Würde dein Hund ein Auto kaufen, wäre es wohl dieses!

16. Juli 2026 von

Für viele Menschen gehört der Hund längst genauso zur Familie wie Kinder, Partner oder Partnerin. Entsprechend selbstverständlich soll der Vierbeiner auch im Urlaub dabei sein. Laut einer von Peugeot zitierten französischen Umfrage planen 64 Prozent der Hundebesitzenden, gemeinsam mit ihrem Tier zu verreisen. Mehr als sechs von zehn Befragten berücksichtigen den Hund sogar bei der Wahl des Reiseziels. Doch während Autos immer stärker auf den Komfort der Menschen zugeschnitten werden, sitzt der Hund meistens weiterhin auf einer einfachen Matte oder in einer Transportbox im Kofferraum.

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Peugeot dreht den Spieß nun um: Beim E-5008 Dog Edition Concept wurde das Auto zumindest gedanklich aus der Perspektive eines Hundes entwickelt. Das Ergebnis ist eine Mischung aus erstaunlich sinnvollen Ideen, ungewöhnlichem Hundezubehör und Funktionen, bei denen selbst verwöhnte Vierbeiner mit dem Schwanz wedeln dürften.

Dieses Auto betrachtet die Reise aus Hundeperspektive

peugeot-e-5008-dog-edition-concept-Kofferraum

Statt lediglich ein Schutzgitter und eine Gummimatte in einen bestehenden SUV zu legen, beschäftigte sich das Designteam damit, wie Hunde Farben, Materialien, Geräusche und den Innenraum eines Autos wahrnehmen. Der fünfsitzige Peugeot E-5008 dient dabei als geräumige Basis für Familien, die neben Kindern und Gepäck auch einen größeren Hund mitnehmen möchten.

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Im Innenraum kombiniert das Konzept beruhigende Blautöne mit gelben Akzenten. Diese Farbauswahl orientiert sich laut Peugeot an der visuellen Wahrnehmung von Hunden. Dazu kommen weiche und rutschfeste Materialien, auf denen der Vierbeiner bei Kurven oder Bremsmanövern besseren Halt finden soll. Gerade rutschige Kofferraumböden sind für Hunde unangenehm und können besonders älteren Tieren das Einsteigen und Hinlegen erschweren.

Vom Kofferraum direkt ins Hundebett

Eine der sinnvollsten Ideen ist die modulare Hundematratze. Während der Fahrt lässt sie sich im Kofferraum oder auf den Rücksitzen nutzen. Bei einer Pause kann sie mit nach draußen genommen werden und am Urlaubsort verwandelt sie sich in ein Hundebett.

peugeot-e-5008-dog-edition-concept-Matratze

Dadurch hat der Hund unterwegs immer seinen vertrauten Liegeplatz dabei. Gerade bei längeren Reisen oder in einer fremden Unterkunft könnte das für unruhige Tiere angenehmer sein als eine ständig wechselnde Unterlage.

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Sogar an die klassische Hunde-Reisehaltung mit der Nase in Richtung Fenster wurde gedacht. Eine spezielle Fenster-Kopfstütze soll es dem Tier ermöglichen, den Kopf bequem abzulegen und die vorbeiziehende Landschaft zu beobachten. Ob der Fahrtwind dabei weiterhin durchs Fell wehen darf, bleibt allerdings eine Frage der Verkehrssicherheit.

Hundegeschirr, Fressnäpfe und sogar ein eigener Föhn

Zur Ausstattung des Einzelstücks gehören außerdem ein vernetztes Hundegeschirr, verschiedene Taschen, Innenraumschutz, integrierte Fressnäpfe und ein spezielles Hundespielzeug. Nach einem Spaziergang im Regen oder einem Ausflug an den See wartet unter dem Kofferraumboden sogar ein Haustierföhn.

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Dieser wird über die Vehicle-to-Load-Funktion des Elektroautos mit Strom versorgt. Damit könnte der Hund vor der Weiterfahrt getrocknet werden, statt die Feuchtigkeit anschließend mit Fell, Sand und Erde im gesamten Innenraum zu verteilen. Ein unverzichtbares Auto-Extra ist ein elektrischer Hundeföhn sicherlich nicht. Wer schon einmal einen nassen Labrador transportiert hat, dürfte die Idee aber zumindest nachvollziehen können.

Das Navigationssystem plant die Gassirunde gleich mit

Besonders interessant sind die digitalen Funktionen. Das Navigationssystem soll Ladestationen bevorzugt anzeigen können, die in der Nähe von Parks oder Spazierwegen liegen.

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Aus der notwendigen Ladepause wird damit gleichzeitig eine Gassirunde.

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Das ist eine der Ideen, die auch außerhalb einer speziellen Dog Edition sinnvoll wäre. Wer mehrere Stunden mit einem Tier unterwegs ist, muss ohnehin regelmäßige Pausen einplanen. Eine Routenplanung, die nicht nur Ladeleistung und Entfernung, sondern auch die Umgebung des Ladeparks berücksichtigt, könnte den Reisealltag tatsächlich erleichtern.

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Hinzu kommt der sogenannte Dog Guardian. Dieser soll eine angenehme Innenraumtemperatur halten, das Fahrzeug aus der Ferne überwachen und die Besitzerin oder den Besitzer benachrichtigen, falls der Hund kurzzeitig allein im Auto bleibt. Trotzdem gilt: Gerade an warmen Tagen sollte ein Hund nicht unnötig im geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden. Eine Klimafunktion ist kein Freifahrtschein für einen längeren Einkaufsbummel.

Noch ungewöhnlicher ist der Dog Retriever. Entfernt sich der Vierbeiner unerwartet, soll das Auto einen speziellen Rückruf-Ton abspielen können. Kehrt der Hund zurück, erkennt ihn das Fahrzeug und erleichtert ihm den Wiedereinstieg. Ob ein Terrier mit ausgeprägtem Jagdtrieb tatsächlich auf sein Auto hört, müsste allerdings erst ein Praxistest zeigen.

Leider bleibt das Hundeauto ein Einzelstück

So durchdacht manche Funktionen wirken, kaufen kann man den Peugeot E-5008 Dog Edition Concept nicht. Das Fahrzeug ist ein Einzelstück und laut Peugeot ausdrücklich nicht für die Serienproduktion vorgesehen. Es dient vielmehr als Designlabor, mit dem neue Ideen für das Reisen mit Tieren erprobt werden sollen.

Das ist schade, denn hinter dem humorvollen Auftritt stecken einige praktische Ansätze. Rutschfeste Materialien, eine flexible Hundematratze, leicht zu reinigende Oberflächen und Ladestopps in der Nähe von Spazierwegen wären auch in einem normalen Familienauto sinnvoll.

Vielleicht braucht es gar keine vollständige Dog Edition. Schon ein optionales Hundepaket mit Matratze, Schutzverkleidung, Trenngitter und einer intelligenten Klimafunktion könnte für viele Kundinnen und Kunden interessanter sein als die nächste Sport-Optik mit größeren Felgen.

Drei weitere gute Autos für Hundebesitzer

Wer viel mit seinem Hund unterwegs ist, muss seinen fahrbaren Untersatz – gerade bei großen Tieren – an den Hund anpassen. Wir haben drei Autos für euch, die sich gut als Hundeautos eignen. Wenn du noch mehr über Autos für Hundebesitzer wissen willst, schau in unseren ausführlichen Ratgeber.

VW Caddy: Viel Platz und eine niedrige Ladekante

VW Caddy

Der VW Caddy ist weniger verspielt als das Peugeot-Concept, dafür besonders praktisch. Seine nur rund 58 Zentimeter hohe Ladekante erleichtert vor allem größeren oder älteren Hunden den Einstieg. Durch das hohe, kantige Heck bleibt außerdem viel Raum über dem Kopf, und große Hundeboxen lassen sich leichter unterbringen als in einem SUV mit schräger Dachlinie.

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Dacia Jogger: Viel Platz für wenig Geld

Dacia Jogger

Wer einen großen Hund oder gleich mehrere Vierbeiner transportieren möchte, findet im Dacia Jogger eine vergleichsweise günstige Lösung. Ohne dritte Sitzreihe bietet der Kofferraum 607 Liter, bei umgelegten Fondsitzen sind es bis zu 1.819 Liter. Damit bleibt nicht nur Platz für eine große Transportbox, sondern auch für Gepäck, Hundebett und weitere Ausrüstung.

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Hyundai Kona Elektro: Kompaktes E-Auto für kleinere Hunde

Hyundai-Kona-Elektro

Nicht jeder Hund braucht einen riesigen Van. Der Hyundai Kona Elektro verbindet überschaubare Außenmaße mit einem 466 Liter großen Kofferraum. Für einen kleinen oder mittelgroßen Hund ist das ausreichend, zudem kann direkt beim Hersteller ein passendes Hundegitter bestellt werden. Werden die Rücksitze umgelegt, entsteht eine nahezu ebene Fläche – allerdings muss der Hund auch dort entsprechend gesichert werden.

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Das perfekte Hundeauto braucht nicht nur einen großen Kofferraum

Der Peugeot E-5008 Dog Edition Concept zeigt, dass ein gutes Hundeauto mehr bieten kann als möglichst viele Liter Ladevolumen. Eine niedrige Ladekante schont die Gelenke, rutschfeste und robuste Oberflächen erleichtern den Alltag und eine gute Klimatisierung sorgt für angenehmere Temperaturen.

Ob integrierter Hundeföhn und Rückruf-Ton tatsächlich notwendig sind, darf bezweifelt werden. Die Grundidee trifft aber einen Nerv: Wer seinen Hund als Familienmitglied betrachtet, möchte ihn auch entsprechend komfortabel und sicher transportieren. Und vermutlich würde kaum ein Vierbeiner gegen eine eigene Matratze, einen Fensterplatz und regelmäßige Gassipausen protestieren.