Niederquerschnittsreifen: Vor- und Nachteile

29. August 2025 von

Niederquerschnittsreifen zeichnen sich durch ein geringes Verhältnis zwischen Reifenhöhe und Felgenbreite aus, was ihnen eine sportliche Optik verleiht. Diese Reifen sind besonders beliebt bei Sportwagen und Fahrzeugen, die ein dynamisches Fahrverhalten und eine ansprechende Ästhetik bieten sollen. Sie bieten eine präzise Lenkung und besseren Halt in Kurven, bringen jedoch auch einige Nachteile mit sich, wie geringeren Fahrkomfort und ein höheres Risiko von Felgenschäden. Doch auch wenn sie oft als sportlicher Standard gelten, gibt es verschiedene Reifenquerschnitte, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile bieten.

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Was sind Niederquerschnittsreifen?

niederquerschnittsreifen

Einen Niederquerschnittsreifen erkennt man daran, dass das Verhältnis zwischen Reifenhöhe und Felgenbreite gering ist. Die Felge befindet sich sehr nah am Straßenbelag und man sieht vereinfacht gesprochen viel Felge und wenig Reifen.

Reifen mit einem niedrigeren Reifenquerschnitt haben eine sportliche Optik, deshalb sieht man sie häufig auch auf Sportwagen montiert.

Woran erkenne ich Niederquerschnittsreifen?

Wie du den Reifen optisch als Niederquerschnittsreifen erkennen kannst, haben wir ja bereits geklärt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das an der Reifenbezeichnung zu erkennen. Nehmen wir folgende Reifenbezeichnung: 225/45 R 17 95 W

Mit 225 ist die Reifenbreite in Millimetern gemeint, 45 gibt das Verhältnis zwischen Höhe und Breite des Reifens an. Wenn diese Zahl unter 50 liegt, dann sind es Niederquerschnittsreifen (früher lag der Wert bei 80). In unserem Beispiel macht die Höhe des Reifens 45 Prozent seiner Breite aus.

Der Vollständigkeit halber noch die Erklärung der anderen Zahlen und Buchstaben:

R17 steht dafür, wie viel Zoll die Felge hat und mit 95 ist eine Zahl des Tragfähigkeitsindex gemeint – wie viel Kilo pro Reifen erlaubt sind. W ist der Geschwindigkeitsindex, der die zugelassene Höchstgeschwindigkeit angibt, mit der man den Reifen fahren darf. In diesem Fall sind es 270 km/h.

Welche unterschiedlichen Reifenquerschnitte gibt es?

Heutzutage sind so ziemlich alle modernen Fahrzeuge ab Werk schon mit Niederquerschnittsreifen ausgestattet, um sie sportlicher und eleganter erscheinen zu lassen. Doch es gibt auch noch andere Reifenquerschnitte.

1. Hochquerschnitt (70–80):

  • Z. B. 175/70 R14
  • Viel Gummi, komfortabel, weiche Federung
  • Häufig bei Kleinwagen, Transportern, SUVs

2. Mittelquerschnitt (55–65):

  • Z. B. 205/60 R16, 225/55 R17
  • Kompromiss aus Komfort, Stabilität und Kosten
  • Weit verbreitet bei Kompakt- und Mittelklassewagen

Hier würde man auch vom Standardquerschnittsverhältnis sprechen, wobei die Meinungen ein wenig auseinander gehen, wie hoch der Standardquerschnitt ist. Bei manchen Beschreibungen liegt er höher.

3. Niederquerschnitt (30–50):

  • Z. B. 225/45 R18, 255/35 R19
  • Sportliches Fahrverhalten, direkteres Lenkgefühl
  • Optisch dynamisch, aber weniger Komfort, höhere Gefahr von Felgenschäden

Sportwagen-Reifen

Welche Vor- und Nachteile haben Niederquerschnittsreifen?

Mach dir im Vorhinein schon Gedanken darüber, ob die Vor- oder Nachteile der Niederquerschnittsreifen für dich überwiegen:

Vorteile

  • Mehr Stabilität beim Fahren (auch auf nasser Fahrbahn)
  • Präzisere Lenkung und besserer Halt in Kurven
  • Hervorragende Kraftübertragung
  • Mehr Sicherheit bei Aquaplaning
  • Sportliche Optik

Nachteile

  • Weniger Fahrkomfort
  • Höhere Kosten als bei Standardreifen
  • Höheres Risiko eines Felgenschadens z.B. am Bordstein
  • Evtl. Scheinwerfer neu einstellen lassen, weil Höhe anders ist
  • Evtl. höhere Geräuschkulisse als bei Standardreifen

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Niederquerschnittsreifen sind keine günstige Anschaffung, deshalb solltest du vor dem Kauf ein paar Dinge bedenken:

  • Wie viel Zoll können die Niederquerschnittsreifen haben?
    Hier geht es darum, ob man 19, 18 oder 17 Zoll Felgen aufziehen lässt – es kommt darauf an, wie viel Platz am Ende noch zwischen Reifen und Kotflügel ist. Ist nur noch wenig Platz, kommt es zu Problemen beim Lenken, was auch der Tüv nicht gerne sieht.
  • Wie schnell kann man mit den Reifen fahren?
    Bei diesem Punkt solltest du den Geschwindigkeitsindex des Reifens mit der Höchstgeschwindigkeit deines Fahrzeugs abgleichen – schau dafür in den Fahrzeugschein. Die Angaben sind im besten Fall identisch oder aber überschritten. Nur bei Winterreifen darf die angegebene Geschwindigkeit unterschritten werden.

Außerdem ist es wichtig, auf den richtigen Reifendruck zu achten. Gerade bei speziellen Reifen, solltest du genau auf die Herstellerangabe achten. Ein richtiger Luftdruck bei Niederquerschnittsreifen hilft, die Fahrsicherheit und den Fahrkomfort zu erhöhen. Schließlich will man weder einen Reifenplatzer noch einen platten Reifen riskieren.