Volkswagen ID.Cross Testbericht
Viel Platz, moderne Technik und ein vergleichsweise niedriger Preis klingen vielversprechend – entscheidend wird aber sein, ob VW diesmal auch bei Bedienung und Qualität liefert.
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Unser Fazit zum VW ID. Cross
Der VW ID. Cross könnte für Volkswagen zum wichtigen Puzzlestück im unteren Elektro-SUV-Segment werden. Das Konzeptfahrzeug zeigt sich vielversprechend.
Mit 4,16 Metern Länge bleibt er stadttauglich, bietet aber dank 2,60 Metern Radstand und ebenem Akkuboden überraschend viel Platz. Vor allem die Kombination aus kompakten Abmessungen, 450 Litern Kofferraum und zusätzlichem 25-Liter-Frunk macht ihn alltagstauglicher, als man es von einem B-Segment-SUV erwarten würde.
Beim Thema Preis-Leistung zielt VW klar auf Volumen. Mit einem Einstieg um 27.000 bis 28.000 Euro positioniert sich der ID. Cross deutlich unterhalb des ID.4 und nur leicht über dem ID. Polo. Entscheidend wird sein, wie gut die Basisausstattung ausfällt – insbesondere bei Batteriegröße und Ladeleistung.
Interessant ist jedoch, dass VW bei dieser Generation sichtbar auf Kundenfeedback reagiert: echte Tasten statt Touch-Slider und ein hochwertiger wirkender Innenraum markieren eine klare Kurskorrektur gegenüber frühen ID.-Modellen.
Der Kofferraum überzeugt mit rund 450 Litern und praktischem Doppelboden – in dieser Klasse ein starkes Argument.
Bei den Motoren stehen drei Leistungsstufen bis 211 PS sowie später ein GTI mit 226 PS in Aussicht. Die 52-kWh-Version soll bis zu 450 Kilometer WLTP schaffen und mit bis zu 130 kW laden – solide Werte, aber keine Klassenbestmarke.
Unterm Strich wirkt der ID. Cross wie der bislang vernünftigste Ansatz im kleinen ID.-Kosmos: weniger Experiment, mehr Alltag.
Wie viel kostet der VW ID. Cross?
Offiziell nennt VW noch keinen finalen Preis, spricht aber von einem Einstieg „rund um 28.000 Euro“. Damit würde sich der ID. Cross klar unterhalb des ID.4 positionieren und leicht oberhalb des ID. Polo starten. Versicherung und Unterhalt dürften dank kompakter Klasse moderat ausfallen, der Wertverlust hängt stark von Batterievariante und Nachfrage im Einstiegssegment ab.
VW ID. Cross: Reichweite und Ladedauer
Der VW ID. Cross soll als kompaktes Elektro-SUV vor allem im Alltag überzeugen, und dafür sind Reichweite und Ladezeiten entscheidend. Zum Marktstart sind zwei Batterievarianten geplant: eine kleinere 37-kWh-LFP-Batterie für die Basismodelle sowie ein größerer 52-kWh-Akku auf NMC-Basis für die stärkeren Versionen. Mit letzterem stellt VW eine WLTP-Reichweite von bis zu 420 bis 450 Kilometern in Aussicht.
In der Praxis dürfte die Real-Reichweite je nach Fahrprofil eher bei etwa 300 bis 350 Kilometern liegen, insbesondere auf der Autobahn oder im Winter. Der Verbrauch wird sich voraussichtlich im Bereich von rund 15 bis 18 kWh/100 km bewegen – typisch für ein kleines SUV auf MEB+-Basis.
Beim Laden sind bis zu 130 kW DC möglich, die kleinere Batterie soll maximal 90 kW erreichen. Damit dürfte ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent je nach Version etwa 25 bis 30 Minuten dauern. Klassenbestwerte sind das nicht, aber für ein Einstiegsmodell durchaus solide.
Leistung und Fahrkomfort
Der VW ID. Cross ist ausschließlich als vollelektrisches Modell geplant. VW setzt auf die neue MEB+-Plattform mit Frontantrieb und drei Leistungsstufen von 116 PS über 135 PS bis hin zu 211 PS. Später folgt mutmaßlich mit dem ID. Cross GTI eine sportlichere Version mit 226 PS.
Eine klassische Automatik ist bei einem Elektroauto naturgemäß nicht notwendig: Die Kraftübertragung erfolgt über ein einstufiges Getriebe, was für ein gleichmäßiges, ruckfreies Beschleunigungsgefühl sorgt. Gerade im Stadtverkehr dürfte der ID. Cross damit sehr souverän und entspannt wirken. Mit bis zu 175 km/h Höchstgeschwindigkeit bleibt er klar auf Alltag und Effizienz ausgelegt, nicht auf sportliche Ambitionen.
Zum Gewicht macht VW noch keine konkreten Angaben, realistisch dürfte es – je nach Batteriegröße – zwischen 1,6 und 1,8 Tonnen liegen. Für ein kompaktes SUV ist das kein Leichtgewicht, aber im Elektro-Segment üblich. Entsprechend wichtig ist ein gut abgestimmtes Fahrwerk.
Beim Verbrauch sind laut technischen Daten rund 15 bis 18 kWh/100 km zu erwarten. Damit bewegt sich der ID. Cross im soliden Mittelfeld seiner Klasse.
Zu den konkreten Fahreindrücken gibt es bislang nur indirekte Hinweise, da noch keine finalen Testfahrten vorliegen. Die Kombination aus kompakten Abmessungen (4,16 Meter Länge), erhöhtem SUV-Sitzpunkt und Frontantrieb spricht jedoch für ein gut kontrollierbares, alltagstaugliches Fahrverhalten. Der niedrige Schwerpunkt durch den Akku im Unterboden dürfte für ordentliche Stabilität sorgen, während die stärkeren Motorisierungen ausreichend Reserven für Überholmanöver bieten sollten. Ein Sportwagen wird der ID. Cross nicht – ein komfortabler Begleiter im urbanen Umfeld dagegen sehr wahrscheinlich.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Mit 4,16 Metern Länge bleibt der VW ID. Cross klar im B-Segment, doch beim Platzangebot will er größer wirken, als er ist. Der Kofferraum fasst rund 450 Liter – ein starker Wert für diese Klasse. Zum Vergleich: Ein VW T-Cross liegt je nach Sitzposition auf ähnlichem Niveau, viele elektrische Klein-SUV bleiben darunter. Zusätzlich bietet der ID. Cross einen doppelten Ladeboden sowie ein kleines Staufach unter der Fronthaube mit etwa 25 Litern Volumen. Für Ladekabel oder kleinere Taschen ist das praktisch, auch wenn es kein riesiger Stauraum ist.
Der Radstand von 2,60 Metern sorgt zudem für ordentlich Platz im Fond. Dank des flachen Akkubodens gibt es keine störenden Mitteltunnel, was besonders im Alltag mit mehreren Mitfahrenden von Vorteil ist. Die erhöhte Sitzposition erleichtert das Ein- und Aussteigen und verbessert die Übersicht im Stadtverkehr – ein klassischer SUV-Vorteil.
Im Vergleich zu Modellen wie dem Citroën C3 Aircross, Renault 4 oder Opel Frontera dürfte sich der ID. Cross beim Raumangebot auf Augenhöhe bewegen. Gegenüber größeren Elektro-SUV wie dem ID.4 muss man naturgemäß Abstriche machen, erhält dafür aber ein deutlich kompakteres und handlicheres Fahrzeug.
Für wen ist der VW ID. Cross geeignet?
Der VW ID. Cross richtet sich an Fahrende, die ein kompaktes, elektrisch angetriebenes SUV für den urbanen Alltag suchen, ohne auf Platz und Variabilität verzichten zu wollen. Er eignet sich für Pendelnde mit regelmäßigen Strecken im Stadt- und Umlandverkehr ebenso wie für kleine Familien, die ein übersichtliches, leicht zu parkendes Fahrzeug mit solidem Kofferraumvolumen benötigen. Wer häufig lange Autobahnetappen fährt oder maximale Reichweite sucht, dürfte hingegen eher zu größeren Modellen greifen.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Mit dem ID. Cross will VW erkennbar Lehren aus der ersten ID.-Generation ziehen. Das Infotainment besteht aus einem 11-Zoll-Digitaldisplay hinter dem Lenkrad und einem 13-Zoll-Zentralbildschirm, beide klar auf einer Sichtachse angeordnet. Die Menüstruktur soll nüchterner und aufgeräumter wirken als bisher, weniger verspielt, mehr funktional. Entscheidender ist jedoch die Rückkehr zu physischen Tasten: Für die Klimasteuerung gibt es wieder echte Schalter, auch das Multifunktionslenkrad setzt auf klassische Druckknöpfe statt berührungssensitiver Slider. Das dürfte die Bedienung im Alltag deutlich verbessern.
Beim Innenraum-Design setzt VW auf eine wohnlichere Anmutung. Statt harter Plastikflächen dominieren textile Bezüge und weichere Materialien, die dem Cockpit eine freundlichere Atmosphäre geben. Die „schwebende“ Mittelkonsole bleibt erhalten, wirkt jedoch funktionaler. Ob die Serienqualität tatsächlich spürbar über dem Niveau früher ID.-Modelle liegt, wird sich erst im Test zeigen – der Anspruch ist zumindest klar formuliert.
Im Vergleich zu früheren ID.-Modellen könnte der ID. Cross vor allem durch seine klarere Bedienlogik punkten. Wenn VW hier tatsächlich konsequent auf Nutzerfeedback reagiert hat, wäre das ein wichtiger Schritt zurück zu mehr Alltagstauglichkeit – und weg vom reinen Touch-Experiment.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Ein offizielles Ergebnis im Euro-NCAP-Crashtest liegt für den VW ID. Cross noch nicht vor, da das Modell erst 2026 auf den Markt kommt. Angesichts der aktuellen VW-Standards ist jedoch mit einem hohen Sicherheitsniveau zu rechnen.
Serienmäßig soll der überarbeitete Travel Assist an Bord sein, ergänzt um Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Müdigkeitserkennung und weitere gesetzlich vorgeschriebene Assistenzsysteme. Im Vergleich zu Wettbewerbern im B-Segment dürfte sich der ID. Cross damit mindestens auf Augenhöhe bewegen.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Für den VW ID. Cross selbst liegen noch keine Angaben zu Rückrufen aus der KBA-Datenbank vor, da das Modell erst 2026 in Serie gehen soll.
Zur Herstellergarantie gilt bei Volkswagen in der Regel eine Basisgarantie von 2 Jahren; für den Akku sind häufig 8 Jahre bzw. 160.000 km üblich, konkrete Details zum ID. Cross stehen aktuell aber noch nicht fest und müssen bei Markteinführung bestätigt werden.
Auch TÜV-Report & ADAC-Pannenstatistik können für den ID. Cross noch keine verlässlichen Daten liefern, da das Modell noch nicht zugelassen ist und somit nicht Bestandteil der jährlichen Auswertungen ist.