E-Auto-Förderung 2026: Plug-in Hybride wie Hyundai Tucson könnten leer ausgehen

Andreas Heise
Senior Online-Redakteur Test
22. Januar 2026

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Ob Hyundai Tucson oder KIA Sportage: Wir sagen dir, welche Plug-in Hybride von der neuen staatlichen E-Auto-Förderung vsl. nicht profitieren werden.

Das Bundesumweltministerium hat am 19. Januar 2026 eine neue Förderung für Elektrofahrzeuge (mit/ohne Range Extender) und Plug-in-Hybridmodelle bekanntgegeben. Demnach wird die Basisförderung für Plug-in Hybride bei 1.500 Euro liegen. Die Prämie lässt sich weiter erhöhen, wenn der/die Antragssteller/-in Kinder hat und/oder das jährlich zu versteuernde Haushaltseinkommen unter bestimmten Grenzen liegt. So ist für einen Plug-in Hybrid eine Prämie von bis zu 4.500 Euro möglich.

Die wichtigsten Details zur erwarteten Plug-in Hybrid Förderung:

  • Rückwirkend zum 1. Januar 2026 – Zulassungsdatum entscheidend
  • Gilt für Kauf oder Leasing eines Neuwagens
  • Mindestens 1.500 Euro Prämie, maximal 4.500 Euro
  • Voraussetzung: CO2 Ausstoß maximal 60 g/km oder E-Reichweite mind. 80 km
  • Keine Obergrenze für Listenpreise

Diese beliebten Modelle profitieren von der Förderung

Plug-in Hybride sind jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen förderfähig. Demnach darf der CO2-Ausstoß des Fahrzeugs nicht über 60 Gramm pro Kilometer liegen. Oder das Modell muss eine rein elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern vorweisen. Sprich, eines der beiden Kriterien muss erfüllt sein, damit du die Prämie für deinen Neuwagen erhältst.

Reichweiten-Kategorie bisher nicht klar definiert

Unklarheit herrscht jedoch noch darüber, ob bei der rein elektrischen Reichweite der kombinierte Wert (EAER) herangezogen wird oder der City-Wert (EAER City), der für die Stadt gilt und höher liegt. Gehen wir vom niedrigeren, kombinierten Wert aus, gehen beliebte Fahrzeuge wie der Hyundai Tucson oder Kia Sportage leer aus. Eine Übersicht zu den betroffenen Modellen findest du am Ende des Artikels.

Noch ein Blick in die Zukunft: Für den Zeitraum ab dem 1. Juli 2027 prüft die Bundesregierung, die CO2-Emissionen im realen Betrieb als Grundlage für die Förderung zu verwenden. Ziel ist es, die Nutzung des elektrischen Antriebs zu fördern. Wie das Ganze im Detail aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

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Hyundai Tucson PHEV: Frontantriebsversion könnte förderfähig sein

Das Kompakt-SUV Hyundai Tucson ist mit verschiedenen Motoren erhältlich, auch mit einem 288 PS starken Plug-in Hybridantrieb. Du kannst dabei zwischen Front- und Allradantrieb wählen. Die offizielle elektrische Reichweite (EAER) bewegt sich zwischen 63 und 70 Kilometern, liegt also unter der festgelegten 80-km-Grenze. Der Tucson Plug-in würde damit keinen Zuschuss bekommen. Anders sähe es jedoch aus, wenn die elektrische City-Reichweite als Wert herangezogen werden würde – was noch unklar ist. Dann käme die Frontantriebsversion für einen staatlichen Zuschuss wohl doch in Frage. Beim CO2-Wert gibt es weniger zu diskutieren: Der Tucson verfehlt mit 62 bis 73 g/km die Maximalgrenze von 60 g/km.

KIA Sportage Plug-in Hybrid: Beide Antriebsvarianten fallen durch – vorerst

Auch für den KIA Sportage würde es hinsichtlich einer Förderung nicht gut aussehen, sollte die elektrische Reichweite (EAER) als Grundlage dienen. Da spielt es dann auch keine Rolle, ob du die Frontantriebs- oder Allradvariante nimmst. Der Sportage schafft im besten Fall nur 66 Kilometer (EAER). Sprich, nicht förderfähig. Bleibt die Möglichkeit, den vorgeschriebenen CO2-Wert nicht zu überschreiten. Die 2WD-Version (CO2: 67 g/km) liegt aber ebenso wie das Allradmodell (75 g/km) über der CO2-Marke.

Wie beim Hyundai Tucson gilt aber auch für den KIA Sportage PHEV: Sollte die elektrische City Reichweite (EAER City) und nicht die elektrische Reichweite (EAER) als Grundlage dienen, könnte die Frontantriebsversion des Sportage doch förderfähig sein – der EAER-City-Wert ist in der offiziellen Preisliste mit 85 km angegeben. Auch die Vision-Ausstattung der Allradvariante (EAER City: 81 km) käme für die staatliche Prämie dann in Frage. Die Hintergründe zur Reichweiten-Diskussion findest du hier.

Ford Kuga Plug-in Hybrid: Spezialfall wegen CO2-Spanne

Auch der Ford Kuga ist ein beliebtes Modell unter den Kompakt-SUVs. Mit ihrer maximalen Reichweite (EAER) von 68 Kilometern bleibt die 243 PS starke PHEV-Version unter dem definierten Wert von 80 Kilometern und erfüllt dieses Kriterium nicht. Komplizierter wird es aber beim CO2-Wert: Für alle PHEV-Ausstattungen (Titanium, ST-Line etc.) sind in der offiziellen Ford-Preisliste Spannen angegeben, z. B. 55 bis 71 g/km für das PHEV-Modell Titanium. Nimmt man den Minimalwert, wäre der Ford Kuga Plug-in förderfähig. Beim Maximalwert von 71 g/km hingegen nicht. Hier lohnt es sich, mit einem Händler Kontakt aufzunehmen und den exakten Wert für das jeweilige Fahrzeug zu klären.

Und ja, auch hier könnte – wie beim Hyundai Tucson und KIA Sportage – die elektrische City-Reichweite (EAER City) den Unterschied machen, sollte sie denn als Bemessungsgrundlage dienen – was nicht abschließend geklärt ist. Der EAER-City-Wert liegt beim Kuga Plug-in zwischen 74 und 89 Kilometern. Die Versionen, die 80 km oder mehr schaffen, könnten also förderfähig sein.

Nicht förderfähig: Volumen- bis Premiumhersteller

Dass ein über 700 PS starker BMW M5 von der staatlichen Prämie ausgeschlossen wäre, überrascht wohl kaum. Schon eher, dass dies auch für die Plug-in-Versionen des KIA Sorento oder Hyundai Santa Fe gilt. Wichtig: In bestimmten Fällen wie beim Ford Kuga (siehe Beispiel oben), in denen die offiziellen Daten keine endgültige Aussage über die Förderfähigkeit zulassen, solltest du einen Händler kontaktieren und erfragen, ob das gewünschte Fahrzeug unter die staatliche Förderung fällt oder nicht.

Hier eine alphabetisch geordnete Liste der Plug-in Hybride, die nach aktuellem Stand keine Förderung erhalten würden – weil die rein elektrische Reichweite (EAER) unter 80 Kilometern bleibt und der CO2-Wert über der definierten Grenze von 60 g/km liegt:

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