Dein Weg zum neuen Auto
News-Redakteur Jamie Edkins ist den neuen Skoda Fabia 130 gefahren. Er ist das Nächste, was Skoda seit Jahren an einen Fabia vRS heranbringt – doch ausgerechnet aus dem eigenen Konzern erwächst ihm ein gefährlicher Rivale.
Jamie hat ein Faible für schnelle Skodas. Seit über 17 Jahren fahren seine Eltern einen Octavia vRS, außerdem besaß er selbst einen Octavia vRS der ersten Generation. Die Kombination aus Understatement und Leistung hat ihn immer gereizt. Doch ein Modell fehlte lange Zeit im Skoda-Programm.
Die Rede ist vom Fabia vRS. Ein echtes Comeback feiert dieser zwar nicht, doch zum 130. Geburtstag der Marke hat Skoda den Fabia 130 aufgelegt.
Dabei handelt es sich um eine sportlich geschärfte Version des aktuellen Fabia mit einem 1,5-Liter-Benziner und 177 PS. Jamie reiste nach Spanien, um den Fabia 130 auf den kurvigen Landstraßen rund um Valencia zu testen. Die Erwartungen waren hoch, die Vorfreude groß – am Ende blieb jedoch ein ambivalenter Eindruck.
Skoda Fabia 130: Motor und Fahrleistungen
Ein Blick auf die technischen Daten: Unter der Haube arbeitet eine leistungsgesteigerte Version des 1,5-Liter-Vierzylinders aus dem VW-Konzern. Der Grundmotor kommt auch in Modellen wie Skoda Octavia, Seat Leon oder Audi A3 zum Einsatz, wurde hier jedoch entsprechend überarbeitet.

Statt der üblichen 150 PS leistet der Motor im Fabia 130 nun 177 PS und stellt 250 Nm Drehmoment bereit. Die Kraft wird über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder geleitet, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 7,4 Sekunden. Damit ist er mehr als eine halbe Sekunde schneller als jeder andere Fabia.
Skoda Fabia 130 im Test: Ein echter Hot Hatch?
Ganz klar einordnen lässt sich der Fabia 130 nicht. Jamie würde ihn als „Warm Hatch“ bezeichnen – ein Segment, das er sehr schätzt, das aber mit dem Verschwinden des Suzuki Swift Sport und des VW Up GTI zuletzt fast ausgestorben war.

Für einen kompromisslosen Hot Hatch fehlt es dem Fabia 130 an Leistung, doch schnell genug ist er allemal, um für Fahrspaß zu sorgen. Das Doppelkupplungsgetriebe wurde speziell abgestimmt und spricht spürbar direkter an, der Fabia wirkt jederzeit motiviert, wenn das Gaspedal durchgedrückt wird.
Dennoch hätte Jamie in diesem Auto lieber ein manuelles Getriebe gesehen. Das würde besser zum Charakter des Fabia passen und für mehr Fahrerbindung sorgen.

Auch akustisch bleibt der Motor hinter den Erwartungen zurück. Beim Hochdrehen fehlt es an Charakter, nahe der roten Linie wirkt der Klang etwas zugeschnürt. Ein Vergleich: Der 1,0-Liter-Dreizylinder im Ford Puma ST klingt deutlich lebendiger.
Auf kurvigen Straßen präsentiert sich der Fabia 130 leichtfüßig und agil, ohne dabei wirklich zu fesseln. Mehr Rückmeldung in der Lenkung hätte sich Jamie gewünscht – ein Kritikpunkt, den er bereits beim VW Polo GTI angemerkt hatte.

Serienmäßig ist der Fabia 130 mit einem tiefergelegten Sportfahrwerk ausgestattet, das es bei anderen Fabia-Versionen nur optional gibt. Es hält die Karosserie gut unter Kontrolle, ohne den Komfort übermäßig einzuschränken.
Ganz so komfortabel wie der normale Fabia ist er zwar nicht, was auch an der Tieferlegung und den 18-Zoll-Felgen liegt. Für den Alltag bleibt er dennoch ein angenehmer Begleiter.
Auch optisch erfüllt der Fabia 130 die Erwartungen an einen sportlichen Skoda. Er setzt auf dezente Akzente statt auf dickes Auftragen.
Etwas größere Felgen, modifizierte Stoßfänger vorne und hinten, ein minimal größerer Dachspoiler und dezente Doppelendrohre sorgen für einen sportlicheren Auftritt. Gerade genug, um sich abzuheben, ohne übertrieben zu wirken. Jamie findet: Das steht dem Fabia ausgesprochen gut.

Unterm Strich ist der Fabia 130 ein gelungener Versuch, einen sportlichen und gleichzeitig vernünftigen Kleinwagen auf die Räder zu stellen. Er ist nicht ganz so unterhaltsam wie ein Seat Ibiza oder ein Ford Puma, überzeugt dafür aber als vielseitiger Allrounder – sowohl im Alltag als auch auf der Landstraße.
Das große Problem des Skoda Fabia 130
Nach der Testfahrt fragte sich Jamie ernsthaft, ob der Fabia 130 sein nächstes Auto werden könnte. Komfortabel? Ja. Schnell genug? Ebenfalls. Praktisch? Ohne Zweifel. Als Allrounder passt er hervorragend.

Doch ein Blick in den Konfigurator sorgte für Ernüchterung. Der Skoda Fabia 130 startet bei 35.530 Euro. Alternativ wird er im Leasing für 305 Euro pro Monat angeboten, über vier Jahre ohne Anzahlung und 10.000 Kilometer pro Jahr. Zufällig hatte Jamie in derselben Woche auch einen Volkswagen Polo GTI im Test. Der beginnt bei 35.980 Euro.

Für einen kleinen Aufpreis gibt es also den Polo GTI: schneller, mit einem charakterstärkeren 2,0-Liter-Motor und einem hochwertigeren Innenraum. Angesichts dieser Wahl kommt Jamie zu einer klaren, wenn auch schmerzhaften Schlussfolgerung.
Denn obwohl ihm der Fabia 130 wirklich gefällt und die Freude über einen neuen schnellen Skoda groß war, würde seine Wahl am Ende auf den Volkswagen Polo GTI fallen.
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