Wirrwarr im BYD-Aquarium: Das unterscheidet die Autos Dolphin, Seal und Sealion!

09. Juli 2026 von

BYD macht es Interessierten nicht gerade einfach. Dolphin Surf, Dolphin, Dolphin G DM-i, Seal, Seal U, Seal U DM-i, Seal 6 DM-i Touring und Sealion 7: Das klingt weniger nach Autohaus und mehr nach Aquarium. Doch hinter den ähnlich klingenden Namen stecken sehr unterschiedliche Autos – vom günstigen Elektro-Stadtflitzer über den Plug-in-Hybrid-Kombi bis zum großen Elektro-SUV.

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BYDs Meerestier-Modelle erklärt: Dolphin, Seal und Sealion – welches Auto ist welches?

Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Meerestier-Modelle. Denn wer nur nach dem Namen geht, landet schnell beim falschen Auto. Ein Dolphin ist nicht einfach ein kleiner Seal, ein Seal U ist kein Kombi-Seal und der Sealion 7 hat mit einem handlichen Stadtflitzer ungefähr so viel zu tun wie ein Seelöwe mit einem Goldfischglas. Wir sortieren die Modelle nach Baureihen und erklären, welches BYD-Modell zu welchem Alltag passt.

BYD Dolphin Surf: Der günstige Einstieg ins Elektro-Aquarium

BYD Dolphin Surf

Der BYD Dolphin Surf ist das kleinste Modell in dieser Runde und damit der logischste Einstieg in die Meerestier-Welt von BYD. In China ist das Modell als Seagull bekannt, in Europa heißt es Dolphin Surf. Inhaltlich geht es aber weniger um Lifestyle-Surfen als um einen bezahlbaren Elektro-Kleinwagen für Stadt, Pendelstrecken und den Alltag. Er punktet vor allem durch Preis-Leistung, langer Garantie und kräftigem Motor.

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Schon die Basisversion Active kommt mit 30-kWh-Akku und 88 PS, darüber gibt es Boost und Comfort mit 43,2-kWh-Batterie. Die offizielle Reichweite liegt je nach Version zwischen 220 und 322 Kilometern.

Der Anwendungsfall ist ziemlich klar: Stadt, Umland, tägliches Pendeln, kurze Autobahnabschnitte. Wer regelmäßig 500 Kilometer am Stück fährt, sollte weiter unten im BYD-Aquarium schauen. Wer aber ein kompaktes E-Auto mit ordentlicher Ausstattung, 308 Liter Kofferraum und überraschend erwachsenem Auftritt sucht, findet hier vermutlich den zugänglichsten BYD.

BYD Dolphin G DM-i: Der Dolphin mit Plug-in Hybrid

Dolphin G DM-i

Der BYD Dolphin G DM-i klingt auf den ersten Blick wie eine sportlichere Dolphin-Version, ist aber eigentlich ein ganz anderes Konzept. Statt reinem Elektroantrieb bekommt man hier einen Plug-in-Hybrid. Der Name ist also etwas irreführend – man bekommt beim G DM-i also einen Kleinwagen mit einen Benzin-Hybrid, Elektromotor und externer Lademöglichkeit.

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Das macht ihn spannend für alle, die gerne elektrisch pendeln würden, aber noch keine Lust auf ein reines E-Auto haben. Je nach Batterie schafft der Dolphin G DM-i 40 bis 105 Kilometer elektrische WLTP-Reichweite. Die größere 18,3-kWh-Batterie ist damit alltagstauglich genug, um viele Pendelstrecken elektrisch abzudecken; die kleinere 7,42-kWh-Batterie ist eher für kurze Stadtwege gedacht.

Im Vergleich zum kleineren Dolphin Surf wirkt der Dolphin G DM-i deutlich erwachsener. Er ist 4,16 Meter lang, bietet fünf Sitze und 425 Liter Kofferraumvolumen. Der Hybridantrieb ist komfortabel und leise, das Raumangebot gut und das Infotainment ebenfalls. Wenn man etwas kritisiert will, dann die hohe Ladekante und einige Hochglanz-Kunststoffflächen. Für Familien, Pendler mit Lademöglichkeit oder Dienstwagenfahrende, die Reichweitenangst vermeiden wollen, ist er vermutlich der vernünftigste Dolphin.

BYD Dolphin: Der normale Elektro-Kompakte

BYD Dolphin

Der BYD Dolphin ist der Klassiker in der Dolphin-Reihe: kein Mini-Stadtflitzer wie der Surf, kein Plug-in-Hybrid wie der G DM-i, sondern ein kompakter Elektro-Fünftürer. Er ist damit das Modell für alle, die ein vollwertiges E-Auto suchen, aber kein SUV brauchen. Mit 4,29 Metern Länge, 364 Litern Kofferraum und fünf Sitzen liegt er eher im Kompaktwagenbereich als im reinen Kleinwagensegment.

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Die Positionierung ist ziemlich nachvollziehbar: Der Dolphin soll praktisch, effizient und vergleichsweise bezahlbar sein. Hier kommen die Zahlen: 427 Kilometer WLTP-Reichweite, einen Verbrauch von 15,9 kWh/100 km und einen Listenpreis von 33.990 bis 35.990 Euro. Im Test wurden bei kaltem Wetter und gemischter Pendelstrecke 325 Kilometer reale Reichweite erreicht – kein Wunderwert, aber für den Alltag sehr brauchbar.

Der Dolphin passt damit am besten zu Leuten, die ernsthaft elektrisch fahren wollen, aber weder den Aufpreis noch die Größe eines SUV brauchen. Er ist kein Image-Auto und auch kein Langstrecken-Luxusliner, sondern ein vernünftiger Kompaktstromer mit guter Ausstattung. Wer zwischen Dolphin Surf und Dolphin schwankt, sollte sich fragen: Reicht ein Stadtflitzer – oder soll es das eine Auto für fast alles sein? Für Letzteres ist der normale Dolphin klar die passendere Wahl.

BYD Seal 6 DM-i Touring: Der Kombi im Meerestier-Becken

BYD-Seal-6-DM-i-Touring

Mit dem Seal 6 DM-i Touring wird die Namenslogik von BYD endgültig interessant. Denn hier steht zwar „Seal“ drauf, aber gemeint ist kein sportliches Elektro-Sedan-Modell, sondern ein Plug-in-Hybrid-Kombi. Das ist im aktuellen Markt fast schon exotisch: Während viele Hersteller Kombis vernachlässigen oder direkt durch SUVs ersetzen, bringt BYD einen klassischen Familien- und Dienstwagen-Kombi mit Stecker.

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Der Seal 6 DM-i Touring ist 4,84 Meter lang, bietet 500 bis 1.535 Liter Kofferraumvolumen und ist ausschließlich als Hybrid erhältlich. Seine Stärken sind eine umfangreiche Grundausstattung, das Platzangebot und die lange Garantie; weniger gut sind die geringe Individualisierung und der Umstand, dass es ihn nicht als reines E-Auto gibt. Die elektrische WLTP-Reichweite liegt je nach Version bei 54 bis 101 Kilometern.

Das macht den Seal 6 DM-i Touring zum Modell für alle, die SUV-Müdigkeit verspüren. Familien, Außendienstler oder Pendler mit viel Gepäck bekommen hier mehr klassischen Nutzwert als Show. Der wichtigste Hinweis: Die Basisversion kommt elektrisch nicht weit genug für bestimmte Dienstwagen-Vorteile. Wer den Steuervorteil oder möglichst viel elektrisches Fahren im Alltag will, sollte also besonders genau auf die Version achten.

BYD Seal U DM-i: Der Plug-in-Hybrid-SUV für Langstrecken

BYD-Seal-U-DM-i-Exterieur

Der Seal U DM-i ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Modelle für den deutschen Markt, weil er gleich mehrere Käufergruppen anspricht: Familien, SUV-Fans, Plug-in-Hybrid-Interessierte und alle, die zwar elektrisch fahren möchten, aber bei langen Strecken nicht laden wollen. Der Name ist allerdings maximal verwirrend. Seal U DM-i klingt wie eine Variante des Seal, ist aber ein SUV mit Hybridantrieb.

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Das Auto ist 4,78 Meter lang, 1,89 Meter breit und 1,67 Meter hoch. Damit steht es klar in der Mittelklasse-SUV-Ecke. Er hat 425 Liter Kofferraumvolumen, fünf Sitze und je nach Version 80 bis 125 Kilometer elektrische WLTP-Reichweite.

Der Seal U DM-i ist deshalb vor allem für Menschen gedacht, die zu Hause oder bei der Arbeit laden können, im Alltag elektrisch fahren wollen und trotzdem regelmäßig längere Strecken zurücklegen. Er ist nicht das Modell für maximale Ladeleistung oder besonders sportliches Fahren, sondern für möglichst stressfreien Familienalltag. Oder einfacher gesagt: Wenn der Dolphin G DM-i zu klein ist, der Seal 6 Touring zu kombimäßig und ein reines E-SUV noch zu verbindlich wirkt, landet man beim Seal U DM-i.

BYD Seal U: Der elektrische Familien-SUV

BYD Seal U dynamisch Frontansicht

Der BYD Seal U ist die elektrische Alternative zum Seal U DM-i. Das klingt simpel, ist aber wichtig: Hier geht es nicht um einen Plug-in-Hybrid, sondern um ein reines Elektro-SUV. Optisch und namentlich bleibt er nah am DM-i, technisch richtet er sich aber an Käufer, die den Verbrenner komplett streichen wollen.

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Mit 4,79 Metern Länge, fünf Sitzen und 552 Litern Kofferraum ist der Seal U klar als Familien-SUV positioniert. Je nach Batteriegröße kommt er zwischen 420 bis 500 Kilometer weit, der Verbrauch liegt zwischen 19,9 bis 20,5 kWh/100 km. In beiden Varianten kommt BYDs Blade-Batterie zum Einsatz; geladen wird je nach Version mit 115 oder 140 kW, das ist okay aber auch nicht herausragend.

Der Seal U ist damit das richtige Modell für alle, die ein geräumiges Elektro-SUV suchen, aber nicht unbedingt Sportlichkeit, Allrad oder Premium-Auftritt priorisieren. Er fährt eher komfortabel als sportiv, was angesichts von rund zwei Tonnen Gewicht und Familienausrichtung sinnvoll ist. Wer viel Platz will und mit planbaren Ladepausen leben kann, nimmt den Seal U. Wer maximale Flexibilität ohne Ladeplanung sucht, schaut eher zum Seal U DM-i.

BYD Seal: Die elektrische Limousine

BYD Seal

Der BYD Seal ist der sportlichste und klassischste Vertreter der Seal-Familie – und gleichzeitig das Modell, bei dem der Name am wenigsten nach Familien-SUV klingt. Hier geht es um eine elektrische Mittelklasse-Limousine, die gegen Autos wie Tesla Model 3, Polestar 2, BMW i4 oder Hyundai Ioniq 6 antreten soll. Der Auftritt ist elegant und schnörkellos und die Verarbeitung sowie Leistung sind auf Augenhöhe mit etablierter Konkurrenz.

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Technisch ist der Seal deutlich ambitionierter als viele andere BYD-Modelle. Die WLTP-Reichweite liegt je nach Version zwischen 460 und 570 Kilometern, geladen wird mit bis zu 150 kW, und die Topversion Excellence kommt mit Allradantrieb und 530 PS. Von 0 auf 100 km/h schafft es diese Version in lediglich 3,8 Sekunden.

Der Seal ist damit kein Auto für alle, die einfach nur möglichst viel Platz brauchen. Er ist eher die Wahl für Menschen, die ein schnelles, effizientes und optisch eigenständiges Elektroauto suchen, aber nicht automatisch zum Tesla greifen wollen. Wer gerne tief sitzt, Limousinen mag und Leistung wichtiger findet als SUV-Sitzhöhe, ist hier richtig. Familien mit viel Gepäck oder Hund sollten dagegen eher Seal U, Seal 6 Touring oder Sealion 7 anschauen.

BYD Sealion 7: Der große, sportliche Abschluss

BYD Sealion 7

Der Sealion 7 ist der Seelöwe im BYD-Aquarium – und entsprechend deutlich größer, kräftiger und selbstbewusster als Dolphin und Seal. Er ist ein 4,83 Meter langes Elektro-SUV mit fünf Sitzen, langem Radstand und coupéhaftem Auftritt. Raumnutzung, Performance, Verarbeitung und das Platzangebot ist positiv hervorzuheben obwohl die Zuladung etwas höher sein dürfte.

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Technisch steht der Sealion 7 oberhalb des Seal U. Es gibt Versionen mit Heckantrieb und 313 PS sowie Allradvarianten mit 530 PS. Die stärkeren Modelle schaffen 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden, die Reichweite liegt zwischen 456 und 502 Kilometern. Dazu kommen bis zu 230 kW Ladeleistung, ein 520-Liter-Kofferraum, ein zusätzlicher 58-Liter-Frunk und die Vehicle-to-Load-Funktion.

Der Sealion 7 ist damit der richtige BYD für alle, denen der Seal U zu brav und der Seal zu limousinenhaft ist. Er verbindet SUV-Sitzposition, viel Platz und ordentlich Leistung, ohne gleich in Richtung riesiger Siebensitzer zu gehen. Wer ein elektrisches Familienauto mit etwas mehr Auftritt sucht, sollte hier anfangen. Wer dagegen vor allem günstig elektrisch fahren will, ist beim Dolphin Surf besser aufgehoben.

Welcher Meerestier-BYD passt zu wem?

Am Ende ist die BYD-Logik gar nicht so kompliziert, wenn man die Namen nicht zu wörtlich nimmt. Dolphin steht für die kleineren und kompakteren Modelle: Dolphin Surf als günstiger Stadtstromer, Dolphin als vollwertiger Elektro-Kompakter und Dolphin G DM-i als Plug-in-Hybrid für alle, die noch nicht komplett elektrisch fahren wollen.

Seal ist breiter aufgestellt: Der Seal 6 DM-i Touring ist der praktische Plug-in-Hybrid-Kombi, der Seal U DM-i der Hybrid-SUV, der Seal U das reine Elektro-SUV und der Seal die sportliche Elektro-Limousine. Der Sealion 7 steht wiederum als größeres, sportlicheres Elektro-SUV darüber.