Volvo V40

Premium-Kompaktwagen mit ausdrucksstarkem Look

0,0
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Umfassende Sicherheit
  • Sparsame Benziner
  • Breites Ausstattungsangebot
  • Platz im Fond
  • Übersichtlichkeit
  • Nur zwei Jahre Garantie

24.850 € - 38.990 € Preisklasse

5 Sitze

3,4 - 5,9 l/100km

Test

Typisch Volvo: Die Marke Volvo stand in der Vergangenheit für hohe Fahrzeugsicherheit und grundsolide Technik. Der Volvo V40, mit dem der schwedische Hersteller Konkurrenten aus der gehobenen Kompaktklasse wie A3, 1er oder A-Klasse ins Visier nimmt, wandelt seit 2012 auf den Spuren seiner sicheren Vorgänger. Und das erfolgreich.

Die coupéhafte Dachlinie, die am Heck wie an einem Shooting Brake (ein Sportkombi) harmonisch ausläuft, lässt den V40 mit nur 1,42 Meter Höhe proper auf der Straße stehen. Wer schön ist, muss nur etwas leiden. Bei der Bedienung wegen der vielen Schalter und beim Platzangebot.

Mit 4,37 Meter Länge ist der Volvo V40 der Kompaktklasse zwar schon um einige Zentimeter entwachsen, aber im Innen- und Kofferraum bietet er trotzdem nicht mehr Platz als ein kompakterer VW Golf.

Im Jahr 2016 erhielt der Volvo V40 ein Facelift und damit eine neue Frontpartie, einen umgestalteten Kühlergrill, neue Felgendesigns und die von Volvo “Thors Hammer” getauften LED-Tagfahrleuchten.

Das Infotainment wurde überarbeitet und das Motorenangebot mit der Modellpflege erweitert. Das Leidtungsspektrum der Vierzylinderbenziner- und diesel reicht von 120 bis 245 PS.

Seine optische Attraktivität macht den Volvo V40, obwohl er schon seit 2012 produziert wird, zu einem der beliebtesten Volvo-Modelle. Dazu tragen auch die für die Klasse sehr hohe Sicherheit – vom Knie-Airbag für den Fahrer bis zum Fußgänger-Airbag – und die Solidität des Schweden bei. Typisch Volvo.

Der Volvo V40 fällt größer aus als ein VW Golf, aber es nützt ihm nichts. Seine attraktive, sich am Heck absenkende Coupé-Linie fordert ihren Tribut im hinteren Teil des Fahrzeugs, auf der Rückbank und im Kofferraum.

Das Interieur

Der Volvo V40 ist mit einer Länge von 4,37 Metern größer als die meisten Kompakten, aber auf den Rücksitzen geht es um die Knie trotzdem nicht großzügig zu. Er ist zwar als Fünfsitzer im Fahrzeugschein eingetragen, aber auf der wenig breiten Rückbank kommen doch besser zwei als drei Mitfahrer unter.

Bis zu einer Körpergröße von etwa 1,80 Meter sitzt man hier gut, ohne dass der Kopf Kontakt zum Dachhimmel aufnimmt. Vorne ebenso auf den sehr bequemen Sesseln mit ausreichend Seitenhalt, auf denen nur Große manchmal das Gefühl haben, etwas zu hoch zu sitzen.

Das Cockpit mit der frei stehenden Mittelkonsole präsentiert sich skandinavisch-schnörkelllos. Nicht ganz so gradlinig verläuft die Bedienung. Die vielen Schalter und Tasten verlangen nach etwas Eingewöhnung. Bei Bediensystemen wie BMWs iDrive geht das Bedienen zentralisierter vonstatten.

Aber auch die Direkttasten offenbaren Vorteile. Manchmal benötigt man nur einen Bedienschritt, wo woanders zwei nötig wären. Das Suchen in Untermenüs fällt aus. An den gut ablesbaren Analoginstrumenten und optionalen Digitalinstrumenten lässt sich nichts aussetzen und ebenso wenig an der Verarbeitungsqualität made in Sweden.

Der Kofferraum

Der schicke Look am Heck fordert im Kofferraum einen Tribut. Ein Volumen von 335 bis 1.032 Liter passt hinein. Im VW Golf sind es 380 bis 1.270 Liter. Die maximale Zuladung liegt bei 427 Kilogramm. Praktisch sind die Gummibänder zum Fixieren des Kofferrauminhalts und der doppelte Ladeboden.

Das Fahrwerk des Volvo V40 empfinden manche Fahrer oder Mitfahrer als etwas zu straff. Für andere geht selbst der Komfort des optionalen, gut austarierten Sportfahrwerks in Ordnung. Das beweist mal wieder, wie subjektiv die Wahrnehmungen im Auto sind.

Objektiv kann man sagen: Der Wendekreis ist mit 11,2 Metern groß. An ihn muss man sich bei einem U-Turn oder beim Rangieren genauso gewöhnen wie an das etwas künstliche Lenkgefühl an der nicht sehr rückmeldefreudigen elektrischen Lenkung.

Und der Geräuschkomfort? Das Abrollgeräusch der Pneus dominiert im V40 nicht und die Windgeräusche nehmen erst bei höherem Tempo auf der Autobahn merklich zu.

Die Motorenpalette umfasst vier Benziner und drei Turbodiesel mit 120 bis 245 PS Leistung. Alle Motoren sind Vierzylinder und serienmäßig an ein manuelles, gut zu bedienendes Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Sechsstufen- oder Achtstufen-Automatik gekoppelt.

Die Benziner

Die Benziner senden 122 bis 245 PS an die Antriebsräder. Das neuste Triebwerk der V40-Motorenpalette ist der T4-Benziner mit 190 PS, der seit der 2016er-Überarbeitung im Motorraum des 1,5 Tonnen schweren V40 arbeitet.

Der Turbomotor beschleunigt den T4 in flotten 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Die Motoren im T2 und T3 leisten 122 und 152 PS. Damit spurtet der V40 in 10,4 und 8,9 Sekunden auf Tempo 100.

Der rasanteste aller Benzinmotoren ist der 2,0-Liter-Turbo im T5. Mit seinen 245 PS erledigt er den Sprint aus dem Stand bis 100 km/h in 6,3 Sekunden und erst bei 240 km/h hat das Beschleunigen ein Ende. Der Verbrauch der Benziner liegt im Durchschnitt bei 5,6 bis 5,9 Liter Super. Aber nur in der Werksangabe. In der Praxis sind es rund zwei Liter mehr.

Die Diesel

Vielfahrer fahren Diesel. Auch heute noch. Der 2,0-Liter-Selbstzünder produziert 120, 150 oder 190 PS Leistung und ein maximales Drehmoment von 280, 320 oder 400 Newtonmeter.
Mit den Dieselmotoren hält ein 62-Liter-Tank länger als im Benziner.

Die Leistungs-Verbrauchs-Relation ist mit den Selbstzündern im Motorraum unter allen V40-Motoren die beste. Obwohl ein V40 Diesel eine Höchstgeschwindigkeit von 190, 210 oder sogar 230 km/h erreicht, liegt der Werksverbrauch im Normmittel bei 3,4 bis 4,2 Liter Diesel. Zumindest auf dem Papier.

Für die meisten Sicherheits-Features wird man extra zur Kasse gebeten.

Serienmäßig sind ein kompletter Airbagsatz samt dem Knie-Airbag für den Fahrer an Bord und auch eine Motorhaube, die es gut mit Fußgängern meint: Bei einer Kollision mit einem Passanten öffnet sich unterhalb der Frontscheibe ein Fußgänger-Airbag, der den Kopf beim Aufprall schützt.

Zu den weiteren Sicherheitssystemen zählen der Toter-Winkel-Assistent, der in die Lenkung eingreifende Spurhalteassistent, der adaptive ACC-Tempomat, der Müdigkeitssensor, das City-Notbremssystem mit Fußgänger- und Radfahrererkennung und der Auffahr- und Querverkehrwarner.

Wer den V40 ohne große Kurbelei am Steuerrad komfortabel einparken möchte, bestellt ihn mit dem Parkassistenten. Der macht im am Heck unübersichtlichen Volvo V40 genauso viel Sinn wie die Parksensoren und die Rückfahrkamera.

Im ADAC-Bremstest wurde der Volvo V40 nicht getestet. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest jedoch mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Zum Modelljahr 2018 wurden die Ausstattungslinien neu strukturiert. Kinetic heißt die neue Einstiegsversion. Daneben stehen die Ausstattungslinien Momentum, R-Design und Inscription im Angebot. Zudem lassen sich die Linien mit zahlreichen Ausstattungspaketen, vom Fahrerassistenz- bis zum Laderaum-Paket, erweitern.

Der Kinetic beinhaltet bereits die Klimaanlage, den City-Notbremsassistenten, den Fahrer-Knie- und Fußgänger-Airbag, den Tempomat, ein Audiosystem und die elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegel.

Die Linien Momentum, R-Design und Inscription unterscheiden sich nicht nur im Ausstattungsumfang, sondern auch optisch voneinander. Noch mehr Personalisierung ist mit den Ausstattungspaketen möglich, deren Vorteil in der Preisersparnis gegenüber der Einzelbestellung liegt.

Im Angebot befinden sich das Business-Paket (mit Sensus Connect Infotainment-Navigationssystem, WiFi-Hotspot, Sprachsteuerung, Verkehrsinformationen in Echtzeit), das Fahrerassistenz-Paket (Toter-Winkel-Assistent, Verkehrszeichenerkennung und Fernlichtassistent), das Klima-Komfortpaket (Klimaautomatik) und das Laderaum-Paket (Gepäckraumtrennnetz, doppelter Ladeboden, umlegbare Beifahrersitzlehne).

Und weiter geht es in der Preisliste mit dem Licht-Paket (Voll-LED-Scheinwerfer), dem Style-Paket (Digitale Instrumente), dem Technik-Paket (besseres Audiosystem, hintere Einparkhilfe), dem Winter-Paket (Sitzheizung vorn, beheizbare Frontscheibe), dem Winter-Connect-Paket (Sensus Connect Pro Infotainment, Standheizung mit Fernaktivierung per Smartphone-App) und dem Xenium-Paket (elektrisch einstellbarer Fahrersitz, Rückfahrkamera, Panoramaglasdach).

Die größte Ersparnis bietet das Fahrerassistenz-Paket Pro mit 40 % Preisvorteil gegenüber den Einzeloptionen. Es umfasst den ACC-Tempomat, den Notbremsassistenten mit automatischer Fußgänger- und Fahrradfahrer-Erkennung, den Stau-Assistenten für automatisches Bremsen und Beschleunigen im Stop-and-Go-Verkehr und den Distanzwarner mit Warnung bei zu geringem Abstand oder drohender Kollision.

Zusammenfassung

An den etwas kompakten Kofferraum und die Unübersichtlichkeit muss man sich im Volvo V40 gewöhnen. Das umfangreiche Angebot an Sicherheits- und Assistenzsystemen, die attraktive Form, der hochwertig gestaltete Innenraum und die im Dauertest bewiesene Langzeitqualität sprechen für den in seiner langen Produktionszeit gut gereiften Volvo V40.

Deshalb kostet ein Volvo V40 in etwa so viel wie die Premiumkompakten aus Süddeutschland.

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