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Hyundai Ioniq 5 vs. VW ID.4 im Vergleich: Duell der Elektro-Crossover – wer macht das Rennen?

31. August 2021 von

Crossover sind kompakte SUV-Modelle, die man dementsprechend auch in der Stadt gut fahren kann. Gerade bei Elektroautos ist dieser Fahrzeugtyp gerade sehr angesagt. Wir haben zwei beliebte Crossover-Modelle verglichen und sagen Ihnen, wer sich besser schlägt – der Hyundai Ioniq 5 oder der Volkswagen ID.4.

Damit wir ermitteln können, welcher Crossover das Rennen macht, haben wir für unseren Vergleich folgende Kategorien herangezogen:

  1. Außenabmessungen und Design
  2. Innenraum
  3. Kofferraum
  4. Motoren und Akku
  5. Lademöglichkeiten
  6. Fahrverhalten
  7. Preise und Fazit

Ein Crossover, was soll das eigentlich sein? Wir würden sagen, ein kleiner SUV, der aber vor allem auch in der Stadt zu Hause ist und dennoch ordentlich Platz im Inneren bietet. Der Ioniq 5 wird als sogenanntes CUV – Crossover Utility Vehicle – bezeichnet. Also eine Mischung aus SUV und Sportcoupé. Die Einordnung des VW ID.4 ist ein bisschen einfacher, denn er kann gut und gerne als Kompakt-SUV oder eben Crossover eingeordnet werden – sportlich ist er weniger, doch dazu später mehr.

Hyundai Ioniq 5 VW ID.4
ab 41.900 Euro ab 37.415 Euro
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Als erstes nehmen wir die Abmessungen und das Design der beiden Crossover-Modelle unter die Lupe.

1. Außenabmessungen und Design

So wie wir den ID.4 getestet haben, war er nicht in der Basisausstattung, sondern mit vielen Extras bestückt und kostete dementsprechend als Pro Performance Max Version 61.960 Euro – da verdoppelt sich der Basispreis quasi, unglaublich. Er ist ein bisschen kürzer als der Ioniq 5, etwas schmaler aber dafür einen Ticken höher als das koreanische Modell. Beim Gewicht bringt der Ioniq 5 etwa mehr auf die Waage als der VW.

Hyundai
Ioniq 5
VW ID.4
Länge [m] 4,64 4,58
Breite [m] 1,89 1,85
Höhe [m] 1,61 1,63
Radstand [m] 3,0 2,77
Gewicht [kg] 1.905-2.175 1.966 – 2.124
max. Anhänge-
last [kg]
1.600 1.200

Wenn man sich den ID.4 ansieht, finden wir ihn optisch ein bisschen besser als den ID.3. Aber trotzdem leider irgendwie bieder und langweilig, was bei VW schon mal passiert.

Auch der Ioniq 5 war natürlich nicht als Standardversion im Test, sondern in der Ausstattung AWD Unique, in der er dann auf 60.750 Euro kommt. Hier finden wir nichts bieder oder langweilig, ganz im Gegenteil. Der Ioniq 5 überzeugt uns mit seinem futuristisches Design, seiner individuellen Optik, dem Retrotouch und  vielen Designelementen.

Der seitliche Blick auf den ID.4 zeigt wie massig der VW daherkommt. Er wirkt bullig und man sieht ihm seine paar Zentimeter mehr Höhe durchaus an.

Fast schon winzig wirkt der Ioniq 5, obwohl er länger und breiter ist als der ID.4. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, ein bulliges Auto vor sich zu haben. Das klare Design trägt dazu bei, dass nicht unnötig aufgetragen wird, was den Hyundai kleiner wirken lässt, als er eigentlich ist.

Auch von hinten betrachtet erkennt man sofort das typische VW-Design, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Eine durchgezogene Lichtleiste hat auch der Ioniq 5, doch beim Hyundai wirkt das Design moderner, sehr futuristisch mit den an ein Computerspiel erinnernden Lichtgrafik – das ist auch nicht für jeden Geschmack das richtige.

Mit dem kleinen, gut proportionierten Dachkantenspoiler signalisiert der Ioniq 5, dass man von ihm durchaus eine gewisse Sportlichkeit erwarten kann. Die hätte man sich vom VW auch ein wenig mehr gewünscht, auch wenn man was das Design angeht, eher auf Komfort als auf Dynamik hoffen kann.

2. Innenraum

Ablageflächen sind im ID.4 genug vorhanden. Man findet viele harte Materialien, die aber sehr wertig aussehen und sich auch wirklich gut anfassen. Die farbigen Kombinationen mit Ziernähten gefallen uns sehr gut, sie geben dem ID.4 ein gewisses Maß an Modernität und sind zudem auch noch gut verarbeitet. Das Multifunktionslenkrad ist bereits aus dem ID.3 bekannt – das kleine Tachodisplay ebenfalls.

Ebenfalls klassisch ist das verbaute 12-Zoll Display für das Infotainmentsystem. Leider reagiert das Touchdisplay nicht so gut wie wir uns das vorstellen. Der Bildschirm reagiert sehr behäbig, man muss außerdem zu viel überlegen wie man das System bedient. Intuitiv geht wirklich anders.

Bei der Soundanlage des ID.4 gibt es nicht viel zu meckern. Die Bässe sind präsent, die Mitten und Höhen sind sauber. Es scheppert nichts im Auto, aber wie alles im ID.4 könnte es eben noch einen kleinen Ticken besser oder zumindest irgendwie ausgefallener sein.

Der Ioniq 5 verfügt über ein Schubladen-Handschuhfach, da kann man sich als Person auf dem Beifahrersitz die Knie anstoßen, aber es ist auch größer als beim ID.4. Nicht so gut finden wir, dass es im Hyundai nur klassische USB-Anschlüsse und kein eUSB-C Anschlüsse gibt. Die ganze Mittelkonsole kann man verschieben, damit man mehr Platz hat, links am Armaturenbrett findet man eine magnetische Fläche, auf der sich beispielsweise Parkscheine befestigen lassen – clever.

Insgesamt ist der Innenraum sehr aufgeräumt, futuristisch und retro. Die Oberflächen sind allerdings nur okay, die Ziernähte sind nicht so schick wie im VW. Ansonsten sind die Materialien aber in Ordnung. Auch die Funktionalität ist super.

Das Lenkrad erinnert an ein sehr billiges Auto, aber es hat eine tolle Haptik, ist gut verarbeitet und gut bedienbar. Dahinter sieht man ein großes Tachodisplay, im Gegensatz zum kleinen im ID.4. Die Grafik ist modern, es ist schön hell. Daneben befindet sich ein weiteres 12,5 Zoll Display mit guter Bedienbarkeit. Es reagiert gefühlt schneller. Leider sind die Displays aber sehr gerade gebaut, das Display im ID.4 ist mehr zum Fahrenden geneigt. Insgesamt überzeugt der Innenraum des Ioniq 5 aber mehr.

Wenn man wie wir im Test das Unique-Paket wählt, bekommt man ein Bose Soundsystem dazu. Das ist sehr viel lauter und voluminöser als die Anlage im ID.4. Die Musik ist richtig präsent, dreht man aber voll auf, zittern die Seitenverkleidungen und die Höhen kratzen. Die Soundanlage im ID.4 ist ausgeglichener, im Ioniq 5 kann man aber einen volleren Sound bekommen – ein Patt, so richtig besser ist hier keiner.

Auf der Rückbank des ID.4 sitzt es sich ganz passabel, doch man kann den Kopf gar nicht ganz an der Kopfstütze anlehnen, weil der Winkel nicht passt. Es ist viel zu viel Abstand zwischen Kopf und Lehne, um den Kopf bequem ablegen zu können.

Das liegt unter anderem daran, dass die Sitzposition sehr hoch ist. Hinten ist es außerdem zu eng. Das gesamte Raumgefühl ist aber okay, genau wie die Beinfreiheit okay ist – aber auch nicht mehr. Im Fond gibt es eine zweite Klimazone für die Fondpassagiere, an den Rücksitzen der Vordersitze sind Ablagetaschen und eine Armlehne in der Mitte der Rückbank mit rudimentär designten Cupholdern.

VW bietet keine Möglichkeit die hinteren Sitze zu verstellen, alles klebt sehr eng aufeinander. Insgesamt hätten wir uns in einem Auto mit dieser Größe mehr Freiheit erwartet.

Im Ioniq 5 findet man tatsächlich eine elektrisch verstellbare Rückbank. Man kann sogar beide Hintersitze einzeln verschieben und auch einzeln umklappen. Sogar mit Tasten am Vordersitz kann das  gemacht werden. Dafür gibt es keine extra Klimazone im Fond, aber dafür eine Sitzheizung hinten und Sonnenrollos. Ein Sonnendach wie im ID.4 hat man hier nicht, trotzdem kommt ein luftigeres Sitzgefühl als im VW auf.

3. Kofferraum

Hyundai
Ioniq 5
VW ID.4
Minimales
Ladevolumen [l]
527 543
Maximales
Ladevolumen [l]
1.587 1.575
Frunk [l] 24
Verhältnis
Rückbank

teilbar
40:60 40:60

Das macht Hyundai gut:

+ Extra Frunk verfügbar

+ Einzeln verschiebbare und klappbare Rücksitze

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Das gefällt uns beim ID.4:

+ Extra Klimazone im Fond

+ Wertige Materialien

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4. Motoren und Akku

Der ID.4 kommt mit einem an der Hinterachse verbauten Elektromotor, der eine Leistung von 204 PS und ein maximales Drehmoment von 310 Nm liefert. Die angegebene Reichweite liegt bei 490 Kilometern, der Verbrauch auf 100 Kilometer wird vom Hersteller mit 22,8 kWh angegeben.

Der Hyundai Ioniq 5 wird von zwei Elektromotoren angetrieben, die insgesamt eine Leistung von 305 PS und 605 Nm maximales Drehmoment zur Verfügung stellen. Obwohl der Ioniq 5 schwerer ist, verbraucht er mit 19 kWh/100 km weniger Strom als der VW.

Hyundai
Ioniq 5
VW ID.4
Leistung [PS] 170-235 148-204
Batteriekapazität
[kWh]
58/72,6 52/77
Reichweite [km] 360 bis 481 148-204
Vmax [km/h] 185 160
Beschleunigung
0–100 km/h [s]
6,1-8,5 8,5-10,9

5. Lademöglichkeiten

Der VW ID.4 kann mit bis zu 125 kWh Ladegeschwindigkeit an einer Schnellladestation aufgeladen werden. Nicht relevant aber dennoch erwähnenswert: Das Ladeloch des ID.4  sieht langweilig aus.

Den Ioniq 5 kann man mit 350 kWh Ladegeschwindigkeit laden – das ist aktuell einzigartig in dieser Fahrzeugklasse. Nur der Audi e-tron GT und der Porsche Taycan sind als einzige Modelle momentan ebenfalls dazu in der Lage. Auch hier kurz zum Ladeloch: Es sieht sehr ansprechend aus mit der beleuchteten Statusanzeige.

Hyundai
Ioniq 5
VW ID.4
Steckdose
2,3 kW [h]
25/31 k.A./35
Wechselstrom
11 kW [h]
5/6 k.A./8
Gleichstrom
[min]
30/40 -/30

6. Fahrverhalten

Beginnen wir mit dem Fahrverhalten beim ID.4. Wenn man Gas gibt, beschleunigt der VW leider etwas behäbig, obwohl er weniger wiegt als der Ioniq 5. Es fühlt sich für uns nicht so an, als ob die Leistung von 204 PS für das Fahrzeuggewicht ausreichend ist. Hier waren wir etwas enttäuscht, da hätten wir uns beim ID.4 schon etwas mehr gewünscht – natürlich keine Sportskanone, aber einfach ein bisschen mehr Dynamik.

Im Sport-Modus ist das Ansprechverhlaten etwas besser aber es kommt dennoch kein sportliches Gefühl auf. Wenn man in den Rekuperations-Modus schaltet, dann hält man nicht komplett an. Somit hat man im ID.4 also keinen richtigen One-Pedal-Modus – auch hier hätte man das ein wenig besser machen können.

Aber so schlecht wie es sich anhört, ist der ID.4 dann auch wieder nicht. Vor allem beim Komfortfaktor liegt der ID.4 vorne. Er hat eine bessere Geräuschdämmung als der Ioniq 5, man fährt bequemer und sitzt etwas besser. Für längere Fahrten ist Komfort eben tatsächlich wichtiger als Sportlichkeit.

Den kompletten Fahreindruck vom Ioniq 5 können Sie sich in unserem Ioniq 5 Testbericht ansehen:

Hier nur eine kurze Zusammenfassung: Es gibt drei Modi – Eco, Sport und Normal. Das Auto ist agil und im Vergleich zum ID.4 viel leichtfüßiger und dynamischer. Uns macht das Fahren im Ioniq 5 mehr Spaß, der VW ist einfach ein wenig zu behäbig.

Was den Rekuperations-Modus angeht, auch hier muss VW leider zurückstecken. Wenn man den Modus anschaltet, dann bleibt das Fahrzeug tatsächlich stehen, also ein richtiger One-Pedal-Modus im Ioniq 5.

7. Preise und Fazit

Na, wissen Sie jetzt, welcher Crossover es sein soll?  Dann konfigurieren Sie sich ganz einfach und stressfrei Ihr Wunschmodell über carwow – egal ob am Ende der Hyundai Ioniq 5 oder der VW ID.4 das Rennen gemacht hat.

Hyundai Ioniq 5 VW ID.4
ab 41.900 Euro ab 37.415 Euro
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✅  Futuristisch-modernes
Design
✅  Etwas bieder und sehr
klassisches Design
✅  Kompakt-SUV ✅  Kompakt-SUV
✅  Moderner Innenraum ✅  Hochwertige Materialien
✅  Hervorragende
Ladeleistung
✅  Sehr gute Ladeleistung
✅  Ausreichendes
Kofferraumvolumen + Frunk
✅  Ausreichendes
Kofferraumvolumen
✅  Sportliches Fahrverhalten ✅  Behäbiges Fahrverhalten
✅  Gute Platzverhältnisse ✅  Komfortableres Fahren
✅  Gutes Infotainment ✅  Gutes Infotainment

Fazit

Um schon mal auf den Punkt zu kommen: Für uns gewinnt im Vergleich der Ioniq 5 gegen den ID.4.

Der Innenraum des Ioniq 5 ist moderner, luftiger und funktionaler als der des ID.4. Dafür wirken die Materialien im ID.4 wertiger. Was das Multimediasystem angeht, waren wir von der behäbigen Reaktion des Displays im ID.4 etwas enttäuscht, das funktioniert im Hyundai gefühlt besser.

Auf der Rückbank hat man dank verschiebbarer Rücksitze im Ioniq 5 nicht nur gefühlt mehr Platz, aber man fühlt sich auch wirklich freier, weil man eine bessere Rundumsicht hat und weniger eingezwängt ist.

Und zuletzt hat der Ioniq 5 auch mit seinem spritzigen Fahrverhalten überzeugen können, auch wenn der ID.4 sicher komfortabler ist.