Größer, aber kaum teurer im Unterhalt: So wenig kostet das Tesla Model Y im Vergleich zum Model 3 im Monat!

13. August 2026 von

Das Tesla Model Y ist groß, geräumig und inzwischen erstaunlich günstig zu haben. Das aktuelle Basismodell startet regulär bei 39.990 Euro und kostet damit weniger als so manches deutlich kleinere Elektro-SUV. Gleichzeitig verspricht Tesla einen niedrigen Stromverbrauch und bis zu 525 Kilometer Reichweite.

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Doch ein niedriger Kaufpreis allein macht noch kein günstiges Auto. Strom, Versicherung und vor allem der Wertverlust können über mehrere Jahre einen erheblichen Teil der tatsächlichen Kosten ausmachen.

Ist das Tesla Model Y wirklich so günstig? So viel kostet dich das Elektro-SUV im Unterhalt

Wir haben deshalb nachgerechnet, was ein aktuelles Tesla Model Y mit Hinterradantrieb über drei Jahre und 45.000 Kilometer wirklich kostet – mit derselben Rechenmethode, die wir bereits beim Tesla Model 3 und beim Skoda Enyaq verwendet haben, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Tesla-Model-Y-Front

Tesla Model Y Unterhaltskosten: Wir rechnen nach

Als Grundlage dient das aktuelle Tesla Model Y mit Hinterradantrieb in der Basisversion. Wir gehen von einem Barkauf zum regulären Listenpreis, einer Haltedauer von drei Jahren und einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern aus.

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Finanzierungskosten, Wartung, Reparaturen, Reifen, Hauptuntersuchung, Wallbox, Parkgebühren und mögliche Einnahmen durch die THG-Quote sind nicht enthalten. Damit handelt es sich nicht um eine vollständige Gesamtkostenrechnung, sondern um einen Vergleich der wichtigsten Besitzkosten.

Anschaffungspreis: Das Tesla Model Y startet bei 39.990 Euro

Der reguläre Listenpreis des aktuellen Tesla Model Y mit Hinterradantrieb beträgt 39.990 Euro. Tesla weist im deutschen Konfigurator derzeit zwar einen niedrigeren Kaufpreis aus, für unsere Vergleichsrechnung verwenden wir jedoch bewusst den regulären Listenpreis und berücksichtigen keine zeitlich begrenzten Rabatte oder Förderungen.

Dafür gibt es Hinterradantrieb, fünf Sitzplätze und laut Tesla eine WLTP-Reichweite von bis zu 525 Kilometern. Der offizielle kombinierte Stromverbrauch wird aktuell mit 13,4 kWh pro 100 Kilometer angegeben.

Damit ist das deutlich größere Model Y auf dem Papier nur minimal weniger effizient als das Tesla Model 3, für das wir in unserer bisherigen Rechnung 13,0 kWh pro 100 Kilometer angesetzt haben.

Tesla-Model-Y-vorne

Sonderausstattung berücksichtigen wir nicht. Größere Räder, eine andere Lackierung, die Anhängerkupplung oder zusätzliche Software können den tatsächlichen Kaufpreis erhöhen und damit auch den späteren Wertverlust beeinflussen.

Zulassungszahlen: Das Model Y ist deutlich zurückgefallen

Noch 2024 war das Tesla Model Y mit 29.896 Neuzulassungen das meistverkaufte Elektroauto Deutschlands. 2025 wurden dagegen nur noch 12.303 Fahrzeuge neu zugelassen. Damit hat sich die Zahl der Neuzulassungen mehr als halbiert. Die zugrunde liegenden Zulassungsdaten stammen vom Kraftfahrt-Bundesamt.

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Ein seltenes Auto ist das Model Y deshalb trotzdem nicht. Inzwischen gibt es einen großen Bestand und entsprechend viele Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Das sorgt für Auswahl, bedeutet allerdings auch, dass gebrauchte Model Y miteinander konkurrieren.

Hinzu kommt Teslas Preispolitik: Sinkt der Neuwagenpreis, geraten normalerweise auch die Preise bestehender Gebrauchtwagen unter Druck. Das spielt bei unserer späteren Restwertannahme eine wichtige Rolle.

Kfz-Steuer: Über drei Jahre fallen null Euro an

Bei der Kfz-Steuer profitiert das Model Y von derselben Regelung wie Model 3 und Enyaq. Reine Elektrofahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, sind für einen begrenzten Zeitraum von der Kfz-Steuer befreit. Spätestens am 31. Dezember 2035 endet die Befreiung.

Für ein 2026 erstmals zugelassenes Model Y entstehen während unseres dreijährigen Betrachtungszeitraums deshalb keine Kfz-Steuern.

Stromkosten: Das große SUV ist erstaunlich sparsam

Für einen direkten Vergleich mit Model 3 und Skoda Enyaq verwenden wir exakt dieselben Strompreise wie in den bisherigen Berechnungen: 39,6 Cent pro kWh für Haushaltsstrom, 52 Cent für öffentliches AC-Laden und 60 Cent für öffentliches DC-Schnellladen.

Bei einem offiziellen Verbrauch von 13,4 kWh pro 100 Kilometer benötigt das Model Y über 45.000 Kilometer rechnerisch 6.030 kWh Strom.

Tesla-Model-Y-Heck

Wer überwiegend zu Hause lädt, kommt damit auf Stromkosten von rund 2.388 Euro über drei Jahre. Das entspricht etwa 5,31 Euro pro 100 Kilometer.

Beim öffentlichen AC-Laden steigen die Kosten auf rund 3.136 Euro. Wird ausschließlich zu einem angenommenen Preis von 60 Cent pro kWh schnellgeladen, werden über 45.000 Kilometer rund 3.618 Euro fällig.

Wie realistisch ist der offizielle Verbrauch?

Wie beim Model 3 sollte der WLTP-Wert nicht mit dem Verbrauch im Alltag verwechselt werden. In der Realität sind inklusive Ladeverluste rund 16 kWh pro 100 Kilometer schon eher glaubhaft. Bei diesem Verbrauch und einem Strompreis von 39,6 Cent würden über 45.000 Kilometer rund 2.922 Euro Stromkosten entstehen – also gut 530 Euro mehr als in unserer WLTP-Rechnung.

Für den direkten Vergleich mit unseren bisherigen Unterhaltskosten-Rechnungen verwenden wir trotzdem den offiziellen Verbrauch und damit rund 2.388 Euro Stromkosten.

Kfz-Versicherung: Das Model Y ist kein Schnäppchen

Wie teuer die Versicherung tatsächlich wird, hängt stark von externen Faktoren wie Fahrerin oder Fahrer, Alter, Schadenfreiheitsklasse, Wohnort, jährliche Fahrleistung, Abstellplatz ab. Das alles kann den Beitrag erheblich verändern.

Geführt wird das aktuelle Tesla Model Y in den Typklassen 21 für die Haftpflicht, 23 für die Vollkasko und 22 für die Teilkasko. Als Grundbeitrag bei 100 Prozent werden 1.638 Euro für die Haftpflicht und 2.034 Euro für die Vollkasko mit 500 Euro Selbstbeteiligung angegeben.

Wie schon beim Model 3 und beim Enyaq rechnen wir mit jeweils 50 Prozent dieser beiden Grundbeiträge. Daraus ergeben sich rund 819 Euro Haftpflicht und 1.017 Euro Vollkasko pro Jahr.

Tesla-Model-Y-Innenraum

In unserer Modellrechnung kostet die Versicherung damit rund 1.836 Euro pro Jahr beziehungsweise 5.508 Euro über drei Jahre. Damit ist das Model Y etwas teurer zu versichern als das Model 3, für das unsere bisherige Rechnung auf rund 1.757 Euro pro Jahr kommt.

Auch hier gilt: Der Betrag ist ausschließlich eine Rechengröße. Der persönliche Versicherungsbeitrag kann deutlich höher oder niedriger ausfallen.

Wertverlust: Die größten Kosten

Der Wertverlust ist auch beim Model Y der wichtigste und gleichzeitig am schwierigsten vorherzusagende Kostenpunkt.

Das heutige Basismodell zum Listenpreis von 39.990 Euro wird erst seit Ende 2025 angeboten. Drei Jahre alte Exemplare dieser Version gibt es deshalb noch nicht. Als Orientierung müssen ältere Model Y mit Hinterradantrieb dienen.

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Aktuelle Angebote zeigen, dass Model Y mit Erstzulassung 2023 und Hinterradantrieb bei Laufleistungen von ungefähr 40.000 bis 60.000 Kilometern häufig für etwa 31.000 bis 35.000 Euro angeboten werden. Beispiele reichen von rund 32.000 Euro bei gut 41.000 Kilometern bis zu rund 35.000 Euro bei etwa 36.000 Kilometern.

Diese Werte lassen sich allerdings nicht eins zu eins auf das heutige Auto übertragen. Anfang 2023 kostete bereits das damalige Model Y mit Hinterradantrieb rund 44.890 Euro. Das heutige Basismodell startet deutlich niedriger. Außerdem handelt es sich bei aktuellen Gebrauchtwagenpreisen überwiegend um Angebotspreise von Händlern und nicht um garantierte Verkaufserlöse.

Für das heutige Model Y erscheint nach drei Jahren und 45.000 Kilometern deshalb ein Restwert im Bereich von ungefähr 26.000 bis 30.000 Euro plausibel. Wo das Fahrzeug innerhalb dieser Spanne landet, dürfte stark von Teslas zukünftigen Neuwagenpreisen, dem Zustand des Fahrzeugs, der Nachfrage und der Entwicklung des Elektroautomarktes abhängen.

Für unsere Rechnung wählen wir bewusst einen eher vorsichtigen Wert und setzen den Restwert auf 28.000 Euro.

Bei einem ursprünglichen Listenpreis von 39.990 Euro ergibt sich damit ein geschätzter Wertverlust von 11.990 Euro beziehungsweise rund 30 Prozent innerhalb von drei Jahren. Das sind durchschnittlich rund 333 Euro Wertverlust pro Monat.

Ist der Wertverlust des Tesla Model Y hoch?

Ein Verlust von rund 30 Prozent über drei Jahre wäre für ein Elektro-SUV vergleichsweise moderat. Auffällig ist vor allem der niedrige heutige Einstiegspreis: Ein drei Jahre altes Model Y müsste gar nicht außergewöhnlich teuer verkauft werden, um prozentual einen relativ guten Restwert zu erreichen.

Die Rechnung besitzt allerdings eine erhebliche Unsicherheit. Tesla hat seine Preise in der Vergangenheit mehrfach deutlich verändert. Schon ein um 2.000 Euro niedrigerer Restwert würde die monatlichen Kosten über drei Jahre um rund 56 Euro erhöhen.

Der Wertverlust bleibt deshalb der Faktor, der das Ergebnis unserer Rechnung am stärksten verändern kann.

So viel kostet das Tesla Model Y über drei Jahre

Addieren wir die wichtigsten Kosten, ergibt sich folgende Rechnung:

  • Kfz-Steuer: 0 Euro
  • Stromkosten bei überwiegendem Laden zu Hause: rund 2.388 Euro
  • Kfz-Versicherung: ca. 5.508 Euro
  • Geschätzter Wertverlust: ca. 11.990 Euro
  • Gesamtkosten über drei Jahre: ca. 19.886 Euro

Damit kostet das Tesla Model Y in unserem Modell rund 552 Euro pro Monat beziehungsweise etwa 44,2 Cent pro gefahrenem Kilometer.

Rund 60 Prozent der Gesamtkosten entfallen allein auf den Wertverlust. Die Versicherung macht knapp 28 Prozent aus, der Strom rund zwölf Prozent.

Wer ausschließlich an öffentlichen Schnellladesäulen zum angenommenen Preis von 60 Cent pro kWh lädt, kommt auf Gesamtkosten von rund 21.116 Euro. Das entspricht rund 587 Euro pro Monat beziehungsweise 46,9 Cent pro Kilometer.

Tesla Model Y oder Model 3: Überraschend kleiner Unterschied

Besonders interessant wird die Rechnung im direkten Vergleich mit unseren bisherigen Kostenchecks.

Für das Tesla Model 3 kamen wir nach derselben Methode auf rund 19.578 Euro beziehungsweise 544 Euro pro Monat. Beim Skoda Enyaq wurden in der veröffentlichten Rechnung rund 26.656 Euro beziehungsweise etwa 740 Euro pro Monat angesetzt.

Das deutlich größere Model Y kostet in unserer Rechnung damit gerade einmal rund 8 Euro mehr pro Monat als das Model 3. Gegenüber dem Skoda Enyaq beträgt der Unterschied dagegen knapp 190 Euro pro Monat.

Der Grund dafür ist nicht allein der Stromverbrauch. Zwar fährt auch das Model Y ausgesprochen effizient, gleichzeitig hilft ihm aber vor allem der inzwischen niedrige Einstiegspreis. Dadurch bleibt der absolute Wertverlust in unserer Prognose überschaubar.

Fazit: Erstaunlich günstig für ein so großes Elektro-SUV

Das Tesla Model Y ist in unserer Modellrechnung überraschend günstig. Wer überwiegend zu Hause lädt, kommt trotz SUV-Format auf Stromkosten von nur gut fünf Euro pro 100 Kilometer. Kfz-Steuer fällt während unseres Betrachtungszeitraums gar nicht an.

Teuer wird dagegen die Versicherung. Mit rechnerisch mehr als 1.800 Euro pro Jahr frisst sie einen Teil des Vorteils bei den Energiekosten wieder auf.

Entscheidend bleibt jedoch der Wertverlust. Mit unserem angenommenen Restwert von 28.000 Euro kostet das Model Y über drei Jahre insgesamt rund 19.900 Euro beziehungsweise 552 Euro pro Monat. Damit liegt das Elektro-SUV überraschend nahe am kleineren Tesla Model 3 und deutlich unter dem Skoda Enyaq.

Ob das Model Y tatsächlich so günstig bleibt, entscheidet sich allerdings erst beim Wiederverkauf. Teslas zukünftige Preispolitik kann den Restwert stärker beeinflussen als ein paar Zehntel Kilowattstunden mehr oder weniger beim Verbrauch.