Familien-SUV im Kostencheck: Das kostet der Skoda Kodiaq jeden Monat Unterhalt!
27. Juli 2026 von Irene Wallner
Der Skoda Kodiaq gilt als eines der vernünftigeren großen SUVs. Er bietet viel Platz, einen riesigen Kofferraum und auf Wunsch sogar sieben Sitze. Gleichzeitig kostet er weniger als viele vergleichbare Modelle der Premiummarken. Günstig ist der Kodiaq deshalb aber noch lange nicht. Denn zum Kaufpreis kommen Kraftstoff, Versicherung, Steuer und vor allem der Wertverlust hinzu.
Die wahren Kosten des Skoda Kodiaq: So teuer ist das große Familien-SUV wirklich
Wie viel Geld verschlingt der Skoda Kodiaq tatsächlich, wenn er drei Jahre lang gefahren wird? Wir haben nachgerechnet – und kommen auf Kosten von fast 24.400 Euro.

So haben wir die Unterhaltskosten des Skoda Kodiaq berechnet
Als Grundlage für unsere Berechnung dient der Skoda Kodiaq 1.5 TSI mHEV Selection mit 150 PS, Vorderradantrieb und Siebengang-DSG. Wir gehen von einem Barkauf zum Listenpreis, einer Haltedauer von drei Jahren und einer Gesamtfahrleistung von 45.000 Kilometern aus.
In die Rechnung fließen die Kfz-Steuer, die Kraftstoffkosten, die Versicherung und der geschätzte Wertverlust ein. Finanzierungskosten, Wartungen, Inspektionen, Reparaturen, Reifen, Hauptuntersuchung und Parkgebühren bleiben dagegen unberücksichtigt.
Es handelt sich deshalb nicht um eine vollständige Gesamtkostenrechnung, sondern um einen Überblick über die größten und am besten vergleichbaren Kostenblöcke.
Kaufpreis: Unter 45.000 Euro geht beim Kodiaq kaum etwas

Der günstigste Skoda Kodiaq kostet als 1.5 TSI mHEV in der Ausstattungslinie Selection mindestens 44.190 Euro. Dafür gibt es einen 150 PS starken 1,5-Liter-Benziner mit Mildhybridtechnik und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
Sonderausstattungen berücksichtigen wir in unserer Rechnung nicht. Gerade beim Kodiaq kann der Preis mit zusätzlichen Extras allerdings schnell steigen. Eine dritte Sitzreihe, größere Räder, Matrix-LED-Scheinwerfer, ein adaptives Fahrwerk oder umfangreiche Ausstattungspakete treiben den Kaufpreis leicht um mehrere Tausend Euro nach oben.
In der Praxis muss allerdings nicht zwangsläufig der volle Listenpreis bezahlt werden. Aktuelle Händlerangebote können deutlich unter der offiziellen Preisempfehlung liegen. Für eine bessere Vergleichbarkeit rechnen wir dennoch mit dem Listenpreis.
Ein großes SUV mit hoher Nachfrage
Der Skoda Kodiaq hat sich in Deutschland zu einem der beliebtesten großen Familien-SUVs entwickelt. Das Modell spricht vor allem Käuferinnen und Käufer an, die viel Platz benötigen, aber nicht zwingend zu einem teureren Premiummodell greifen möchten.

Die hohe Nachfrage kann sich positiv auf den späteren Wiederverkaufswert auswirken. Der Kodiaq ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt bekannt und wird sowohl von Familien als auch von Vielfahrern gesucht. Sein großer Kofferraum, die optionale dritte Sitzreihe und die verfügbaren Diesel- und Benzinmotoren machen ihn für eine breite Zielgruppe interessant.
Eine Garantie für einen besonders stabilen Restwert ist das allerdings nicht. Hohe Rabatte auf Neuwagen können auch die Gebrauchtwagenpreise unter Druck setzen.
Kfz-Steuer: Beim Kodiaq nur ein kleiner Kostenfaktor
Für den Skoda Kodiaq 1.5 TSI mHEV fällt eine jährliche Kfz-Steuer von ungefähr 116 Euro an. Über eine Haltedauer von drei Jahren entstehen damit Kosten von insgesamt rund 348 Euro.
Je nach genauer Konfiguration, Bereifung und eingetragenem CO₂-Ausstoß kann die Steuer leicht abweichen. Im Vergleich zu Kraftstoff, Versicherung und Wertverlust ist sie beim Kodiaq aber nur ein kleiner Posten.
Benzinkosten: So teuer sind 45.000 Kilometer im Kodiaq
Für unsere Berechnung setzen wir einen kombinierten Verbrauch von 6,0 Litern Super E10 auf 100 Kilometer an. Bei einer Fahrleistung von insgesamt 45.000 Kilometern benötigt der Kodiaq damit rechnerisch 2.700 Liter Benzin.
Bei einem angenommenen Kraftstoffpreis von 1,89 Euro pro Liter entstehen Benzinkosten von rund 5.103 Euro über drei Jahre. Umgerechnet entspricht das etwa 11,34 Euro pro 100 Kilometer.

Für ein großes SUV fällt der Verbrauch damit noch vergleichsweise vernünftig aus. Der Kodiaq ist allerdings deutlich größer und schwerer als ein klassischer Kompaktwagen. Wer häufig schnell auf der Autobahn unterwegs ist, einen Anhänger zieht oder das Fahrzeug regelmäßig voll belädt, sollte deshalb mit einem höheren Praxisverbrauch rechnen.
Schon ein Mehrverbrauch von einem Liter auf 100 Kilometer verursacht über 45.000 Kilometer zusätzliche Kraftstoffkosten von rund 850 Euro.
Versicherung: Der große Kodiaq ist kein günstiger Kandidat
Die tatsächlichen Kosten einer Kfz-Versicherung hängen stark von individuellen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem der Wohnort, das Alter, die Schadenfreiheitsklasse, der Fahrerkreis, der Abstellplatz und die jährliche Fahrleistung.
Für unsere Beispielrechnung gehen wir von jährlichen Kosten in Höhe von rund 1.573 Euro für Haftpflicht und Vollkasko aus. Über drei Jahre ergibt sich damit ein Versicherungsaufwand von insgesamt rund 4.719 Euro.
Damit gehört die Versicherung nach dem Wertverlust und den Benzinkosten zu den größten laufenden Kosten des Kodiaq. Erfahrene Fahrerinnen und Fahrer mit einer hohen Schadenfreiheitsklasse können deutlich weniger bezahlen. Für Fahranfänger oder Versicherte in einer ungünstigen Regionalklasse kann der Beitrag dagegen erheblich höher ausfallen.
Wertverlust: Hier verliert der Kodiaq am meisten Geld
Der Wertverlust ist auch beim Skoda Kodiaq der mit Abstand größte Kostenpunkt. Für die aktuelle Modellgeneration lässt sich der genaue Wert nach drei Jahren allerdings noch nicht zuverlässig anhand des Gebrauchtwagenmarktes ablesen, da sie erst seit 2024 erhältlich ist.
Als Orientierung dienen deshalb die Gebrauchtwagenpreise vergleichbarer Kodiaq-Modelle sowie die Wertentwicklung der vorherigen Generation.
Für einen drei Jahre alten Kodiaq 1.5 TSI mHEV Selection mit rund 45.000 Kilometern erscheint ein Restwert von ungefähr 30.000 Euro realistisch. Ausgehend vom Listenpreis von 44.190 Euro ergibt sich damit ein Wertverlust von rund 14.190 Euro.
Nach drei Jahren wären somit noch knapp 68 Prozent des ursprünglichen Listenpreises übrig. Allein durch den Wertverlust entstehen rechnerische Kosten von ungefähr 394 Euro pro Monat.

Dieser Wert ist allerdings nur eine Prognose. Ausstattung, Zustand, Laufleistung, Motorisierung und die Entwicklung der Neuwagenpreise können den tatsächlichen Wiederverkaufswert deutlich beeinflussen. Auch der Unterschied zwischen Händlerverkauf und Inzahlungnahme spielt eine wichtige Rolle.
Warum der Kodiaq seinen Wert trotzdem relativ gut halten könnte
Ein Wertverlust von rund 32 Prozent innerhalb von drei Jahren klingt zunächst hoch. Im Verhältnis zum Kaufpreis und zur Fahrzeugklasse wäre dieser Wert für ein großes SUV allerdings eher ordentlich.
Der Kodiaq profitiert von seiner hohen Alltagstauglichkeit. Viel Platz, ein großer Kofferraum, die optionale dritte Sitzreihe und eine hohe Anhängelast machen ihn auch als Gebrauchtwagen attraktiv.
Skoda Kodiaq Gebrauchtwagen finden
Gleichzeitig können hohe Rabatte auf Neuwagen den Restwert belasten. Wer den Kodiaq nicht zum offiziellen Listenpreis, sondern mit einem deutlichen Preisnachlass kauft, reduziert seinen persönlichen Wertverlust deshalb erheblich.
Der Gebrauchtwagenmarkt orientiert sich langfristig eher an den tatsächlich gezahlten Marktpreisen als an der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers.
So viel kostet der Skoda Kodiaq in drei Jahren
Addieren wir die wichtigsten Kosten, ergibt sich folgende Rechnung:
Kfz-Steuer: rund 348 Euro
Benzinkosten: rund 5.103 Euro
Kfz-Versicherung: rund 4.719 Euro
Geschätzter Wertverlust: rund 14.190 Euro
Gesamtkosten über drei Jahre: rund 24.360 Euro
Damit kostet der Skoda Kodiaq in unserem Rechenbeispiel rund 677 Euro pro Monat. Pro gefahrenem Kilometer entstehen Kosten von ungefähr 54 Cent.
Mehr als die Hälfte der Gesamtkosten entfällt auf den Wertverlust. Die Benzinkosten machen ungefähr 21 Prozent aus, die Versicherung rund 19 Prozent. Die Kfz-Steuer spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle.
Nicht berücksichtigt sind dabei Wartungen, Reparaturen, Reifen und weitere individuelle Ausgaben. Die tatsächlichen Gesamtkosten können deshalb noch höher liegen.
Kodiaq kaufen oder leasen: Was lohnt sich mehr?
Leasing kann beim Skoda Kodiaq interessant sein, wenn das Fahrzeug nach drei oder vier Jahren ohnehin wieder gewechselt werden soll. Der hohe Kaufpreis muss dabei nicht vollständig bezahlt oder finanziert werden. Gleichzeitig trägt der Leasinggeber das Risiko eines unerwartet niedrigen Wiederverkaufswertes.
Skoda Kodiaq Leasingangebote ansehen
Beim Leasing kommen zur monatlichen Rate allerdings häufig noch Überführungskosten hinzu. Benzin, Versicherung, Steuer und mögliche Mehrkilometer müssen ebenfalls bezahlt werden.
Wer den Kodiaq langfristig behalten möchte, kann mit einem günstigen Kaufangebot besser fahren. Nach den ersten Jahren fällt der Wertverlust in der Regel geringer aus, wodurch die monatlichen Besitzkosten sinken.
Wer dagegen regelmäßig ein neues Auto fahren möchte und Wert auf planbare Kosten legt, kann mit einem guten Leasingangebot das Restwertrisiko umgehen.
Fazit: Der Skoda Kodiaq bietet viel – kostet aber auch entsprechend
Der Skoda Kodiaq bietet enorm viel Platz und bleibt beim Verbrauch für seine Größe vergleichsweise vernünftig. Auch die Kfz-Steuer fällt kaum ins Gewicht. Teuer werden vor allem die Versicherung und der Wertverlust.
In unserer Rechnung entstehen innerhalb von drei Jahren Kosten von rund 24.400 Euro. Wartung, Reifen, Reparaturen und Finanzierung sind dabei noch nicht berücksichtigt. Rechnerisch kostet der Kodiaq damit etwa 677 Euro pro Monat.
Für ein großes, geräumiges und familientaugliches SUV ist der Wertverlust nicht außergewöhnlich hoch. Der hohe Listenpreis sorgt dennoch für einen beträchtlichen absoluten Verlust.
Der wichtigste Hebel ist deshalb der tatsächliche Kaufpreis. Wer den Kodiaq mit einem guten Rabatt kauft, kann seine persönlichen Besitzkosten deutlich senken. Ein günstiges Auto ist der Kodiaq trotzdem nicht. Wer den Platz wirklich benötigt, bekommt jedoch ein großes und vielseitiges SUV, das im Vergleich zu vielen ähnlich geräumigen Modellen noch zu den vernünftigeren Angeboten gehört.