die Sicherheit angeht, kann man im Yaris beruhigt auch längere Fahrten absolvieren. Seit der Überarbeitung ist der Yaris serienmäßig mit dem Toyota Safety Sense Sicherheitssystem ausgerüstet. Hier sind unter anderem das Pre-Collisions-System mit Notbremsassistent, der Spurhalteassistent und die Notbremsfunktion beinhaltet.

Im NCAP-Crashtest bekam er die maximale Wertung, die Bremsen könnten allerdings ein wenig strammer sein. Deshalb gilt hier, was sowieso klar sein sollte: einfach ein bisschen mehr Abstand zum Vordermann halten.

2. Ford Fiesta

70 PS bietet das Einstiegsmodell und mit knapp 13.000 Euro ist der Ford Fiesta in der Grundausstattung auch recht erschwinglich. Natürlich gibt es noch günstigere Anfängerautos, doch für den Fiesta sprechen die vielen Assistenzsyteme, die guten Motoren und das überzeugende Fahrwerk. Das finden nicht nur wir, denn der Fiesta ist seit Jahren in der Liste der erfolgreichsten Kleinwagen Europas.

Wichtig für Fahrneulinge ist, dass das Auto einfach zu fahren ist. Hier ist man mit dem Fiesta goldrichtig, denn er ist handlich, agil und die Lenkung ist feinfühlig abgestimmt. Über die Sicherheit muss man sich auch keine Gedanken machen, denn insgesamt 15 Assistenzsysteme stehen zur Auswahl, leider ist für die meisten aber ein Aufpreis fällig, was den Geldbeutel junger Fahrer zusätzlich belastet.

Insgesamt finden wir aber, dass der Fiesta ein gelungenes Anfängerauto ist, dass zudem modern aussieht und seit Jahren erfolgreich verkauft wird. Kinderkrankheiten sollten also ausgemerzt sein.

3. Volkswagen Polo

Zugegeben, ganz günstig ist der VW Polo nicht aber dafür bekommt man alles, was das Fahranfängerherz begehrt: Moderne Sicherheitsausstattung, sicheres Fahrverhalten und Zuverlässigkeit. Da lohnt es sich wirklich, ein bisschen mehr zu investieren, denn den Polo kann man normalerweise einige Jahre problemlos fahren.

Die Einstiegsvariante ist mit 65 PS keine Rakete, wer aber selten auf Autobahnen unterwegs ist, wird keine Probleme bekommen. Das Basismodell ist mit City-Notbremsfunktion, Fußgängererkennung, Berganfahrassistent und Front Assist ausgestattet. Wer mehr will, muss leider extra zahlen.

Das macht aber nichts, denn das sichere Handling und der überzeugende Crashschutz des Polo lassen einen auch ohne optionale Sicherheitsassistenten sorgenfrei von A nach B fahren. Wer den Aufpreis im Vergleich zu anderen Kleinwagen finanziell stemmen kann, der sollte auf jeden Fall den Polo ins Auge fassen.

4. Skoda Fabia

Solide und auf den praktischen Alltagsnutzen ausgelegt, ist der Skoda Fabia. Das ist gar keine Kritik, im Gegenteil. Denn gerade ein Einstiegsauto sollte mehr Nutzen als Lifestyle bieten. Beim Fabia bekommt man genau das geboten, die Verarbeitung ist solide, die Bedienung intuitiv und auch in Sachen Fahrsicherheit zeigt er sich vorbildlich.

Leider merkt man aber auch am Preis, dass er zum VW-Konzern gehört. Wie beim Polo muss man auch hier knapp 13.000 Euro für die Basisversion ausgeben, was sich aber auf jeden Fall bezahlt macht. Der kleinste Motor bietet hier allerdings nur 60 PS, was vielleicht ein bisschen wenig sein könnte. Trotzdem sind lange Fahrten kein Problem, zumindest was die Sitze angeht, denn auf diesen sitzt man auch nach Stunden noch bequem.

Bremse, Verarbeitung und Fahrverhalten sind sehr positiv zu bewerten, da hat man sich bei VW nicht lumpen lassen und auch dem Konzernbruder gute Qualität spendiert.

5. Renault Twingo

Der kleine Twingo ist pfiffig und vernünftig in einem. Anders, als bei seinen Konkurrenten sitzt der Motor im Heck, was im Innenraum für mehr Platz sorgt. Das neue Design ist modern und spritzig – genau das richtige Auto für junge Menschen. Preislich sollte man hier auch nicht meckern, denn der Einstiegspreis liegt unter 10.000 Euro.

Wer nicht so häufig auf der Autobahn unterwegs ist, dürfte auch mit den 70 PS auskommen. In der Stadt ist der Renault Twingo auf jeden Fall eine sehr gute Wahl. Der Wendekreis ist sehr klein, Parkplätze sind immer groß genug und mit seinem geringen Gewicht fährt er sich leicht und wendig.

Die wichtigsten Sicherheitsfeatures gehören zur Basisausstattung: ESP, ABS, Bremsassistent, Adaptiv-Airbags für Fahrer und Beifahrer und zwei Kopf-Thorax-Seitenairbags in den Vordersitzen. Will man mehr, muss man sich für die höheren Ausstattungslevel entscheiden die natürlich wieder mehr Geld kosten. Insgesamt ist der Twingo aber als erstes Auto eine Empfehlung, denn er ist klein, gut zu fahren und als Basismodell günstig zu bekommen.

6. Fiat Panda

Ein sehr praktisches und geräumiges Auto, das zudem sehr günstig zu haben ist, ist der Fiat Panda. Die aktuelle Generation ist zwar immer noch kastenförmig gebaut, doch viele Rundungen machen ihn etwas geschmeidiger fürs Auge. Reinpassen tut auf jeden Fall einiges, egal ob Freunde oder Gepäck, der Panda hat Platz.

Auch das Fahren dürfte Führerscheinneulingen leicht fallen, denn das Handling ist leicht, die Übersicht ist gut und wer sich für die günstige Ausstattungslinie Pop entscheidet, wird mit 69 PS Leistung sicher nicht überfordert werden. An Assistenzsystemen mangelt es allerdings im günstigsten Modell und auch eine Klimaanlage gibt es erst ab dem Ausstattungslevel Easy – was aber mit knapp 10.500 Euro immer noch erschwinglich ausfällt.

Für alle, die rational an die Sache Autokauf herangehen und mehr auf Nutzen als auf Lifestyle legen, sind mit dem Fiat Panda gut beraten. In Sachen Sicherheit hätte es aber durchaus noch ein wenig mehr sein dürfen.

7. KIA Picanto

Der kleine Südkoreaner macht eine richtig gute Figur und ist gerade für Fahranfänger eine tolle Wahl, denn über eines muss man sich schon mal keine Sorgen machen: Reparaturen. KIA bietet auch für den Picanto eine 7-Jahres-Garantie an – da kann die Konkurrenz nicht mithalten. Auch, wenn der KIA Picanto sehr kompakt ausfällt, im Innenraum haben bis zu fünf Erwachsene Platz und das sogar recht bequem, wenn es bei Kurzstrecken bleibt.

Für die Stadt ist der Picanto eine ganz klare Empfehlung, denn er bietet ein leichtes Handling, eine leichte Bedienung, eine gute Übersicht und verbraucht wenig. Wer mit der zugegebenermaßen etwas kargen Ausstattung im Basismodell zurecht kommt, muss nicht mal 10.000 Euro ausgeben und bekommt ein Auto mit langer Garantie und sicherem Fahrverhalten, dass in der dritten Generation auch optisch einiges her macht.

8. Fiat 500

Ein Klassiker und ein Auto, dass Charme und Charakter versprüht – das ist der Fiat 500. Das herausragende Design macht ihn zum perfekten Lifestyle-Auto, man muss den kleinen Italiener einfach mögen. In der Stadt fühlt er sich wohl, denn er ist schön kurz und füllt selbst die kleinsten Parklücken.

Fahren ist sehr angenehm, das Fahrwerk reagiert gutmütig und auch Kurven fahren funktioniert problemlos. Der Einstieg klappt mit dem 69 PS-Motor gut, er ist solide und kommt schon seit einigen Jahren zum Einsatz. Das der 500 mehr Wert auf Lifestyle als auf Nutzen legt, merkt man, wenn man einsteigt. Das Platzangebot ist okay, hinten wird es für Beine und Kopf aber schnell eng.

Auch die Assistenzsysteme könnten zahlreicher verbaut sein, denn der Basispreis liegt immerhin bei knapp 12.800 Euro. Eine ganze Stange Geld, die sich zum Großteil durch das enorm positive Image und das knuffige Design rechtfertigt. Trotz des etwas zu hohen Preises ist er für Fahranfänger eine gute Wahl, er fährt sich leicht und sicher und die wichtigsten Assistenzsysteme sind ebenfalls an Bord.

9. Peugeot 108

Der Peugeot 108 ist klein und auch optisch gefällt er sicher den Meisten. Das Kriterium Preis, das für Fahranfänger wichtig ist, erfüllt er voll und ganz. Im Basismodell werden knapp 10.500 Euro fällig. Auch in Sachen Zuverlässigkeit kann man sich bei Peugeot nicht beschweren. Anders ist es leider um Sicherheit und Komfort bestellt, denn erst ab der höchsten Ausstattungslinie Allure sind die wichtigsten Features enthalten – und das ist dann plötzlich gar nicht mehr so günstig.

Fährt man aber lediglich Kurzstrecken und hauptsächlich in der Stadt, reichen natürlich die serienmäßig verbauten Sicherheitsstandards völlig aus. Positiv ist: er ist parkfreundlich, übersichtlich und leicht bedienbar. Negativ ist: wer mehr Sicherheit will, muss auch mehr Geld ausgeben.

10. Volkswagen up!

Wie man das von VW gewohnt ist, bekommt man mit dem VW up! einen sehr gut verarbeiteten Kleinwagen. Mit der Garantie sind die Wolfsburger aber nicht so spendabel, es gibt nur das Minimum. Fahren macht Spaß, denn die Lenkung arbeitet präzise und muss man mal wenden, ist das dank seines kleinen Wendekreises kein Problem.

Sicher fühlt man sich im up! auf jeden Fall, denn die Bremsen sind gut und das sanft eingreifende ESP und der optional bestellbare City-Notbremsassistent leisten vorbildliche Arbeit. Wer das Basismodell take up! ordert, muss mit einer wirklich spartanischen Einrichtung zurecht kommen, noch nicht einmal ein Handschuhfach ist dabei. Da lohnen sich die 1.000 Euro Mehrpreis für die nächsthöhere Ausstattungsversion auf jeden Fall und mit 11.700 Euro kommt man immer noch relativ günstig davon.

Wer aber nicht unbedingt einen Volkswagen braucht, kann sich gut und gerne auch im VW-Konzern umsehen, denn der up! hat bei SEAT und Skoda sozusagen Klone, die sich preislich doch etwas nach unten hin absetzen.

Egal für welches Auto Sie sich letztlich entscheiden, Sie sollten sich auf jeden Fall Gedanken darüber machen, wie das Auto genutzt wird. Fahren Sie oft in der Stadt oder eher Landstraßen? Mit welcher Kilometeranzahl rechnen Sie pro Jahr? Fahren Sie meist alleine oder möchten Sie oft Freunde mitnehmen? Ist das erste Auto nur eine Übergangslösung oder möchten Sie den Wagen einige Jahre behalten?

Viele Kriterien haben Einfluss auf die Kaufentscheidung und machen Ihnen die Qual der Wahl einfacher. Was außerdem noch interessant sein kann ist, dass viele Händler spezielle Konditionen bei Leasing und Finanzierung anbieten, wenn man seinen Führerschein noch nicht länger als 24 Monate besitzt, also Fahranfänger ist. Auch wenn man nur ein geringes Ausbildungsgehalt zur Verfügung hat, kann man sich meist die Raten leisten, weil sie eben speziell ausgelegt auf Fahrneulinge sehr günstig sind. Schon unter 100 Euro monatlich kann man einen Neuwagen fahren, sich sicher fühlen und erst mal keinen Gedanken an Reparaturen verschwenden.