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Peugeot 208 Test

Wirtschaftlicher City-Flitzer

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Gut Platz vorne
  • Sichere Fahreigenschaften
  • 5-Sterne-Sicherheit
  • Schlechte Rundumsicht
  • Großer Wendekreis
  • Schlechte Bremsleistung

15.900 € - 22.200 € Preisklasse

5 Sitze

4,6 - 5,1 l/100km

Test

Der Peugeot 208 besitzt einiges von dem Charme des in den 1980ern vom italienischen Designmeister Pininfarina entworfenen Peugeot 205. In dessen Erbfolge steht der Peugeot 208 als das mittlerweile achte Modell der 200er-Serie (Peugeot 201 bis 208). Heute wie früher heißen die direkten Konkurrenten: Ford Fiesta, Opel Corsa und VW Polo.

Das Raumangebot im harmonisch gezeichneten Peugeot 208 fällt so aus, wie man es bei vier Meter Länge erwartet. Vorne gibt es mehr Raum als dahinter. Im Kofferraum erfüllt der Fünftürer mit 285 Liter Kofferraumvolumen ebenso die Erwartungen – auch wenn woanders noch etwas mehr an Gepäck im Heck verschwindet.

Das Interieur wirkt ansprechend. Die Klavierlackoptik kaschiert die Schlichtheit manches Kunststoffteils gekonnt. Im Cockpit präsentiert sich der Peugeot gut verarbeitet und französisch unkonventionell, denn die Instrumente sind, ähnlich wie es im Peugeot 3008 der Fall ist. An die schlechte Rundumsicht muss man sich gewöhnen, an die Bedienung des Touchscreens kann man sich gewöhnen. An das Bedienen des Tempomats im Blickschatten des Lenkrads ebenso.

Dass der Tempomat in jedem Peugeot 208 zur Serienausstattung gehört und dass der Franzose im Crashtest eine Vertrauen erweckende Bewertung erhielt, fällt positiv auf. Besonders, wenn man weiß, dass französische Kleinwagen in der Vergangenheit nicht gerade für große Sicherheit standen – man erinnere sich nur zurück an den ersten Renault Twingo.

Auch der Fahrkomfort mutet französisch an. Die weichen Polster im Sitz, die man in einem französischen Auto irgendwie schon erwartet, und das relativ kommode Fahrwerk passen zum kleinen Peugeot, dessen Vierzylinder und Dieselmotoren Vergangenheit sind. Im Motorraum kommen ausschließlich moderne Dreizylinder mit bis zu 110 PS Leistung zum Einsatz. Das sollte reichen, um den nur knapp über eine Tonne schweren 208 erquicklich in Schwung zu halten.

So kurz, so gut? Was die Parklückensuche angeht, trifft der Satz zu. Der Peugeot 208 misst nur 3,97 Meter vom Karosserieanfang bis zum Ende. Was die Zuladung betrifft, trifft der Satz ebenso ins Schwarze. Mit 500 Kilogramm kann der kompakte Peugeot so viel zuladen wie manche fünf Meter lange Oberklasselimousine. Und auch das Kofferabteil ist nicht von schlechten Eltern.

285 Liter dürfen im Peugeot 208 eingepackt werden. Dies ist, auch wenn in einem Ford Fiesta (292 Liter) und Citroen C3 (300 Liter) mehr und in einem VW Polo deutlich mehr geht (351 Liter), ein ordentliches Kofferraumvolumen.

Und die sonstigen Ablagen? Schon eine Halbliter-Flasche bringt den Getränkehalter an seine Grenzen. Die im sehr tiefen Handschuhfach abgelegten Utensilien erreicht man vom Fahrerplatz aus schwer, wenn sie ganz nach hinten verrutscht sind. Dann muss man sich strecken. Das klappt hinten mit langen Beinen nicht. Beinfreiheit ist im Fondbereich des 208 ein knappes Gut. Der Platz für die Beine auf der Rückbank ist in dieser Kategorie naturgemäß stark von der Sitzposition des Vordermanns abhängig.

Technische Daten:

Länge 3,97 Meter
Breite 1,74 Meter
Höhe 1,46 Meter
Kofferraumvolumen 285 bis 1.076 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.050 bis 1.259 Kilogramm
Zuladung 341 bis 500 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 1.520 bis 1.600 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 450 bis 570 Kilogramm/760 bi 1.150 Kilogramm

Der Peugeot fährt sich sicher und unkompliziert, aber den zu großen Wendekreis von 11,20 Meter bemerkt man spätestens nach dem ersten mutigen U-Turn, wenn zurück gestoßen werden muss. Der Komfort ist besser als der Wendekreis und der Motor ebenso.

Die Benziner

Die Entscheidung ist eigentlich ganz einfach: Egal wie man sich zwischen den drei Leistungsstufen 68, 83 oder 110 PS entscheidet, den Antrieb bildet immer ein 1,2-Liter-Dreizylinder, der seine Kraft über die Vorderräder überträgt.

Der leichte Dreizylinder, der momentan im Kompaktwagen schwer in Mode ist, produziert in der 68-PS-Version nur sehr verhaltene Beschleunigung und müden Durchzug. Damit sind die 68 PS im Peugeot 208 ganz klar eher etwas für die Stadt.

Empfehlenswerter ist die 82-PS-Variante, weil der Aufpreis gegenüber dem 68-PS-Motor verträglich ausfällt (800 Euro). Der 82-PS-Benziner bietet bessere Fahrleistungen, besitzt ein Start-Stop-System und verbraucht ähnlich wenig. 4,8 Liter sind es in der Werksangabe, die alle 100 Kilometer aus dem 50 Liter großen Tank abfließen. Die helle und knurrende Geräuschkulisse ist dabei Teil des Dreizylindergeschäfts. Wenn man den Motor aber nicht schuften lässt, läuft er kultiviert und leise.

Die 110 PS (Aufpreis gegenüber dem 82-PS-Motor: 1.700 Euro) machen im Peugeot 208, der mit seinen dann 1.150 Kilogramm immer noch ein leichtes Spiel hat und sogar noch 0,2 Liter weniger Super verbraucht, mehr Freude. Damit beschleunigt der 208 dramatisch besser. In nur 9,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Auch die Automatik vom japanischen Hersteller Aisin macht einen ganz guten Job, denn damit sprintet der Peugeot 208 nur knapp eine halbe Sekunde langsamer auf Tempo 100.

1.2 PureTech 1.2 PureTech Stop&Start 1.2 PureTech Stop&Start 1.2 PureTech Stop&Start Automatik 1.0 VTi 72 ETG5
Hubraum [ccm] 1.199 1.199 1.199 1.199 998
Leistung [PS] 68 83 110 110 72
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Stufen-Automatik 5-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
14,3 | 162 13,5 | 175 9,3 | 188 9,9 | 188 15,2 | 160
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin Benzin Benzin

Der Peugeot 208 bietet eine gute Komfortausstattung und neben den unproblematischen Fahreigenschaften eine gute Fahrzeugsicherheit.

Peugeot 208 Active

Nicht die Regel im Basismodell sind in dieser Fahrzeugklasse die manuelle Klimaanlage, der 7-Zoll-Touchscreen und der Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Ansonsten hat das Einstiegsmodell das Wichtigste mit an Bord: das Radio mit USB-Anschluss, die Zentralverriegelung mit Fernbedienung, die elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegel, den Bordcomputer, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung und das höhen- und tiefenverstellbare Multifunktionslenkrad.

Und die Ausstattung lässt sich mit drei Paketen – auch nicht normal in einem Einstiegsmodell – erweitern. City-Paket (Einparkhilfe hinten, Nebelscheinwerfer, elektrisch anklappbare Außenspiegel), Sicht-Paket (automatisch abblendender Innenspiegel, Lichtsensor, Regensensor) und Elektrik-Paket (elektrische Fensterheber vorn/hinten, Mittelarmlehne vorne, elektrisch anklappbare Rückspiegel, Kindersicherung, Einklemmschutz) heißen die Extras.

Und die Sicherheit? Das ESP mit Traktionskontrolle, das ABS, sechs Airbags, die Berganfahrhilfe und das obligatorische Reifendruckkontrollsystem gehören zwar mit zur Sicherheitsausstattung, aber mehr Sicherheit in Paket bleibt dem Active, auch wenn man gerne dafür bezahlen würde, verwehrt.

Peugeot 208 Signature

In der mittleren Ausstattung kommen die elektrisch anklappbaren Außenspiegel, der automatisch abblendende Innenspiegel, das Lederlenkrad sowie der Licht- und Regensensor hinzu. Von außen erkennt man den 208 Signature an den Nebelscheinwerfern, den dunkler getönten hinteren Scheiben und den 16 statt 15 Zoll großen Rädern.
Bestellbar ist von den Zubehörpaketen ausschließlich das Elektrik-Paket (siehe oben). Bei der Sicherheit tut sich mit der zusätzlichen Einparkhilfe hinten nicht viel, denn auch der mittleren Linie bleibt der Zugang zu mehr Sicherheit in Paketform vorenthalten.

Peugeot 208 Allure

In der Topausstattung geht es mit der 2-Zonen-Klimaautomatik und dem 3D-Navigationssystem inklusive Connect Box komfortabler zu. Das statische Kurvenlicht verbessert die Sicht beim Einbiegen in Kurven. Und auch Ausstattungspakete mit zusätzlichem Sicherheits-Equipement sind jetzt bestellbar. Das Sicherheits-Paket (Rückfahrkamera, City-Bremsassistent) oder das Easy-Paket (Rückfahrkamera, aktives Parksystem, Einparkhilfe vorn/hinten)

Im ADAC-Bremstest kam der Peugeot 208 nach einer Vollbremsung aus 100 km/h erst nach wenig lobenswerten 39,2 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest jedoch mit der Maximalwertung von fünf Sternen honoriert.

Zusammenfassung

Der Peugeot 208 hat seinen Charme, weil er manches auf die französische Art und Weise löst. Im Ausstattungsniveau weiß er, besonders in den höheren Ausstattungslinien, zu überzeugen. Mit den lebendigen, leistungsstärkeren Dreizylindern steht er auch Autobahntouren und mit Sicherheit seinen Alltag.

Der Peugeot 208 mutet vielleicht nicht ganz so perfekt an wie ein VW Polo, aber er gehört unter den Kleinwagen zu den charaktervollen – das hat er dem rationalen, kühlen und wenig charmanten deutschen Kleinwagenprimus voraus.

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