Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Deutschland
06. Februar 2026 von Irene Wallner
Der Verkauf von Elektroautos in Deutschland boomt – und europäische Regierungen setzen auf Anreize, um den Umstieg einfacher und erschwinglicher zu machen. Ein aktuelles Beispiel ist die E-Auto-Förderung 2026, die erhebliche Fördermittel für Besitzer von Elektrofahrzeugen in Deutschland bereitstellt.
Um zu prüfen, wie sich die Elektroauto-Adoption mit der Ladeinfrastruktur und staatlichen Förderungen in Deutschland verhält, haben wir die vollständigen Fahrzeugzulassungsdaten des Jahres 2025 für alle Bundesländer ausgewertet, um das bundesweite Wachstum von Elektrofahrzeugen zu messen. Zusätzlich haben wir Daten auf Stadtebene zur Elektroauto-Adoption und öffentlichen Ladesäulen aus Januar 2025 herangezogen, um regionale Unterschiede zu vergleichen.
Stand der Elektroauto-Zulassungen in Deutschland
Im Jahr 2025 wurden bundesweit über 544.800 neue Elektrofahrzeuge zugelassen – das entspricht satten 32 % aller Neuzulassungen. Seit Jahresbeginn ist das Wachstum rasant: Am 1. Januar 2025 waren 1.65 Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen, ein Anteil von 3,3 %.
Trotzdem bleiben Benzinfahrzeuge mit 777.442 Neuzulassungen 2025 die häufigste Kategorie, doch der Abstand zu Elektrofahrzeugen schrumpft deutlich. Die Zulassungen von Dieselfahrzeugen nehmen weiter ab: 394.718 neue Dieselwagen wurden 2025 zugelassen – Elektrofahrzeuge liegen nun klar zwischen den beiden traditionellen Antriebsarten.
Um eine faire Analyse zu ermöglichen, haben wir den Anteil der Elektrofahrzeuge an allen Fahrzeugen für jedes Bundesland im Jahr 2025 untersucht. Im gesamten Jahr 2025 verzeichnete Thüringen die schwächsten Zulassungszahlen für Elektroautos, wobei 21 % der neuen Autos 2025 Elektrofahrzeuge waren. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern folgen mit dem zweitniedrigsten Elektroauto-Anteil, bei dem 23 % der neuen Autos 2025 Elektrofahrzeuge waren.
Zu den Bundesländern, die im Jahr 2025 bei den Zulassungen von Elektrofahrzeugen führend sind, gehören Baden-Württemberg mit einem Anteil von 37 % an den Neuzulassungen (84.297), Berlin mit 11.666 neu zugelassenen Elektrofahrzeugen (37 %) und Bremen (36 %) mit 3.264 Elektrofahrzeugen.
Was die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge allein betrifft, lag Nordrhein-Westfalen mit 116.529 neuen Elektrofahrzeugen im Jahr 2025 (34 %) an der Spitze. Bayern folgte dicht dahinter mit 115.631 zugelassenen Elektrofahrzeugen im Jahr 2025 (31 %). Trotz der hohen Einwohnerzahl dieser Bundesländer sind die Prozentsätze im Vergleich zu anderen Bundesländern immer noch recht hoch.
Deutschlands Vorreiter und Nachzügler im Bereich Elektrofahrzeuge
Um herauszufinden, welche Bundesländer bei der Einführung von Elektrofahrzeugen deutlich zugelegt haben oder hinterherhinken, haben wir Daten aus Städten vom Januar 2025 analysiert und mit Daten aus dem gesamten Jahr 2025 verglichen.
Wie schneiden die 20 größten Städte Deutschlands im Vergleich ab?
Nachfolgend sind die 20 größten Städte Deutschlands und ihr Anteil an Elektrofahrzeugen im Januar 2025 aufgeführt:
Stuttgart – 6 % EV-Besitz
Stuttgart lag Anfang 2025 an der Spitze Deutschlands beim Anteil an Elektrofahrzeugen: 6 % aller zugelassenen Fahrzeuge waren elektrisch. Mit 2.118 öffentlichen Ladepunkten kommt die Stadt auf 8,5 Elektrofahrzeuge pro Ladepunkt – einer der besten Werte unter den größten Städten. Gleichzeitig weist Stuttgart mit 29,3 E-Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner:innen eine sehr hohe Pro-Kopf-Durchdringung auf. Der Anteil an Schnellladepunkten liegt mit 5 % allerdings vergleichsweise niedrig.
München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Bielefeld und Bonn – 5 % EV-Besitz
Diese Städte erreichen jeweils einen EV-Anteil von rund 5 % (Stand Januar 2025), unterscheiden sich jedoch deutlich bei der Ladeabdeckung:
- Frankfurt am Main kommt auf 14 Elektrofahrzeuge pro Ladepunkt und 21,5 EVs pro 1.000 Einwohner:innen.
- Düsseldorf liegt bei 11,8 EVs pro Ladepunkt und 25,5 EVs pro 1.000 Einwohner:innen.
- Bonn weist mit 17,5 EVs pro Ladepunkt eine etwas geringere Ladepunktdichte auf, erreicht jedoch 28,5 EVs pro 1.000 Einwohner:innen.
- Bielefeld fällt trotz hoher EV-Durchdringung (25,9 EVs pro 1.000 Einwohner:innen) durch eine vergleichsweise hohe Belastung der Ladeinfrastruktur auf: 24,8 Elektrofahrzeuge pro Ladepunkt, allerdings mit dem höchsten Schnellladeanteil dieser Gruppe (36 %).
- München verfügt über das größte Ladenetz innerhalb dieser Gruppe, kommt jedoch auf 17 Elektrofahrzeuge pro Ladepunkt – ein Hinweis darauf, dass der starke EV-Zuwachs die Infrastruktur zunehmend fordert.
Hamburg, Köln, Hannover, Nürnberg und Mannheim – 4 % EV-Besitz
Mit einem EV-Anteil von rund 4 % zeigen diese Städte eine solide frühe Akzeptanz, bei teils sehr unterschiedlichen Infrastrukturwerten:
- Hamburg verfügt über 2.475 Ladepunkte, allerdings entfallen hier 14,4 Elektrofahrzeuge auf einen Ladepunkt, bei 19,1 EVs pro 1.000 Einwohner:innen.
- Köln kommt auf 15,1 EVs pro Ladepunkt, bietet dafür mit 23 % einen hohen Anteil an Schnellladepunkten.
- Hannover sticht heraus: Trotz 4 % EV-Anteil liegt die Stadt bei 23,5 Elektrofahrzeugen pro Ladepunkt, gleichzeitig aber bei 40,1 EVs pro 1.000 Einwohner:innen – der höchste Pro-Kopf-Wert im gesamten Vergleich.
- Nürnberg (12,6 EVs pro Ladepunkt) und Mannheim (12,2 EVs pro Ladepunkt) verfügen über eine vergleichsweise ausgewogene Ladeabdeckung bei moderater EV-Dichte.
Berlin, Leipzig, Dortmund, Bremen, Essen, Bochum und Wuppertal – 3 % EV-Besitz
Berlin verfügt mit 4.287 Ladepunkten über das größte Ladenetz Deutschlands. Mit 9,8 Elektrofahrzeugen pro Ladepunkt weist die Hauptstadt eine der besten Versorgungsquoten auf, obwohl der EV-Anteil mit 3 % noch vergleichsweise niedrig ist (11,4 EVs pro 1.000 Einwohner:innen).
- Leipzig (9,2 EVs pro Ladepunkt) und Duisburg (9,9 EVs pro Ladepunkt) zeigen ebenfalls eine gute infrastrukturelle Abdeckung bei geringer EV-Dichte.
- Dortmund (11,2 EVs pro Ladepunkt) und Bremen (10 EVs pro Ladepunkt) liegen im soliden Mittelfeld.
- Bochum und Wuppertal fallen durch sehr hohe Anteile an Schnellladepunkten (28 % bzw. 30 %) auf, gleichzeitig ist die Ladeinfrastruktur dort stärker ausgelastet – insbesondere in Wuppertal mit 25,1 Elektrofahrzeugen pro Ladepunkt.
Dresden und Duisburg – 2 % EV-Besitz
Dresden verzeichnete Anfang 2025 einen EV-Anteil von 2 %, bietet jedoch mit 31 % Schnellladepunkten eine überdurchschnittlich zukunftsorientierte Infrastruktur. Mit 10,5 Elektrofahrzeugen pro Ladepunkt ist die Ladeabdeckung aktuell noch gut, während die EV-Durchdringung mit 9,4 pro 1.000 Einwohner:innen vergleichsweise niedrig bleibt.
Mit 527 öffentlichen Ladepunkten und 9,9 Elektrofahrzeugen pro Ladepunkt weist Duisburg aktuell noch eine vergleichsweise gute Ladeabdeckung auf. Gleichzeitig liegt die EV-Durchdringung mit 10,4 Elektrofahrzeugen pro 1.000 Einwohner:innen deutlich unter dem Niveau vieler westdeutscher Großstädte. Der Anteil an Schnellladepunkten beträgt 18 %, was Duisburg infrastrukturell solide aufstellt, bei weiter steigenden Zulassungszahlen jedoch zusätzlichen Ausbaubedarf erwarten lässt.
Bundesländer mit großem Anstieg bei Elektrofahrzeugen im Jahr 2025
Während die Daten auf Stadtebene zeigen, wie sich Nachfrage und Ladeinfrastruktur zu Beginn des Jahres darstellten, geben die Zulassungsdaten auf Bundeslandebene Aufschluss darüber, wo Elektromobilität 2025 besonders stark an Fahrt aufgenommen hat – und wie gut die Infrastruktur damit Schritt hält:
Berlin
In Berlin lag der Anteil von Elektrofahrzeugen Anfang 2025 bei nur 3 %, doch im Laufe des Jahres entfielen 37 % aller Neuzulassungen auf Elektrofahrzeuge. Mit 3,2 neu zugelassenen EVs pro 1.000 Einwohner:innen liegt Berlin zwar im bundesweiten Mittelfeld, profitiert jedoch von einer sehr hohen Infrastrukturdichte: 4,8 Ladepunkte pro km² – der mit Abstand höchste Wert aller Bundesländer. Damit ist Berlin infrastrukturell gut auf weiteres Wachstum vorbereitet, auch wenn die Pro-Kopf-Nachfrage noch vergleichsweise moderat ausfällt.
Baden-Württemberg
Auf Stadtebene liegt Stuttgart Anfang 2025 mit 6 % EV-Anteil an der Spitze der deutschen Großstädte. Dieser Trend spiegelt sich auch landesweit wider: 37 % aller Neuzulassungen in Baden-Württemberg im Jahr 2025 waren Elektrofahrzeuge, was 7,5 neuen EVs pro 1.000 Einwohner:innen entspricht.
Im Verhältnis zur Fläche fällt die Ladeinfrastruktur jedoch weniger dicht aus: Mit 0,48 Ladepunkten pro km² liegt Baden-Württemberg hinter Stadtstaaten und dichter besiedelten Regionen zurück. Zudem sind nur 19 % der Ladepunkte Schnelllader, was bei weiter steigender Nachfrage insbesondere auf längeren Strecken zu Engpässen führen könnte.
Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen zeigt ein ähnliches Bild: Städte wie Düsseldorf, Bonn und Bielefeld lagen Anfang 2025 bereits bei rund 5 % EV-Anteil. Landesweit entfielen 34 % der Neuzulassungen 2025 auf Elektrofahrzeuge, was 6,5 neuen EVs pro 1.000 Einwohner:innen entspricht.
Mit 0,6 Ladepunkten pro km² weist NRW eine vergleichsweise gute Flächenabdeckung auf. Der Schnellladeanteil liegt bei 24 %, was das Bundesland infrastrukturell solide positioniert, auch wenn regionale Unterschiede zwischen Ballungsräumen und ländlichen Gebieten bestehen bleiben.
Bundesländer mit Aufholbedarf
Hamburg
Hamburg verzeichnete 2025 einen niedrigeren EV-Anteil bei den Neuzulassungen als viele andere Regionen: 25 % der neu zugelassenen Fahrzeuge waren elektrisch, was 7,2 neuen EVs pro 1.000 Einwohner:innen entspricht.
Zwar verfügt der Stadtstaat mit 3,3 Ladepunkten pro km² über eine hohe Infrastrukturdichte, doch nur 18 % der Ladepunkte sind Schnelllader. Damit bleibt Hamburg sowohl bei der Nachfrage als auch bei der Schnellladeabdeckung hinter vergleichbaren Stadtstaaten wie Bremen zurück.
Sachsen
Sachsen zählt weiterhin zu den Bundesländern mit langsamerer EV-Dynamik. Städte wie Dresden und Leipzig wiesen Anfang 2025 bereits niedrige EV-Bestandsanteile auf, und dieser Trend setzte sich fort: Nur 23 % der Neuzulassungen 2025 waren Elektrofahrzeuge, was 3,0 neuen EVs pro 1.000 Einwohner:innen entspricht – einer der niedrigsten Werte bundesweit.
Mit 0,19 Ladepunkten pro km² ist auch die Infrastrukturdichte vergleichsweise gering. Zwar liegt der Schnellladeanteil mit 31 % relativ hoch, doch die geringe Flächenabdeckung deutet darauf hin, dass Ladepunkte außerhalb der größeren Städte weiterhin schwer zugänglich bleiben.
Halten die Ladestationen mit der wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen Schritt?
Die steigende Zahl von Elektrofahrzeugen erhöht die Nachfrage nach öffentlicher Ladeinfrastruktur, und Daten aus den Städten zeigen deutliche Unterschiede hinsichtlich der Verfügbarkeit von Ladegeräten und der Ladegeschwindigkeit.
Besorgniserregend ist, dass die Bundesländer mit der höchsten Anzahl an Elektrofahrzeugen auch die geringste Verfügbarkeit von Schnellladestationen aufweisen, was zu Druck und potenzieller Frustration bei Fahrern führen kann. So verzeichnen beispielsweise Baden-Württemberg und Berlin zwar die höchste Anzahl neu zugelassener Elektrofahrzeuge, aber nur einen Anteil von 19 % (Baden-Württemberg) bzw. 14 % (Berlin) an Schnellladestationen.
Die Daten deuten darauf hin, dass Bundesländer mit der höchsten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen unter erheblichem Druck stehen könnten, insbesondere wenn die Zahl der Zulassungen von Elektrofahrzeugen weiter steigt.
Die Rolle der neuen E-Auto-Förderung
Im Januar 2026 führte Deutschland ein neues Förderprogramm für Elektrofahrzeuge ein, das den Kauf von Elektrofahrzeugen durch gezielte finanzielle Unterstützung fördern soll. Das Programm sieht rund 3 Milliarden Euro vor und unterstützt bis 2029 etwa 800.000 Fahrzeuge. Die Förderung gilt rückwirkend für förderfähige Fahrzeuge, die seit Anfang 2026 erstmals zugelassen wurden.
Eine von uns durchgeführte Umfrage unter potenziellen Autokäufer:innen in Deutschland zeigt jedoch, dass es rund um das neue Förderprogramm noch erhebliche Wissenslücken gibt. Nur 48 % der Befragten geben an, genau zu verstehen, wie die Förderung für sie persönlich gilt. Mehr als die Hälfte (52 %) fühlt sich nur teilweise informiert oder ist unsicher, ob sie überhaupt förderberechtigt ist.
Gleichzeitig beeinflusst die Förderung bereits konkret die Kaufplanung: 39 % der Befragten sagen, dass sie aufgrund der angekündigten Förderung planen, früher als ursprünglich vorgesehen ein Elektrofahrzeug zu kaufen. Es zeigt sich, dass das Programm zwar noch erklärungsbedürftig ist, aber dennoch eine spürbare verhaltenslenkende Wirkung entfaltet.

Darüber hinaus gaben 63 % der Befragten an, dass sie vollelektrische Modelle bevorzugen, während 18 % Plug-in-Hybride bevorzugen. Auf der anderen Seite sagen 9 %, dass sie den Kauf eines Elektrofahrzeugs nicht in Betracht ziehen, und 9 % sind noch unentschlossen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im tatsächlichen Nutzerverhalten wieder – zumindest auf Carwow.de. Interne Daten zu Kundenanfragen zeigen: In den ersten zwei Wochen seit der offiziellen Bekanntgabe der Fördermittel sind die Anfragen nach Elektrofahrzeugen auf der Carwow-Plattform im Vergleich zu den zwei Wochen zuvor um 268 % gestiegen. Im Jahresvergleich liegen E-Auto-Anfragen 227 % höher, während Benziner-Anfragen um 22 % und Diesel um 46 % sanken.
Der Gesamtanteil der EV-Anfragen auf Carwow stieg im Jahresvergleich von 40 % auf 72 %, fast drei Viertel aller Anfragen beziehen sich auf Elektroautos.
Die Daten beziehen sich ausschließlich auf Nutzeranfragen auf Carwow und erlauben keine Rückschlüsse auf den gesamten deutschen Automarkt, zeigen jedoch deutlich, wie stark das Förderprogramm die Nachfrage innerhalb digitaler Autokaufplattformen beeinflussen kann.
Was bedeutet das für Autofahrer:innen?
In Gebieten, in denen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen rapide zunimmt, steigt die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, insbesondere an Standorten mit weniger Schnellladestationen. In Städten mit geringerer Verbreitung von Elektrofahrzeugen ist der Druck hinsichtlich der Verfügbarkeit von Ladestationen zwar weniger akut, allerdings sind die Ladesäulen Netze dort in der Regel insgesamt weniger gut ausgebaut.
Bei der Auswahl eines Elektrofahrzeugs empfehlen wir, nicht nur die Kosten für das Fahrzeug zu berücksichtigen. Regionale Aspekte sind wichtig, daher solltest du die Ladestationen in deiner Stadt, die Ladegeschwindigkeit, die Reichweite und die Möglichkeit zum Laden zu Hause berücksichtigen. So stellst du sicher, dass dein Elektrofahrzeug eine kostengünstige und praktische Wahl für den täglichen Gebrauch ist.
Schlusswort
Wie wir bereits gesehen haben, stieg die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen im Jahr 2025 in ganz Deutschland rapide an. Unsere Daten zeigen, dass sich die Infrastruktur in den verschiedenen Regionen unterschiedlich schnell entwickelt und dass es zwischen den Bundesländern deutliche Unterschiede hinsichtlich der Verfügbarkeit von Ladestationen und der Ladegeschwindigkeit gibt. Da viele führende Bundesländer die geringste Verfügbarkeit von Schnellladestationen bieten, wird es interessant sein zu beobachten, wie sich die Ladeinfrastruktur in Deutschland in den nächsten Jahren entwickeln wird.
Methodologie
Für diese Analyse wurde die Verbreitung von Elektrofahrzeugen sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland auf Stadt- und Bundeslandebene untersucht. Grundlage bilden öffentlich zugängliche, offizielle Datensätze aus staatlichen und anerkannten statistischen Quellen sowie eine Umfrage, die unter Kunden von Carwow durchgeführt wurde. .
Bevölkerungsdaten
Die Einwohnerzahlen deutscher Großstädte sowie die Bevölkerungsverteilung nach Bundesländern basieren auf Daten von Statista.
Fahrzeugbestand und Neuzulassungen
Daten zum Fahrzeugbestand in Deutschland sowie zu Neuzulassungen im Jahr 2025 wurden aus Veröffentlichungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) entnommen. Die Auswertung umfasst:
- die Gesamtzahl der zugelassenen Fahrzeuge,
- eine Aufschlüsselung nach Antriebsart (Benzin, Diesel, Elektro),
- sowie die Neuzulassungen 2025 nach Bundesland und Antriebsart.
Der Anteil von Elektrofahrzeugen wurde jeweils als Prozentsatz des gesamten Fahrzeugbestands bzw. der Neuzulassungen berechnet.
Ladeinfrastruktur
Informationen zur öffentlichen Ladeinfrastruktur stammen aus der Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur. Berücksichtigt wurden:
- die Gesamtzahl öffentlicher Ladepunkte,
- die Anzahl von Schnellladepunkten,
- sowie der Anteil von Schnellladern an allen Ladepunkten.
Die Zuordnung der Ladepunkte erfolgte anhand der gemeldeten Standorte innerhalb der jeweiligen Städte bzw. Bundesländer.
Berechnungen und Auswertungen
Auf Basis der zusammengeführten Datensätze wurden unter anderem folgende Kennzahlen berechnet:
- Anteil von Elektrofahrzeugen am Fahrzeugbestand je Stadt,
- Anteil von Elektrofahrzeugen an den Neuzulassungen 2025 je Bundesland,
- Anzahl der Elektrofahrzeuge pro öffentlichem Ladepunkt je Stadt,
- Anteil von Schnellladepunkten an der gesamten Ladeinfrastruktur,
- Ranglisten der größten deutschen Städte nach E-Auto-Anteil.
Alle Prozentangaben wurden kaufmännisch gerundet.
Umfrageergebnisse:
Die Umfrage wurde im Januar 2026 intern von Carwow durchgeführt und von mehr als 1.000 Carwow-Nutzern beantwortet.