Der neue Elektro-VW ist einfach besser – Warum der ID.Cross den T-Cross schlägt!

16. Juli 2026 von

Der VW T-Cross gehört zu den Autos, die auf dem Papier wenig Aufregendes versprechen, im Alltag aber erstaunlich viel richtig machen. Er ist kompakt, übersichtlich, geräumiger als ein Polo und dank seiner verschiebbaren Rückbank ausgesprochen praktisch. Genau dieses Erfolgsrezept soll Volkswagen nun in die elektrische Zukunft übertragen.

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Der neue VW ID. Cross startet voraussichtlich im Herbst 2026 und könnte für rund 28.000 Euro angeboten werden. Damit wird er zwar nicht zum direkten Nachfolger des T-Cross, aber zu dessen elektrischem Gegenstück. Beide Modelle sind ähnlich groß, verfügen über Frontantrieb und richten sich an alle, die ein handliches SUV für Stadt, Familie und Alltag suchen. Trotzdem unterscheiden sie sich stärker, als ihre Namen vermuten lassen.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

  • ID. Cross: Elektroantrieb, bis zu 436 Kilometer Reichweite und voraussichtlich ab rund 28.000 Euro
  • T-Cross: Benzinmotoren mit 95 bis 150 PS und Listenpreise ab 24.960 Euro
  • ID. Cross: 475 Liter Kofferraum plus 25 Liter Frunk
  • T-Cross: bis zu 455 Liter und serienmäßig verschiebbare Rückbank
  • ID. Cross: 4,15 Meter lang
  • T-Cross: 4,13 Meter lang

Design: Der ID. Cross wirkt wie das Auto der nächsten Generation

Optisch ist der ID. Cross nicht einfach nur ein T-Cross ohne Kühlergrill. Volkswagen verwendet bei ihm die neue Designsprache „Pure Positive“, die klarer, freundlicher und weniger verspielt wirken soll als bei früheren ID.-Modellen.

T-Cross-ID.Cross-Front

Die schmalen Scheinwerfer sitzen weit oben und werden durch horizontale Spangen miteinander verbunden. Je nach Ausstattung kommen eine durchgehende LED-Lichtleiste und ein beleuchtetes VW-Logo hinzu. Am Heck greift eine breite Lichtleiste dieses Motiv wieder auf. Dazu kommen kräftig ausgestellte Radhäuser, eine relativ hohe Motorhaube und das sogenannte „Flying Roof“, bei dem die schwarzen Dachsäulen das Dach optisch schweben lassen.

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Besonders auffällig ist die breite C-Säule. Sie soll sowohl an den ersten Golf als auch an den klassischen VW Bus erinnern. Gleichzeitig wurde der hintere Türausschnitt vergrößert, was den Einstieg in den Fond erleichtern soll. Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass das Design nicht nur Retro-Zitate verteilt, sondern auch einen praktischen Zweck erfüllt.

T-Cross-ID.Cross-Seite

Der T-Cross sieht im Vergleich deutlich konventioneller aus. Er trägt den bekannten VW-SUV-Look mit relativ großem Kühlergrill, hohen Scheinwerfern und einer robust wirkenden Karosserie. Sein Design ist kräftig und gefällig, wirkt neben dem ID. Cross aber unvermeidlich eine Generation älter. Positiv bleiben die großen Fensterflächen, die hohe Sitzposition und die gute Übersichtlichkeit.

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Wer ein modernes und technisch wirkendes Auto möchte, dürfte den ID. Cross bevorzugen. Der T-Cross hat dafür den Vorteil, weniger futuristisch aufzutreten und im Straßenbild angenehm unauffällig zu bleiben.

Antrieb: Elektro-Komfort gegen bewährte Benziner

Beim Antrieb trennen sich die Wege vollständig. Der T-Cross wird ausschließlich mit Benzinmotoren angeboten. Das Angebot reicht aktuell von 95 bis 150 PS. Je nach Version gibt es ein manuelles Getriebe oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Alle Varianten besitzen Frontantrieb.

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Für Stadt und Landstraße reichen bereits die kleineren Dreizylinder aus. Wer häufiger auf der Autobahn unterwegs ist oder mit voll beladenem Auto fährt, dürfte mit dem 150 PS starken Vierzylinder besser bedient sein. Der T-Cross fährt sich komfortabel, sicher und gutmütig, ohne besonders sportlich zu sein. Unter stärkerer Last können die Benzinmotoren allerdings deutlich hörbar werden.

T-Cross-ID.Cross-Front

Auch der ID. Cross treibt ausschließlich die Vorderräder an – aber natürlich elektrisch. Er basiert jedoch auf der neuen MEB+-Plattform und soll zunächst in drei Leistungsstufen angeboten werden:

  • 85 kW beziehungsweise 116 PS
  • 99 kW beziehungsweise 135 PS
  • 155 kW beziehungsweise 211 PS

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Die Einstiegsversion kombiniert Volkswagen mit einer 37 kWh großen LFP-Batterie. Die stärkste Variante erhält einen 52-kWh-Akku mit NMC-Zellchemie. Schon die schwächeren Modelle dürften sich im Stadtverkehr spontaner und ruhiger anfühlen als der T-Cross, da das Drehmoment des Elektromotors ohne Schaltvorgänge zur Verfügung steht. Mit 211 PS wird der ID. Cross zudem deutlich kräftiger als jeder aktuelle T-Cross.

Reichweite und Laden: Der große Akku ist fast Pflicht

Mit der 37-kWh-Batterie soll der ID. Cross eine WLTP-Reichweite von bis zu 316 Kilometern erreichen. Das genügt für Stadt, Pendelstrecken und gelegentliche Ausflüge, bietet auf längeren Autobahnfahrten aber wenig Reserve.

Interessanter ist deshalb die 52-kWh-Version. Mit ihr stellt Volkswagen bis zu 436 Kilometer nach WLTP in Aussicht. Unter realen Autobahnbedingungen und im Winter dürfte davon zwar weniger übrig bleiben, für ein bezahlbares Elektro-SUV dieser Größe wäre der Wert dennoch alltagstauglich.

An der Wallbox lädt der ID. Cross mit bis zu 11 kW. Gleichstromladen ist bei der kleinen Batterie mit maximal 90 kW vorgesehen, während der größere Akku bis zu 105 kW aufnehmen soll. Volkswagen prognostiziert für beide Versionen rund 23 bis 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Die Spitzenleistung klingt nicht spektakulär, eine möglichst lange gehaltene Ladekurve könnte die Ladepausen aber trotzdem erträglich machen.

Der T-Cross benötigt keine Ladeplanung. Mit einem Verbrauch von offiziell 5,4 bis 5,9 Litern je 100 Kilometer lässt er sich auf langen Strecken unkompliziert nutzen und innerhalb weniger Minuten auftanken. Für Menschen ohne eigene Wallbox oder zuverlässige Lademöglichkeit bleibt das ein erheblicher Vorteil.

Platzangebot: Der Elektro-VW nutzt seine Größe besser aus

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Abmessungen nur minimal. Der ID. Cross ist 4.153 Millimeter lang, 1.794 Millimeter breit und 1.581 Millimeter hoch. Der T-Cross misst 4.127 Millimeter in der Länge, 1.760 Millimeter in der Breite und 1.584 Millimeter in der Höhe.

Damit ist der ID. Cross lediglich 26 Millimeter länger und sogar drei Millimeter flacher, aber 34 Millimeter breiter. Entscheidender ist der Radstand: Beim Elektro-SUV fallen die Achsen 38 Millimeter weiter auseinander. Zusammen mit der platzsparenden Elektroplattform soll das für mehr Bein-, Schulter- und Kopffreiheit sorgen.

Auch beim Gepäckraum liegt der ID. Cross nach reinen Zahlen vorn. Volkswagen nennt 475 Liter bei aufgestellten Rücksitzen und bis zu 1.340 Liter bei umgeklappter Rückbank. Unter der Fronthaube befindet sich zusätzlich ein 25 Liter großer Frunk, in dem beispielsweise das Ladekabel verstaut werden kann.

T-Cross-ID.Cross-Kofferraum

Der T-Cross bietet je nach Position der Rückbank 385 bis 455 Liter. Werden die Lehnen umgeklappt, stehen bis zu 1.281 Liter zur Verfügung. Sein entscheidender Trumpf ist jedoch die serienmäßig um 14 Zentimeter verschiebbare Rückbank. Dadurch lässt sich spontan entscheiden, ob gerade mehr Beinfreiheit oder mehr Gepäckraum benötigt wird. Optional kann außerdem der Beifahrersitz umgeklappt werden, um besonders lange Gegenstände zu transportieren.

Der ID. Cross gewinnt somit beim absoluten Platzangebot. Der T-Cross bleibt aufgrund seiner variablen Rückbank aber möglicherweise das flexiblere Auto.

Alltagstauglichkeit: Der ID. Cross bringt Funktionen aus größeren Autos mit

Im Innenraum soll der ID. Cross deutlich hochwertiger auftreten als bisherige günstige Elektroautos. Vorgesehen sind ein 10,25 Zoll großes digitales Cockpit und ein zentraler 12,9-Zoll-Touchscreen. Für wichtige Klimafunktionen gibt es weiterhin physische Tasten. Auch die Lautstärke kann über einen echten Drehregler eingestellt werden.

Optional sollen unter anderem Matrix-LED-Scheinwerfer, elektrisch einstellbare Sitze mit Massagefunktion, ein großes Panoramadach und ein Harman-Kardon-Soundsystem mit 425 Watt erhältlich sein. Selbst eine Retro-Anzeige im Stil des ersten Golf ist vorgesehen.

T-Cross-ID.Cross-Innenraum

Der ID. Cross kann zudem über die Funktion „Vehicle to Load“ externe Geräte mit bis zu 3,6 kW versorgen. Damit ließen sich beispielsweise E-Bikes, Campingausrüstung oder elektrische Werkzeuge betreiben. Die stärkere Version soll außerdem Anhänger mit bis zu 1.200 Kilogramm ziehen können. Eine Dachlast von 75 Kilogramm macht sogar die Nutzung eines Dachzelts möglich.

Der T-Cross setzt auf ein einfacheres und bereits bewährtes Bedienkonzept. Seine Stärken sind die gute Rundumsicht, die erhöhte Sitzposition und der bequeme Ein- und Ausstieg. Das Materialniveau ist allerdings nicht überall besonders hochwertig, und das Infotainment der einfacheren Ausstattungsversionen fällt eher nüchtern aus.

Im täglichen Stadtverkehr sind beide Autos angenehm kompakt. Der ID. Cross dürfte leiser und komfortabler anfahren, während der T-Cross mit seiner variablen Rückbank und der Unabhängigkeit von Ladepunkten punktet.

Preis: Der Abstand ist kleiner als erwartet

Der T-Cross startet aktuell bei einem Listenpreis von 24.960 Euro. Die teuersten Versionen kosten mehr als 37.000 Euro. Über Carwow sind Neuwagenangebote derzeit bereits ab rund 21.458 Euro verfügbar, wobei solche Aktionspreise natürlich nicht direkt mit dem prognostizierten Listenpreis eines noch nicht erhältlichen Autos vergleichbar sind.

Für den ID. Cross nennt Volkswagen einen voraussichtlichen Einstiegspreis von rund 28.000 Euro. Damit würde der elektrische VW nach Listenpreis lediglich etwa 3.000 Euro mehr kosten als der günstigste T-Cross. Das wäre bemerkenswert, zumal der ID. Cross ein Automatikgetriebe prinzipbedingt serienmäßig mitbringt und moderneres Infotainment sowie eine DC-Schnellladefunktion erhalten soll.

Allerdings dürfte der ID. Cross für rund 28.000 Euro nur mit kleinem Akku und 116 PS angeboten werden. Wer die interessantere 52-kWh-Batterie, 211 PS und eine bessere Ausstattung möchte, muss mit einem deutlich höheren Preis rechnen. Wie groß der Abstand zum vergleichbar ausgestatteten T-Cross tatsächlich wird, zeigt sich daher erst, wenn Volkswagen die vollständige Preisliste veröffentlicht.

Fazit: Der ID. Cross ist mehr als ein elektrischer T-Cross

Der ID. Cross wirkt moderner, bietet mehr Platz und dürfte sich leiser sowie souveräner fahren. Besonders mit der 52-kWh-Batterie könnte er zu einem der interessantesten elektrischen Kompakt-SUV werden. Bis zu 436 Kilometer Reichweite, 475 Liter Kofferraum, ein zusätzlicher Frunk und ein Einstiegspreis von rund 28.000 Euro ergeben zumindest auf dem Papier ein überzeugendes Gesamtpaket.

Der T-Cross muss sich trotzdem nicht geschlagen geben. Er ist bereits erhältlich, günstiger zu bekommen und dank seiner verschiebbaren Rückbank ausgesprochen variabel. Wer keine zuverlässige Lademöglichkeit besitzt oder häufig lange Strecken fährt, erhält mit ihm weiterhin den unkomplizierteren Begleiter.

Der ID. Cross ist deshalb nicht automatisch der bessere T-Cross. Er ist aber das deutlich modernere Auto – und könnte den Benziner überraschend alt aussehen lassen, sofern Volkswagen seinen angekündigten Preis tatsächlich halten kann.