Skoda Enyaq iV 80 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Enyaq iV 80 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Skodas Enyaq iV zählt zu den Elektroautos mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Er ist äußerst vernünftig, vereint ein großzügiges Platzangebot für die ganze Familie mit einem günstigen Preis. Das gilt zumindest für die Einstiegsvariante. Doch wer eine wirklich praxistaugliche Reichweite möchte, muss etwas mehr für den Enyaq iV 80 hinblättern. Lohnt sich das?

  • Geringer Verbrauch, gute Reichweite
  • Schnell geladen, aber nur gegen Aufpreis
  • Starkes Raumangebot, dafür hohes Gewicht
  • Geringer Wendekreis, doch etwas weiche Lenkung

Der Preis für die Reichweite

Skoda hat beim Enyaq nochmal ordentlich nachfrisiert. Klar, maximale Reichweiten lesen sich immer toll und geringe Listenpreise ebenso. Beim Enyaq entdeckt man dann den Listenpreis ab 33.800 € und an anderer Stelle eine mögliche Reichweite von bis zu 534 Kilometer - klingt klasse!

Das gibt es aber in dieser Kombination nicht. Den geringen Listenpreis, bei dem man im Kopf bereits anfängt, nochmal insgesamt 9.000 € Förderung von Hersteller und Staat abzuziehen, macht Skoda mit dem Einstiegsmodell Enyaq 50 möglich. Dessen namensgebende 55 kWh Batterie taugt jedoch nur für 340 Kilometer.

Wer in den Genuss der wirklich maximalen Reichweite beim Enyaq kommen möchte, die ihn dann tatsächlich praxis- und auch bedingt reisetauglich macht, muss gute 10.000 € mehr für die Version mit 82 kWh Akku investieren. Da ist die Förderung direkt wieder futsch.

Das Mehr des Enyaq iV 80

Stellt sich die Frage, was noch so im Paket des Skoda Enyaq iV 80 enthalten ist? Das ist gar nicht mal so wenig. Zu den Features, die der 80 gegenüber der nächstkleineren und günstigeren Variante 60 sein eigen nennt, zählen zuerst mal Einparkhilfen in Form einer Rückfahrkamera und zusätzliche Sensoren vorn, die es bei der 60er-Variante nur hinten oder gegen Aufpreis gibt. Ziemlich praktisch bei einem Auto, das mit 4,65 Meter Länge schon mal unübersichtlich werden kann.

Hinter dem Lenkrad, das im Enyaq 80 nun serienmäßig beheizbar ist und erkennt, wenn Fahrende die Hände nicht am Steuer haben, entdecken wir die Schaltwippen zur Auswahl der Rekuperationsstärke. Damit lässt sich Skodas Elektro-SUV von komfortabel segelnd bis verbrauchsarm stark bremsend einstellen - eine Funktion, die wir uns bei jedem Elektroauto wünschen würden.

Von außen unterscheidet sich der Enyaq durch einige Chromzierleisten an den Fensterkanten sowie die eloxierte Dachreling. Die Chrom-Optik gibt es auch beim Enyaq 60 optional.

Addiert man die Aufpreise, die für eine gleichwertige Ausstattung beim Enyaq 60 fällig würden, kommt man auf eine Mehrausstattung von gerade einmal 1.280 Euro, was angesichts der 5.100 Euro Preisunterschied noch recht mager erscheint. Dass dabei einige Optionen wie der pompös beleuchtete Crystal Face Kühlergrill exklusiv nur für den 80 oder wie die Sportline für diesen etwas günstiger zu haben sind, kann nur geringfügig darüber hinwegtäuschen. Schließlich verstecken sich dort weitere Aufpreise.

In allem schneller...

Doch entscheidend beim Enyaq 80 ist eben das, was man nicht sieht. Da wäre nicht nur die Batterie mit ihrer 82 kWh Bruttokapazität anstelle der 55 und 62 kWh, welche die anderen Versionen bieten. Auch der Elektromotor selbst ist ein anderer und leistet 204 PS, während es die kleineren Varianten nur auf 148 und 180 PS bringen.

Das verhilft dem Enyaq zu Fahrleistungen, die flott und dynamisch wirken, ohne vom Hocker zu reißen. An einen Tesla-Vergleich ist nicht zu denken, doch das ist auch nicht der Anspruch des Skodas. Immerhin wirkt der Enyaq 80 agil, wenn er seine knapp 2,1 Tonnen in 8,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h hievt. In Wirklichkeit fühlt sich das noch kürzer an - ein Phänomen, das man vom ununterbrochenen Durchzug moderner Elektroautos kennt. Auf dem Datenblatt wird der Unterschied deutlich: 2,7 Sekunden mehr benötigt der Enyaq 50 und noch 0,4 Sekunden hinkt der Enyaq 60 hinterher.

In eine halbwegs sportliche Richtung geht es aber erst mit dem Enyaq 80X, dessen Modellbezeichnung sich auf den Allradantrieb bezieht. Mit dem Mehr an Traktion und nochmal 61 PS zusätzlich, schafft er den Sprint in 6,9 Sekunden.

...auch beim Laden?

Wer so viel Elektrizität in kinetische Energie umwandelt, sieht sich vermutlich schneller an einer Ladesäule, als ihm lieb ist. Ansonsten bleibt der Enyaq 80 mit seinem Verbrauch von kombiniert 15,5 kWh/100km genügsam. Das trägt eben zur Effizienz des reichweitenstärksten Enyaqs bei.

Ist der Strom dennoch aufgebraucht, gibt es beim Enyaq 80 aufgrund der größeren Batterie auch entsprechend viel nachzuladen. Wie schnell das im besten Falle gehen kann, hängt ganz von der Ausstattung ab. Über den Schnellladeanschluss CCS verfügen nominell alle Enyaq-Modelle. Erst ab dem Enyaq 80 ist aber auch die erhöhte Ladeleistung von 100 kW inklusive. Das volle Potential schöpft man nur mit der optional auf 125 kW erhöhten Ladeleistung aus, die Skoda für den 80X kostenlos liefert, aber beim normalen 80 noch mit 500 Euro Aufpreis berechnet.

Ist diese mit an Bord, gelingt die typische Ladung von 10 auf 80 Prozent an einer entsprechend kräftigen Ladesäule in 34 Minuten. Zu Hause oder an einer öffentlichen Ladesäule mit weniger Leistung kann der leer gesaugte Enyaq 80 seinen Akku bei 11 kW in rund acht Stunden komplett füllen. Schafft die Wallbox auch 22 kW, halbiert sich entsprechend die Zeit.

Identischer Innenraum

Hat man im Enyaq Platz genommen, fällt es schwer zu sagen, ob man nun im 50, 60, 80 oder 80X sitzt. Die Materialien, Bedienelemente und auch Bildschirme sind die gleichen - zumindest fast.

Da lukt das gleiche, kleine, digitale Kombiinstrument mit seiner 5,3 Zoll Bildschirmdiagonale hinter dem Lenkrad hervor, das den Wunsch nach dem Augmented Reality Head-up Display weckt, das selbst im Enyaq 80 nur zu haben ist, wenn man 1.590 Euro für das Paket Infotainment PLUS hinblättert. Immerhin ist dann auch das Navigationssystem mit dabei.

In der Mitte thront als aufrecht stehendes Tablet der 13-Zoll-Touchscreen, der bereits ab der Variante Enyaq 60 zur Serie zählt. Nur das Einstiegsmodell hat man mit einem 10-Zoll-Bildschirm ausgestattet.

Die Bedienung ist durchwachsen, weil auch Skoda dem Trend im VW-Konzern folgt und fast alle physischen Tasten wegrationalisiert. So sind die meisten Funktion über digitale Knöpfe auf dem Touchscreen zu erreichen, was häufig mehrere Klicks durch Untermenüs erfordert und in Fahrt nicht immer einwandfrei gelingen will. Hier liegt man mit dem Finger öfter mal daneben.

Also klammern wir uns lieber an das Multifunktionslenkrad und danken Skoda dafür, dass man wenigstens beim Steuer auf die touchsensitiven Bedienflächen, die VW verwendet, verzichtet hat und noch auf echte Knöpfe setzt.

Nichts für Daten-Paranoide

Natürlich ist ein modernes Elektroautos - und das ist der Enyaq definitiv - auch bestens vernetzt. Zum Beispiel mit dem Internet. Die tschechische Automarke nennt seinen Service Skoda Infotainment Online. Der ist immer mit dabei, wenn man ein Navigationssystem über das Paket Infotainment BASIC für 740 Euro oder Infotainment PLUS mit dem bereits genannten Head-up Display für 1.590 Euro gebucht hat.

Zum Funktionsumfang der Online-Dienste zählen automatische Kartenupdates, die Anzeige von Wetterdaten, Nachrichten oder Schlagzeilen, mit denen man immer auf dem neuesten Stand bleibt.

Wirklich praktisch ist aber viel mehr die Ladesäulen- oder Parkplatzsuche, die dann für drei Jahre inkludiert ist. Wer das System danach weiter nutzen möchte, muss gegen Aufpreis verlängern.

Vorsicht ist geboten für alle, die Wert auf den Schutz ihrer Daten legen. Denn Skoda fordert nicht nur eine Skoda ID, die uns angesichts dessen, dass man heutzutage bereits zahlreiche Konten für alle möglichen Dienste registriert, etwas überflüssig erscheint, sondern verknüpft dieses Konto auch mit der Einwilligung zur Weitergabe der Daten an Dritte. So könnten beispielsweise Bewegungsdaten an Google weitergegeben werden. Verhindern lässt sich das aber über entsprechende Privatsphäre-Einstellungen im Infotainmentsystem.

Als Enyaq 80 endlich komplett

Der Aufpreis, den man für den Enyaq 80 hinblättern soll, erscheint anfangs happig und beraubt den Enyaq ein wenig seines attraktiven Preisniveaus, bei dem die Förderung für Elektromobilität den Listenpreis prozentual so stark zu drücken vermag.

Gleichzeitig fühlt sich der Enyaq iV 80 aber im Unterschied zu den anderen Variante, insbesondere dem Enyaq 50, wirklich komplett an. Die Reichweite passt. Die Fahrleistungen, die beim Einstiegsmodell noch behäbig daherkommen entsprechen dank der Mehrleistung dem, was man im Alltag haben möchte. Und Skoda legt bei der Mehrausstattung zwar nicht viel, aber sinnvolle Dinge mit bei, die viele vermutlich ohnehin konfigurieren würden.

Einzig das aufpreispflichtige Navigationssystem fehlt uns im Gesamtpaket des Enyaq 80, denn selbst mit dem serienmäßigen 100 statt 125 kW Ladesystem, lässt sich hervorragend leben.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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