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Der Leasingfaktor – Ein hilfreiches Vergleichsmittel

Es ist wieder soweit: Die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs steht an! Dabei gestaltet sich nicht allein die Auswahl des Modells schwierig, sondern auch die Art des Kaufs – Soll es Direktkauf, Finanzierung oder Leasing sein? Sofern Sie noch bei Punkt 1 sind, sprich bei der Modellauswahl, könnte sich vielleicht ein Blick in unseren Auto-Konfigurator lohnen, wo Sie auch die Möglichkeit haben, Angebote zur Neuwagen-Finanzierung einzuholen. Haben Sie bereits ein Modell ausgesucht und sich ebenfalls für eine Kaufart – z.B. Leasing – entschieden, ist bereits eine große Hürde geschafft.

Eine weitere Hürde gilt es nun zu überwinden: Die richtige Auswahl aus den vielen unübersichtlichen Leasingangeboten auf dem Markt. Hierbei gibt es ein gutes Mittel, mit dem Sie Leasingangebote objektiv vergleichen und Übersicht schaffen können – Der Leasingfaktor.

Wie dieser zustande kommt und worauf Sie diesbezüglich achten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Der Leasingfaktor und seine Berechnung

Mit dem Leasingfaktor besteht also die Möglichkeit Leasingangebote transparent und unabhängig miteinander zu vergleichen, denn er bewertet alle im Angebot enthaltenen Leistungen und Sonderbedingungen. So setzt sich die Formel grundsätzlich wie folgt zusammen:

Bestehen beim Leasingangebot Sonderbedingungen wie z.B. eine Anzahlung, erweitert sich die Formel wie folgt:

Welcher Leasingfaktor ist gut?

Hier gilt: Je niedriger der Wert ist, desto besser ist das Leasingangebot!

LEASINGFAKTOR – ORIENTIERUNGSTABELLE
Leasingfaktor Bewertung
Unter 0,5 Top Angebot
0,5 bis 0,75 Sehr gutes Angebot
0,75 bis 1,0 Gutes Angebot
1,0 bis 1,25 Durchschnittliches Angebot
1,25 bis 1,5 Schlechtes Angebot
1,5 bis 1,75 Sehr schlechtes Angebot
Über 1,75 Flop Angebot

Hinweise zur Anwendung des Leasingfaktors beim Angebotsvergleich

Nachdem nun die Berechnung des Leasingfaktors kein Rätsel mehr darstellt, können die ersten Leasingangebote miteinander verglichen werden. Dabei gibt es jedoch ein paar Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten, um ein aussagekräftiges Ergebnis Ihres Vergleichs zu erhalten:

➦ Vergleichen Sie nur identische Fahrzeuge oder Fahrzeuge aus derselben Fahrzeugklasse

➦ Die vereinbarte jährliche Fahrleistung und die Vertragslaufzeit sollten übereinstimmen

➦ Sonderbedingungen wie z.B. eine Anzahlung müssen miteingerechnet werden
     (siehe 2. Formel für Sonderbedingungen)

➦ Sonderleistungen wie Zusatzversicherungen oder -verträge werden nicht einkalkuliert,
     sondern separat betrachtet

➦ Achten Sie auf den Unterschied zwischen Leasingangeboten im Gewerbebereich und
     Leasingangeboten im privaten Sektor – Diese werden nicht miteinander verglichen

➦ Fahrzeuge von Premiumherstellern besitzen allgemein einen höheren Leasingfaktor, da sie
     wertstabiler sind als andere Modelle

Beispielrechnungen

Im Folgenden führen wir drei Beispielrechnungen durch, um Ihnen die Anwendung des Leasingfaktors zu verdeutlichen:

Wir vergleichen fiktiv drei Leasingangebote zu denselben Konditionen
(Vertragslaufzeit, Fahrleistung, Privatleasing).

Die Vergleichsgrundlage ist ein Volkswagen T-Roc, Sport, 1,5-TSI, 150 PS, 26.945 € – UVP.

Angebot I

(Leasingrate = 199,00 € | Fahrleistung = 10.000 km | Vertragslaufzeit = 48 Monate |
  Anzahlung = 0 €)

Leasingfaktor = (199/26945) x 100 = 0,74

Angebot II

(Leasingrate = 229,05 € | Fahrleistung = 10.000 km | Vertragslaufzeit = 48 Monate |
  Anzahlung = 609,49 €)

Leasingfaktor = {[229,05 + (609,49/48)] / 26945} x 100 = 0,90

Angebot III

(Leasingrate = 326,00 € | Fahrleistung = 10.000 km | Vertragslaufzeit = 48 Monate |
  Anzahlung = 0 €)

Leasingfaktor = (326/26945) x 100 = 1,21

Auswertung

Der Leasingfaktor von Angebot I = 0,74 ➦ Ein sehr gutes Angebot

Der Leasingfaktor von Angebot II = 0,90 ➦ Ein gutes Angebot

Der Leasingfaktor von Angebot III = 1,21 ➦ Ein durchschnittliches Angebot