Die wahren Kosten des Skoda Elroq: So teuer ist das Elektro-SUV tatsächlich!
13. Oktober 2026 von Irene Wallner
Der Skoda Elroq hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Elektroautos Deutschlands entwickelt. Bereits 2025 wurden hierzulande 25.426 Exemplare neu zugelassen. Damit überholte der kompakte Stromer sogar seinen großen Bruder, den Skoda Enyaq, wenn auch nur um 43 Fahrzeuge.
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Der Elroq bietet viel Platz, eine ordentliche Reichweite und einen vergleichsweise attraktiven Einstiegspreis. Doch was kostet das Elektro-SUV tatsächlich, wenn man es mehrere Jahre fährt? Schließlich kommen zum Kaufpreis noch Strom, Versicherung und vor allem der Wertverlust hinzu.
Skoda Elroq Unterhalt: So teuer ist er wirklich!

Wir haben nachgerechnet, was ein Skoda Elroq 60 über drei Jahre und 45.000 Kilometer kostet. Dabei gehen wir von einem Barkauf zum Listenpreis aus. Finanzierungskosten, Wartung, Reifen, Wallbox, Parkgebühren und mögliche Einnahmen durch die THG-Quote bleiben wie bei unserem Enyaq-Kostencheck außen vor. Auch Rabatte und eine mögliche staatliche Förderung berücksichtigen wir nicht.
Anschaffungspreis: Der Elroq startet bei 37.890 Euro
Der Skoda Elroq ist mittlerweile ab 37.890 Euro Listenpreis erhältlich. Dafür gibt es die Einstiegsversion Elroq 60 Essence mit 140 kW beziehungsweise 190 PS, Hinterradantrieb und einer Batterie mit 58 kWh nutzbarer Kapazität.
Der offizielle Stromverbrauch beträgt 15,1 kWh pro 100 Kilometer. Nach WLTP sind damit bis zu 453 Kilometer Reichweite möglich. Wer häufiger lange Strecken fährt, kann alternativ zum Elroq 85 mit größerem Akku greifen. Der kostet allerdings auch entsprechend mehr.
Für unseren Kostencheck konzentrieren wir uns auf den Elroq 60 Essence ohne Sonderausstattung. Der günstigere Elroq 50, mit dem die Modellreihe ursprünglich startete, wird inzwischen nicht mehr angeboten.
Zulassungszahlen: Der Elroq überholt sogar den Enyaq
Mit 25.426 Neuzulassungen landete der Skoda Elroq 2025 auf Platz vier der meistzugelassenen Elektroautos in Deutschland. Damit lag er knapp vor dem größeren Enyaq mit 25.383 Zulassungen.

Für ein noch relativ neues Modell ist das ein bemerkenswerter Erfolg. Die hohe Nachfrage könnte sich langfristig auch positiv auf die Gebrauchtwagenpreise auswirken. Schließlich ist der Elroq bereits vielen Autokäufern bekannt und wird in größeren Stückzahlen angeboten.
Allerdings bedeutet eine hohe Nachfrage nach Neuwagen nicht automatisch stabile Gebrauchtwagenpreise. Gerade bei Elektroautos können technologische Fortschritte, Rabatte und neue Förderungen den Wiederverkaufswert erheblich beeinflussen.
Kfz-Steuer: Der Elroq bleibt steuerfrei
Ein klarer Vorteil des Skoda Elroq ist die Befreiung von der Kfz-Steuer. Reine Elektroautos, die bis Ende 2030 erstmals zugelassen werden, können bis zu zehn Jahre steuerfrei gefahren werden. Spätestens zum 31. Dezember 2035 endet diese Befreiung.
Für einen 2026 neu zugelassenen Elroq bedeutet das, dass während unseres gesamten dreijährigen Betrachtungszeitraums keine Kfz-Steuer anfällt. Ohne diese Befreiung würde die Steuer für den Elroq 60 laut ADAC etwa 74 Euro pro Jahr betragen. In unserer Rechnung setzen wir deshalb null Euro an.
Stromkosten: Wie viel kostet das Laden des Skoda Elroq?
Beim Stromverbrauch zeigt sich der Elroq recht sparsam. Für unsere Berechnung verwenden wir den offiziellen WLTP-Wert von 15,1 kWh pro 100 Kilometer. Auf 45.000 Kilometer hochgerechnet ergibt das einen Strombedarf von 6.795 kWh.
Um die Ergebnisse mit unserem Enyaq-Kostencheck vergleichen zu können, nutzen wir dieselben Strompreise. Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis lag 2025 laut BDEW bei rund 39,6 Cent pro Kilowattstunde.

Wer seinen Elroq überwiegend zu Hause lädt, zahlt damit über drei Jahre rechnerisch rund 2.691 Euro für Strom. Das entspricht knapp 6 Euro pro 100 Kilometer.
Anders sieht es beim öffentlichen Laden aus. Bei einem angenommenen Preis von 52 Cent pro kWh an AC-Ladesäulen steigen die Kosten auf rund 3.533 Euro. Wer ausschließlich DC-Schnelllader zu 60 Cent pro kWh nutzt, muss sogar rund 4.077 Euro einplanen.
Der Unterschied zwischen Laden zu Hause und am Schnelllader beträgt damit über drei Jahre fast 1.400 Euro.
In der Praxis können die Kosten allerdings höher ausfallen. Gerade im Winter und bei schnellen Autobahnfahrten steigt der Verbrauch. Auch Ladeverluste können die tatsächlich bezogene Strommenge erhöhen. Für unsere Gesamtrechnung bleiben wir beim offiziellen Verbrauch und den Stromkosten von 2.691 Euro.
Kfz-Versicherung: Wie teuer ist der Elroq?
Wie viel die Versicherung eines Skoda Elroq kostet, hängt stark von der Person am Steuer ab. Schadenfreiheitsklasse, Alter, Wohnort, jährliche Fahrleistung und gewünschter Versicherungsschutz spielen eine wichtige Rolle.
Die Versicherungseinstufung des Elroq fällt insgesamt relativ günstig aus, er fällt in folgende Typklassen:
- Haftpflicht: 14
- Vollkasko: 20
- Teilkasko: 20
Der Grundbeitrag bei 100 Prozent beträgt ca. 1.112 Euro für die Haftpflicht und 1.590 Euro für die Vollkasko mit 500 Euro Selbstbeteiligung.
Wie beim Enyaq rechnen wir für beide Versicherungsarten mit jeweils 50 Prozent des genannten Grundbeitrags. Daraus ergibt sich ein modellhafter Versicherungsbeitrag von 1.351 Euro pro Jahr beziehungsweise 4.053 Euro über drei Jahre.
Dieser Betrag ist jedoch nur ein Rechenbeispiel. Wer bereits viele schadenfreie Jahre gesammelt hat, kann deutlich weniger bezahlen. Fahranfänger oder Personen mit ungünstigen Versicherungsmerkmalen müssen dagegen mit höheren Beiträgen rechnen.
Wertverlust: Hier verliert der Elroq das meiste Geld
Die größte Kostenposition beim Skoda Elroq ist voraussichtlich nicht der Strom und auch nicht die Versicherung, sondern der Wertverlust.
Wie stark der Elroq innerhalb von drei Jahren an Wert verliert, lässt sich derzeit allerdings noch nicht zuverlässig anhand vergleichbarer Gebrauchtwagen bestimmen. Das Modell kam erst 2025 auf den Markt. Entsprechend fehlen bislang Fahrzeuge, die bereits drei Jahre alt sind.

Für unsere Rechnung gehen wir deshalb von einem geschätzten Wertverlust von 45 Prozent innerhalb von drei Jahren aus. Das ist eine Modellannahme und kein bereits beobachteter Wiederverkaufswert.
Bei einem Neupreis von 37.890 Euro würde ein Elroq 60 nach drei Jahren und 45.000 Kilometern demnach noch rund 20.840 Euro wert sein. Der rechnerische Verlust beträgt damit etwa 17.050 Euro.
Allein der Wertverlust würde den Besitzer also durchschnittlich rund 474 Euro pro Monat kosten.
Wie realistisch ist dieser Wertverlust?
Der angenommene Wertverlust von 45 Prozent ist eine vorsichtige Schätzung. Die hohe Nachfrage nach dem Elroq könnte langfristig für stabile Gebrauchtwagenpreise sprechen. Gleichzeitig sorgen starke Neuwagenrabatte und die Weiterentwicklung der Batterietechnik für Unsicherheit.
Vor allem der tatsächliche Kaufpreis spielt eine wichtige Rolle. Wer seinen Elroq deutlich unter Listenpreis kauft, kann den absoluten Wertverlust möglicherweise reduzieren. Umgekehrt könnte ein schwächerer Gebrauchtwagenmarkt den Verlust weiter erhöhen.
Erst wenn ausreichend drei Jahre alte Elroq auf dem Gebrauchtwagenmarkt erhältlich sind, lässt sich die Prognose genauer überprüfen.
So viel kostet der Skoda Elroq über drei Jahre
Rechnen wir alle berücksichtigten Kosten zusammen, ergibt sich für den Skoda Elroq 60 Essence folgendes Bild:
- Kfz-Steuer: 0 Euro
- Stromkosten bei überwiegendem Laden zu Hause: rund 2.691 Euro
- Kfz-Versicherung: rund 4.053 Euro
- Geschätzter Wertverlust: rund 17.050 Euro
- Gesamtkosten über drei Jahre: rund 23.794 Euro
Damit kostet der Skoda Elroq in unserem Rechenbeispiel rund 661 Euro pro Monat beziehungsweise knapp 53 Cent pro gefahrenem Kilometer.
Wer ausschließlich an öffentlichen Schnellladesäulen lädt, muss mit Gesamtkosten von rund 25.180 Euro rechnen. Die durchschnittliche monatliche Belastung erhöht sich dadurch auf etwa 699 Euro. Der Anschaffungspreis wird dabei nicht vollständig als Kostenposition berücksichtigt, da das Fahrzeug nach drei Jahren weiterhin einen angenommenen Restwert von rund 20.840 Euro besitzt.
Ist Leasing beim Skoda Elroq die bessere Wahl?
Gerade beim Elroq kann Leasing eine interessante Alternative zum Barkauf sein. Der entscheidende Vorteil: Wer das Fahrzeug nach Vertragsende regulär zurückgibt, trägt normalerweise nicht das Risiko eines sinkenden Marktwerts.
Das ist insbesondere bei Elektroautos interessant, weil sich Batterietechnik, Reichweiten und Neuwagenpreise relativ schnell verändern können. Ein heute attraktives Modell könnte in drei Jahren stärkere Konkurrenz durch neuere Fahrzeuge bekommen.
Ob Leasing tatsächlich günstiger ist, hängt jedoch vom konkreten Angebot ab. Für einen fairen Vergleich müssen Leasingraten, Sonderzahlung, Überführungskosten, Strom und Versicherung über die gesamte Vertragslaufzeit berücksichtigt werden. Auch mögliche Kosten bei der Rückgabe spielen eine Rolle.
Wer seinen Elroq dagegen lange behalten möchte, kann von einem Kauf profitieren. Denn der Wertverlust ist besonders in den ersten Jahren hoch und fällt später häufig geringer aus.
Fazit: Der Elroq ist sparsam, aber der Wertverlust bleibt entscheidend
Der Skoda Elroq überzeugt bei den laufenden Kosten. Wer zu Hause laden kann, fährt rechnerisch für weniger als sechs Euro pro 100 Kilometer. Hinzu kommt die vollständige Befreiung von der Kfz-Steuer während unseres Betrachtungszeitraums.
Trotzdem ist der Elroq kein besonders günstiges Auto im Gesamtunterhalt. In unserer Rechnung entstehen über drei Jahre knapp 23.800 Euro Kosten, wobei allein der geschätzte Wertverlust mehr als 70 Prozent ausmacht.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie effizient das Elektro-SUV fährt, sondern vor allem, zu welchem Preis es gekauft wird und welchen Wert es nach einigen Jahren noch besitzt. Wer beim Kauf einen guten Rabatt erhält und möglichst günstig laden kann, hat die besten Voraussetzungen, die tatsächlichen Kosten niedrig zu halten.